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Liebe BUND-Freundinnen und -Freunde, liebe Mitglieder,

wer in diesen Sommerwochen durch Frankfurt läuft, sieht überall die Folgen der anhaltenden Trockenheit mit eigenen Augen. Rissige Böden in Parks und Wäldern, ausgetrocknete Wiesen, aufgeheizte Gehwege. Der Wasserstand des Mains liegt immer häufiger deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt und seine hohen Wassertemperaturen reduzieren den Sauerstoffgehalt und belasten Ökosysteme. Diese Extremsituation wird schnell als das neue Normal empfunden. Die Loire in Frankreich ist zur Sandbank vertrocknet und in München ist das Wässern der Gärten unter hohen Bußgeldstrafen verboten. Zeit zum Umdenken ist jetzt: Trinkwasser sollte vor allem als Trinkwasser genutzt werden. 

Hinsichtlich des Trinkwassers kommt hinzu, dass die Stadt 75 Prozent des Trinkwassers aus der Region bezieht: aus dem 50 Kilometer entfernten Vogelsberg, aus dem Hessischen Ried (40 km) und sogar aus dem Burgwald nördlich von Marburg (100 km). Dort leiden die Wälder, Moore und Oberläufe der Bäche – auch der Nidda. Trockenfallende Bäche führen zu massivem Sterben der Bach-Fauna und -Flora und gefährden die Laichgründe der Fische. Frankfurt könnte das lindern helfen, indem die Stadt große Anstrengungen unternimmt, den Trinkwasserverbrauch zu reduzieren. Vor allem in Neubaugebieten sollten Schwammstadtlösungen installiert werden, die das Oberflächenwasser in Mulden und Zisternen auffangen und als Brauchwasser für Zwecke bereitstellen, für die kein sauberes Trinkwasser nötig ist: so für den gewerblichen Einsatz, das Grüngießen städtischer Flächen und die Spülung von Toiletten. Allein dadurch könnten 30 Prozent des Trinkwasserverbrauchs eingespart werden. Frankfurt muss hier viel aktiver werden.

Weitere Anregungen, Veranstaltungen und Rückblicke gibt es im Newsletter!

Mit herzlichen Naturschutzgrüßen
Ihr Team vom BUND Kreisverband Frankfurt

Bild: Wenn Biodiversität austrocknet © K. Naro

 
Aktuelles
"Too Hot – Heiße Städte, Neue Wege" Ausstellung im DAM in Frankfurt

Im Sommer 2026, mit bereits der dritten Hitzewelle, Tropennächten und Dürre, ist der Klimawandel auch in Frankfurt in unserem Alltag angekommen. Frankfurt (siehe Bild) ist eine von 13 portraitierten Städten, die in der aktuellen Ausstellung “Too Hot” im DAM zeigen, wie Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen können. Präsentiert werden Ideen wie mehr Stadtgrün, Schutz der Grünen Lunge und wassersensiblere Planung sowie die (Re)aktivierung von Trinkbrunnen, die momentan in der Stadt ungleich verteilt sind. Da Frankfurt eine der heißesten Städte Deutschlands ist, orientiert sich die Gestaltung von Flächen und Baumaßnahmen “verstärkt am Transport von Frisch- und Kaltluft in die Innenstadt“ – eine langjährige Forderung des BUND KV Frankfurt an die Stadt. 

Weitere Städte und ihre neuen Wege zur Klimaresilienz sind unter anderem Stockholm, Kopenhagen, Totnes (GB), Paris, Barcelona und Wien. Sie verdeutlichen, dass Regenwassermanagement, Flussrenaturierung, fossilfreies Bauen und erneuerbare Wärmenetze nicht nur technische, sondern auch gesellschaftliche Aufgaben bei der Gestaltung der Klimawende darstellen.

“Too Hot – Heiße Städte, Neue Wege” im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt, 20.06.2026 – 07.02.2027.

Weitere Informationen

Text und Bild: © Simone Kiefer

Über das Zusammenleben mit Wespen

Seit ein paar Tagen erreichen uns zunehmend Anfragen, wie mit Wespen und ihren Nestern, zum Beispiel auf dem Balkon, am besten umzugehen ist. Dazu gibt es vom BUND viele Informationen, auf die wir hier nochmal hinweisen.

