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Liebe BUND-Freundinnen und -Freunde, liebe Mitglieder,

Frankfurt ist ja seit Ende 2025 Deutscher Meister beim Entsiegeln. Als Beitrag zum Klimaschutz und zur Anpassung an Extremwetterereignisse sollen viele Flächen der Stadt abgepflastert und stattdessen begrünt und wasserdurchlässig gemacht werden. Eben kam ich an einem vor-Ort-Vortrag auf dem Goetheplatz vorbei, wo eine Schulklasse über Sponge City, Versickern von Wasser, Blühwiesen und Farbtöne von Pflastersteinen zur Hitzereduzierung informiert wurde. Neben dem Blumenbeet erhielten die Bäume auf diesem Platz, deren Wurzeln wegen ihrer Lage auf der Tiefgarage sehr eingeengt sind, eine sensorgesteuerte Bewässerungsanlage – hoffentlich eine langfristig wirksame Lösung.

Wir vom BUND drängen darauf, dass die dringend notwendige Entsiegelung von Plätzen in Zukunft schneller gehen wird, als, zum Beispiel, für den Riedbergplatz. Dessen Eigenschaft als starke Hitzeinsel wurde schon im Jahr 2019 vom zuständigen Ortsbeirat beklagt. Im Herbst 2026 soll es endlich so weit sein – nach sieben Jahren!  

Der Abpflaster-Wettbewerb 2026 läuft dieses Jahr vom 21.03. – 31.10.2026. 

Weitere Ideen für Umweltbildung, Aktivitäten und Veranstaltungen gibt es im Newsletter. Viel Spaß bei der Orientierung!

Mit herzlichen Naturschutzgrüßen
Ihr Team vom BUND Kreisverband Frankfurt

Bild: © Simone Kiefer

 
Aktuelles

25 Jahre GrünGürtel-Tier – Geburtstagsfest am 10. Mai 2026

Das sympathische Maskottchen des Frankfurter GrünGürtels wird 25 Jahre alt!

Am Sonntag, 10. Mai 2026, von 11 bis 17 Uhr lädt das GrünGürtel-Tier alle großen und kleinen Naturliebhaber*innen zu seinem großen Geburtstagsfest auf den Alten Flugplatz in Bonames (Am Burghof 55) ein.

Es erwartet euch ein fröhliches Programm mit:

  • Glücksrad und Verlosungen
  • Quiz rund ums GrünGürtel-Tier
  • vielen Mitmach-Aktionen für die ganze Familie

Hauptgewinn ist natürlich ein originales GrünGürtel-Tier von Steiff! Der Eintritt ist frei – kommt vorbei und feiert mit!

Auch die BUND Ortsgruppe Frankfurt Nord ist dort mit einem Stand vertreten. Wir werden ein Spiel anbieten, das den Flug des GrünGürtel-Tiers über den Grüngürtel hinweg nachempfindet. Es wird auf schöne und auch kritische Aspekte stoßen: schön sind die zahlreichen Kunstfiguren und landschaftlichen Kostbarkeiten, kritisch ist die Bedrohung mancher Flächen des GrünGürtels,  zum Beispiel durch den geplanten Bau der Multifunktionshalle am Waldstadion oder am Taunushang im Nordwesten, der mit dem neuen Stadtteil der Quartiere versiegelt werden soll. Dem GrünGürtel-Tier würde das sicher nicht gefallen.

Was ist eigentlich das GrünGürtel-Tier?

Das GrünGürtel-Tier wurde 2001 vom Frankfurter Künstler und Dichter Robert Gernhardt erfunden – als humorvolle Kreuzung aus Wutz (Wildschwein), Molch und Star. Seitdem ist die grüne Fantasiefigur das offizielle Maskottchen des GrünGürtels und steht für Naturschutz, Naherholung und Lebensqualität in Frankfurt.

Es gibt das Tier als Skulpturen im GrünGürtel, auf Wegweisern, als Stofftier und sogar als Sammelpass für Kinder.

Wir freuen uns auf euch – lasst uns gemeinsam den GrünGürtel feiern!

Text: Lana Bogdanovskaia
Bild:  © Stadt Frankfurt am Main, Zeichnung: Philip Waechter

Stopp A5 Ausbau! Macht mit!

