Kreisverband Frankfurt

Artikel zur Trinkwasserversorgung der Stadt Frankfurt am Main

28. September 2021 | Flüsse & Gewässer, Kreisverband Frankfurt/Main, Naturschutz, OV-Nord

Ein sehr hilfreicher Artikel zum Verständnis für die „dramatische“ Frankfurter Trinkwassersituation

Eine der neun Pumpen des Wasserwerks Praunheim 2 im Frankfurter Nordwesten mit Blick auf den Taunus  (© WR Hansen)

Ein sehr hilfreicher Artikel zum Verständnis für die „dramatische“ (laut Umweltdezernentin R. Heilig) Frankfurter Trinkwassersituation auf dem Portal Riffreporter vom 23.09.2021 mit dieser Überschrift:

„Den Preis für Frankfurts Wasser zahlen Menschen und Natur in der Ferne"
Autor : Rainer Langen.

Dieser Artikel ist sehr umfassend und sehr gut vor Ort recherchiert. Er bietet eine Gesamtdarstellung der Trinkwassernöte in Frankfurt und in seinen Gewinnungsgebieten: Vom Hessischen Ried über Hattersheim und Frankfurt bis in den Vogelsberg. Zitiert werden auch besorgte Menschen: Henner Gonnermann (ehemaliger Leiter des Forstamtes Groß-Gerau und Mitglied im BUND Hessen), Dr. Otto Wack (Gewässerökologe und Geschäftsführer der Schutzgemeinschaft Vogelsberg in Schotten) und Wolf-Rüdiger Hansen (Mitglied des Kreisvorstands im BUND Frankfurt).

Merkwürdig sind die Aussagen der Frankfurter Stadtplanung zum geplanten Stadtteil der Quartiere im Nordwesten, der zu mehr als zwei Dritteln im Wasserschutzgebiet Praunheim 2 läge. Er würde also möglicherweise das Trinkwasser gefährden. Deswegen fragte der Autor nach: „Warum also werden die neuen Quartiere ausgerechnet in einem Wasserschutzgebiet geplant?“

Die Antwort des Stadtplanungsamtes Frankfurt: Das „hat mit Wasser erst mal nichts zu tun, sondern mit Wohnungsnot. Der Magistrat habe ein Stadtentwicklungskonzept beschlossen. Jedes Jahr kämen 10.000 bis 15.000 neue Einwohnerinnen hinzu.“ Die tatsächliche Entwicklung spricht dem entgegen. Wie zum Beispiel in der Frankfurter Rundschau vom 16.09.2021 berichtet wurde, fällt die Einwohnerzahl in Frankfurt seit letztem Jahr deutlich. Bildet man den Durchschnitt über die vier Jahre seit Planungsbeginn in 2017, dann ist die Stadt nur noch um gut 3 000 Einwohner pro Jahr gewachsen und seit letztem Jahr um fast 10 000 auf 749 421 Einwohner gefallen. Müsste das die Stadtplanung nicht berücksichtigen?

Und müsste die Stadt nicht einen Plan aufstellen, wie die Frankfurter Trinkwasserversorgung einvernehmlich mit dem Schutz der Wasserversorgung von Natur und Menschen in den Gewinnungsgebieten zu regeln wäre? Machen Sie sich selbst ein Bild, lesen Sie diesen Artikel.

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