Herzlich willkommen auf den Webseiten des
BUND - Bund für Umwelt und Naturschutz in Frankfurt am Main!



Wir laden Sie herzlich ein, sich über die Struktur des BUND Kreisverbandes Frankfurt und die spannenden Naturschutzaktivitäten seiner engagierten Ortsverbände zu informieren.  

Vielleicht suchen Sie aber auch Beratung zu einem naturschutzfachlichen Thema oder haben Interesse an einer unserer zahlreichen umweltpädagogischen Veranstaltungen? Dann freuen wir uns über Ihren Anruf! Die aktuellen Bürozeiten unserer Geschäftsstelle finden Sie hier

 



Veranstaltungen








Die BUND Hochschulgruppe auf dem Grüngürtel-Fahrradtag


Plitsch, platsch, meldete sich der Himmel am frühen Morgen des Muttertages nicht etwa mit einem strahlenden Lachen, sondern mit einem heftigen Regenguss. Hätte er doch wenigstens abgewartet, bis wir unsere Füße in trockene Gummistiefel und unsere Köpfe unter die wasserdichten Pavillons gesteckt hatten! Aber nein, der Regen hatte kein Erbarmen mit uns – das einzige, was in diesen frühen Morgenstunden von unserem Stand zum Thema Klima und CO2 noch einigermaßen trocken geblieben war, war eine angebrochene Packung Doppelkekse, mit der wir uns über die doch eher als trübe einzuschätzende Aussicht auf viele interessierte Standbesucher an solch einem Schlechtwettertag hinwegzutrösten versuchten. Dass es dann doch noch so viele an unseren Stand am Heiligenstock ziehen würde – hartgesottene ADFC-Mitglieder, furchtlose Schietwetterbiker und beinharte Großfamilien in quietschbunten Regenvollanzügen – hätten wir nicht gedacht.

Naja, aber ehrlich, unsere Backpulver-U-Boote waren auch wirklich eine kleine Sensation! Ganz zu schweigen von unserer genialen Backpulver-Rakete, die – mit jedem Mal durch unsere beiden Chef-Techniker im Antrieb optimiert – sogar die großen Besucher in atemloses Staunen versetzte!
 
Raketen mit Backpulver starten? Wie soll das denn funktionieren? Und was hat das mit dem Thema Klima und Co. zu tun? Ganz einfach: Durch die Reaktion des Backpulvers (Natriumhydrogencarbonat) mit Wasser oder Essig entsteht das Gas Kohlendioxid – und das treibt die Rakete an. Und nicht nur das: Kohlendioxid entsteht z.B. auch bei der menschlichen Atmung oder der Bildung von Tropfsteinhöhlen – oder eben in Mamas Kuchen, der mit Hilfe von Backpulver „aufgeht“. Kurz: Kohlendioxid ist Produkt zahlreicher natürlicher chemischer Prozesse und in einen komplexen Kreislauf von Boden, Luft, Wasser und Biosphäre eingebunden. Dabei sind einer der größten Speicher des Kohlendioxids die Pflanzen, die erst durch die Bindung und Umwandlung des CO2 das für uns unabdingbare „Nebenprodukt“ Sauerstoff produzieren.

Kohlendioxid ist also nicht nur das gefährliche Treibhausgas, auf das es in der aktuellen Klimadebatte häufig reduziert wird, es ist insbesondere auch ein lebenswichtiges Element der natürlichen Umwelt. Das zu beleuchten, war Anliegen unseres Standes. Denn nur wer versteht, wo und wie Kohlendioxid entsteht und gebunden wird, der weiß auch, welche Maßnahmen sinnvoll sind, um es als Treibhausgas aus der Atmosphäre zu entfernen. Im Klartext: Parallel zur Vermeidung von anthropogen verursachten CO2-Emissionen, z.B. aus Verbrennungsprozessen, lohnt es sich insbesondere auch da anzusetzen, wo Kohlendioxid gebunden wird – bei den Pflanzen. Für den praktischen Naturschutz hat das die einleuchtende und einfache Konsequenz: Mehr Bäume, mehr Grün! Wer also etwas gegen zu viel CO2 in der Atmosphäre tun möchte, der kann einerseits auf das Auto verzichten und lieber mal wieder öfter auf’s Rad steigen und andererseits durch das Pflanzen z.B. von Bäumen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Mit unserer ersten „Freiluft“-Aktion als neu gegründete BUND Hochschulgruppe haben wir am Grüngürtel-Fahrradtag zwar buchstäblich nasse Füße bekommen – ins Wasser gefallen ist sie jedoch ganz und gar nicht! Denn unsere zahlreichen Besucher, die dann vor allem am Nachmittag, nachdem die Sonne doch wieder die Oberhand am Himmel erkämpft hatte, auf die Strecke gegangen waren, haben mit ihren vielen interessierten Fragen und Diskussionsbeiträgen unsere Lust auf weitere Aktionen sehr gesteigert! Und darüber hinaus: Wer den gesamten Grüngürtel mit dem Rad zurückgelegt hatte, der konnte die stolze Menge von 12 kg eingespartem CO2 (gegenüber einer entsprechenden Autofahrt) auf seinem Klimschutz-Konto verbuchen – und weiß jetzt auch, wie man Mutters Backpulver am effektvollsten auf Kindergeburtstagen (oder Cocktailparties) in Szene setzt! Was will man mehr?

