Mobilität

Für mehr Mobilität bei weniger (Auto-)Verkehr!

Lärm, Feinstaub, CO2-Emissionen: Der stetig wachsende Ver­kehr führt zu vielen Problemen – die uns alle angehen! Die Weichen für mehr Mobilität und weniger Ver­kehr müssen daher endlich gestellt, das Geld in die richtigen Projekte gesteckt werden – z.B. um Verkehr vom Auto auf umwelt­freundlichere Alter­nativen wie das Fahrrad zu verlagern.

Der BUND setzt sich seit jeher für eine intelligente Verkehrspolitik ein und fordert

  • Infrastrukturwende sofort: Güterverkehr auf Schiene und Schiff verlagern, nachhaltige Mobilität fördern!
  • Lebenswerte Städte: Offensive für den Öffentlichen Nahverkehr und den Radverkehr!
  • Abbau umweltschädlicher Subventionen (z.B. des Dieselprivilegs) und Anlastung der Umweltkosten an alle Verkehrsträger z.B. durch Lkw-/Pkw-Maut oder eine Klimaabgabe!
  • Nachhaltige regenerative Energien im Verkehr einsetzen, auf Biomasse verzichten: Zum Schutz knapper Ressourcen muss Verkehr in großem Umfang vermieden werden!

Klima- und naturverträgliche Infrastruktur für die Mobilitätswende

Wie eine zukunftsfähige Bundesverkehrswege- und -mobilitätsplanung gelingen kann

Die aktuelle Verkehrswegeplanung des Bundes läuft den Klimazielen entgegen.  (© BUND Bundesverband)

Die aktuelle Verkehrswegeplanung des Bundes läuft den Klimazielen entgegen, zerstört wertvolle Naturräume und behindert die Mobilitätswende. Sie ist unvereinbar mit den deutschen und internationalen Zielen des Klima-, Lebensraum- und Artenschutzes ist. 

Dabei braucht es für eine zukunftsfähige Mobilität in Deutschland eine daran angepasste Infrastruktur. Die Broschüre stellt die Auswirkungen und Fehler der bisherigen Planung dar und zeigt auf, wie mit Hilfe der 2023 laufenden Überprüfung der Verkehrsinfrastruktur-Bedarfspläne und einem neuen Bundesverkehrswege- und -mobilitätsplan 2040 der notwendige Wandel gelingen kann. Wir stellen praxisorientierte Lösungen für eine klima- und naturverträgliche Verkehrsinfrastruktur- und Mobilitätsplanung des Bundes vor.


Weitere Fachinformationen können Sie aus folgenden Gutachten beziehen:

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Factsheets zum Weiterverteilen

Falsch abgebogen: Bahnnetz gekürzt, Straßennetz ausgebaut.  (© BUND Bundesverband)

Mobilitätswende: Geht doch! Kurze Zusammenfassungen der wichtigsten Daten und Fakten findet ihr in unseren Flyern zum Download und Nachlesen, einfach auf die Bilder klicken.

Im Moment erhält der Autoverkehr den meisten Platz in unseren Städten.  (© BUND Bundesverband)
PKW sind in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur größer und schwerer geworden, sie benötigen auch weitaus mehr Ressourcen.  (© BUND Bundesverband)
Deutschland hat das dichteste Straßennetz Europas. Mit diesem Straßennetz könnten wir die gesamte Erde fast 21 Mal umrunden.  (© BUND Bundesverband)
200.000 Kurzstreckenflüge sind unmittelbar auf die Bahn verlagerbar, da ihre Flugziele innerhalb von weniger als vier Stunden per Fernzug erreichbar sind.  (© BUND Bundesverband)

Wie wir das Klima schützen und eine sozialverträgliche Mobilitätswende umsetzen können

Cover Broschüre "Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende" Cover Broschüre  (© Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende)

Um die Klimakatastrophe noch zu verhindern, müssen die Weichen jetzt gestellt werden. Der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase muss dafür deutlich reduziert werden. Wie dieses Ziel erreicht werden kann, zeigt der BUND mit zahlreichen Bündnispartnern hier auf und ebnet damit einen Weg für die sozialverträgliche Mobilitätswende.

Zentrale Handlungsempfehlungen für eine sozialverträgliche Mobilitätswende

Es muss an vielen Schrauben gedreht werden, um unser Mobilitätssystem zu verändern. Die in der Broschüre beschriebenen Dimensionen zeigen vielfältige Möglichkeiten auf.