Treffpunkt: Alte Oper um 14:00 Uhr.
Anschließend: Kundgebung mit Musik und Infos: Alte Oper um 16:00 Uhr.

Kommt zur großen Demo am 10. Mai!
Setzen wir gemeinsam ein Zeichen gegen jeden Ausbau der A5!

Geplante Route: Messekreisel, A 648 zum Eschborner Dreieck, A 66, Miquelknoten, Opernplatz

Du kommst aus dem Umland?
Es gibt Zubringer-Demos mit dem Rad aus der gesamten Region sowie weitere Einstiegspunkte.

Alle Infos & Routen

Unter dem Pflaster…

...da liegt nicht nur der Strand ...sondern in der Stadt sind dort viele Pflanzenwurzeln zu finden. Diese Pflanzen, so unscheinbar sie teilweise sind, tragen zur Artenvielfalt bei und spielen sogar im Stadtklima eine Rolle.

Seit einigen Jahren wird unter dem Motto #Krautschau in Stadtspaziergängen ein Blick auf diese Vegetation geworfen. Im Zeitraum 14.05.-25.05.2026 werden in möglichst vielen Städten Spaziergänge durchgeführt und auch wir wollen uns daran beteiligen:

Krautschau in Frankfurt Schwanheim
Veranstalter: BUND Ortsverband Frankfurt Südwest
Termin: Freitag 22.05.2025, 14.00 h - ca. 15.30 h
Treffpunkt: Straßenbahn Endhaltstelle 12
Führung durch Dr. Judith Dähne mit Hilfe der App „Flora Incognita“

Wer möchte kann die Bestimmungsapp „Flora Incognita“ auf sein Smartphone aufspielen und selbiges mitbringen, das ist aber kein Muss. Kreide wird vorhanden sein.

Ein toller Buchtipp zum Thema ist übrigens Das wächst in deiner Stadt – #Krautschau von Alexandra-Maria Klein und Julia Krohmer.

Weitere Termine und Informationen

Bild und Text: Heidi Wieduwilt

Neuer Beitrag der Videoreihe „Natur und Kunst“ – Antike!

Im vergangenen Monat haben wir nun das zweite Video unserer Bildungsreihe „Natur und Kunst“ veröffentlicht!

Diesmal tauchen wir in die Antike ein. Warum wurden in der antiken Kunst Tiere meist als Teil einer strengen Ordnung dargestellt – gelenkt, genutzt, „richtig“? Reptilien hingegen entzogen sich stets dieser Positionierung von außen. Sie gelten bis heute als widerspenstig, kaum zu kontrollieren und schwer zu bändigen.

Genau das macht sie so spannend – für die Kunst und für den heutigen Naturschutz. Das Video lädt ein, kulturell gelernte Blickwinkel zu ändern: Wo endet die Kontrolle des Menschen über die Natur und wo beginnt die Freiheit des Lebendigen?

Das Video und den ausführlichen Text findet ihr direkt im Bereich „Natur und Kunst“ auf unserer Website.

Info-Veranstaltung zum Fernbahntunnel Frankfurt

Großes Thema Fernbahntunnel Frankfurt:
Dieser Tunnel ist ein riesiges Projekt, das unsere Stadt ebenso für viele Jahre beeinflussen wird, wie die ähnlichen Tunnelprojekte in Stuttgart und München. Die Bahn verspricht zwar viele schöne Leistungsmerkmale dieses Tunnels, aber zunächst würde er unsere Stadt für 10 Jahre und mehr in eine große Baustelle verwandeln, den Stadt- und Bahnverkehr maßgeblich behindern und das südliche Mainufer mit zahlreichem Grundwassermessstellen und Notausgängen verunstalten. 
Ein weiterer Grund zur Sorge ist die Absicht des Leitungsbetreibers Tennet, eine Höchstspannungsleitung in West-Ost-Richtung am Südufer des Mains durch Frankfurt bis nach Großkrotzenburg zu verlegen, teils unterirdisch und in Tunnelbauweise. Der genaue Verlauf ist noch nicht bekannt, aber dass diese Leitung der Abstimmung mit dem Fernbahntunnel bedarf, liegt auf der Hand. Wir müssen wachsam sein. Deswegen laden wir ein zum

