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Newsletter Dezember 2025 – Januar 2026
BUND Kreisverband Frankfurt am Main
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Liebe BUND-Freundinnen und -Freunde, liebe Mitglieder,
der Dezember bringt eine ruhigere Phase mit sich, in der wir auf Vergangenes zurückblicken und neue Impulse für das kommende Jahr sammeln. In dieser Ausgabe nehmen wir Sie mit zu feinen Themen aus der Region, die uns besonders gefallen haben und die wir daher teilen möchten: zum Beispiel die beeindruckende Arbeit der Mauerseglerklinik, neue Umweltbildungsangebote und kleine Waldinseln, die an der Goethe-Universität gepflanzt werden.
Gleichzeitig möchten wir Ihnen zeigen, wie vielfältig das Engagement in unseren Ortsgruppen bleibt – ob bei Workshops, regelmäßigen Treffen oder Aktionen im Stadtraum. Wir freuen uns über jede Form der Unterstützung und laden Sie ein, auch in den Wintermonaten verbunden zu bleiben, miteinander ins Gespräch zu kommen und Ideen für ein naturfreundliches Frankfurt weiterzutragen.
Die Geschäftsstelle geht ab 22. Dezember 2025 bis 11. Januar 2026 in die Winterpause. Wir wünschen allen eine besinnliche Zeit und einen guten Start in das neue Jahr!
Mit herzlichen Naturschutzgrüßen Ihr Team vom BUND Kreisverband Frankfurt
Bild: © Simone Kiefer
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Die Deutsche Gesellschaft für Mauersegler e.V. stellt sich vor
Wenn der erste Schnee kommt, sind die meisten Frankfurter Mauersegler als Zugvögel in ihrem Winterquartier südlich der Sahara und kommen erst im Frühling wieder zu uns zum Brüten zurück. Fast 150 Vögel überwintern aber gerade in der Mauerseglerklinik, da ihre Gefiedersanierung noch nicht abgeschlossen ist.
Die meisten Patient:innen werden im Juli und August versorgt, wenn brütende Hitze in Nestern und Nistkästen die Jungen zu früh aus dem Nest springen lässt. Etwa 1.000 Mauersegler hat die Klinik unter dem beherzten Einsatz und der sorgfältigen Anleitung von Tierärztin Dr. Christiane Haupt in 2025 behandelt, aufgezogen, gefüttert, notoperiert und ihre Schwingen rekonstruiert, bevor sie wieder in die Freiheit entlassen werden konnten.
Mauersegler verbringen ihr ganzes Leben im Flug, schlafen sogar fliegend und leisten einen Beitrag zur Regulierung von Insektenpopulationen, da sie in der Brutzeit mehrere zehntausend Fluginsekten pro Tag fangen und verfüttern.
Sie brüten in Nischen und Spalten alter Gebäude und in speziell eingerichteten Nistkästen an Frankfurts Häusern. Um diese zu installieren, sorgt ein Netzwerk von Unterstützenden dafür, an Baustellen zu kooperieren und den urbanen Raum als Habitat zwischen Mensch und Mauersegler zu teilen. Die Spezialisten der Flugakrobatik sind sehr konservativ und dadurch verletzlich, wenn sie angestammte Nistplätze verlieren. Die Situation hat sich in den letzten Jahren zunehmend verschärft durch starke Hitzeperioden in der Brutzeit und die Sanierung von Gebäuden ohne gezielten Erhalt von Nistmöglichkeiten.
Was wir tun können, ist den Erhalt von Brutplätzen und die Anbringung hitzereduzierter Nistkästen zu fördern sowie mehr Insektenleben zu ermöglichen durch naturnahe Gärten, weniger Pestizide und begrünte Flächen.
Christiane Haupt erhielt übrigens am 28.11.2025 in Berlin den Deutschen Tierschutzpreis für ihr Lebenswerk.
Die Mauersegler in der Klinik der DGfM freuen sich über Spenden für Futter und Pflege: https://paypal.me/mauerseglerklinik oder Vereinsregister: 11852, Spendenkonto: DE30500502010200163175, HELADEF1822
PDF des Berichts 2024 mit Bildern
Deutsche Gesellschaft für Mauersegler E.V.
BUND Frankfurt Website
Text: Simone Kiefer, Heidi Wieduwilt Bild: © Eva Brendel
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Film-Tipp: Silent Friend von Ildikó Enyedi
Im Botanischen Garten der Universitätsstadt Marburg steht ein prächtiger, alter Ginkgobaum. Schon sehr lange. Tief verwurzelt. Er ist Lebewesen und Habitat zugleich, bekräftigt von intensiven Vogelstimmen, die vom Soundtrack begleitet werden. Der Ginkgo kann von vielen Seiten betrachtet werden – und betrachtet seinerseits seine Umgebung.
