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Newsletter Januar – Februar 2025
BUND Kreisverband Frankfurt am Main
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Liebe BUND-Freundinnen und -Freunde, liebe Mitglieder,
auch von uns ein herzliches Willkommen im Jahr 2025! Wir freuen uns darauf, im neuen Jahr wieder umfassend und aktivierend zu informieren, damit Natur- und Klimaschutz in Frankfurt weiter gelebt werden. Es wird politisch. Vor der Bundestagswahl stehen 3 Demonstrationen an, bei denen sich der BUND Frankfurt beteiligt, unter Termine finden Sie die jeweiligen Details. Wir verweisen unter Aktuelles darauf, dass der Bau einer Multifunktionshalle neben dem Waldstadion die Grüngürtelverfassung verletzen und die Trinkwasserversorgung der Stadt Frankfurt bedrohen würde. Dann wenden wir uns kulturellen Themen zu. Die neue Ausstellung "Das Anwesende des Abwesenden" des Frankfurter Kunstvereins zeigt Spuren des Menschseins in der Natur. Der Autor unserer Buchempfehlung, "Arten des Lebendigseins. Annäherung an das verwobene Leben", liest dagegen Spuren der Wölfe und wirbt dafür, Tiere und Pflanzen nicht als vom Menschen getrennte Lebewesen zu betrachten. Dass alles miteinander verbunden ist, zeigt auch das Brettspiel e-Mission. Die Klimaerwärmung kann hier nur gestoppt werden, wenn alles zusammen gedacht wird und regionale und globale Projekte clever kombiniert werden. Global ist inzwischen auch der Trend, einen Veganuary zu praktizieren, das heißt sich einen ganzen Monat vegan zu ernähren. Weitere Tipps erhalten Sie wie immer unter Service.
Mit herzlichen Naturschutzgrüßen Ihr Team vom BUND Kreisverband Frankfurt Foto: © Brandon Hawkins, Pexels
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Die neue Frankfurter Multifunktionshalle: eine Gefahr für das Wasserschutzgebiet und den Grüngürtel?
Seit 20 Jahren befasst sich die Stadt Frankfurt mit der Absicht, eine neue Multifunktionshalle für den Ballsport zu bauen. Die Notwendigkeit dafür ist plausibel, denn die Ballsporthalle in Höchst reicht für die Anforderungen des Ballsports nicht mehr aus. Die neue Halle sollte zunächst am Flughafen entstehen, dann am Kaiserlei-Kreisel, jetzt neben dem Waldstadion – und damit im Grüngürtel und gleichzeitig im Wasserschutzgebiet der Wasserwerke Goldstein und Oberschweinsteige, ca. 400 Meter von der nächsten Trinkwasserpumpe entfernt. Der Grüngürtel ist durch eine eigene Verfassung geschützt, das Wasserschutzgebiet durch eine Wasserschutzgebietsverordnung. Beide Regelungswerke erlauben so einen Bau nicht.
Der BUND Frankfurt hat bereits in einer Pressemitteilung vom 21.09.2022 darauf hingewiesen, dass der Bau der Multifunktionsarena die Trinkwasserversorgung aus den oben genannten Wasserwerken bedrohen würde. Unsere Pressemitteilung vom 07.01.2025 verweist erneut auf diese Gefahren. Was lesen wir jedoch in der Presse dazu? Die Halle sei ein „Herzensprojekt“ unseres Oberbürgermeisters (Frankfurter Neue Presse, 28.11.24) sowie „OB Mike Josef sieht keine Gefahr für das Grundwasser.“ (Frankfurter Rundschau, 12.01.25).
Die geplante Multifunktionsarena läge in der Schutzzone III A des Schutzgebiets der Wasserwerke Goldstein und Oberforsthaus. Gemäß Schutzgebietsverordnung sind hier Bohrungen, Erdaufschlüsse und sonstige Bodeneingriffe mit wesentlicher Minderung der Grundwasserüberdeckung verboten. Auf derartige konkrete Argumente geht Mike Josef nicht ein.