Wespennest auf Balkon oder Terrasse: Das können Sie jetzt tun

Umgang mit Wespen: Tipps für die friedliche Co-Existenz

Viele Menschen berichten, dass sie beobachten, dass die Tiere vom Nest direkt in die Natur fliegen und wieder zurück. Nur 2 von 630 Wespenarten interessieren sich tatsächlich für menschliches Essen. Wespen sind Bestäuber und daher wichtig für die Biodiversität. Da sie weniger wählerisch sind als Bienen, bestäuben sie sogar mehr Pflanzenarten als Bienen und fliegen auch bei kühlerem Wetter.

Text: Simone Kiefer
Bild: © Denitsa Kireva, pexels

Wenn Kunst den Wasser- und Stromverbrauch der KI sichtbar macht


Ob Hitzewellen, Artenschwund oder versiegelte Flächen – wir vom BUND Frankfurt beschäftigen uns täglich mit den sichtbaren Folgen unseres Ressourcenverbrauchs. Eine Facette davon war bisher kaum sichtbar, rückt jetzt aber in der Schirn Kunsthalle Frankfurt ins Rampenlicht: der ökologische Fußabdruck der künstlichen Intelligenz.

Vom 11. Juni bis zum 20. September 2026 zeigt die große Sommerausstellung „The World Through AI“ rund 40 Werke von etwa 30 internationalen Künstler*innen, die sich mit den gesellschaftlichen, politischen und eben auch ökologischen Dimensionen von KI auseinandersetzen. Kuratiert von Antonio Somaini und Katharina Dohm, entstand die Schau in Zusammenarbeit mit dem Jeu de Paume in Paris.

Gleich zu Beginn des Rundgangs holt Timo Arnalls Videoinstallation „Internet machine“ (2014) die vermeintlich immaterielle „Cloud“ auf den Boden zurück: Sie zeigt die riesigen Datenzentren, in denen KI-Technologien tatsächlich verankert sind – Bauwerke, die enorme Mengen an Strom und Wasser verschlingen. Wer an Kühlung für Serverfarmen denkt, landet schnell bei denselben Ressourcen, um die wir uns im Naturschutz sorgen.

Im Raum „Materialien, Infrastrukturen und kollektive Intelligenz“ geht es um das, was übrig bleibt: Julian Charrière lässt in seiner Serie „Metamorphism“ (2016) ausgediente Mainboards und Prozessoren mit Erde zu Mineralformationen verschmelzen und stellt so die Frage nach digitalem Elektroschrott und dessen Toxizität. Marina Otero Verziers Videoarbeit „Computational Compost“ (2023) wiederum beleuchtet, welche ökologischen Grenzen die technologische Datenspeicherung hat – ein Gedanke, der an unsere eigene Auseinandersetzung mit Flächenverbrauch und Ressourcenschutz in Frankfurt erinnert.

Für uns als Naturschutzverband ist die Ausstellung ein Beleg dafür, wie wichtig es ist, unsichtbare Prozesse sichtbar zu machen – ob es um Wiesenschmetterlinge, versiegelte Böden oder eben um Serverfarmen und ihren Durst nach Wasser und Strom geht. Digitalisierung und künstliche Intelligenz gelten oft als „sauber“ und körperlos. Wie die Schirn zeigt, ist genau das ein Trugschluss.

Ein Besuch lohnt sich für alle, die den Zusammenhang zwischen Technologie und Umwelt einmal aus künstlerischer Perspektive erleben möchten.

SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, Gabriel-Riesser-Weg 3, 60325 Frankfurt am Main
„The World Through AI“, 11. Juni – 20. September 2026 (Halle 1) bzw. bis 6. September (Halle 2)
Geöffnet Di–So 10–19 Uhr, Do 10–22 Uhr
Eintritt 12 €, ermäßigt 10 €, freier Eintritt für Kinder unter 8 Jahren

Weitere Infos

Text und Bild: Lana Bogdanovskaia

Tag des offenen Heizungskellers am 21. November 2026

Der „Tag des offenen Heizungskellers“ am 21. November 2026 macht klimafreundliches Heizen im Alltag erlebbar. Bundesweit öffnen Haus- und Wohnungsbesitzer*innen ihre Türen und teilen praxisnahe Erfahrungen etwa zur Wärmepumpe. Nachbar*innen zeigen Nachbar*innen, wie sie ohne Gas und Öl Wärme erzeugen können. Zu diesem bundesweiten Aktionstag rufen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, co2online, GermanZero, Greenpeace Deutschland und der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) gemeinsam auf. 

Die Veranstalter*innen laden Haus- und Wohnungsbesitzer*innen sowie lokale Initiativen, Gruppen und Kommunen ein, eigene Angebote zu organisieren und auf www.offenerheizungskeller.de anzumelden. Interessierte können so am 21. November 2026 unterschiedliche klimafreundliche Technologien direkt vor Ort im Einsatz erleben. 

„Die Energiekrise macht es deutlich: Fossile Energieträger bedeuten ein hohes finanzielles Risiko für die Menschen, befeuern Kriege und treiben zudem die Klimakrise weiter voran. Den Erneuerbaren gehört die Zukunft! Gemeinsam mit vielen Menschen vor Ort zeigen wir: Die Wärmewende funktioniert auch in den eigenen vier Wänden“, so das Bündnis.

Mehr Informationen

Text: BUND Deutschland  Bild: © Alpha Innotec, Pexels

Buch-Tipp: Entdecke wo du lebst! Neue Touren auf alten Pfaden.

Der Wander-Influencer Simon Hegewald, besser bekannt als „Hege", inspiriert mit seinen unterhaltsamen und informativen Videos bereits Tausende, ihre Umgebung neu zu entdecken und legt nun mit seinem zweiten Buch nach: Neue Touren auf alten Pfaden!

In Entdecke wo du lebst – Neue Touren auf alten Pfaden zeigt Hegewald erneut, 

was seinen Content ausmacht: Wandern, Reisen und Erleben in Deutschland. Mystische Wanderungen, ikonische Fotospots und Ausflugsziele, die eher nach Fernreise als nach Heimat aussehen. 

Der neue Band versammelt weitere Lieblingsorte, abwechslungsreiche Touren und echte Geheimtipps, die er in den letzten Jahren entdeckt hat. Einige davon sind längst Fan-Favoriten auf seinen Kanälen, andere werden hier zum ersten Mal vorgestellt.

Untermalt werden die großen und kleinen Wanderungen sowie Mikroabenteuer mit charmanten Videos per QR-Code, informativen Kurzübersichten der jeweiligen Region und jeder Menge hilfreicher Tipps und Tricks. 

Ganz nach seinem Leitspruch „Entdecke, wo du lebst" geht es ihm vor allem darum, die schönsten, bekannten und unbekannten Orte in Deutschlands Natur zu zeigen und Menschen zu inspirieren, ihre Umwelt neu zu entdecken.

176 Seiten, 150 Farbfotos – € 22,00

ISBN 978-3-763029-31-0
Belser Verlag, Juli 2026

24.07.–09.08. Sommerwerft "Der Ozean beginnt in Frankfurt"

01.08. Apfelwanderung im Frankfurter Norden 14:00–17:00 Uhr

02.08. Führung: Urbaner Klimaschutz – Wie kühle ich eine Stadt? 13:00–14:30 Uhr

08.08. Bilder von Pflanzen Einst und Jetzt 14 Uhr

12.08. Gruppenberatung "Do-it-yourself - Energiesparmaßnahmen in Eigenleistung" 18:00–21:00 Uhr

17.08. Wegränder als Chance für Biodiversität – von der frühen Planung zur Umsetzung 08:30–14:15 Uhr

29.08. 9. Frankfurter Bienenfestival im Botanischen Garten 12:00–17:00 Uhr

05.09. Infostand & Wildpflanzenangebot – Tag der offenen Tür im botanischen Garten 9:00–16:00 Uhr

noch bis 11.10. Ausstellung Grönland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever

Mehr Termine

Wiederkehrende Termine

► Die Sitzungen des KV Frankfurt finden jeden 2. Montag im Monat um 19 Uhr statt. Die nächste Sitzung ist am 10.08.26 im Saalbau Südbahnhof.