Die wichtigsten Handlungsempfehlungen des Bündnisses sind unten zusammengefasst.


Ausführliche Informationen zu den genannten Dimensionen und Handlungsempfehlungen könnt ihr der Broschüre entnehmen.

Download Broschüre sozialverträgliche Mobilitätswende

Dimension 1:

Mobilität als Teil der Daseinsvorsorge ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe.

Mobilität muss als Teil der Daseinsvorsorge anerkannt und es müssen vielfältige Maßnahmen getroffen werden. Dazu gehören

  • die Erhöhung der Regelsätze der Grundsicherung für Mobilität, sodass diese für die Teilhabe am Leben und den Zugang zu klimafreundlicher Mobilität ausreichen.
  • eine gesetzliche Verpflichtung aller Verkehrsanbieter zu Barrierefreiheit. Die Umsetzung muss durch staatliche Stellen überprüft werden. Bestehende Nachteilsausgleiche müssen erhalten und, wo notwendig, ergänzt werden.
  • einheitliche Bedienstandards im ganzen Land für den öffentlichen Personennahverkehr. Dazu gehören bessere Infrastrukturen, regelmäßigere Taktung und bedarfsorientierte Angebote, sodass alle Menschen von ihrem Wohnort aus verlässlich mobil sein können.
  • die Bereitstellung verständlicher Preis- und Buchungssysteme durch alle Dienstleister. Tickets müssen digital und analog gebucht werden können.
  • eine integrierte Planung von Versorgung und Mobilität, um Wege zu verkürzen.
  • eine sichere Infrastruktur für Fuß- und Radverkehr in ganz Deutschland.
  • die solidarische Senkung und Reduktion auf null Emissionen, d. h. zuerst von jenen, die viele Emissionen erzeugen.
  • die Bereitstellung von Geldern für die Finanzierung der Mobilitätswende. Dies muss unter anderem über die Umschichtung bestehender Mittel zum Beispiel aus dem Fernstraßenbau, über zusätzliche oder veränderte Steuern sowie über den Abbau klimaschädlicher Subventionen generiert werden.

Dimension 2:

Mobilität trägt zu Lebens-qualität und Gesundheit bei.

Das Verkehrssystem muss verändert werden, damit Lebensqualität und Gesundheit nicht länger eingeschränkt werden. Hierfür braucht es

  • konsequente Strategien zur Senkung von Schadstoff- und Lärmemissionen.
  • verkehrsberuhigende Maßnahmen und die Umgestaltung von Quartieren für lebenswerte Wohngebiete.
  • eine soziale Wohnungspolitik, um Verdrängung durch Aufwertung vorzubeugen.
  • Maßnahmen für das Ziel von null Verkehrstoten („Vision Zero“), die die objektive Sicherheit und das subjektive Sicherheitsgefühl stark verbessern.

Dimension 3:

Mobilitätswirtschaft bringt Wohlstand und Beschäftigung.

Die Mobilitätswirtschaft trägt einen sehr großen Teil zu Beschäftigung und Wertschöpfung in Deutschland bei. Damit die Transformation nicht zu ökonomischen oder sozialen Verwerfungen führt, braucht es

  • rechtliche Rahmensetzungen für klimafreundliche Mobilität und Zukunftstechnologien.
  • eine industrie- und strukturpolitische Begleitung der Transformation des Automobilsektors.
  • die Etablierung des Leitbilds „Gute Arbeit“ im gesamten Mobilitätssektor.
  • umfassende Weiterbildungsinitiativen und eine visionäre Qualifikationspolitik.

Dimension 4:

Mobilitätswende braucht einen kulturellen Wandel.

Ohne eine Veränderung der Mobilitätskultur kann die Mobilitätswende nicht gelingen. Kultur ist in ständiger Bewegung. Für eine Auseinandersetzung mit unserer Mobilitätskultur braucht es

  • Reallabore, um neue Mobilitätskultur erfahrbar zu machen.
  • Lösungen, die temporär ausprobiert und im Erfolgsfall optimal verstetigt werden.
  • die Entwicklung von Mobilitätsstrategien durch sämtliche Unternehmen und Institutionen.
  • ein kritisches Hinterfragen von Konsumgewohnheiten, die das Verkehrsaufkommen erhöhen.
  • die Akzeptanz für die Mobilitätswende von Bürgerinnen und Bürgern, indem diese beteiligt werden.
  • Mobilitätsbildung für alle Altersklassen.

