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Newsletter Juli 2026
BUND Kreisverband Frankfurt am Main
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Liebe BUND-Freundinnen und -Freunde, liebe Mitglieder,
mehrere alarmierende Hitzewellen, einhergehend mit starken gesundheitlichen Belastungen, und der Verlust der Biodiversität stehen auch in Frankfurt in spürbarem Zusammenhang. Immer weniger Schmetterlinge, die oft mit bestimmten Pflanzen koexistieren, sind zu sehen. In den letzten 30 Jahren ist mehr als die Hälfte der europäischen Wiesenschmetterlinge verschwunden; keine Erholung in Sicht. Ihre Habitate sind verloren gegangen oder wurden fragmentiert. Der Rückgang wird sich bemerkbar machen: Schmetterlinge sind Bestäuber, sind Nahrung für Vögel und andere Tiere und signalisieren Stress im Ökosystem. Daher sind Wiesenschmetterlinge ein Indikator für Biodiversitätsanstrengungen: Laut EU-Wiederherstellungsverordnung müssen die Länder den Rückgang der Bestäuberinsekten bis 2030 dringend umkehren!
Frankfurt zeigt mit den Zielen der Entsiegelung, der Begrünung und des Lebenlassens von Blütenwiesen auf vormals radikal gemähten Flächen gute Anstrengungen, die Biodiversität zu schützen. Gemeinsam können wir aber noch mehr tun!
Der Erhalt der Biodiversität tritt auch in vielen Veranstaltungen Frankfurts wieder in den Fokus: sei es als Motto des Eine-Erde-Camps der BUNDjugend: (Über)Leben braucht Vielfalt oder in Vorträgen, bei der Bachwanderung am Urselbach oder im Ferienprogramm des Senckenberg Museums: Es lohnt sich immer, in unseren Terminen zu stöbern, um mehr über Biodiversität zu lernen und sie zu schützen.
Weitere Ideen, Veranstaltungen und Rückblicke gibt es im Newsletter!
Mit herzlichen Naturschutzgrüßen Ihr Team vom BUND Kreisverband Frankfurt
Bild: Biodiversität © Erik Karits
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Wir verleihen den Mauerseglern Flügel!
Seit über dreißig Jahren kümmern sich die Tierärztin Dr. Christiane Haupt und ihr Team von Haupt- und Ehrenamtlichen um Mauersegler in Not. Häufig werden Altvögel, die verunfallen und am Boden landen, Opfer von Katzen oder Rabenvögeln. Die dabei auftretenden Gefiederschäden sind eine Katastrophe für die Lebewesen, die sich dreiviertel des Jahres nur in der Luft aufhalten, dort fressen, trinken und schlafen. Auch falsch gefütterte Jungvögel entwickeln Gefiederschäden. Sind die Federn „nur“ abgebrochen oder missgebildet, werden sie in einem aus der Falknerei stammenden, aufwändigen Verfahren, dem sogenannten „Shiften“ ersetzt. Dabei werden die defekten Federn durch neue intakte Federn eines verstorbenen Vogels ausgetauscht. Wurden die Federn jedoch ausgerissen, müssen die Vögel in der Klinik bis zur nächsten Mauser oft ein Jahr in der Klinik versorgt werden, ehe sie sich wieder in die Lüfte schwingen können. In dieser Zeit bedarf es sehr viel Women-/Manpower, denn Mauersegler fressen nicht selbstständig, sondern müssen aufwändig per Hand quasi zwangsernährt werden. Damit aus erbärmlichen Kreaturen wieder flotte Flieger werden.
Doch auch die Hitze der vergangenen Tage sorgt für extrem viele Jungvögel, die versuchen, den oft über 50 °C in ihren Quartieren zu entkommen und dann in die Mauerseglerklinik gebracht werden. Aktuell besteht sogar ein Aufnahmestopp, weil die vielen Helfer die Menge an Vögeln nicht mehr ausreichend versorgen können.