► Die Sitzungen des OV Südwest finden jeden 2. Donnerstag im Monat um 18 Uhr statt. Die nächste Sitzung ist am 13.08.26 in Schwanheim im Katholischen Pfarrheim St. Mauritius, Mauritiusstr. 14.

► Die Sitzungen des OV West finden jeden 3. Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr (außer Schulferien) statt. Das nächste Treffen ist am 20.08.26 im Katholischen Gemeindezentrum in der Schleifergasse 2-4, Frankfurt-Höchst.

 

► Die Sitzungen der Ortsgruppe NORD finden unregelmäßig statt. Nächster Termin auf der Termine-Seite der Website.

► Die Sitzungen des OV Ost finden jeden 3. Montag im Monat statt. Die nächste Sitzung ist Montag, 17.08.26 um 19:00 Uhr im Saalbau Bornheim.

► Das Repair Café Frankfurt-Sachsenhausen trifft sich wieder am 04.08.26 von 17:30 - 20 Uhr. Die Termine findet ihr übrigens immer hier. Kontakt zur BUNDjugend oder per E-Mail.

 

Rückblick
Der Urselbach: Quelle der Erholung mit schmerzhaften Belastungen

Bild: Wasser-Tutorial am Urselbach mit Prof. Dr. Jörg Oehlmann – © WRHansen

Der Urselbach ist einer von acht Frankfurter Bächen, die in die Nidda münden und deren Quellen am Taunushang liegen. Er entspringt in 600 Meter Höhe unterhalb des Feldbergs, fließt 13 Kilometer weit auf Oberurseler Flur und gelangt an der Krebsmühle, neben der auch die Oberurseler Kläranlage liegt, auf Frankfurter Gebiet. Weiter fließt er durch Niederursel und das Mertonviertel bis zur Mündung in die Nidda in Heddernheim. Diesen Frankfurter Abschnitt sind wir mit einer Gruppe von 21 Teilnehmer:innen gelaufen. 

Besonderer Höhepunkt war das Gespräch mit Dr. Jörg Oehlmann, Professor für Aquatische Ökotoxikologie an der Goethe-Universität, der uns die Belastungen des Bachwassers erläuterte – z. B. durch die Oberurseler Kläranlage, das Mischkanalsystem der Stadt Oberursel und die Abwässer der Autobahn A5, die unter der Oberurseler Brücke in den Bach fließen. 

Die Umgebung des Urselbachs weist viele landschaftlich reizvolle Merkmale auf, die sie zu einem beliebten Erholungsgebiet für die Stadtgesellschaft machen. Jedoch stößt man vom ersten Moment an auch auf starke industrielle Einflüsse an den Seiten des Baches. 

An der Nidda-Mündung des Urselbachs wird gerade ein Umgehungsgraben um das Eschersheimer Wehr gebaut, um Durchgängigkeit für Fische herzustellen – eine Rehabilitationsmaßnahme für die Nidda, finanziert von der Deutschen Bahn als Ausgleich für die Flächeninanspruchnahme für die S6-Trassenerweiterung, die von Frankfurt nach Friedberg entlang der Nidda verläuft. Beim Ausschachten des Grabens fanden sich jedoch Kontaminationen mit Schwermetallen aus der VDM-Zeit im Boden, die beseitigt werden müssen. Leider hat das zum Stillstand der Baustelle geführt. Gleichwohl soll die Baumaßnahme bis Ende 2026 fertiggestellt werden. Dann kann auch der Nidda-Uferweg wieder durchgängig genutzt werden. Zunächst müssen jedoch 3.000 Tonnen belasteter Erde abgetragen werden.