Eingebettet in einen Vier-Jahreszeiten-Filmplot sieht der Ginkgo drei Geschichten von Menschen und ihren Beziehungen zu Pflanzen über eine Zeitspanne von hundert Jahren. Er beobachtet eine junge Studentin im Jahr 1908, die als erste Frau zum Biologiestudium in Marburg zugelassen wird. Mit ihrer Arbeit und Ausbildung in einem Fotografiestudio schult sie ihren eigenen Blick auf Pflanzen, deren Strukturen und Muster sie erforscht. Die zweite Geschichte erzählt von einem Studenten im Jahr 1972, der mit der Pflege einer Geranie betraut wird und ihr dabei näher kommt. Seine Fürsorge wird von ihr beantwortet mit scheinbar emotionaler Antizipation. 2020 wiederum nimmt ein Neurowissenschaftler aus Hong Kong, der die kognitive Entwicklung von Kleinkindern erforscht, den Ginkgo in den Fokus seiner Erkenntnissuche.
Die gegenseitigen Wechselwirkungen von Menschen und Pflanzen werden übersetzt in eine Bildsprache der Ästhetik und der Komposition aus Raum und Tönen. Der Silent Friend hat eben doch viel zu erzählen von seinem langen Leben auf der Erde.
Mit: Tony Leung Chiu-wai, Luna Wedler, Sylvester Groth, Léa Seydoux. DE/HU/FR 2025, 147 min. Deutscher Kinostart: 22. Januar 2026.
Trailer
Text: Simone Kiefer Bild: © Luna Hu, Unsplash
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Neuer Bereich auf unserer Website: Glossar & Video-Reihe „Natur und Kunst“
Seit Juli 2025 erweitern wir unseren Bereich Umweltbildung beim BUND Frankfurt um ein neues Online-Glossar, das aus unserer Social-Media-Reihe „Begriff der Woche (BDW)“ hervorgegangen ist. Das Glossar sammelt zentrale Begriffe rund um Nachhaltigkeit und Umweltschutz und ergänzt sie durch praktizierte Beispiele aus Frankfurt und Hessen.
Zum neuen Bildungsbereich gehört außerdem unsere Video-Reihe „Natur und Kunst“, die auf den Social-Media-Kanälen von BUND Frankfurt verfügbar ist. Die Videos beleuchten die Geschichte der Natur aus der Perspektive von Kunstschaffenden. Veranschaulicht in Wechselwirkungen von Malerei, Plastik, hessischen Kulturdenkmälern und Frankfurter Stadträumen, werden neue Akzente des Sehens und des Denkens erweiterter Zusammenhänge gesetzt.
Mit Hilfe dieser beiden Bildungsinitiativen möchten wir Umweltwissen zugänglicher machen und zeigen, wie eng Natur, Kultur und Alltag miteinander verbunden sind. Im kommenden Jahr planen wir weitere Folgen der Video-Reihe, die sich mit Antike, Mittelalter und zeitgenössischer Kunst befassen werden.
Text: Lana Bogdanovskaia Bild: © Gaf Clickz, Unsplash
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Tiny Forests auf dem Gelände der Goethe-Universität Frankfurt
An drei Standorten der Goethe-Universität Frankfurt werden Tiny Forests angelegt! Am 22. November 2025 wurde am Campus Riedberg gepflanzt, weitere folgen dann an den Campi Ginnheim und Westend in 2026. Entsprechend der Miyawaki-Methode1 wird auf einer kleinen Fläche ein Miniaturwald gesetzt, der sich dann ganz frei selbst weiterentwickeln kann. Menschen können den Wald nicht betreten – laut Landschaftsarchitekt Robert Anton wird er als kleine Wildnis “zum natürlichen Refugium für Insekten und Vögel”.
Die Bepflanzung und das Wachstum werden wissenschaftlich begleitet, durch die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern wird die Botschaft, dass Miniaturwälder einen großen Beitrag für Natur- und Klimaschutz sowie Biodiversität in der Stadt leisten, als Umweltbildung in die Gesellschaft getragen. Die Aktion wird durch private Spenden ermöglicht. Als Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Universität wird in Forschungsprojekten die Voraussetzungen von Böden für Pflanzen untersucht. In diesem Sinne soll auch der stark versiegelte Theodor-W.-Adorno-Platz auf dem Campus Westend klimafreundlich umgestaltet und bepflanzt und damit lebenswerter für alle Lebewesen, einschließlich der Menschen, werden.
