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Newsletter Oktober 2026
BUND Kreisverband Frankfurt am Main
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Liebe BUND-Freundinnen und -Freunde, liebe Mitglieder,
am 12. September 2026 wird auch der BUND Frankfurt an der Ehrenamtsmesse im Frankfurter Römer teilnehmen. Ehrenamt bewegt etwas – gerade im Naturschutz. Wir möchten zeigen, wie vielfältig Engagement für Natur und Umwelt sein kann: vom praktischen Einsatz draußen bei der Pflege von Grünflächen und Streuobstwiesen, über Umweltbildungsarbeit bis hin zur Unterstützung bei Veranstaltungen und Aktionen. Außerdem bilden sich gerade mehrere Arbeitskreise zu den Themen Mobilität und Logistik sowie zur Klimawende.
Für uns ist klar: Naturschutz lebt von Menschen, die anpacken, Ideen einbringen und Verantwortung übernehmen. Die Ehrenamtsmesse bietet die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Mitstreiter*innen zu gewinnen und zu zeigen, dass jede und jeder einen Beitrag zu einer lebenswerten und artenreichen Zukunft leisten kann.
Programm Flyer
Wir freuen uns auf viele spannende Begegnungen an unserem Infostand im Römer (Römerberg), 2. OG, Stand Nr. 38, und darauf, gemeinsam neue Wege für den Naturschutz in Frankfurt zu entdecken.
Weitere Anregungen, Veranstaltungen und Rückblicke gibt es im Newsletter!
Mit herzlichen Naturschutzgrüßen Ihr Team vom BUND Kreisverband Frankfurt
Bild: © Dr. John Dippell
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BUND Hessen: Boden des Jahres
Jedes Jahr wählt ein Kuratorium den Boden des Jahres aus und jedes Jahr wechselt dazu die Schirmherrschaft von Bundesland zu Bundesland. Für dieses Jahr hat Hessen die Schirmherrschaft zum Boden des Jahres 2026 übertragen bekommen.
Aus diesem Anlass wird der BUND Landesverband Hessen nun intensiver über das Thema Boden und Bodenschutz informieren.
Der Boden des Jahres 2026 ist der Archivboden.
Archivböden bezeugen in besonderer Weise Entwicklungen der Natur- und Kulturgeschichte. Von Landschaften, Klima, menschlicher Nutzung, Naturkatastrophen.
Das HLNUG bietet unter folgendem Link zu der Aktion der Böden des Jahres und zum Archivboden auf ihren Webseiten sehr ausführlich weiterführende Informationen und einen Link mit speziellem Veranstaltungskalender an. Dabei auch die Aufzeichnung der Festveranstaltung des Landes Hessen. Außerdem einen Link zum Leitfaden Archivböden von der Bund/Länder Arbeitsgemeinschaft Boden.
https://www.hlnug.de/themen/boden/erleben/boden-des-jahres https://www.hlnug.de/themen/boden/erleben/boden-des-jahres/veranstaltungskalender
Text: Jochen Kramer, BUND Hessen Bild: © Magda Ehlers, Pexels
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Wenn Artenreichtum Gesundheit trifft – Einladung zur Webinar-Reihe
Sie ackern jeden Tag für uns: Bienen, Beeren, Eiben, ganze Ökosysteme – die echten Leistungsträger der Natur. Artenreichtum beugt Krankheiten vor, unterstützt Heilprozesse und liefert die Basis für medizinische Innovation.
Gesundheitsakteur:innen und Naturschutz-Engagierte sind deshalb natürliche Verbündete – doch bislang sprechen sie zu selten miteinander. Das wollen wir ändern: Mit unserer Echte Leistungsträger Webinar-Reihe holen wir beide Seiten an einen Tisch – mit Wissenstransfer, neuen Kontakten und der Chance auf spannende Kooperationen.
Das Programm: - Artenreichtum & Gesundheit (Wissen) | Di, 22.09.26, 14:00–15:30 Uhr
Von Aspirin bis Mikrobiom: die Fakten, die zeigen, wie eng Gesundheit und Artenreichtum zusammenhängen. - Kommunikation & Netzwerk (Verbinden) | Di, 29.09.26, 14:00–15:30 Uhr
Botschaften, die ankommen – und erste Kontakte zu Partner:innen aus dem jeweils anderen Sektor. - Advocacy & Praxisbeispiele (Handeln) | Di, 06.10.26, 14:00–15:30 Uhr
Best Practices zum Nachahmen und die Chance, gemeinsam sichtbar zu werden.
Jetzt Anmelden!