Dabei machen nicht nur die Temperaturen den Vögeln zu schaffen. Dach- und Fassadensanierungen verknappen den ohnehin schon begrenzten Brutraum. Erfolgt dies in der Brutzeit, finden sich auch schon mal Vogelbabys im Schuttcontainer, wie Baby Fiamma, das Glück hatte, dass ein aufmerksamer Bauarbeiter es mit ihren Geschwistern fand und in die Klinik brachte.
Oft genug sterben die kleinen Vögel aber auch elend, weil Baugerüste und Netze ihre Eltern daran hindern, sie zu füttern und mit Flüssigkeit zu versorgen. Die Mauerseglerschützer rufen deshalb alle Bewohner auf, Nistplätze zu melden, damit rechtzeitig Vorsorge getroffen werden kann und solche Situationen erst gar nicht entstehen. Gerade jetzt, wo die fütternden Eltern häufig unter Dachrinnen und neben Fallrohren die Brutplätze auf der Vorder- und Rückseite unter dem Dach anfliegen, lassen sich solche Standorte gut erkennen. Die Mauerseglerschützer bitten: Standorte melden!!
Mehr Infos
Die Mauersegler in der Klinik der DGfM freuen sich über Spenden für Futter und Pflege: https://paypal.me/mauerseglerklinik oder Vereinsregister: 11852, Spendenkonto: DE30500502010200163175, HELADEF1822
Text: Heidi Wieduwilt Bilder: © Eva Brendel
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Igel-Meldeaktion: Dem Igel auf der Spur
Wer kennt sie nicht, die stacheligen Gartenbesucher? Doch tatsächlich werden Igel in freier Wildbahn immer seltener gesichtet – verlässliche Daten zum hessischen Igelbestand gibt es bisher kaum. Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) hat daher gemeinsam mit dem BUND Hessen eine Meldeaktion gestartet: „Dem Igel auf der Spur – Jede Beobachtung zählt".
Wer einen Igel im Garten, Park oder am Wegesrand entdeckt, kann die Beobachtung ganz einfach über das Online-Meldeportal des HLNUG melden – mit Datum, Fundort und Anzahl der Tiere, gerne auch mit Foto. So tragen alle gemeinsam zur Erfassung und zum Schutz der Igelvorkommen in Hessen bei. Die besten Chancen auf eine Sichtung bestehen übrigens in der Dämmerung oder nachts zwischen Frühjahr und Herbst – Wildtiere dabei bitte nicht stören.
Auch im eigenen Garten lässt sich viel für den Igel tun: naturnahe Strukturen mit Reisig- und Totholzhaufen anlegen, Durchlässe in Zäunen schaffen, auf Chemie verzichten, beim Mähen vorsichtig sein und für Ausstiegshilfen an Teichen sorgen. Wichtig: Igel sind geschützte Wildtiere und dürfen nicht einfach eingefangen werden – nur offensichtlich kranke oder geschwächte Tiere gehören in fachkundige Hände, etwa in eine Igelpflegestelle.
Mehr Informationen und das Meldeportal: www.hlnug.de/igel www.bund-hessen.de/igel/
Text: Irene Glatzle, Josephin Bruhn (HLNUG/BUND Hessen) Bild: © WRHansen
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Eröffnung des Frankfurt Conservation Centers
Am 10.06.2026 wurde in der Villa 102 feierlich das Frankfurt Conservation Center (FCC) eröffnet. Das FCC ist ein Kompetenzzentrum für integrierten Naturschutz und nachhaltige Entwicklung, in dem sich Kräfte und Expertise aus Wissenschaft, Naturschutzpraxis und Gesellschaft bündeln, um gemeinsam biologische Artenvielfalt in Frankfurt und weltweit zu erhalten, das Klima zu schützen und die sozio-ökologische Transformation in der Gesellschaft zu stärken. Die Goethe-Universität, die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, Conservation International, ISOE und BioFrankfurt sind, unter anderen, Partner. Gäste waren, neben Mitarbeitenden der Partnergesellschaften, Vertretende von Naturverbänden wie BUND Frankfurt und NABU, aus Stadt und Politik, Nature Finance, Öffentlichkeitsarbeit und Medien.