1 japanischer Vegetationskundler Akira Miyawaki
Text: Simone Kiefer Bild: © Jerome Kiefer
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04.12. Allgemeine Energieberatung im Energiepunkt 17:00-19:30 Uhr
08.12. Jahresabschlussfeier KV Frankfurt 19:00 Uhr
11.12. Photovoltaik-Workshop (Strom aus Sonne) 17:00-20:00 Uhr
Mehr Termine
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► Die Sitzungen des OV Südwest finden jeden 2. Donnerstag im Monat um 18 Uhr statt. Die nächste Sitzung ist am 11.12.25 in Schwanheim im Katholischen Pfarrheim St. Mauritius, Mauritiusstr. 14.
► Die Sitzungen der Ortsgruppe NORD finden unregelmäßig statt und werden auf unserer Terminseite bekanntgegeben. Nächster Termin: 20.01.26, 19:00 Uhr, Saalbau Titus-Forum, Raum Romolus, Walter-Möller-Platz 2, 60439 Frankfurt am Main.
► Die Treffen der BUNDjugend Frankfurt finden meistens jeden 1. und 3. Dienstag des Monats um 17:30 Uhr statt. Das nächste Mal trifft sich die BUNDjugend am 02.12.25 im Repair Café, Altes Schützenhüttengäßchen 4, 60599 Frankfurt-Sachsenhausen. Du bist herzlich eingeladen!
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► Die Sitzungen des OV Ost finden jeden 3. Montag im Monat statt. Die nächste Sitzung ist Montag, 15.12.2025 um 19:30 Uhr im Saalbau Bornheim.
► Die Sitzungen des OV West finden jeden 3. Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr (außer Schulferien) statt. Das nächste Treffen ist am 18.12.2025 im Katholischen Gemeindezentrum in der Schleifergasse 2-4, Frankfurt-Höchst.
► Das Repair Café Frankfurt-Sachsenhausen trifft sich fast jeden 1. Dienstag im Monat von 17:30 - 20 Uhr. Nächster Termin ist der 02.12.2025. Defekte Dinge können bis 19 Uhr angemeldet werden. Die Termine findet ihr übrigens immer hier. Kontakt zur BUNDjugend oder per E-Mail.
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Martin Häuslings 4. Waldtagung: Zwischen Klimastress und Nutzungskonflikten – Perspektiven einer zukunftsfähigen Waldwirtschaft
Bild: Markus Schönmüller, im Kellerwald aufgewachsener Waldexperte, erläutert das Hangmoor im Fichtenwald und wie notwendig es ist, das Wasser im Wald zu halten. Am zweiten Tag wurden wir von den lokalen Förstern in ein Waldmoor geführt und lernten, dass Wald und Wasser eng zusammengehören (siehe Foto).
Die Tagung fand am 7./8. November 2025 im Kurhaus von Bad Zwesten (Region Nationalpark Kellerwald-Edersee) statt. Über 150 sehr aufmerksame Gäste saßen im Auditorium. Der BUND Hessen war mit einem Informationstand zu Wildkatzen vertreten.
Die zahlreichen Waldzustandsberichte der letzten Jahre, die darauf verweisen, wie schlecht es um die Wälder hierzulande bestellt ist, waren Bezugspunkte der Vorträge und Diskussionen. Nutzer und Schützer sind zunehmend ratlos, welcher Weg der richtige ist, um diesen Lebensraum nachhaltig zu nutzen und zu schützen. Passend dazu beklagte Bürgermeister Achim Siebert in seiner Begrüßungsrede, dass selbst im Naturschutzgebiet Kellerwald zu viele Bäume absterben. Der Wald müsse zukunftsfähig gemacht werden. Bundesumweltminister Carsten Schneider sprach ein Grußwort und verwies auf die Aufstockung der Fördermittel für Klimaanpassung und Waldmanagement um 100 Milliarden Euro. Das war schon Mal ein guter Anfang. Am Geld sollte es also nicht scheitern.
Im weiteren Programm sprachen namhafte Waldexperten: Prof. Dr. Michael Müller von der Universität Dresden zeigte sich skeptisch über das überall praktizierte Nachpflanzen von Waldbäumen. Wer wisse schon genau, ob diese Bäume dem Klimawandel wirklich standhalten könnten. Notwendig sei, die Koevolution zu fördern, also die genetische Anpassung, um zu der erforderlichen Klimaresistenz der Bäume zu kommen. Die Waldschäden, die wir heute zu beklagen haben, sind seines Erachtens schon länger vorhersehbar gewesen. Auch müsse der Wildverbiss zurückgedrängt werden, der Schäden von ca. 1 Milliarde Euro in unserem Land verursache. Ursächlich dafür seien auch zu hohe Wildbestände.