 

 

Wer weitere Informationen zur BUND Hochschulgruppe möchte, der sei herzlich eingeladen, sich per E-Mail (katja.heubach(at)bund-frankfurt.de) oder unter der Rufnummer 069-57804959 bei uns zu melden. Wir freuen uns über Ihre / deine Nachricht!

Katja Heubach, BUND Hochschulgruppe














BUND Delegiertenversammlung fordert von Landesregierung "Energiewende jetzt"


Landesdelegiertenversammlung des BUND
Käthe und Walter Raiss erhalten Eduard-Bernhard-Preis 2010
Delegierte fordern von der Landesregierung die "Energiewende jetzt"

Frankfurt, 17. April 2010

Der hessische Landesverband des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) hat im Rahmen seiner Landesdelegiertenversammlung am Samstag im Bürgerhaus Griesheim in Frankfurt zum zweiten Mal seinen "Eduard-Bernhard-Preis" verliehen.(1)

Die Auszeichnung erhielt das Ehepaar Käthe und Walter Raiss aus Mörfelden-Walldorf.

BUND-Vorstandssprecher Jörg Nitsch würdigte in seiner Laudatio das langjährige ehrenamtliche Engagement von Käthe und Walter Raiss für den BUND auf Ebene des Ortsverbandes, des Kreisverbandes und des Landesverbandes. Besonders hob er den Einsatz des Ehepaares Raiss bei der Koordination des ersten Hessischen Volksbegehrens beim Bau der Startbahn 18 West, ihre Mitwirkung bei der Organisation des Widerstands gegen den Flughafenausbau und ihren unermüdlichen Einsatz für die Erhaltung der Lebensräume von Pflanzen und Tieren hervor.

Die Landesdelegiertenversammlung verabschiedete mit großer Mehrheit die Forderung an die CDU-FDP Landesregierung unter Ministerpräsident Roland Koch, die "Energiewende jetzt" einzuleiten.

Zentrale Eckpunkte einer Energiewende sind für den BUND die umgehende Stilllegung der Reaktorblöcke A und B des Atomkraftwerkes Biblis, der Verzicht auf den Neubau eines Kohleblocks 6 am Kraftwerk Staudinger sowie die Ausnutzung aller Potentiale zum Energiesparen, zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausbau der Erneuerbaren Energien.

Aufgrund der Windenergie-Verhinderungsplanung in den aktuellen Regionalplänen fordert der BUND die Landesregierung auf, im Landesentwicklungsplan (LEP), der derzeit in Bearbeitung ist, Vorgaben für die Nutzung der Windenergie zu machen.

Hermann Maxeiner, BUND-Vorstandssprecher: "Wir fordern, dass mindestens ein Prozent der Landesfläche als Vorranggebiete für die Windenergieerzeugung unter besonderer Berücksichtigung naturschutzfachlicher Aspekte im LEP als Vorgabe für die Regionalplanung festgelegt werden. Ziel muss es sein, bis 2020 mindestens 30% des heutigen Stromverbrauchs durch Windkraft sicherzustellen".

Der BUND Hessen fordert von der Landesregierung konkrete, machbare und überprüfbare Schritte und Maßnahmen für eine Energiewende und mehr Klimaschutz in Hessen. So müssten das Hessische Energiegesetz und das Hessische Landesplanungsgesetz konsequent auf den Vorrang und die Förderung erneuerbarer Energien ausgerichtet werden.