Umweltminister Carsten Schneider hat seine Glückwünsche per Video-Botschaft gesendet und die Bedeutung des FCC, biologische Vielfalt auch für kommende Generationen zu bewahren, hervorgehoben. Keynote-Speaker Sylvie Guolard ruft zu beherztem Zusammenhalt und zur Zusammenarbeit in Europa auf, um Biodiversität wieder oben auf die Agenda zu setzen. Sie betont die Bedeutung von Wasser in der Zukunft: als essenzieller Nährstoff für Menschen, Tiere, Pflanzen und die Erde und das am strengsten kontrollierte Lebensmittel, zur Regulierung des Klimas, aber auch zur Kühlung von Kraftwerken oder Daten. Eine Antwort auf den Klimawandel und den Verlust von Biodiversität müsse systemisch sein. Goulard fordert, Biodiversity Credits zu etablieren. 850 Milliarden € in Krediten sind direkt von Biodiversität abhängig.
Und der Architekt des zukünftigen Standorts des FCC am Ostteil des Frankfurter Zoos hat die Inklusivität der Einrichtung betont, damit alle Menschen, die hier zusammenkommen, lernen und arbeiten, sich wohlfühlen werden. Die Holz-Lehm-Bauweise des Gebäudes, die den modernsten klimaaktiven Kühlaspekten in Zeiten der Erderwärmung gerecht wird, zeigt im Modell minimierte Verglasung, starke Verschattung durch vorgelagerte Balkone und eine Einbettung in Begrünung, innen wie außen.
Wir wünschen dem FCC viel Erfolg und freuen uns auf die Zusammenarbeit.
Text und Bild: © Simone Kiefer
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Echte Leistungsträger
Viele von uns beschäftigen sich mit den Zusammenhängen von Biodiversität, Klimakrise, Umwelt und Gesundheit. Die Kampagne „Echte Leistungsträger“ der Stiftung Gesunde Erde will einen Beitrag dazu leisten, dieser Arbeit mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. „Echte Leistungsträger“ stellt Tiere und Pflanzen vor, die das Netz des Lebens bilden, das uns alle trägt. Die Kampagne bringt mit überraschenden Fakten den Wert der Natur und der biologischen Vielfalt neu ins Bewusstsein der Menschen und der Entscheiderinnen und Entscheider in Politik und Wirtschaft.
Dass ökologisches Denken und Wirtschaft keine Gegenpole sind, sondern zwei Seiten derselben Medaille, zeigen Kampagnenmotive der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen. Sie möchten sichtbar machen, wie eng Artenreichtum, Klima, Gesundheit und ökologische Wirtschaft verbunden sind. Nahrung, Medikamente, Kleidung – alle was uns gesund hält, basiert auf dem Artenreichtum auf unserer Erde.
Weitere Informationen gibt es hier
Bild: Kampagne © Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen gGmbH, Biene © Emma Benitez, Pexels
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Sanieren für mehr Hitzeschutz im eigenen Zuhause
Auch im Sommer bieten Klimareferat und Energiepunkt kostenfreie Gruppenberatungen zu Themen der energetischen Gebäudesanierung an. Ein Besuch lohnt sich, denn eine Modernisierung von Fassade, Dach und Fenstern leistet einen erheblichen Beitrag zum Hitzeschutz.
Die Gruppenberatungen bieten einen hilfreichen fachlichen Einstieg ins jeweilige Thema und geben viel Raum für individuelle Fragen und Austausch unter den Teilnehmenden. Sie sind einsteiger:innengeeignet und können auf dem Weg des eigenen Sanierungsprojekts Orientierung bieten.
Die Anmeldung zu allen Gruppenberatungen ist über den Veranstaltungskalender des Energiepunkts möglich. Die Workshopräume sind klimatisiert.