Prof. Dr. Pierre Ibisch, Hochschule Eberswalde, lenkte den Blick auf die Biodiversität in den Wäldern. Oft denkt man nur an die Bäume und deren Gesundheit. Dabei gehören eine umfassende Flora und Fauna dazu. Besonders alte Bäume, auch Habitatbäume genannt, sowie im Wald verbleibendes Totholz sind wichtig, denn nur in solchen Bäumen können Spechte Höhlen bauen, die später auch von Fledermäusen und anderen Arten genutzt werden. Vielfach wurde darauf hingewiesen, dass unsere Wälder zu eng mit Wegenetzen und Rückegassen versehen sind, die die geschlossenen Kronendecken unterbrechen. Weniger Wege ist auch ein Ziel, um genügend ruhiggestellte Waldflächen zu ermöglichen, auch solche, die unter Prozessschutz gestellt werden.
Den Boden müsse man ernster nehmen, betonte Ibisch. Die übergewichtigen Harvester gehörten nicht mehr in den Wald, weil sie den Boden zu sehr verdichten. Das führt zur Zerstörung biodynamischer Prozesse im Boden und erhöht die Vulnerabilität des Waldes.
Weitere Referenten und Podiumsteilnehmende waren: Stefanie Schmidt (EU-Generaldirektion Umwelt), Dr. Martin Rohde (Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt), u.a. Der Nachmittag schloss mit dem Panel über „Nachhaltige Waldwirtschaft: Der Wald im Zielkonflikt zwischen Wirtschaftsraum und Ökosystem“. Auf dem Podium: Jörg-Andreas Krüger (Präsident des NABU), Prof. Dr. Andreas Bitter (Präsident AGDW – Die Waldeigentümer), Jana Ballenthien (Robin Wood), Anne-Sophie Knop (Försterin stellv. Vorsitzende Bund Deutscher Forstleute). Die Stimmung im Auditorium war manchmal bedrückt angesichts der Waldprobleme, aber auch entschlossen, sich weiter für die Klimafestigkeit des Waldes zu engagieren. Eine gute Grundlage für die 5. Waldtagung.
Dieser Artikel kann nur einen kleinen Teil der vielen Wissens- und Erfahrungsschätze wiedergeben, die auf der Tagung vermittelt wurden.
Weitere Informationen mit Fotos und Videos hier.
Text und Bild: © Wolf-Rüdiger Hansen
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Kindergruppe Nord – Wir helfen Fund- und Pflege-Igeln
Am 15.11.2025 sind 17 Kinder der Kindergruppe Nord in den Offenbacher Waldzoo gekommen. Denn hier werden derzeit 40 Igel versorgt, die verletzt oder die sich noch zu wenig Winterspeck angefressen haben, um allein über den Winter zu kommen. Viele Familien haben Futter mitgebracht oder Geld gespendet.
Die Tierpflegerin hat uns Interessantes über die Igelpflege im Waldzoo erzählt und einen kleinen Igel, der erst 6-8 Wochen alt ist, aus seiner Unterkunft im Waldzoo mitgebracht. Viele Kinder haben noch nie einen lebenden Igel gesehen und so war es für Kinder und Igelchen sehr aufregend. Dann ging es mit der Tierpflegerin einmal durch den Zoo. Wer sich traute, durfte den Ponys, Ziegen und Schafen aus der Hand Karotten und Äpfel füttern. Mit einem Quiz rum um das Igelleben haben die Kinder Neues dazugelernt. Selbst tätig werden, konnten die Kinder dann beim Zeitungsstreifen reißen und Pappkartons damit auffüllen. Diese kleineren und größeren Kisten dienen den Igeln als Versteck und werden spätestens nach 2-3 Tagen ausgetauscht. Es konnten 27 Kartons gefüllt werden. Zum Abschluss gab es noch eine Suchgeschichte über einen Igel, der in einer Sommernacht in seinem Quartier unterwegs ist.
Vielen Dank an den Offenbacher Waldzoo!