Da nach Auffassung des BUND eine Energiewende nicht allein durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu erreichen ist, sondern insbesondere Energie eingespart werden müsse, sollte das Land Hessen eine Vorbildrolle einnehmen und sich das Ziel setzen, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen in den Landesliegenschaften jedes Jahr um mindestens 2% zu senken.

Schließlich muss nach Vorstellungen des BUND auch die Energieeffizienz deutlich gesteigert werden. Dazu sei es dringend erforderlich, den Anteil der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung auf 30% bis 2020 auszubauen. Zur Finanzierung weiterer Energieeffizienz-Maßnahmen fordert der BUND die Einrichtung eines Stromeffizienzfonds in Höhe von 40 Mio. €, anteilig finanziert durch Stromversorger und das Land Hessen.

Die Kommunen fordert der BUND auf, die Chance zur Rekommunalisierung der Energieversorgung zu nutzen, da in den nächsten Jahren zahlreiche Konzessionsverträge zum Netzbetrieb auslaufen. Die Möglichkeit der Neuvergabe an kommunale oder regionale Unternehmen, die als zukünftige Konzessionsinhaber die örtlichen Strom- und/oder Gasnetze betreiben und nicht von den Atom- und Kohlekonzernen dominiert werden, sei eine wichtige energiepolitische Chance.

 

(1) Mit der Verleihung des Preises ehrt der BUND Hessen einen der engagiertesten Streiter für den Umweltschutz und gegen die Atomenergie. Eduard Bernhard ist im Jahr 2007 am Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe verstorben. Mit dem Preis erinnert der BUND Hessen an seinen jahrelangen Kampf gegen Atomkraftwerke und andere atomare Anlagen in Deutschland. Der Eduard-Bernhard-Preis besteht aus einer figürlichen Plastik in Form einer Weltkugel, die von "Freunden der Erde" gehalten wird, und ist mit einem Preisgeld von 1.000 EUR ausgestattet. Als erste Preisträgerin erhielt im Jahr 2009 die Autorin Gudrun Pausewang, die in ihrem Roman "Die Wolke" aus dem Jahr 1987 die Erlebnisse eines Strahlenopfers nach einem Super-GAU in einem deutschen Atomkraftwerk beschreibt, den Eduard-Bernhard-Preis.


 


Der BUND Frankfurt auf der Garten 2010 zum Thema Moore, Torf und Klima


Moore sind nicht nur für unsere Nachbarn im Norden Deutschlands ein wichtiges Thema, sie betreffen auch jeden hiesigen Gärtner, der im Frühjahr seine Beete mit frischer Blumeerde neu bestellt.

Moore in meinem Garten? Ja, ganz richtig. Ein Hauptbestandteil der konventionellen Blumenerde, die man in Baumärkten und Gartencentern erhält, ist nämlich Torf, d.h. unvollständig zersetztes Pflanzenmaterial aus Torfmoosen, aus dem unsere Moore gebildet werden. Da Torf relativ nährstoffarm und daher für gärtnerische Ansprüche gut einstellbar ist sowie ein hohes Wasserspeichervermögen besitzt, wird er gern zu großen Anteilen unter die anderen Bestandteile der Blumenerde gemischt.

Um an den begehrten Rohstoff zu kommen, wird jedoch gleichzeitig ein massiver Raubbau an unseren Mooren betrieben: Durch die großflächige Entwässerung der Moorflächen sowie anschließendem Torfabbau werden die Moore nahezu unwiderruflich als besondere ökologische Standorte und Lebensräume für speziell angepasste Tier- und Pflanzenarten zerstört. So sind bis heute bereits 99 % der gesamten Moorfläche in Deutschland durch die Nutzung der Moore für landwirtschaftliche, siedlerische und torfwirtschaftliche Interessen degradiert worden! Darüber hinaus führt die Zerstörung der Moore zur Freisetzung von Kohlendioxid, das zur Verschärfung der Klimaproblematik beiträgt. Insgesamt werden allein in Deutschland so jährlich etwa 30 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre entlassen. – Dies entspricht ca. 2,8 % der Gesamtemissionen der BRD an klimarelevanten Gasen!

