Das Thema "Stadt- und Landschaftsplanung" beim BUND Frankfurt
Der BUND Frankfurt beteiligt sich aktiv an der Stadt-, Verkehrs- und Landschaftsplanung um auf die Erreichung der Ziele für Klimaanpassung, Hitzeresilienz, Artenschutz, umweltgerechten Verkehr oder eine angemessene Planung von Rechenzentren zu erreichen. Beispiele dafür sind unser Engagement zum Erhalt der Bäume im Schönhofviertel, zur Sicherung des Artenschutzes im Fechenheimer Wald – z.B. für den Heldbockkäfer –, gegen die Erweiterung der Autobahn A5 auf 10 Spuren und für den Erhalt der Kaltluftentstehung auf dem Planungsgebiet des neuen Stadtteils der Quartiere an der A5. Auch Wärmewende und Klimawende sind durchgehend auf der Agenda.
Weitere Informationen zum Stadtteil der Quartiere siehe rechts in der Spalte Navigation.
Zur Bedeutung des Stadtgrüns für das Klima, die natürliche Artenvielfalt und das Wohlbefinden der Menschen hat Dr. Dietrich Jörn Weder eine Ausarbeitung verfasst, auf die wir immer wieder gerne verweisen:
Dietrich Jörn Weder: Städtebau und Stadtnatur (November 2017).
KI: Weg zum Ende der Menschheit?
Yuval Noah Harari: Nexus, 2024
Bilder: © Alex Knight, Pexels, WR Hansen
So eine Überschrift hört sich reißerisch an, jedoch müssen wir diese Bedrohungslage bitterernst nehmen. Die kürzlich vermeldete Tatsache, dass sich KI-Systeme verselbständigt haben und in fremde Systeme eingedrungen sind, ohne dass die KI-Hersteller eine Kontrolle darüber hatten, markiert den Ernst der Lage. Inzwischen haben solche KI-Software-Unternehmen gemeinsam dazu aufgerufen, KI-Software langsamer weiterzuentwickeln und ihnen Schranken aufzuerlegen, damit deren Bedrohlichkeit für die Menschheit zuverlässig eingehegt werden kann. Eines dieser Unternehmen hat sogar seinen geplanten Börsengang verschoben. Wenn sich selbst die Kreatoren der KI-Systeme so angstvoll zeigen, dann ist das ein Signal für Gefahr im Verzug.
Der Weg in die KI ist schleichend. Alle Menschen, die mit einem Laptop oder einem Smartphone umgehen, beschreiten ihn schon – meist ohne sich darüber bewusst zu sein. So wird KI genutzt, wenn wir Google-Suchen vornehmen oder Glückwunschkarten editieren. Als ich kürzlich Reisefotos in das digitale Fotobuch eingegeben habe, fand ich eine neue Funktion „Hintergrund beseitigen“, auch „Motiv freistellen“ genannt. Damit habe ich einen Burgturm freigestellt. Die Software gab dazu diese Meldung heraus: „Dafür nutzen wir KI“. Solche KI-Beispiele gibt es inzwischen viele.
Daran lässt sich erläutern, wie KI arbeitet. KI-Software besteht jeweils aus einem Kernsystem, dem gewünschte Aufgabenstellungen und Zielbeschreibungen eingegeben werden. Dann wird die Software angelernt, indem ihr möglichst viele Beispieldaten zugeleitet werden, hier also Bildobjekte mit Hintergrunddarstellungen. Wenn das KI-System tausende solcher Beispiele analysiert hat, dann kann es am Ende die Entfernung von Hintergründen selbständig ausführen. Wenn Bilder auftauchen, die die KI-Software noch nicht interpretieren kann, dann schaltet sie in den Selbstlernmodus.
Die Fähigkeit der KI-Systeme zu lernen stellt den wesentlichen Unterschied zu bisherigen Software-Systemen dar. Bisher musste der Programmcode der IT-Systeme bei falschen Ergebnissen von Software-Experten korrigiert werden. KI dagegen repariert sich selbst. Das ermöglicht potentiell bedrohliche Entwicklungen:
(1) Viele Berufsbilder geraten in Gefahr, überflüssig zu werden, auch Software-Entwickler. (2) Menschen können möglicherweise nicht mehr kontrollieren, wie sich eine KI-Software fortentwickelt, auch über die menschlichen Fähigkeiten hinaus. (3) Wenn KI-Systeme sich im Internet ausbreiten und unkontrolliert miteinander kommunizieren, dann könnte es passieren, dass die Systeme selbständig Entscheidungen treffen, die den Menschen nicht gefallen oder sie gar bedrohen. Man möge sich etwa die Verwundbarkeit IT-gesteuerter Lieferketten vorstellen, die Sensibilität privater Daten in Datenbanken, die Einsatzszenarien von Kampfdrohnen, aber auch unsere Haushaltsgeräte. Selbst in Zahnbürsten steckt Software – möglicherweise mit KI-Fähigkeiten.