Auch zu der beabsichtigten Verletzung der Grüngürtelverfassung schweigt der OB. Dabei hat sich Alexander Kehl, der neue Leiter des Umweltamtes, in der Frankfurter Rundschau gerade vom 12.12.24 so ausgelassen: „Der Grüngürtel ist sicher, das ist Beschluss der Stadtverordneten.“ So lässt Josef Amtsleiter und Stadtverordnete im Regen stehen.
Wir haben Verständnis dafür, dass Mike Josef als Sportdezernent mit der neuen Multifunktionshalle endlich zum Ziel kommen möchte. Aber die Durchsetzung der Lage am Waldstadion unter Nichtbeachtung des Wasserschutzes und der Grüngürtelverfassung ist für die Bürgerschaft dieser Stadt nicht zumutbar. Weiterhin gibt es immer noch keinen Termin für die seit über 20 Jahren anstehende Wiederaufforstung des Behelfsparkplatzes auf der Isenburger Schneise nahe dem Waldstadion.
Natur- und Waldschutz scheint für unseren OB kein „Herzensprojekt“ zu sein.
Link zur BUND-Pressemitteilung vom 07.01.25
Link zur BUND-Pressemitteilung vom 21.09.22
Text: WR Hansen Foto: © David Yu, Pexels
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Im Februar wird für die Zukunft demonstriert!
Mit der Neuwahl des Bundestages vor der Tür herrscht Unsicherheit. Wir wissen nicht, was uns in der Zukunft erwartet. In solchen Zeiten ist es extrem wichtig, dass wir uns auf gemeinsame Ziele verständigen, uns austauschen und ein starkes Zeichen setzen: Wir stehen für den Schutz von Klima und Natur und für die Demokratie! Deswegen kooperieren wir im Februar mit vielen Organisationen und treten bei vielen Demos zusammen auf.
Am 08.02.2025 sind wir bei der Demo der Bürgerinitiative 'Es ist zu laut' gegen den A5-Ausbau dabei. Weiterhin sind wir auf dem bundesweiten Klimastreik von Fridays for Future am 14.02.2025 am Start sowie bei der 'Es ist 5 vor 12 - Wähl Liebe'-Demo von Christopher Street Day e.V. am 15.02.2025.
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Vermutlich massive Verzögerung der Naturgarteninitiative im Riederwald
Nach der Auftaktveranstaltung in den Räumen des Volks- Bau- und Sparvereins (VBS) im Riederwald Ende Juni und der Begehung der Siedlung Ende August hätte es jetzt im Herbst losgehen können mit ersten gärtnerischen Arbeiten: Vier Projekte zur naturnahen Gestaltung der Gemeinschaftsflächen des VBS Riederwald stehen in den Startlöchern. Doch es kommt anders: Die Verwaltung des VBS bringt eine Formalie ins Spiel, die Verzögerung verheißt: Nach Information der Riederwälder Mietervertreter soll die Genehmigung seitens der Verwaltung, per se durchaus sinnvoll und begrüßenswert, erst im Rahmen einer allgemeinen, jährlich im Frühjahr stattfindenden Budgetbesprechung erfolgen. Dies wäre zu spät für bereits in der Herbst-/ Wintersaison durchzuführende (Vor-)Arbeiten. Eine stichhaltige Begründung, warum die Prüfung/ Genehmigung nicht zeitnah erfolgen kann, ist auch den Riederwälder Mietervertretern nicht bekannt und scheint auch schwer vorstellbar angesichts der Tatsache, dass die Arbeiten keine Leistungen der Genossenschaft selbst erfordern, also nicht zusammen mit weiteren Initiativen priorisiert werden müssen. Bei unserer Naturgarteninitiative wäre dies nicht die erste Verzögerung seitens der Verwaltung des VBS. Wir vom BUND haben den Eindruck gewonnen, dass dort die Eigeninitiative der Mieter als störend erachtet wird und dass die Sache ausgesessen werden soll. Der VBS scheint Maß und Mitte verloren zu haben bei der grundsätzlich notwendigen Rahmengebung für die Eigeninitiative der Bewohner. Konkret bedeutet der Stand der Dinge, dass die Naturgarteninitiative in der Luft hängt. Weiterer Verlauf ungewiss. Text: Matthias Horn, Ortsverband Ost Foto: © Rachel Claire, Pexels
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Ausstellung: Das Anwesende des Abwesenden. Materie und Spuren – Abdrücke des Lebens in der Zeit
Wenn sich Formen des Lebens in Materie einschreiben: die aktuelle Ausstellung im Frankfurter Kunstverein, kuratiert von Prof. Franziska Nori, mit wissenschaftlicher Unterstützung von Anita Lavorano und Laura Perrone, zeigt Repräsentationen von Veränderungen und Vergänglichkeit. Der kulturelle Umgang der Menschen mit Fragen zu Natur und Existenz findet in zahlreichen Exponaten Ausdruck. Die Ausstellung ist entstanden als Kooperation mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und dem Institut für Theoretische Physik, Goethe-Universität Frankfurt. Wissenschaft und Kunst fragen gemeinsam nach Naturereignissen, prähistorischen Fußabdrücken der Menschen in Zeit und Raum sowie Spuren des Lebens. Im gezeigten Exponat erleben ausgesuchte Teilnehmende und Zuschauende in einer Live Performance die Möglichkeiten der Anpassungsfähigkeit der existentiellen Atmung an die umgebende Welt. Noch bis 02.03.2025 zu besuchen.