Daher muss es jetzt endlich heißen: Schluss mit dem Torfabbau und der Zerstörung der Moore! Und der erste Schritt, den wir als Verbraucher für den Erhalt der Moore tun können, ist, nur noch torffreie Blumenerde zu kaufen bzw. selbst herzustellen. Und das ist ganz einfach und auch günstig: Torf kann man ganz einfach durch z.B. Kompost aus dem eigenen Garten oder Rindenmulch ersetzen. Der BUND hat hierfür natürlich auch einen Leitfaden mit Rezept, den Sie sich hier herunterladen können.

Rezept torffreie Blumenerde

Diese Zusammenhänge beleuchtete der BUND Frankfurt mit seinem Stand bei der diesjährigen Ausstellung Garten 2010 des Palmengarten. Neben einer großformatigen Ausstellung zum Thema Moore und Moorschutz, die vom BUND Hannover entwickelt wurde,  konnten unsere Besucher ein anspruchsvolles Pflanzenrätsel lösen, in das sich auch Moorpflanzen eingeschlichen hatten und wurden umfassend über torffreie Blumenerde und ihre Bestandteile aufgeklärt. Viele nahmen sich begeistert eine kleine Probe der vorgestellten Blumenerde der Firma Neudorff sowie weiterführendes Informationsmaterial zum Thema Moore und Natur- und Klimaschutz mit nach Hause.

Möchten auch Sie weitere Informationen zum Thema? Dann melden Sie sich doch einfach unter der Rufnummer 069 – 57 80 49 59 oder katja.heubach@bund-frankfurt.de.

Herzliche Grüße aus der Geschäftsstelle
Katja Heubach









Fledermäuse und Co.: Der BUND auf dem Rotlintstraßenfest


Dass Fledermäuse über Kopf hängend in Mauerritzen schlafen, das wissen Sie sicher. Wussten Sie aber auch, dass es tatsächlich eine Papageienart gibt, die das auch so richtig gut findet? – Von dieser Eigentümlichkeit rührt denn auch ihr Name: die Fledermauspapageien.

Mit solchen und anderen kuriosen Geschichten und Informationen rund um die Fledermäuse und einem Fledermausschminken für die Jüngsten konnten wir am 5. September zahlreiche Besucher an unseren diesjährigen Stand auf dem Rotlintstraßenfest locken, die sich hochmotiviert an unser zugegebenermaßen etwas kniffliges Quiz heranwagten. Mit Erfolg: Über zwei Drittel der Ratebegeisterten wussten sieben oder mehr Antworten unserer zehn Fragen! Beim Kinderquiz erreichten sogar gleich mehrere Schlauberger volle Punktzahl! Ein tolles Ergebnis! Einen herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner – Sie werden in den nächsten Tagen Post von uns erhalten – und ein Dankeschön allen Besuchern für Ihre Teilnahme!

Ein wirklich großes Dankeschön geht an dieser Stelle vor allem an unsere ehrenamtlichen Helfer, ohne deren tatkräftige Unterstützung unser Stand nicht zu solch einem schönen Erlebnis geworden wäre! Engagiert und hochmotiviert haben sie Kinder geschminkt, Ratende zu Fledermäusen beraten, Flyer verteilt, Kisten geschleppt, Bilder auf- und abgehangen, den Stand geschmückt… - kurz: sich unentbehrlich gemacht! Vielen herzlichen Dank dafür! Ein paar Impressionen vom Stand finden Sie in den beigefügten Bildern.

Interessieren Sie sich auch für eine solche ehrenamtliche Tätigkeit? Dann melden Sie sich doch einfach bei uns! Wir freuen uns sehr!

Herzliche Grüße aus der Geschäftsstelle
Katja Heubach

P.S. Hier die Auflösung unseres Quiz für Kinder und Erwachsene.

























Führung zu 15 Quellen und Brunnen




Der Michlersbrunnen in Bergen-Enkheim ist der letzte funktionsfähige Ziehbrunnen. Der Brunnenschacht ist rund 20 Meter tief.

Das Interesse an den Quellen und Bächen ist ungebrochen: rund 20 Teilnehmer waren Ende August wieder Gast der Naturschutzgruppe Seckbach und erkundeten die zahlreichen Quellen am Lohrberg und Berger Hang.

Die Wasseraustritte sind allerdings nicht immer so, wie man es von einer idealtypischen Quelle erwartet. Aufgrund der Geologie kommen im Frankfurter Osten Sumpfquellen vor, die breitflächig das Hanggelände durchnässen. Wasserschüttungen sind nur dann zu erleben, wenn die Quelle gefasst wurde oder der Ablauf in einem Graben verläuft.