Die Webinare finden via Zoom statt und sind kostenfrei.
Weitere Informationen
Bild: © Natalia Sevruk, Pexels
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Natur und Kunst: Als die Fledermaus zum Dämon wurde
In der neuen Folge unserer Video-Reihe „Natur und Kunst" reisen wir ins Mittelalter – direkt an den Frankfurter Kaiserdom.
Seit Jahrhunderten leben Fledermäuse in Kirchtürmen wie diesem. Die Menschen sahen sie jeden Tag. Und doch blieb sie ein Rätsel: kein Vogel, kein gewöhnliches Säugetier, aktiv in der Dunkelheit. Selbst die Bibel wusste nicht recht, wohin mit ihr. Aus diesem Unverständnis wurde ein Symbol – die Fledermaus als Flügelpaar des Teufels, in unzähligen mittelalterlichen Darstellungen der Hölle.
Die Folge zeigt: Nähe zu einem Tier bedeutet nicht automatisch, es zu verstehen. Eine Frage, die auch für den heutigen Naturschutz aktuell bleibt – denn Fledermäuse gehören bis heute zu den am meisten missverstandenen und gefährdeten Arten vor unserer Haustür.
Die Video-Reihe „Natur und Kunst" ist Teil unseres Bildungsangebots und im gleichnamigen Bereich auf unserer Website sowie auf den Social-Media-Kanälen von BUND Frankfurt zu finden.
Text: Lana Bogdanovskaia Bild: © Simone II Baschenis, Der Erzengel Michael und der Teufel mit dem Buch der sieben Todsünden
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► Die Sitzungen des KV Frankfurt finden jeden 2. Montag im Monat um 19 Uhr statt. Die nächste Sitzung ist am 14.09.26 im Saalbau Südbahnhof.
► Die Sitzungen des OV Südwest finden jeden 2. Donnerstag im Monat um 18 Uhr statt. Die nächste Sitzung ist am 10.09.26 in Schwanheim im Katholischen Pfarrheim St. Mauritius, Mauritiusstr. 14.
► Die Sitzungen des OV West finden jeden 3. Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr statt. Das nächste Treffen ist am 17.09.26 im Katholischen Gemeindezentrum in der Schleifergasse 2-4, Frankfurt-Höchst.
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Werde Fledermaus-Scout*in: Eine Woche voller Vorurteile-Abbau
„Fledermäuse verheddern sich im Haar", „sie sind blutrünstig", „sie sind gefährlich, wenn sie sich im Haus einnisten" – kaum ein Tier ist von so hartnäckigen Mythen umgeben wie die Fledermaus. Genau mit diesen Vorurteilen habe ich mich Ende Juli beim BFD-Seminar „Werde Fledermaus-Scout*in" im Biologiezentrum Gut Bustedt (Hiddenhausen) fünf Tage lang auseinandergesetzt – und am Ende blieb von den Schauergeschichten nicht viel übrig.
Die Realität sieht nämlich ganz anders aus: Fledermäuse sind hochspezialisierte, extrem nützliche Tiere. Eine einzige Zwergfledermaus vertilgt pro Nacht bis zu 2.000 Insekten – sie ist damit eine der effektivsten natürlichen „Schädlingsbekämpferinnen", die wir haben. Für unsere Ökosysteme sind sie unverzichtbar: Sie regulieren Insektenpopulationen, bestäuben Pflanzen und sind selbst wichtige Nahrung für andere Arten. Und wer Angst hat, eine Fledermaus könnte sich im Haar verfangen: Ihr Echoortungssystem ist so präzise, dass ihnen so ein Missgeschick praktisch nie passiert.
Auch die Sorge, Fledermäuse könnten sich als „Schädlinge" im Dachstuhl einnisten, ist unbegründet. Von allen Tieren, die gerne mal ein Quartier im menschlichen Zuhause beziehen, sind Fledermäuse die harmlosesten Mitbewohner überhaupt: Sie nagen nichts an, bauen keine Nester und hinterlassen außer ein wenig Kot – der übrigens ein hervorragender Dünger ist – keine Spuren. Wer eine Fledermauskolonie im Dach hat, kann sich eigentlich glücklich schätzen.
Im Seminar ging es entsprechend praxisnah zu: Wir waren mit Fledermausdetektoren, Nachtsichtgeräten und Wärmebildkameras nachts unterwegs, haben Baumhöhlen kartiert, Fledermauskot und -haare unter dem Mikroskop analysiert, Fledermauskästen gebaut und aufgehängt, an einem Netzfang teilgenommen und die verschiedenen heimischen Arten kennengelernt. Am Ende der Woche konnten wir nicht nur Rufe verschiedener Arten unterscheiden, sondern hatten auch jede Menge Ideen für eigene Fledermaus-Aktionen und eine „European Bat Night" im Gepäck.