Nächste Termine:
Gruppenberatung "Fenster und Lüftung" am Mittwoch, 15. Juli, 18-21 Uhr. Themen: Mythen rund um Fenster und Lüften, Energieeinsparung durch Sanierung, Fördermittel
Gruppenberatung "Sonne nutzen - Unabhängigkeit steigern" am Mittwoch, 30. Juli, 17-20 Uhr. Theorieteil zu zentralen Komponenten einer Photovoltaikanlage inkl. Speicher und Fördermöglichkeiten, anschließende praxisnahe Betrachtung der eigenen Dachfläche mit dem Online-Tool "Solarkataster Hessen"
Gruppenberatung "Do-it-yourself - Energiesparmaßnahmen in Eigenleistung" am Mittwoch, 12. August, 18-21 Uhr: Themen: Modernisierungssprojekte für den kleinen Geldbeutel und in Eigenleistung, z.B.: Dämmung der Heizungsrohre oder der Kellerdecke, Mini-Photovoltaikanlage, Wassersparen
Für Fragen steht das Beratungsteam des Klimareferats unter klimaschutzberatung@stadt-frankfurt.de zur Verfügung.
Vorschau: Einladung zum Balkonkraftwerk-Aktionstag am 6. August 2026 ab 14:00 in der Villa Gründergeist. Am Donnerstag, den 6. August 2026, von 14:00–19:00 Uhr laden das Klimareferat der Stadt Frankfurt und Main Solar Balkon euch herzlich in die Villa Gründergeist (Gärtnerweg 62, 60322 Frankfurt) ein!
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Buch-Tipp: Klimaangst und Wandelmut
Klimaangst kennen viele – aber wie geht man damit um? Lena Hällmayer stellt sich dieser Frage auf eine ganz besondere Art: nicht mit Fakten und Statistiken, sondern mit Stift und Zeichenblock.
Drei Jahre lang hat die Illustratorin und Kunstpädagogin ihren inneren Prozess zeichnerisch dokumentiert – die Ratlosigkeit, die Wut, den Verlust der Hoffnung und das beharrliche Weitersuchen. Entstanden ist eine sehr persönliche grafische Erzählung: mit Comic-Episoden, illustrierten Tagebuchseiten und ehrlichen Gedanken über das Leben in Zeiten der Klimakrise.
Das Buch fragt: Was kann ich als einzelne Person tun? Bringt mein Handeln überhaupt etwas? Wie vermittle ich Kindern Hoffnung, wenn die eigene Zuversicht zerbröselt? Hällmayer gibt keine einfachen Antworten – aber sie zeigt, wie sie selbst Schritt für Schritt einen eigenen positiven Aktionsraum findet: durch weniger Konsum, mehr Gemeinschaft und die Kraft der kleinen Veränderungen im Alltag.
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Ein ehrliches, mutiges und wunderschön gezeichnetes Buch – für alle, die ihre Klimagefühle nicht verdrängen, sondern verstehen wollen.
ISBN: 978-3-948904-60-9 Jaja Verlag, 176 Seiten, Hardcover, in Farbe
Text: Lana Bogdanovskaia Bild: © Jaja Verlag / Lena Hällmayer
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► Die Sitzungen des KV Frankfurt finden jeden 2. Montag im Monat um 19 Uhr statt. Die nächste Sitzung ist am 13.07.26 im Saalbau Südbahnhof.
► Die Sitzungen des OV Südwest finden jeden 2. Donnerstag im Monat um 18 Uhr statt. Die nächste Sitzung ist am 09.07.26 in Schwanheim im Katholischen Pfarrheim St. Mauritius, Mauritiusstr. 14.
► Die Sitzungen des OV West finden jeden 3. Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr (außer Schulferien) statt. Das nächste Treffen ist am 16.07.26 im Katholischen Gemeindezentrum in der Schleifergasse 2-4, Frankfurt-Höchst.
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Giftige Schönheit: Die Ausstellung „GIFT – Tödliche Gaben" im Museum Wiesbaden
Wer schon immer wissen wollte, warum der Fingerhut zugleich tödlich und lebensrettend sein kann, ist im Museum Wiesbaden derzeit genau richtig. Die Sonderausstellung „GIFT – Tödliche Gaben" widmet sich noch bis April 2027 einem Thema, das Natur, Kultur und Wissenschaft auf faszinierende Weise verbindet.