Die Wäschbachquelle in Bergen-Enkheim ist eine solche Quelle. Das gefasste Wasser stürzt über eine kleine Schwelle, wo man sich eine Hand voll erfrischendes Nass nehmen kann. Nicht so im Lochbrunnen. Der Quellhorizont am Lohrberg ist nur durch die Vegetation erkennbar. Schilf und Seggen kennzeichnen den nassen Standort, ein Wasserablauf ist nicht mehr vorhanden. Die Quellen sind teilweise in Mauern gefasst (Rebenborn), werden über Hausdränagen gespeist (Röhrborn) oder gar im Keller von Häusern verborgen (Steinbrünnchen).
 
Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden sogar noch Frankfurter Stadtteile vom eigenen Quellwasser versorgt. Seckbach hatte erst seit 1896 eine eigene Wasserversorgung, die durch verschiedene Quellen am Lohrberg gespeist wurde. Diese Quellen versorgten den Stadtteil bis 1953.
 
Auch Mühlen wurden in Seckbach und Enkheim vom Quell- und Bachwasser angetrieben. Diese Nutzung endete jedoch schon vor rund 110 Jahren.
 
Überlebenswichtig waren die Ziehbrunnen in Bergen. Jahrhundertelang wurde das Wasser mit Eimern aus rund 20 Meter Tiefe herausgezogen. Der letzte funktionsfähige Brunnen ist der Michlersbrunnen. Im Rahmen der Führung wurde von Herrn Günther der Brunnenschacht geöffnet und die Tiefe mit einer Wasserpfeife gemessen. In rund 18 Metern kam die Pfeife auf der Wasserfläche an und gab Pfeifgeräusche ab. Mit dieser Demonstration endete die fast vierstündige Führung.
 
Wer einen kleinen Einblick in die Welt der Seckbacher Quellen erlangen will, hat nochmals am 20. September 2009 Gelegenheit dazu. Volker Rothenburger, der sich seit über 20 Jahren ehrenamtlich den Quellen annimmt, führt am Tag der Mobilität für die TraffIQ rund 2 Stunden zu den Seckbacher Quellen. Endpunkt ist dann das MainÄppelHaus Lohrberg, wo an diesem Tag ein "Äppelfest" stattfindet. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Bushaltestelle Atzelberg-Ost (Linie 38).
 
Volker Rothenburger, Naturschutzgruppe Seckbach







wunder-Stiftung unterstützt Streuobstwiesenprojekt des BUND Frankfurt



Die im Jahre 2008 gegründete wunder-Stiftung (www.wunder-Stiftung.de), die aus-schließlich gemeinnützige Zwecke verfolgt und selbstlos tätig ist, hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität in Frankfurt am Main und der angrenzenden Rhein-Main-Region zu verbessern und somit einen Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz zu leisten.

In diesem Jahr unterstützt die Stiftung das Streuobstwiesenprojekt der Ortsgruppe Frankfurt-West des BUND.

Streuobstwiesen stellen eine traditionelle Form des Obstanbaus dar, sie sind historisch gewachsene Kulturlandschaften. Auf Ihnen stehen in der Regel hochstämmige Obstbäume verschiedener Arten und Sorten, die meist ohne synthetische Behandlungsmittel bewirtschaftet werden. Sie sind der Lebensraum vieler Tiere und Pflanzenarten, der in den intensiv genutzten landwirtschaftlichen‚ Kulturen zerstört wurde.

Auch im Frankfurter Grüngürtel finden sich Streuobstwiesen. Bereits 1995 wurde ein Obstpfad nördlich der Nidda zwischen Rödelheim und Frankfurt-Höchst im Sossenheimer Unterfeld eingerichtet, der sich seit 2008 in neuer Erscheinung  sowie geänderter Streckenführung präsentiert. Das gesamte Unterfeld umfasst ca. 372 Hektar. Für eine Wanderung entlang des 4.5 km langen Rundweges mit seinen 16 Stationen, die weitergehende Informationen zum Thema Streuobstwiesen vermitteln, benötigt man ohne Pausen etwa 2 Stunden.
(Der Obstpfad ist mit dem ÖPNV, Buslinien 50, 55 und 58, Haltestelle „Sossenheimer Kirchberg“ erreichbar und bei der Stadt Frankfurt am Main ist kostenlos eine Wanderkarte „Der Sossenheimer Obstpfad im Frankfurter Grüngürtel“ erhältlich.)  