Zur Ausstellung
Lawrence Malstaf, Shrink 01995, 1995, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2024, Text und Foto: © Simone Kiefer
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Buchempfehlung: Baptiste Morizot: Arten des Lebendigseins. Annäherung an das verwobene Leben.
Wenn er nicht gerade mit Wölfen lebt – und ihre Spuren im Dickicht der Wälder um Lyon liest – lehrt Baptiste Morizot, 1983, Philosophie in Aix-en-Provence. In seinem neuen Buch verbindet er Erzählungen, Nature Writing und verschiedene Reflexionen über "Arten des Lebendigseins". Der Autor beschreibt unsere aktuelle ökologische Krise als eine "Krise der Sensibilität". Massensterben und Klimawandel lassen sich nicht bekämpfen, wenn Menschen sich weiterhin auf der einen und Natur und alle anderen Lebewesen (10 Millionen Arten) auf der anderen Seite ansehen, denn alle Lebewesen auf der Erde stehen in Beziehungen zueinander, die "reich an Kommunikation und Bedeutungen" (Morizot 17) sind. Diese "Politik der Interdependenzen" (30) findet zum Beispiel Ausdruck in einem Wahrnehmen von Tieren oder Pflanzen als Mitbewohnende der Erde. Der Grad der Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme gegenüber den anderen Lebensformen, die mit uns die Erde bevölkern, spiegelt sich gerade in politischen Zeiten wider in der Art, wie wir auch miteinander umgehen.
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© Matthes & Seitz Verlag Berlin
Am Beispiel der Wölfe und ihrer hochentwickelten sozialen Intelligenz können wir lernen, wie wichtig gegenseitige Unterstützung innerhalb einer Gemeinschaft oder eben einer Gesellschaft ist. Indem wir die Welt aus der Perspektive der Wölfe betrachten, überdenken wir unsere Einstellungen und nehmen eine sensiblere Haltung an gegenüber der lebendigen Welt als Ganzes – und uns als Teil von ihr.
ISBN: 978-3-7518-2032-5 Übersetzung: Richard Steurer-Boulard 332 Seiten Erschienen: April 2024 Originaltitel: Manières d'être vivant (Französisch)
Text: Simone Kiefer Foto: Wolf © Gabriele Brancati, Pexels
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e-Mission: Ein Brettspiel zum Welt-Retten
Wer komplexe und kooperative Brettspiele mag, dem könnte dieses Spiel gefallen. Bei e-Mission schlüpfen die einzelnen Spieler in die Rolle von Großnationen und versuchen gemeinsam, die Erderwärmung zu stoppen. Schmutzige Energie muss so schnell wie möglich in saubere Energie gewandelt, Emissionen müssen gesenkt werden. Die Spieler entscheiden sich für nationale und globale Projekte, die immer wieder auf den Prüfstand gestellt, ergänzt oder durch neue Projekte ersetzt werden. Dabei gibt es Fortschritte, doch es treten immer wieder (un-)vorhersehbare Krisen auf, die gemeinsam bewältigt werden müssen. Die Herausforderungen der heutigen Welt werden erstaunlich realistisch abgebildet, alle Ideen, Projekte und Technologien in dem Spiel basieren auf realen Forschungen und Projekten.