Die weltweit rasende Ausbreitung von Rechenzentrumsbauten – auch in und um Frankfurt – hängt natürlich eng mit der Ausbreitung der KI-Systeme zusammen. Auch deswegen ist es notwendig, dass wir uns mit KI befassen und von den RZ-Betreibern fordern, ihre Strategien und Sicherheitsmaßnahmen zur Beherrschung der KI darzustellen.
Aus der politischen Echokammer unserer Stadt ist dieser Satz zu vernehmen: KI breite sich aus und sei ein Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung, deswegen brauchen wir die Rechenzentren. Das ist ebenso zu kurz gegriffen, wie diese Aussage: Es sei nicht Aufgabe der Naturschützer, sich um die Bewertung von KI zu kümmern. Das müsse im Rahmen einer gesamtgesellschaftlichen Diskussion geschehen. Dem widerspreche ich, denn als Naturschützer sind wir Teil dieser Gesellschaft und stellen diese Forderungen: Der Flächenverbrauch der Rechenzentren muss reduziert und der unbändige Bedarf für elektrische Energie und Wasser muss kontrolliert werden. RZ-Abwärme muss in die kommunalen Wärmepläne einbezogen werden. Aber wir wollen auch verstehen, ob das Ausmaß der Entwicklung, wie sie sich derzeit darstellt, notwendig ist und wie Schaden von der Menschheit verlässlich abgewendet werden soll.
Wer die Entwicklung der KI und die Bedrohung, die von ihr ausgeht, umfassender verstehen möchte, dem empfiehlt sich die Lektüre dieses Buches von Geschichtsprofessor und Oxford-Absolventen Yuval Noah Harari: Nexus. Ein dickes Buch, in dem die gegenwärtige KI-Entwicklung und deren Zukunft in die tausendjährige Historie der menschlichen Zivilisation eingeordnet wird.
Yuval Noah Harari: Nexus, 2024
ISBN: 978-3-328-60375-7
Verlag: Penguin
Text: WR Hansen
Bilder: © Alex Knight, Pexels, WR Hansen
Paradoxon unserer Zeit: Wir handeln anders als wir wissen.
Mähdrescher auf dem fruchtbaren Lehmlössboden im Frankfurter Nordwesten. © WR Hansen
Verfasst von Rüdiger Hansen, 26.01.2026
Das Paradoxon wird hier am Beispiel des Lehmlössbodens dargestellt, mit dem die Äcker im Frankfurter Nordwesten bedeckt sind. Diesem Boden droht die Versiegelung, weil darauf der neue Stadtteil der Quartiere gebaut werden soll. Die Landwirte sollen dafür vom Acker gejagt werden.
Zum Wissen über die klimatischen Qualitäten des Taunushangs
Bis 1972 gehörte das Gebiet zwischen der Autobahn A5 und den Stadtgrenzen der Nachbarkommunen Steinbach und Weißkirchen nicht zu Frankfurt. Im Zuge der damaligen Gebietsreform wurde die Flur Frankfurt zugeschlagen. Begründet wurde das damit, dass diese Flur unbebaut bleiben sollte, damit die Stadt nicht von den frischen Taunuswinden abgeschnitten würde. Eine sympathische Maßnahme.
Damals wusste man noch nicht, dass es hier zwei Arten von Winden gibt, den üblichen Taunuswind (ein Gradientenwind) und die lokalen Katluftwinde, die in windstillen tropischen Nächten aufkommen, wenn es keine Gradientenwinde gibt. Gradientenwinde wehen überregional vom Gebiet mit hohem Luftdruck zu Gebieten mit tieferem Luftdruck. Wenn sich jedoch großflächige Hochdruckgebiete bilden, dann herrscht kein Druckunterschied. Gradientenwinde bleiben aus. Es kommt zu windstillen Hitzetagen und tropischen Nächten. Für Menschen ist das unangenehm bis gesundheitsschädlich.