Das Museum Wiesbaden trägt nicht ohne Grund den Titel „Hessisches Landesmuseum für Kunst & Natur" – unter einem Dach finden sich hier sowohl eine bedeutende Kunstsammlung als auch naturhistorische Schätze. Diese Kombination macht das Haus zu einem besonderen Ort, an dem ökologische und gesellschaftliche Fragen oft aus überraschenden Blickwinkeln betrachtet werden.
Genau das gelingt auch bei „GIFT". Die Schau führt durch die Welt giftiger Tiere, Pflanzen und Pilze und zeigt, wie unterschiedlich Gift in der Natur eingesetzt wird: zur Verteidigung wie bei den bunten Pfeilgiftfröschen, zum Beutefang wie bei Kobra und Komodowaran, oder sogar zur gegenseitigen Anpassung im evolutionären Wettlauf zwischen Kobra und Manguste. Auch der Mensch kommt nicht zu kurz – von mittelalterlichen „Apotheken" über das hochgiftige Pigment Schweinfurter Grün bis zu modernen Umweltgiften wie Neonikotinoiden und PFAS spannt die Ausstellung einen weiten Bogen.
Besonders schön: Für Familien gibt es zahlreiche Mitmachstationen, Rätsel und ein Quiz, sodass auch jüngere Besucher:innen mit Spaß durch die Ausstellung geführt werden. Ein Besuch lohnt sich – nicht zuletzt, weil er den Blick dafür schärft, wie eng Gift, Heilung und Umweltschutz zusammenhängen.
Museum Wiesbaden, Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden Ausstellung „GIFT – Tödliche Gaben", 20.03.2026–04.04.2027 Weitere Infos
Text und Bild: © Lana Bogdanovskaia
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Besuch eines Eichhörnchenbabys im Waldzoo Offenbach
15 Kinder und ein Eichhörnchenbaby (Foto Mitte: hier 2 Wochen alt). Die Kinder durften bei der Fütterung zuschauen und allerhand spannende Dinge im Gespräch mit der Wildtierpflegerin Melissa Reichl vom Offenbacher Waldzoo erfahren. Sie hat allein im letzten Jahr 150 Eichhörnchenbabys gepflegt. Spannend für die Kinder war, dass Eichhörnchen bei Geburt nur so groß wie ein Gummibärchen sind, dass man bei den frisch geborenen nackten und blinden Eichhörnchen durch die dünne Haut sehen kann, wie die Milch beim Trinken in den Bauch läuft und dass sie alle 3 Stunden gefüttert werden müssen. Die ehrenamtlichen Wildtierpfleger*innen sind also rund um die Uhr im Einsatz, bis die Eichhörnchen nach circa 4 Monaten wieder in der Natur ausgewildert werden.
Außerdem haben die Kinder heute viel erfahren: wie weit Eichhörnchen springen, was und wie sie fressen und was sie im Jahresverlauf machen. Wir hatten viel Spaß beim Nüsse verstecken und Wiederfinden, am Baumtelefon zu lauschen, ob Fressfeind Marder oder nur der Specht klopft, und beim Klettern auf dem Baumstamm wie die Eichhörnchen.
Neben Walnüssen fressen Eichhörnchen auch andere Nüsse und Früchte von Buche, Eiche, Kiefer, Ahorn und Fichte, aber auch Kastanien, Knospen und gelegentlich Vogeleier. Marder, Wiesel und auch Greifvögel gehören zu den natürlichen Feinden des Eichhörnchens. Eichhörnchen können sich mit allen vier Pfoten dank ihrer besonderen Fußgelenkstellung festkrallen, sodass sie Bäume oder Hauswände sogar kopfüber hinunterlaufen können.