Hier, im Sossenheimer Unterfeld pflegt der Ortsverband Frankfurt-West des BUND seit 1991 eine von der Stadt Frankfurt am Main gepachtete Streuobstwiese. Diese Pflege, die von den Mitgliedern des Ortsverbandes ehrenamtlich durchgeführt wird, ist sehr zeitintensiv und bedarf auch professioneller Unterstützung. So beispieslweise bei der Pflege des alten Baumbestandes der  Verbesserung der Bodenstruktur, die den Einsatz entsprechender Gerätschaften erfordert.

Die wunder-Stiftung unterstützt die engagierten Aktivitäten der Ortsgruppe Frankfurt-West: In 2009 übernimmt sie sämtliche Kosten, die für die Pflege des Baumbestandes und die Bodenbearbeitung entstehen.  Darüber hinaus finanziert  die Stiftung alle in diesem Jahr notwendigen Neuanpflanzungen von Obstbäumen.

„Uns ist klar, dass wir mit partikulären Veränderungen die Welt nicht retten können.
Wir wollen aber mit unseren Mitteln einen Beitrag zum Naturschutz leisten und gleichzeitig die Lebensqualität im nahen Umfeld erhalten und verbessern“ sagte der Vorsitzende der Stiftung, Dr. Armin Wunder.

Wenn auch Sie diese Aktivitäten unterstützen wollen, können Sie gerne spenden:
wunder-Stiftung, apoBank Frankfurt, Kontonummer 000 8999 899, BLZ 300 606 01.
Sie erhalten eine Zuwendungsbestätigung, die steuerlich geltend gemacht werden kann.

Weitere Informationen über das Streuobstwiesen-Projekt im Sossenheimer Unterfeld finden sie hier.

Gabriele Rauch, 1. Vorsitzende BUND Frankfurt-West




Bericht der Ortsverbände des BUND Frankfurt


Eine Bilderschau durch die Naturschutzaktivitäten des Jahres 2008

Teil 1, pdf 7,8 MB
Teil 2, pdf 4,1 MB
Teil 3, pdf 3,7 MB

 



Hallihallo vom Bufo aus Frankfurt




Bilder: Heidi Wieduwilt


Hier meldet sich mal wieder der Bufo aus Frankfurt - Schwanheim. Der eine oder die andere kennt mich ja noch vom letzten Jahr. Oder auch nicht mehr. Daran habe ich auch selber Schuld, hätte mich ja eigentlich viel früher mal wieder melden müssen. Aber ich habe echt nicht für einen Gacks Zeit gehabt. Ihr wisst ja wie das ist, wenn man baut… Ha! Ihr habt ja gar keine Ahnung, was im Schwanheimer Wald im letzten Jahr los war! Und erst in diesem! Woher auch?

Also, bis zum letzten Jahr sind wir doch immer von netten BUND - Menschen sehr komfortabel zu unseren Hochzeitsteichen bugsiert worden. Ihr erinnert Euch: Quer über unseren Hochzeitsweg geht seit Jahrzehnten eine Autobahn, für uns ein unüberwindliches Hindernis. Jetzt ist es aber so, dass unsere Hochzeitskutscher seit Jahren immer weniger Personal zur Unterstützung haben. Dabei habe ich mich so auf neue Gesichter gefreut, die entzückt über den Eimern am Zaun auftauchen und uns raus holen. Aber auch in diesem Jahr war es echt nur ein Neues. Sehr traurig.

Von dieser Malaise hat vor einiger Zeit der Förster im Schwanheimer Wald gehört. Und der hat einen ganz tollen Vorschlag gemacht: in seinem Wald gibt es seit Urzeiten kleine Teiche, an denen das Wild trinkt. Bisher waren die mir immer sehr suspekt, weil da auch diese grunzenden Krötenmörder baden gehen. Aber der Förster kennt einen Teich, wo die ganz sicher nicht hinkönnen, und den hat er uns als neuen Hochzeitsteich angeboten. Und der Weg dahin ist garantiert autofrei!!

Da waren – natürlich – ein Haufen bürokratische Hindernisse zu überwinden, aber jetzt hat es endlich geklappt. Wir konnten in diesem Jahr nach jahrelangem Ausbau zum ersten Mal unsere neue Wohnanlage im Schwanheimer Wald beziehen. Idyllisch ruhig gelegen, geräumig und äußerst verkehrsgünstig angebunden an die Wege zu unseren Sommer- und Winterquartieren. Und kein Vergleich zu den anderen Suhlen im Wald, wirklich sehr exquisit.

