Kreisverband Frankfurt

Pressemitteilung: Kann die Frankfurter Trinkwasserversorgung mit dem geplanten Bevölkerungswachstum Schritt halten?

30. Juni 2020 | Klimawandel, Kreisverband Frankfurt/Main, Ressourcen & Technik, Flüsse & Gewässer

Frankfurt, 30. Juni 2020 - Die Frankfurter Wasserversorgung steckt in einem Dilemma! Das Dilemma: wachsender Bedarf vs. abnehmende Ressourcen. Trinkwasserbezug aus dem Vogelsberg muss erheblich reduziert werden. Mahnwache „Wasser“ der Schutzgemeinschaft Vogelsberg (SGV) auf dem Frankfurter Römerberg am 3. Juli 2020 von 11:30 bis 13:30 Uhr.

„Savanne“ im Vogelsberg 2018 (Foto: SGV / Mengel)

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Pressemitteilung

Kann die Frankfurter Trinkwasserversorgung mit dem geplanten Bevölkerungswachstum Schritt halten?

  • Das Dilemma: wachsender Bedarf vs. abnehmende Ressourcen.
  • Trinkwasserbezug aus dem Vogelsberg muss erheblich reduziert werden.
  • Mahnwache „Wasser“ der Schutzgemeinschaft Vogelsberg (SGV) auf dem Frankfurter Römerberg am 3. Juli 2020 von 11:30 bis 13:30 Uhr.

Frankfurt, 30. Juni 2020 - Die Frankfurter Wasserversorgung steckt in einem Dilemma: Einerseits haben immer heißere Sommer dazu geführt, dass Frankfurt heißeste Stadt Deutschlands geworden ist; andererseits sinken Grundwasserstände und sterben Wälder ab - im Stadtgebiet sowie in den Wassergewinnungsgebieten Hessisches Ried und Vogelsberg. Ein dritter Faktor verstärkt das Dilemma, nämlich das prognostizierte Wachstum um 90.000 Einwohner bis 2030 - ein Plus von 12 Prozent.

Wie prekär die Grundwassersituation in Frankfurt, im Hessischen Ried und im Vogelsberg ist, zeigt sich an den in allen Gebieten immer massiver auftretenden Trockenheitsschäden. Im Frankfurter Stadtwald sind nur etwa 3 Prozent der Bäume noch gesund – so der Waldzustandsbericht 2019. Das führte bereits zu dem Seufzer der Umweltdezernentin Rosemarie Heilig, dass, wenn der kommende Sommer wieder so heiß würde wie die letzten beiden Sommer, die Bäume kaum noch eine Chance hätten, sich zu erholen (FAZ vom 23.6.2020). Andererseits kann Frankfurt nicht in dem gegenwärtigen Zustand verharren, nur ca. 20 Prozent seines Wasserbedarfs selbst zu fördern, aber 80 Prozent aus dem Umland zu beziehen.

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