Der Offenbacher Waldzoo pflegt neben Eichhörnchen, u.a. auch Igel und Wildkaninchen. Gefundene Wildtiere sollte man am besten in ein Handtuch wickeln, in einen Karton mit einer auf Körpertemperatur erwärmten Wärmflasche legen und anschließend abgeben. Füttern sollte man die Wildtiere nicht.
Vielen Dank an den Waldzoo Offenbach und die Tierpflegerin Melissa Reichl, die diese wichtige Arbeit ehrenamtlich macht.
Text und Bild: © Kerstin Hedrich, Katharina Junke
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FahrRad! im GrünGürtel – BUND Frankfurt am Heiligenstock
Am 21. Juni 2026 war es wieder so weit: Der GrünGürtel-FahrRad!-Aktionstag feierte sein 20-jähriges Jubiläum – und BUND Frankfurt war mit einem Stand am Heiligenstock dabei.
Bei sommerlichen Temperaturen strömten Radfahrerinnen und Radfahrer aus der ganzen Stadt durch den GrünGürtel. Über 100 Menschen hielten an unserem Stand an, um sich über Wildbienen, Insektenschutz und naturnahe Gärten zu informieren. Wer wollte, konnte seinen Stempel auf der Streckenkarte abstempeln lassen und Materialien mitnehmen – von Flyern über Buttons bis hin zum großen Bienen-Rätsel.
Die Hitze war spürbar, aber die Begeisterung der Radelnden noch mehr. Viele nutzten die Gelegenheit für ein Gespräch, stellten Fragen und zeigten echtes Interesse an der Arbeit des BUND. Es war ein lebendiger, fröhlicher Tag – genau das Richtige für ein Jubiläum.
Ein herzliches Dankeschön an alle Besucherinnen und Besucher und an unser engagiertes Team!
Text und Bild: © Lana Bogdanovskaia
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Nachhaltig reisen im Sommer. Vier Tipps für umweltfreundliche Urlaubsplanung
Die Sommerferien stehen vor der Tür – und damit die schönste Reisezeit des Jahres. Mit ein paar bewussten Entscheidungen können wir dabei die Umwelt schonen und trotzdem (oder gerade deshalb!) wunderbare Erlebnisse sammeln.
Hier sind vier praktische Tipps für klimafreundliche Sommerreisen:
Mit Bahn und Bus statt Auto ans Ziel Deutschland, Österreich und die Schweiz bieten hervorragende Bahnverbindungen in die schönsten Naturregionen. Das Projekt „Fahrtziel Natur" zeigt: 24 Nationalparks und Naturschutzgebiete sind bequem ohne Auto erreichbar. Vor Ort nutzen regionale Gästekarten oft kostenlosen Nahverkehr – wie dies heute in fast allen Gebieten Standard ist.
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Unterkunft bewusst wählen Bio-Hotels, Campingplätze mit Umweltzertifikat oder Unterkünfte mit nachhaltigem Konzept gibt es inzwischen überall. Achten Sie auf Labels wie das EU-Ecolabel, Bio-Hotels-Zertifikat oder „Viabono". Oft sind es gerade die kleinen, inhabergeführten Pensionen, die regional einkaufen und erneuerbare Energien nutzen.
Packen Sie leicht – und clever Weniger Gepäck bedeutet weniger Gewicht und damit weniger CO₂-Ausstoß beim Transport. Mehrweg statt Einweg: Trinkflasche, feste Seife, wiederverwendbare Einkaufstasche. Sonnencreme ohne Mikroplastik schützt nicht nur die Haut, sondern auch Seen und Meere.
Regional genießen und entdecken Müssen es immer die Alpen oder die Nordsee sein? Entdecken Sie die Schönheit vor der Haustür: Der Taunus, die Rhön oder der Spessart bieten fantastische Wanderwege, klare Bäche und unberührte Natur – oft nur eine Stunde von Frankfurt entfernt. Regional reisen spart nicht nur CO₂, sondern oft auch Urlaubsstress.
Mit diesen kleinen Veränderungen wird der Sommerurlaub zum klimafreundlichen Erlebnis. Gute Reise!
Text: Lana Bogdanovskia Bild: © cmphotos, Unsplash
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