Aber, wie das so in Wohnanlagen ist, manchen kann man es nie recht machen. Zu viel, zu wenig Licht. Die Bepflanzung der Anlage zu licht, zu dicht. Die Innenausstattung entspricht nicht der alten Anlage: „Wie riecht es denn hier??“ So haben ganz viele von uns schon im Vorfeld gesagt – ohne den schönen Teich auch nur mal anzugucken - sie gehen auf alle Fälle weiter zu den alten Hochzeitsteichen. Diesen Ignoranten ist gar nicht klar, dass das auf Dauer in einem Fiasko am Autobahnzaun endet!! Na ja, manche muss man halt zu ihrem Glück zwingen.

Und deshalb gibt es jetzt einen Steg in den neuen Teich, der an einem großen Appartement aus Draht endet. Und da kommen all die Unbelehrbaren direkt aus den Eimern am Zaun rein und dürfen erst wieder raus, wenn sie ihren ehelichen Pflichten nachgekommen sind. Der Protest war groß, aber da macht der BUND kurzen Prozess. Zumal die Anlage bei anderen Interessenten sehr viel Zuspruch findet. Jede Menge schwanzlose Kröten- und Froschkollegen stehen quasi Schlange, um zumindest ihre Kinderzimmer zu uns zu verlegen.

Und auch die Molchverwandten mit dem langen Schwanz haben schon mal angefragt. Die hätten allerdings gerne mehr Grün in der Anlage, aber das lässt sich wohl einrichten.

Ja, und jetzt habe ich noch eine Enttäuschung für alle, die uns zum Umzug gratulieren wollen. Die Glückwünsche könnt ihr uns nur über den BUND in Schwanheim zukommen lassen. Wir alle, egal ob Kröte, Frosch oder Molch, möchten nicht, dass unsere Adresse bekannt wird. Wir haben nämlich von anderen Anlagen in Frankfurt gehört, die Opfer von zwei- und vierbeinigen Vandalen geworden sind. Da gibt es nämlich nicht nur unsere stinkenden, grunzenden Waldnachbarn. Es gibt wohl auch Menschen, die von uns und der Natur keine Ahnung haben, die lassen ihre Quappen zum Spielen in den Wald. Und die schmeißen dann jede Menge Müll in unsere Wohnanlage und randalieren da rum. Bei denen zuhause ist das offensichtlich nicht so schlimm, die haben Deppen, die die Quappen zur Ordnung rufen und ihnen den Müll wieder wegräumen. Aber wir haben außer den paar BUND - Menschlein ja niemand und leben ja im Wasser, und wenn sich einer von uns im Müll verheddert, ertrinkt er elend! Und unsere Kinder werden vom Dreck im Wasser vergiftet.

Noch viel schlimmer sind die bellenden Hausschweine der Menschen, die zum Baden in diese Anlagen geschickt werden. Die sausen dann wie der geölte Blitz durch unsere Kinderzimmer, kippen die Quappenbabies aus ihren Wiegen und zerreißen die Kopfkissen und Zudecken. Und die Armen werden dann oft genug von Sonnenbarschen und exotischen Schildkröten gefressen, die wieder andere Menschen in unseren Teich geworfen haben, weil sie keine Lust mehr auf ihre gekauften Haustiere haben! Ne, ne, auf solche Besucher können wir gut verzichten!!

Aber vielleicht finden sich ja doch noch ein paar nette Menschen, die dem BUND in Schwanheim helfen wollen…. Für die und die Umzugsglückwünsche gibt hier die Telefonnummer des BUND Ortsverband Frankfurt-Schwanheim 069 / 302535.


Heidi Wieduwilt, Ortsverband Frankfurt-Südwest




Energiesparen im eigenen Haus. Geht das? Und wie?


Download der Präsentationen und Dokumente der Veranstaltung


Vortrag:

Solaranlagen, Holz-Pellet-Heizungen und Fördermöglichkeiten von Paul Fay, Energiereferat der Stadt Frankfurt

(pdf, 2,2 MB)


Praxisbericht Modernisierung eines Zweifamilienhauses: Andreas Müller, BUND-Frankfurt

(pdf, 157 KB)


Präsentationen der KFW unter www.kfw-foerderbank.de



© 2007 BUND - Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. Frankfurt am Main

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