Kreisverband Frankfurt

Bericht zur Mitmachaktion: Einsaatprojekt von Blumenwiesen in Sachsenhausen

21. September 2020 | Klimawandel, Kreisverband Frankfurt/Main, Lebensräume, Naturschutz, Nachhaltigkeit, Schmetterlinge, Wildbienen

Bericht zur Aussaataktion am 04.09.2020 in der Heimatsiedlung in Sachsenhausen. Hier wurde auf fünf Flächen Saatgut für schöne Blumenwiesen ausgesät.

John Dippell bei der Erklärung und Demonstration, wie das Saatgut effektiv auf der Fläche ausgebracht werden sollte.  (Samantha Wolf)

An einem Freitagnachmittag bei sommerlichen 28°C und schönstem Sonnenschein traf sich eine Gruppe von 13 Personen, um die Natur zu unterstützen. Bei diesem Projekt wurden in den Straßenzügen der Nassauischen Heimatstätte in Frankfurt Sachsenhausen Flächen besät. Auf den verschiedenen Flächen, Unter den Kastanien,
Unter den Eichen und im Heimatring wurde auf insgesamt 1700 mSaatgut für einheimische Wildblumen, -kräuter und – gräser ausgebracht. Dieses Projekt wurde initiiert von Johanna Hensgen, Dorothea Tertilt, Beatrix Schneider und John Dippell von der BUND-Sachsenhausen, um die ökologische Vielfalt zu sichern. Gleichzeitig fördern die Flächen die Artenvielfalt und die Biodiversität. Ein weiterer Grund ist, dass durch die Bebauung, die Versiegelung und die Umwandlung in Ackerflächen einheimische Blumenwiesen immer seltener werden. Dabei spielt gerade Sachsenhausen eine wichtige Rolle, da es die Wiege des Blumenwiesenprojekts ist. Hier wurde im Jahr 2002 die erste Blumenwiese innerhalb des Projekts angelegt.
An dem Projekt haben aber nicht nur die Initiatorinnen teilgenommen, sondern auch acht Leute, die der Einladung auf Facebook bzw. im BUND-Newsletter gefolgt waren. Des Weiteren nahmen die Bundesfreiwilligen Katja Walker und Samantha Wolf der Frankfurter BUND Geschäftsstelle teil. Während der Vorbesprechung und der Arbeit auf den Wiesen haben viele Anwohner die Aktion vom Fenster aus beobachtet. Dadurch kam man auch mit den Anwohner ins Gespräch, die sich informierten, was für eine Aktion stattfindet. Gleichzeitig hat die Aktion auch Spontanhelfer aus der Nachbarschaft angelockt, die die Arbeit unterstützt haben.
Vor dem Start der Mitmachaktion wurden die Flächen, an den drei Standorten, von der Nassauischen Heimstätte gefräst und so für die Einsaat vorbereitet. Das Saatgut wurde vom BUND, bei der Firma Rieger-Hofmann, erworben. Die Arbeit auf den unterschiedlichen Flächen bestand darin, den Müll, sowie größere Steine und Stöcke zu entfernen. Anschließend wurden die Flächen eingeteilt und auf jedem Flächenabschnitt wurde von einem Helfer das Saatgut ausgebracht. Das richtige Ausbringen, des Saatguts wurde vorher von John Dippell erklärt und praktisch ausgeführt. Nach dem Säen wurden die Flächen noch angewalzt. Das dient dazu, dass das Saatgut mehr Kontakt zum Boden bekommt und nicht so leicht vom Wind oder Regen entfernt werden kann.
Alle Anwohner, die wir sprachen, freuen sich auf die einheimische Blumen- und Kräuterwiese im kommenden Jahr. Diese Aussagen zeigen, dass das „Blumenwiesenprojekt“ eine schöne, jedoch auch sehr wichtige Aktion ist, um die Stadt grüner zu machen und einheimische Pflanzen zu fördern.

Text: John Dippell und Samantha Wolf

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