Linderung schaffen dann nur die Kaltluftwinde, auch lokale oder Hangabwinde genannt. Sie werden durch die topografische Situation des Taunushangs im Frankfurter Nordwesten ermöglicht. Das ist weniger offensichtlich und folglich weniger bekannt. Zunächst muss man sich vorstellen, dass freie Feld- und Wiesenflächen nach Hitzetagen im Sommer abends und in der Nacht Kaltluft bilden. Ursache ist die Feuchtigkeit in der Luft, die sich bei Sonnenuntergang auf den offenen Fluren niederschlägt. Durch die noch im Boden enthaltene Wärme verdunstet die Feuchtigkeit und entzieht der Luft Wärme. Dadurch bauen sich über den Böden Kaltluftschichten auf, die sich unter die warme Luft des Hitzetages schieben und Höhen von 10 bis 20 Metern und mehr erreichen. Auf ebenen Flächen bleibt diese Luftschicht stehen und breitet sich allenfalls seitlich in verschiedene Richtungen aus.
Der überwiegend mit Feldern bedeckte Taunushang jedoch fällt in Richtung Nidda und Main ab. Er umfasst Hügel und Bachtäler, sodass die Gefällelinien in ganz verschiedene Richtungen verlaufen, aber alle in Richtung der Flüsse und damit in die bestehenden nordwestlichen Quartiere. Die Kaltluftschichten, deren Luft spezifisch schwerer ist als die heiße Tagesluft, fließen dann entlang der Gefällelinien ab, bilden „lokale“ Winde, auch „Hangabwinde“ genannt - und strömen in die Frankfurter Stadtteile. Die Begriffe „fließen“ oder „strömen“ werden hier gewählt, weil der Vorgang vergleichbar ist mit Wasser, das den Hang hinabfließt. Diese Winde sind unabhängig vom Atmosphärendruck.
Die „Kaltluftwinde“ wurden wissenschaftlich untersucht und im Klimaplanatlas der Stadt Frankfurt dokumentiert, einsehbar im Internet (GeoFrankfurt). Ihre Entstehungsgebiete sind dort hellblau markiert. Es herrscht Einvernehmen darüber, dass die Kaltluft einen substantiellen Beitrag zur Hitzeresilienz der Stadt angesichts des Klimawandels leistet. Würden diese Flächen versiegelt, z.B. durch den neuen Stadtteil der Quartiere, dann ginge diese Kaltluft verloren. Die Hitzeresilienz – besonders für die nordwestlichen Stadtteile - würde degradiert, was zu signifikanten Gesundheitsgefahren führte.
Zum Wissen über die Qualität des Lehmlössbodens am Taunushang
Der Taunushang verfügt über einen extrem fruchtbaren und wasserspeicherfähigen Lehmlössboden bei einer Bodengüte mit 80 von 100 Punkten. So einen Boden gibt es sonst nur noch in der Wetterau und in der Magdeburger Börde. Er hält in Trockenzeiten ein hohes Maß an Feuchtigkeit. Beide Faktoren zusammen garantieren hohe Ernteerträge. Ernteschäden fallen hier viel geringer aus als auf weniger guten Böden. Weiterhin fördert diese Feuchtigkeit das Leben der Fauna unter der Erdoberfläche. Würmer und andere Kleintiere in der Erde sorgen für ein filigranes ein Netz von senkrecht verlaufenden Luftröhren, durch die Regenwasser besser in die Erde versickern kann als auf schlechteren Böden. Andererseits unterstützen die Röhren den kapillaren Aufstieg von tieferem Bodenwasser zu den Wurzeln der Feldfrüchte.
Fazit
Diese Flächen erbringen hohe Ökosystemleistungen, was zu überdurchschnittlichen Ernten führt. Mit ihrer ausgeprägten Fähigkeit, Kaltluft und damit lokale Winde zu erzeugen, unterstützen sie die Klimaziele der Stadt und ihre Hitzeresilienz. Deswegen müssen diese Flächen mit aller Macht vor Versiegelung geschützt werden. Andernfalls würden die kostenlosen Ökosystemleistungen abgeschaltet. Sie stünden an anderer Stelle wahrscheinlich nicht zur Verfügung. Der Landwirtschaft würden damit signifikant zusätzliche Kosten bzw. Einnahmenausfälle zugemutet: durch schnellere Austrocknung schlechterer Böden, geringere Ernteerträge bzw. zusätzliche Kosten für Bewässerung, Dünger, längere Wege zu entfernteren Feldern und längere Arbeitszeiten.