Informationsabend mit Faktencheck: Droht der Frankfurter Fernbahntunnel die schnelle Verkehrswende in der Stadt zu blockieren?
Donnerstag, 28. Mai 2026 – 19:00 Uhr im Saalbau Haus Gallus, Frankenallee 111, Frankfurt am Main 

Referenten:  Dr. Christoph Engelhardt (Bürgerbahn Denkfabrik Stuttgart/München), Karl-Heinz Peil, Gerd Schmanke, Wolf-Rüdiger Hansen, (BUND Kreisverband Frankfurt), Hans-Jürgen Hammelmann (Initiative Frankfurt 22), Moderation: Herbert Storn (Initiative Takt vor Tempo)

Weitere Einzelheiten zum FBT-Info-Abend finden Sie im anliegenden Info-Blatt. Ein spannungsgeladenes Thema. Ihre Teilnahme ist herzlich willkommen. Anmeldung dafür nicht notwendig. 

Text: WRHansen  Bild: © Gerd Schmanke

Bachwanderung am Urselbach am 30.05.2026

Auf dem Mühlenweg von der Nidda bis zur Krebsmühle

Ein Problem des Unterlaufs des Urselbachs auf der Frankfurter Flur, das auch schon vielfach im Ortsbeirat thematisiert wurde, ist, dass der Überlauf der Oberurseler Kläranlage in den Urselbach fließt. Dadurch wird das Wasser durch Rückstände belastet, die potentiell für Menschen und Tiere gesundheitsgefährdend sind, auch wenn der Blick auf das Wasser es nicht verrät. Erstmals wird hier Professor Dr. Jörg Oehlmann zu uns stoßen und erläutern, was es mit diesen Gefahren genau auf sich hat. Er ist Sprecher des Kompetenzzentrums Wasser Hessen (KWH) der Landesregierung an der Goethe-Universität, der beste Experte zu diesem Thema.

Die erste Etappe führt zu dem im Bau befindlichen Renaturierungsprojekt der Nidda am Eschersheimer Wehr. Ein neuer Graben führt Niddawasser am Wehr vorbei, um Fischen freien Durchgang zu ihren Laichgründen zu öffnen. Der Urselbach mündet jetzt in diesen Graben. Ähnliche Maßnahmen wurden bereits in Höchst, Sossenheim und Praunheim realisiert. Weiter geht es am Bach entlang über Riedwiesen und Bachauen – nördlich davon das Naturschutzgebiet, in dem Biber wohnen und durch das Mertonviertel zum HundertwasserKindergarten. Von dort weiter entlang der Untermühle, in der einst Tabak gelagert wurde, zu den malerischen Fachwerkhäusern in Niederursel, über die Urselbach-Schlucht, vorbei an der Schilasmühle, heute ein naturpädagogisches Zentrum, und durch die Bachauen zur Krebsmühle gegenüber der Oberurseler Kläranlage.

Rückweg: Ca. 1.200 Meter bis zur U-Bahnstation Niederursel (U3, 8, 9). 

Einkehrmöglichkeiten: Tandoori Villa Indian in der Krebsmühle und in Niederursel: Apfelwein-Restaurant Zum Lahmen Esel oder Dorf-Café Mutz.

30. Mai 2026 von 14:00 – ca. 17:00 mit einem Beitrag über die Wasserqualität Hessischer Bäche von Prof. Dr. Jörg Oehlmann.

Einzelheiten zu der Wanderung in diesem Flyer: 

Bachwanderung am 30. Mai 2026

Text und Bild „Blick durch die Urselbachschlucht in der Nähe von Niederursel": WRHansen
 

Ausstellungstipp: Stadtmuseum Hofheim am Taunus

Noch bis 07.06.2026

Friedensreich Hundertwasser (1928–2000) – Friedensvertrag mit der Natur

Der österreichische Künstler Friedensreich Hundertwasser (1928–2000) hat sich bereits sehr früh mit ökologischen Themen beschäftigt und sich vehement für den Umweltschutz eingesetzt, ob schriftlich in Form zahlreicher Manifeste oder praktisch handelnd. 