Am Rand des Merton-Viertels führte uns der Weg durch beschauliche Auengebiete zum Hundertwasser-Kindergarten mit seinen goldenen Zwiebeltürmen. Eine tolle Erinnerung an den großen österreichischen Farbenkünstler. Auf dem weiteren Weg gelangten wir auf die große Wiese nahe der Tabakmühle, die sich mit einem Dach voller Gauben präsentiert, die der Belüftung des Dachbodens zum Trocknen von Tabak dienten. Ein stiller Ort, der von den Wohnquartieren durch Bäume und Büsche abgeschirmt ist.

Ein lauschiger Pfad am Bach entlang führte uns zu den alten Niederurseler Fachwerkhäusern, vorbei an einem mit Lehmziegeln erneuerten Fachwerkhaus, das einen Architekturpreis der Hessischen Landesregierung gewonnen hat, über die „Urselbachschlucht“ in die Bachaue unterhalb der Oberurseler Kläranlage. Dort fand das Tutorial über die Belastungen des Baches von Professor Oehlmann statt. 

Mit vielfältigen Naturerlebnissen und den Informationen über die Belastungen des Bachwassers war die Wandergruppe sehr zufrieden. Der BUND Frankfurt wird diesen Veranstaltungstyp im Frühsommer 2027 mit den Klima-, Bach- und Apfelwanderungen fortsetzen. Über eine entsprechende Nidda-Wanderung denken wir gerade nach. Für geschlossene Gruppen sind wir gerne bereit, Termine abzustimmen. 

Die Langfassung dieses Artikels steht im Internet.

Verfasst von Wolf-Rüdiger Hansen, BUND Kreisverband Frankfurt

Service

Kühl bleiben in der Wohnung – so schützen Sie sich vor der Sommerhitze


Steigende Temperaturen und immer häufigere Hitzewellen machen nicht nur der Natur zu schaffen – auch in den eigenen vier Wänden wird es zunehmend ungemütlich. Mit ein paar einfachen, klimafreundlichen Maßnahmen lässt sich die Wohnung auch ohne Klimaanlage angenehm kühl halten.

Richtig lüften
Am effektivsten ist es, früh morgens oder spät abends zu lüften, wenn die Außenluft noch kühl ist. Tagsüber sollten Fenster, Rollläden und Vorhänge geschlossen bleiben, damit die Hitze gar nicht erst hereinkommt. Ein kurzer Durchzug am frühen Morgen reicht oft schon aus, um die Wohnung für den restlichen Tag angenehm temperiert zu halten.

Sonnenschutz von außen anbringen
Außenliegende Rollläden, Markisen oder Fensterläden halten die Hitze deutlich besser


ab als Vorhänge oder Jalousien im Innenraum, da die Sonnenstrahlen schon vor der Fensterscheibe abgefangen werden. Wer keine Außenrollläden hat, kann auch mit hellen, reflektierenden Stoffen oder speziellen Sonnenschutzfolien nachhelfen.

Wärmequellen im Haushalt reduzieren
Elektrogeräte, Lampen und der Herd geben zusätzliche Wärme ab. Es lohnt sich, Geräte nach Gebrauch ganz auszuschalten statt im Stand-by zu lassen, auf LED-Beleuchtung zu setzen und größere Kochaktionen eher in die kühleren Abendstunden zu verlegen.

Grün ins Zimmer und auf den Balkon holen
Zimmerpflanzen und eine Balkon- oder Fassadenbegrünung sorgen durch Verdunstungskälte für ein spürbar kühleres Mikroklima und leisten nebenbei einen Beitrag für die Biodiversität in der Stadt. Schon ein paar dicht belaubte Kübelpflanzen vor dem Fenster können als natürlicher Schattenspender wirken.

Mit diesen einfachen Handgriffen lässt sich die Wohnung auch an heißen Tagen kühl halten – ganz ohne zusätzlichen Stromverbrauch.

Text: Lana Bogdanovskaia
Bild: © Richard Vanlerberghe, Unsplash

Der BUND finanziert seine Umwelt- und Naturschutzarbeit als gemeinnützige Organisation zu über 70 % aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen von Privatpersonen. So bleiben wir unabhängig von Politik und Wirtschaft. Jede Spende hilft, unsere Arbeit langfristig zu sichern.

 
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