Zum Handeln
Leider wird das Wissen um diese Zusammenhänge in der Stadtgesellschaft, der Stadtpolitik und der Stadtplanung weitgehend ignoriert. Das wird beispielhaft in in dem Presseartikel mit dieser Überschrift dokumentiert: „Neuer Stadtteil soll bis 2042 fertig werden.“ (FAZ vom 29.11.2025.) Darin die Stimme der Frankfurter IHK: „Der Stadtteil bietet die Chance, ein ökologisches Musterquartier zu werden.“ Werden hier die ökologischen und klimatischen Zusammenhänge ausgeblendet? Der Verlust der Qualitätsböden, die zusätzlichen Betriebskosten durch Wegfall der Ökosystemleistungen für die Landwirte, die Degradierung der Klimaresilienz der Stadt und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken kommen in diesem Denkraum anscheinend nicht vor. Das ist höchst unverantwortlich oder auch paradox.
Kann die Frankfurter Trinkwasserversorgung mit dem geplanten Bevölkerungswachstum Schritt halten?
„Savanne“ im Vogelsberg 2018 (Foto: SGV / Mengel)
(© SGV Mengel)
- Das Dilemma: wachsender Bedarf vs. abnehmende Ressourcen.
- Trinkwasserbezug aus dem Vogelsberg muss erheblich reduziert werden.
- Mahnwache „Wasser“ der Schutzgemeinschaft Vogelsberg (SGV) auf dem Frankfurter Römerberg am 3. Juli 2020 von 11:30 bis 13:30 Uhr.
Frankfurt, 30. Juni 2020 - Die Frankfurter Wasserversorgung steckt in einem Dilemma: Einerseits haben immer heißere Sommer dazu geführt, dass Frankfurt heißeste Stadt Deutschlands geworden ist; andererseits sinken Grundwasserstände und sterben Wälder ab - im Stadtgebiet sowie in den Wassergewinnungsgebieten Hessisches Ried und Vogelsberg. Ein dritter Faktor verstärkt das Dilemma, nämlich das prognostizierte Wachstum um 90.000 Einwohner bis 2030 - ein Plus von 12 Prozent.
Wie prekär die Grundwassersituation in Frankfurt, im Hessischen Ried und im Vogelsberg ist, zeigt sich an den in allen Gebieten immer massiver auftretenden Trockenheitsschäden. Im Frankfurter Stadtwald sind nur etwa 3 Prozent der Bäume noch gesund – so der Waldzustandsbericht 2019. Das führte bereits zu dem Seufzer der Umweltdezernentin Rosemarie Heilig, dass, wenn der kommende Sommer wieder so heiß würde wie die letzten beiden Sommer, die Bäume kaum noch eine Chance hätten, sich zu erholen (FAZ vom 23.6.2020). Andererseits kann Frankfurt nicht in dem gegenwärtigen Zustand verharren, nur ca. 20 Prozent seines Wasserbedarfs selbst zu fördern, aber 80 Prozent aus dem Umland zu beziehen.
Steigerung der Infiltrierung von Flusswasser als Ausweg?
Im Hessischen Ried wie auch im Frankfurter Stadtwald wird bereits Flusswasser aus Rhein und Main entnommen und zur Trinkwasserversorgung mittels Infiltration dem Grundwasser zugeführt. Im Vogelberg stehen solche Flüsse nicht zur Verfügung. Dort trocknen aber Feuchtgebiete, Weiden und Felder aus. Die Bürger sprechen schon von einer „Savanne im Vogelsberg“. Deswegen fordert der BUND Frankfurt, den Frankfurter Wasserimport aus dem Vogelsberg oder gar aus Mittelhessen signifikant zu reduzieren. Eine Zielmaßnahme dafür wäre die Realisierung einer umfassenden Brauchwasserversorgung.
Brauchwasser für die Bewässerung der Stadtbäume
Natürlich leiden die Stadtbäume in gleichem Maße wie der Wald unter der Heißzeit und den sinkenden Grundwasserspiegeln. So klagt die Frankfurter Umweltdezernentin, dass es den Straßenbäumen schlecht ginge und selbst Robinien und Bergahorn als besonders für heiße Städte geeignete Arten nun eingingen. Sie motiviert Bürger, sich als Baumpaten um den Bewuchs auf Baumscheiben und um die Bäume zu kümmern. Allerdings kann der BUND nicht zustimmen, wenn betreuende Bürger überlegen, Wasserschläuche direkt an Patenschaftsbäume zu legen (FAZ vom 25.6.2020), das triebe den Vogelsberger Bürgern die Zornesröte ins Gesicht. Der Wasserbedarf der Stadtbäume kann nur bedient werden, indem Regenwasser-Zisternen angelegt werden. Trinkwasser ist dafür eine zu kostbare Ressource. Wo bleibt eine entsprechende Aktion in Frankfurt?