Ein herzliches Dankeschön an Bernd Meier und das Team des Biologiezentrums Gut Bustedt für eine lehrreiche und wunderschöne Woche!
Übrigens: Wer noch tiefer in die Welt der Fledermäuse eintauchen möchte – unser nächstes BUND-Video aus der Reihe „Natur und Kunst" widmet sich genau diesem Thema. Schaut vorbei!
Text und Bild: Lana Bogdanovskaia
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Besuch auf dem Bienenlehrpfad
Am 25. Juli 2026 waren wir mit 6 Kindern der Kindergruppe Nord auf dem Bienenlehrpfad des Kleingärtnervereins Ginnheimer Wäldchen e.V. unterwegs. Dort trafen wir Imker Andreas, der uns zunächst den Aufbau eines Bienenstocks zeigte. Weiter ging es auf dem Bienenlehrpfad, auf dem die Kinder allerhand Informationen zu Bienen lernten und ihr eigenes Bienenwissen einbringen konnten. Am Schaubienenstock konnten die Kinder hinter der Glasscheibe live das Treiben in einem Bienenstock beobachten und unter anderem die Bienenkönigin ausfindig machen.
Anschließend zogen alle Kinder einen Bienenschutzanzug mit Handschuhen an und durften in einen großen Bienenstock hineinsehen. Sie konnten die verschiedenen Wabenarten mit Honigwaben, Pollenwaben und Brutwaben begutachten und in den eigenen Händen halten. Dabei stellten sie fest, wie unterschiedlich schwer die Waben sind.
Zum Schluss zeigte uns Imker Andreas noch, mit welchen Maschinen der Honig aus den Waben geschleudert wird. Zum Abschluss spielten wir noch ein kleines Bienen-Bewegungsspiel.
Text und Bild: © Kerstin Hedrich, Katharina Junke
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Kunst auf Balkon und im Garten – so gestalten Sie naturfreundlich
Ein selbst gestalteter Balkon oder Garten ist ein Ausdruck von Kreativität – doch Lichterketten, Netze, Skulpturen oder spiegelnde Deko-Objekte können für Vögel, Insekten und andere Wildtiere schnell zur Gefahr werden. Mit ein paar einfachen Anpassungen lässt sich der eigene Rückzugsort auch schön gestalten, ohne der Tierwelt zu schaden.
Netze und Schutzkonstruktionen tierfreundlich wählen Weitmaschige oder locker gespannte Netze, etwa gegen Fallobst oder Laub, werden Vögeln, Igeln und Insekten schnell zur Falle, wenn sich Kopf, Flügel oder Pfoten darin verfangen. Wer Netze einsetzt, sollte sie straff spannen, eine möglichst enge Maschenweite wählen und regelmäßig kontrollieren. Noch sicherer sind feste Gitter oder Vliese, die keine losen Schlaufen bilden, in denen sich Tiere verheddern können.
Beleuchtung insektenfreundlich planen Helle, kaltweiße oder UV-haltige Lichterketten locken nachtaktive Insekten an und bringen
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sie oft um ihre Energie oder ihr Leben. Warmweißes, gedimmtes Licht mit Zeitschaltuhr ist für Motten, Käfer und Co. deutlich schonender und schafft trotzdem eine gemütliche Atmosphäre auf dem Balkon.
Spiegelnde und durchsichtige Deko-Elemente entschärfen Glaskugeln, Spiegel oder große Fensterbilder werden von Vögeln oft nicht als Hindernis erkannt und können zu gefährlichen Kollisionen führen. Kleine Aufkleber, Muster oder mattierte Flächen an spiegelnden Objekten helfen, solche Unfälle zu vermeiden, ohne auf den dekorativen Effekt zu verzichten.
Natürliche statt schädliche Materialien verwenden Kunststoff-Deko, Farben mit Lösungsmitteln oder scharfkantige Elemente können bei Kontakt oder Verwitterung Tieren schaden. Naturmaterialien wie Holz, Ton oder unbehandelte Fasern lassen sich ebenso kunstvoll verarbeiten und fügen sich zugleich harmonischer in den Lebensraum von Vögeln und Insekten ein.
Mit diesen Überlegungen wird der Balkon oder Garten zum echten Rückzugsort – für Menschen und für die Tiere, die ihn mit uns teilen.
Text: Lana Bogdanovskaia Bild: © Ronald Cuyan, Unsplash
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