Das Thema Mobilität...

...spielt beim Kreisverband Frankfurt eine sehr große Rolle. Aktuelle Themen sind der Radentscheid Frankfurt sowie der Parking Day.  

Handbuch: Radverkehr selber machen

Fahrradfahren hat gesellschaftlich stark an Bedeutung gewonnen. Sowohl die Anzahl der Wege wächst, die mit dem Rad zurückgelegt werden, als auch die Zahl gut ausgebauter Fahrradwege.

Das Handbuch beschreibt, wie Sie Politik und Verwaltung in ihrer Stadt oder Kommunen zum Handeln bewegen. Das Momentum ist da! Machen Sie mit. Denn das Schöne am Thema Radverkehr ist: Das eigene Engagement hat ganz konkrete, sichtbare Auswirkungen.

Download Broschüre

Initiative KlimaGerechtUnterwegs

Mobilitätswende jetzt! Rad Demo am 2. Mai 2021 in Frankfurt Mobilitätswende jetzt! Rad Demo am 2. Mai 2021 in Frankfurt  (Rüdiger Hansen)

Der BUND Kreisverband Frankfurt freut sich über diesen Erfolg: Über 3.500 Radler nahmen am 2. Mai 2021 an der Sternfahrt zum Frankfurter Mainkai teil. Initiator war die von mehr als 20 Umweltgruppen und –vereinen unterstützte Initiative KlimaGerechtUnterwegs. Auf dem Mainkai wieder autofreien Lebensraum zu schaffen, das ist eines der Ziele, denen sich der BUND zusammen mit dieser Initiative im Rahmen der Mobilitätswende verschrieben hat.

Die Mobilitätswende ist ein Ziel in der Stadt Frankfurt und in die Region FrankfurtRheinMain, die vom Regionalverband repräsentiert wird. Wir begrüßen, dass die Region zusammen mit 108 Kommunen aus sechs Landkreisen sowie den Städten Frankfurt und Offenbach in einem umfassenden Planungsprojekt an der Mobilitätswende arbeitet - mit Förderung der Europäischen Union im Rahmen der Aktion Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP).

Park(ing) Day

Unsere Stadt wächst und immer wieder wird der Ruf nach mehr Parkplätzen laut. Doch sehr viel Fläche geht uns durch das Abstellen von Autos verloren, denn über 80% der Parkplätze liegen im öffentlichen Raum. Ein Auto braucht einen etwa 12 Quadratmeter großen Stellplatz.

Der ist damit größer als viele Kinderzimmer. Und jedes Auto braucht davon mindestens zwei – am Start und am Ziel! Der PARK(ing) Day will zeigen, dass ein Parkplatz in eine wertvolle Fläche verwandelt werden kann, die allen einen Nutzen bringt und die Stadt ein Stück lebenswerter macht. 

Bei Interesse, Anregungen und Fragen bitte bei Charlotte Behrmann (charlotte.behrmann(at)bund-frankfurt.de) melden.

Radentscheid Frankfurt

Der Radentscheid Frankfurt ist eine unabhängige Bürgerinitiative, die sich als Ziel gesetzt hat mit einem Bürgerbegehren die Verkehrspolitik von Frankfurt umweltfreundlich und menschenfreundlich zu verändern. Nach der Dieselaffäre der Automobilindustrie und den drohenden Fahrverboten ist dieser Wandel mehr als notwendig.

Die Vision ist unsere Stadt zu einer Frankfurter Fahrrad Metropole zu verwandeln. Das Fahrradfahren soll in Frankfurt zu einer Massenbewegung wie in Amsterdam oder Kopenhagen werden. Dafür braucht es sichere, extra breite und bequeme Radwege. Weitere Forderungen zur Verbesserung der Radinfrastruktur können hier nachgelesen werden.

Der BUND Frankfurt begrüßt diese Bürgerinitiative sehr und ruft dazu auf, den Radentscheid zu unterstützen! 

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen und News  (© terimakasih0 / pixabay)

Hier eine Zusammenfassung unserer Pressemitteilungen zum Thema:

U4-Lückenschluss

Verkehrswende

Meldungen

Der Verkehr  (© wal_172619c)