Vom Wasserdilemma unberührte Stadtplanung?
Für das derzeit größte Vorhaben der Stadtplanung, den Neuen Stadtteil der Quartiere auf den Grünflächen und Feldern im Nordwesten beiderseits der Autobahn A5, läuft eine Voruntersuchung. Hier sollen 190 Hektar versiegelt werden, um 12.000 Wohnungen und Infrastruktur für 30.000 Neubürger zu errichten. Eine aktuell im Internet veröffentlichte Architektenstudie geht sogar von 17.000 Wohnungen aus, also für ca. 42.000 Einwohner – ein Plus von über 5 Prozent.
Dieses Plangebiet liegt fast vollständig im Wasserschutzgebiet des Wasserwerkes Praunheim 2, das 5 Prozent des Frankfurter Wassers fördert. Daraus ergeben sich zwei Bedrohungsszenarien: Erstens würde die Versiegelung für Häuser, Straßen und Schienen dazu führen, dass weniger Wasser versickert, also die Wasserdarbietung für die Praunheimer Pumpen reduziert würde; zweitens entstünde die Gefahr von Verunreinigungen des Grundwassers.
Wolf-Rüdiger Hansen, Mitglied des Vorstands im BUND Kreisverband Frankfurt, beklagt:
„Zu Beginn der Planung des Neuen Stadtteils im Nordwesten vor drei Jahren stand das Wasserwerk Praunheim noch zur Disposition. Heute ist es systemrelevant. Das scheint die Stadtplaner aber nicht zu beeindrucken. Auf die Frage, wie die großflächige Versiegelung im Wasserschutzgebiet mit der Betriebssicherheit des Wasserwerks Praunheim vereinbar sei, verweisen sie darauf, dass die Wasserversorgungsunternehmen das Problem schon lösen würden - so während des Bürgerdialoges am 15.2.2020 im Hotel am Nordwest-Krankenhaus. Aber das sind doch Betriebe in kommunaler Hand, über die die Stadt die Wasserwirtschaft zielorientiert beeinflussen kann. Will Frankfurt das nicht?“
SGV-Aktion „Wasserentzug + Klimawandel = Der Naturraum stirbt!“
Unter diesem Motto führt die Schutzgemeinschaft Vogelsberg (SGV) am 3. Juli von 11:30 bis 13:30 Uhr eine Mahnwache auf dem Frankfurter Römerberg durch - mit einer Presse-Konferenz um 12:00 Uhr. Weitere Infos dazu: www.sgv-ev.de. Der BUND Kreisverband Frankfurt unterstützt diese Aktion.
Kontakt: Wolf-Rüdiger Hansen – Mitglied des Vorstands im BUND Kreisverband Frankfurt,
Kasseler Str. 1a, 60486 Frankfurt - ruediger.hansen(at)bund-frankfurt.de - M: 0171 2257 520
Geschäftsstelle: geschaeftsstelle(at)bund-frankfurt.de - T: 069 979 489 68 - www.bund-frankfurt.de
Der BUND Ortsverein Ost setzt sich für den Erhalt der „Grünen Lunge am Günthersburgpark“ ein.
Diese soll dem Baugebiet des Innovationsquartiers (als Teil des sogenannten Ernst-May-Viertels) zum Opfer fallen.
Das Gebiet der „Grünen Lunge“ bildet eine Grünverbindung zwischen dem Hauptfriedhof und dem Bornheimer Friedhof. Es liegt zudem in einer wichtigen Grünachse im Frankfurter Osten, die vom Günthersburgpark, über die „Grüne Lunge“, den Bornheimer Friedhof, den Huthpark und den Lohrberg in die Wetterau führt. Damit ist sie Bestandteil einer wichtigen Kaltluftleitbahn in das Stadtzentrum.
Bauprojekt "Südliche Rödelheimer Landstraße"
Schönhof Zaun-Poster: Blick auf den östlichen Bereich des Baugeländes mit vielen Bäumen
(© WR Hansen)
Im Baugebiet „Südliche Rödelheimer Landstraße“, auch Schönhof-Quartier genannt, werden 470 vorhandene und "erhaltenswerte" Bäume vorraussichtlich vollständig gefällt.
Biotop Ernst-Reuter-Schulen
(© FSH)
Das Biotop der Ernst-Reuter-Schulen muss bleiben! Nach Auskunft des Baudezernats besteht Hoffnung!