Im Fokus der Ausstellung stehen Hundertwassers ökologische Ideen, mit denen er eine Vorreiterrolle in der Umweltbewegung einnimmt. Zu sehen sind über 100 Exponate, Plakate für den Umweltschutz und Architekturmodelle, Grafiken und Fotografien, die seine Vorstellungen von einem menschen- und naturgerechten Bauen veranschaulichen. Darüber hinaus wird der mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnete Dokumentarfilm 

„Hundertwassers Regentag“ von Peter Schamoni gezeigt.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Ernst Barlach Gesellschaft Hamburg statt.

Weitere Informationen

Text und Bild: © Stadtmuseum Hofheim am Taunus (Auszug)

Solar-Tour 2026 für Frankfurt

Im April ist die Solar-Tour 2026 Frankfurt gestartet: In verschiedenen Stadtteilen informiert und berät das Team des Klimareferats, des Energiepunkts und seiner Partnerorganisationen zu Planung, Umsetzung und Finanzierung von Solaranlagen auf Dach und Balkon. Neben Solar-Spaziergängen in Preungesheim (3.5), Bergen-Enkheim (29.5.), Ginnheim (8.6.) und Riedberg (11.6.) stehen auch Veranstaltungen zentral an der Hauptwache vor der Tür. 

Eine Stadteil-Infobörse für den Frankfurter Norden mit Vorträgen und zahlreichen Ständen am 18. Juni rundet das erste Halbjahr ab. 

Anmeldung zu den Einzelveranstaltungen bitte per E-Mail an solaroffensive@stadt-frankfurt.de. Alle Infos sind im Flyer und unter klimaschutz-frankfurt.de zu finden.

Text und Bild: © Stadt Frankfurt am Main, Klimareferat

Buch-Tipp: Die Wildnis in uns. Von ungezähmter Natur und inneren Landschaften

In seinem neuen Buch begibt sich Wildnispädagoge und Journalist Torsten Schäfer auf eine intensive Reise durch die letzten wilden Ecken Europas – vom Auenwald vor der Haustür bis zum Tanafjord in Norwegen. Gleichzeitig führt er den Leser tief in die eigene innere Wildnis. Er verbindet persönliche Naturerlebnisse mit der Frage, warum wir in einer immer stärker domestizierten Welt die ungezähmte Natur so dringend brauchen.

Besonders berührend ist, wie Schäfer äußere und innere Wildnis miteinander verknüpft: Wer die Natur draußen schützt, der pflegt auch etwas Lebendiges und Freies in sich selbst. 

Das Buch ist kein klassisches Sachbuch, sondern ein sinnlicher, nachdenklicher Essay, der Trauer über den Verlust spürbar macht und gleichzeitig Hoffnung weckt.

Klar, poetisch und ohne erhobenen Zeigefinger geschrieben – ein stilles, starkes Buch, das lange nachwirkt.

Absolut lesenswert für alle, die Naturschutz nicht nur als ökologisches, sondern auch als existentielles und seelisches Thema verstehen. Ideal für den Frühling – und danach am besten direkt raus in den Wald.

ISBN 978-3987265143
oekom Verlag, 2026, 176 Seiten
Text: Lana Bogdanovskaia  
Bild: © oekom Verlag

09.05. Infostand & Wildpflanzenangebot - Tag des botanischen Gartens 9:00 – 16:00 Uhr

10.05. 25 Jahre GrünGürtel-Tier – Geburtstagsfest  Alter Flugplatz Bonames 11:00 – 17:00 Uhr

10.05. Rad-Demo Stopp A5 Ausbau 14:00 – 17:00 Uhr

22.05. Krautschau in Frankfurt Schwanheim 14:00 – ca. 15:30 Uhr

23.05  Das Grundgesetz geht uns alle an 14:00 – 18:00 Uhr

25.05. Botanische Wanderung über den Berger Rücken 11:00 Uhr

28.05. Info-Abend Fernbahntunnel im Saalbau Haus Gallus 19:00 Uhr 

31.05. Bachwanderung am Urselbach 14:00 – 17:00 Uhr

31.05. Naturschutzaktivitäten des BUND Ortsverband Frankfurt-Ost (Spaziergang) 10:00 – 13:00 Uhr

Mehr Termine

Wiederkehrende Termine

► Die Sitzungen des KV Frankfurt finden jeden 2. Montag im Monat um 19 Uhr statt. Die nächste Sitzung ist am 11.05.26 im Saalbau Südbahnhof.