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Das Spiel ist nicht einfach zu gewinnen, denn die Auswirkungen des Klimawandels sind vielfältig und folgen auf dem Fuße. Doch mit Zusammenarbeit, Geduld und Ausdauer kann die weitere Erderwärmung noch aufgehalten werden - genau wie in der Realität. Das Spiel wurde als Kennerspiel des Jahres 2024 ausgezeichnet und wird CO2-neutral und ganz ohne Kunststoffe in Deutschland produziert.
Text und Foto: © Carolin Greven
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► Die Sitzungen des OV SÜDWEST finden jeden 2. Donnerstag im Monat um 18 Uhr statt. Die nächste Sitzung ist am 13.02.25 in Schwanheim im Katholischen Pfarrheim St. Mauritius, Mauritiusstr. 14.
► Die Sitzungen der Ortsgruppe NORD finden unregelmäßig statt und werden auf unserer Terminseite bekanntgegeben.
► Die Sitzungen der BUND Jugend Frankfurt finden jeden 1. und 3. Montag des Monats um 17:30 Uhr statt. Die nächste Sitzung ist am 04.02.25 im Repair Café, Altes Schützenhüttengäßchen 4, 60599 Frankfurt-Sachsenhausen.
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► Die Sitzungen des OV Ost finden jeden 3. Montag im Monat statt. Die nächste Sitzung ist am 17.02.2025 um 19:30 Uhr im Saalbau Bornheim.
► Die Sitzungen des OV West finden jeden 3. Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr (außer Schulferien) statt. Das nächste Treffen ist am 20.02.2025 im Katholischen Gemeindezentrum in der Schleifergasse 2-4, Frankfurt-Höchst.
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Veganuary in Frankfurt – gilt natürlich auch als Inspiration für das ganze Jahr
Was mit einer kleinen Initiative in 2014 in England begann, wird heute in über 200 Ländern praktiziert: Menschen können im neuen Jahr etwas für ihre Gesundheit, unseren Planeten und den Schutz der Tiere tun. Neue Rezepte für zu Hause oder in Frankfurter Restaurants bieten Möglichkeiten, CO2 zu reduzieren, den Verbrauch von Wasser zu reduzieren, Entwaldung zu mindern und gleichzeitig eigene Energiereserven freizuschalten. Ideen für pflanzliche Ernährung gibt es zum Beispiel hier:
Weil jede Mahlzeit zählt
Wer gerne vegan essen gehen möchte, dem seien hier in Frankfurt zwei Lieblingsrestaurants der Redaktion empfohlen:
Dominion Food Revolution, Grüneburgweg 41-43, Frankfurt
Hohenheim & Söhne, Rothschildallee 20, Frankfurt
Text: Simone Kiefer Foto: © Ella Olsson, Pexels
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Baumpatenschaften in Frankfurt
Die Stadt Frankfurt bietet Patenschaften für Bäume, Baumbeete oder Blumenkübel in Ihrer Nachbarschaft an. Sie können sich hierzu an das Grünflächenamt wenden und sich einen Baum oder ein Beet in Ihrer Nähe aussuchen. Ein Baum will gerne gewässert werden, ein Beet gestaltet und bepflanzt. Einen Link und Tipps hierzu gibt es auf:
Pflanzenpatenschaften
Text: Simone Kiefer Foto: © Anastasia Shuraeva, Pexels
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Fasching - geht das auch nachhaltiger?
Natürlich geht das! Zum Beispiel könnt ihr statt neue Kostüme zu kaufen, kreativ werden und selbst ein Kostüm basteln oder nähen. Das ist nicht nur nachhaltiger und sparsamer, sondern macht auch viel Spaß, besonders wenn ihr euch mit der Familie oder mit euren Freunden abstimmt und gemeinsam ein Gruppenkostüm macht. Also, werdet kreativ und viel Spaß in der 5. Jahreszeit. Helau!
Text: Kai Zimmet Foto: © Mikhail Nilov, Pexels
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