► Die Sitzungen des OV Südwest finden jeden 2. Donnerstag im Monat um 18 Uhr statt. Die nächste Sitzung ist am 14.05.26 in Schwanheim im Katholischen Pfarrheim St. Mauritius, Mauritiusstr. 14.

► Die Sitzungen des OV West finden jeden 3. Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr (außer Schulferien) statt. Das nächste Treffen ist am 21.05.26 im Katholischen Gemeindezentrum in der Schleifergasse 2-4, Frankfurt-Höchst.

► Die Sitzung der Ortsgruppe NORD im Mai findet statt im Grünen Klassenzimmer auf dem Alten Flugplatz Bonames/Kalbach am Dienstag, den 19.05.26 um 19 Uhr.  

► Die Sitzungen des OV Ost finden jeden 3. Montag im Monat statt. Die nächste Sitzung ist Montag, 18.05.26 um 19:00 Uhr im Saalbau Bornheim.

► Die Treffen der BUNDjugend Frankfurt finden regelmäßig am 1. Dienstag im Monat statt, parallel zum Repair Café.
Weitere Termine werden innerhalb der Gruppe individuell abgestimmt und auf BUNDjugend Hessen veröffentlicht. Das nächste Mal trifft sich die BUNDjugend am 05.05.26 im Repair Café, Altes Schützenhüttengäßchen 4, 60599 Frankfurt-Sachsenhausen. Du bist herzlich eingeladen!

► Das Repair Café Frankfurt-Sachsenhausen trifft sich jeden 1. Dienstag im Monat von 17:30 - 20 Uhr. Nächster Termin ist der 05.05.26 zum Upcyceln. Die Termine findet ihr übrigens immer hier. Kontakt zur BUNDjugend oder per E-Mail.

 

Rückblick
Schnecken auf dem Alten Flugplatz

Am 18. April 2026 waren wir mit 13 Kindern der Kindergruppe Nord auf dem Alten Flugplatz in Bonames unterwegs. Zuerst lernten die Kinder mit einem Ratespiel viele Fakten über Schnecken kennen. Anschließend haben alle entweder als kleine Schnecken oder als Schneckenjäger einen Schneckentag nachgespielt.

Danach haben wir in drei Gruppen an verschiedenen Ecken des alten Flugplatzes nach Schnecken gesucht und mit einem Fragebogen zugeordnet, um welche Schneckenarten es sich handelte. Nachdem wir noch etwas über den Verlauf eines Schneckenjahres gelernt haben, ließen wir die gefundenen Schnecken in einem Schneckenrennen gegeneinander antreten und beobachteten, welche Nahrungsquellen die verschiedenen Schneckenarten besonders mögen.

Alle Schnecken wurden dann wieder in ihrem natürlichen Lebensraum freigelassen. Nachdem wir uns zum Abschluss in einem Abschlussspiel ausgetobt haben, ging es für alle Kinder im Rennschneckentempo zurück nach Hause.

Bild und Text: © Kerstin Hedrich, Katharina Junke

Social Day für Insekten und Pflanzen

Am 10. April wurde ein erfolgreicher Social Day durchgeführt. Mitarbeitende der Firma Mercury haben bestens gelaunt und mit großer Ausdauer den Blühstreifen am Südrand der Nordweststadt von unerwünschten Gräsern befreit. Auf dem linken Bild sieht man die Flächen, die jetzt wieder Platz haben für insektenfreundliche Blühpflanzen, auf dem rechten Bild die Menge der ausgerissenen Gräser und Wurzeln.

Bei der gemeinsamen Arbeit konnten alle die Natur besser kennenlernen und sich aktiv für den Natur- und Artenschutz einsetzen. Auf dem Blühstreifen werden jedoch keine für Menschen farbenprächtigen Tulpen blühen, sondern ganz viele verschiedene scheinbar unscheinbare Blumen blühen, die vielmehr den über 500 Wildbienenarten und anderen Insekten als Nahrung dienen und freudig begrüßt werden dürften.

Text und Bild: © WRHansen

Verlängert bis 11.10.2026: Ausstellung im Liebieghaus – Tiere sind auch nur Menschen

Der Künstler August Gaul (1869–1921) hatte Glück: Er gewann in der Lotterie! Und zwar ein Ticket für lebenslangen Eintritt in den Berliner Zoo. Dies zeigt sich in seinem Werk. Tiere stehen im Mittelpunkt, das Liebieghaus zeigt hundert seiner Exponate inmitten der ständigen Skulpturensammlung. Und wir waren gestern dort!
Der Kurator der Ausstellung “Tiere sind auch nur Menschen”, Prof. Dr. Vinzenz Brinkmann, hat ermöglicht, dass Geschichten erlebt werden können: schon außen am Gebäude im Museumsgarten ist ein riesiger Adler gelandet – inmitten des Dekors von geflügelten Menschen und Adler-Heraldik am historistischen Museumsgebäude. In der Ausstellung im Raum Antike sind nebeneinander die Büste des Menschen Marc Aurels und des Orang-Utans (Waldmenschen) Jumbo platziert. Zahlreiche Tiere wie Pinguine, Tapire, Elefanten, Bären und Ziegen sind paarweise zur Arche Noah drapiert und Gauls berühmte Schafe befinden sich im religiösen Kontext. 
All diese gelernte Kultur drängt sich ohnehin schon auf – eine Eule steht auf einem Fragment der Athene – und wird durch die Anordnung verstärkt. Oder hinterfragt? Müssen wir lernen, Tiere aus der vom Menschen aufgezwungenen Symbolik zu befreien? Ist nicht die Entstehung der Zoos “von der Menagerie zum Tierpark” (Buchtipp: Zoo, Eric Baratay und Elisabeth Hardouin-Fugier) ein Symbol der Trophäen, der Unterdrückung, der Machtverhältnisse der lebenden und atmenden Erdbewohner:innen? Oder sind Zoos heute, in Zeiten des sechsten großen Massenaussterbens, die Arche Noah auf der Reise in die Zukunft?
Gaul wollte in seinen Tierdarstellungen doch gerade die Tiere von jahrhundertealter Symbolik befreien und hat als soziale Komponente neben Adler, Löwe und Bär auch Enten und Hamster aufs Podest gehoben. In der Begegnung mit den Tieren können Museumsbesuchende probieren, inwieweit Gauls Kunst dazu beiträgt, sich selbst von politischen Ansichtsweisen zu befreien und stattdessen das natürliche Verhalten von Tieren, auch mithilfe naturwissenschaftlicher Erkenntnisse nach Darwin, neu wahrzunehmen.

Die Ausstellung ist noch bis 11.10.2026 im Liebieghaus, Frankfurt, zu sehen.

Text und Bild: © Simone Kiefer

Service

Weniger Abfall in der Küche. Einfache Tipps zum Schneiden von Obst und Gemüse


Inspiration aus Japan: Das Projekt „Yasashii Kirikata Jiten“ zeigt, wie einfache Schneidetechniken helfen können, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. 

Mit ein paar cleveren Tricks und etwas Kreativität kann viel mehr vom Gemüse verwendet werden.
Hier sind vier praktische Tipps, die man sofort umsetzen kann:

Nicht immer schälen – gründlich waschen reicht oft
Bei Karotten, Kartoffeln, Gurken oder Äpfeln (vor allem bei Bio-Qualität) genügt es meist, 

die Schale gründlich unter fließendem Wasser abzubürsten. Die Schalen sind reich an Vitaminen und Ballaststoffen. 

Brokkoli-Stiele nicht wegwerfen
Den festen Stiel einfach dünn schälen und in dünne Scheiben oder Stifte schneiden. Er ist genauso nährstoffreich wie die Röschen und wird in Pfanne, Suppe oder als Rohkost wunderbar zart. So kann fast der ganzen Brokkoli genutzt werden.

Blätter und Strünke mitverwenden.
Äußere Blätter von Blumenkohl, Kohlrabi oder Salat sowie feste Strünke klein schneiden und in Wok-Gerichten, Suppen, Smoothies oder als Basis für Pesto einsetzen. Die Strünke in Streifen schneiden – sie schmecken mild und passen perfekt in Gemüsepfannen.
Reste sammeln und kreativ weiterverwenden

Mit diesen kleinen Veränderungen reduziert man den Küchenabfall spürbar und leistest einen echten Beitrag zum Klimaschutz. 

Text: Lana Bogdanovskaia
Bild: © Olia Danilevich, Pexels

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