Text und Bild: © Kerstin Hedrich, Katharina Junke
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Soirée "Nachhaltig, demokratisch, zukunftsfest? Herausforderungen für die Gestaltung der Stadt Frankfurt von morgen"
Am 26.11.2025 fand im Haus am Dom eine Podiumsdiskussion zum Abschluss der wissenschaftlichen Tagung der ISOE “Transformation im Gegenwind – wie weiter?” statt. Im sehr gut besuchten Saal diskutierten Stadtrat Prof. Dr. Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen der Stadt Frankfurt, Andreas Hofer, Intendant und Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung 2027 (IBA'27 StadtRegion Stuttgart), Prof. Dr. Flurina Schneider, Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) sowie Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, Präsident der Polytechnischen Gesellschaft, moderiert von Judith Kösters (hr INFO). Es wurden lebhaft Ideen besprochen, wie Frankfurt im Zuge von Bau- und Planungsprojekten in ihrer Infrastruktur grüner (Bäume, Grüngürtel) und blauer (Wasserschutz, Schwammstadt) werden könne um dabei die Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Viele Beispiele auch aus anderen Städten der nachhaltigen Mitgestaltung und Mitsprache, also der Partizipation und des Gehörtwerdens von Stadtbewohnenden, wurde als positive Entwicklung von Transformationen und Umbauten von zum Beispiel ehemaligen Bürostädten zu lebenswerten Gemischtwohngebieten oder Parkhäusern zu Wohnhäusern hervorgehoben. Entsiegelungen, den Schutz von Kaltluftentstehungsgebieten am Stadtrand und Frischluftwegen in die Stadt als auch Begrünungen in der Fläche wurden auch vom Publikum angeregt und begrüßt, um Städte resilienter gegen Hitze zu gestalten und Überschwemmungen nach Niederschlägen zu vermeiden.
Wie Wolf-Rüdiger Hansen vom BUND Frankfurt als Zuhörer ergänzte, sind die Kaltluftflächen im Frankfurter Nordwesten von großer Wichtigkeit für die Hitzeresilienz der Stadt – besonders in tropischen Nächten. Das ist der besonderen Lage der Stadt Frankfurt am Fuße des Taunushangs geschuldet, was schon die Grüngürtel-Planer im Jahr 1991 dokumentiert haben. Die auf den dortigen Grünzügen entstehende Kaltluft bildet Schichten von 10 oder 20 Metern Höhe, die dann entlang der Gefällelinien in Richtung Stadtrand fließen und in die bestehenden Stadtviertel eindringen. Dort sorgen sie für angenehme Kühlung. Prof. Gwechenberger musste zugeben, dass diese Kaltluft dort durch Versiegelung verloren ginge, wo das Lachgrabenquartier gebaut werden soll. Seine Antwort darauf war für Hansen nicht zufriedenstellend.
Wenn jede/r in Zukunft bei Neubau- und Umbaumaßnahmen auch gleich ein Flachdach zum Dachgarten, PV-Anlagen, Wärmepumpen, Nistkästen oder anvisierte CO2-Neutralität mitdenkt und mit plant und mit Blick auf den Klimawandel den Erhalt der Kaltluftentstehungsflächen sicherstellt, dann kann gemeinsam viel erreicht werden.
Veranstalter: Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main
Text und Bild: © Simone Kiefer
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Umweltfreundlich schenken: kleine Ideen mit großer Wirkung
Die Feiertage rücken näher – und viele fragen sich, wie man bewusst und trotzdem herzlich schenken kann. Hier sind ein paar einfache Tipps, wie Geschenke nicht nur Freude bereiten, sondern auch die Umwelt schonen:
1. Erlebnisse statt Dinge Ein gemeinsamer Ausflug, ein Workshop oder ein Gutschein für eine kulturelle Veranstaltung verursacht kaum Ressourcenverbrauch – und schafft Erinnerungen, die länger halten als jedes Objekt.
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2. Nachhaltige Materialien wählen Wenn es doch ein Gegenstand sein soll: Achte auf langlebige, reparierbare Produkte aus Holz, Metall oder recycelten Materialien. Kleine Manufakturen und lokale Initiativen bieten oft besonders faire Alternativen.
3. Kreativ wiederverwenden Geschenke können auch aus Upcycling entstehen – zum Beispiel ein selbstgemachtes Notizbuch, Pflanzenableger oder ein repariertes Lieblingsstück. Persönlich und ressourcenschonend zugleich!
4. Verpackung ohne Müll Stofftücher, alte Karten, Gläser oder Körbe ersetzen Geschenkpapier und können später wiederverwendet werden. So wird sogar die Verpackung Teil des Geschenks.
Umweltfreundlich schenken heißt nicht weniger schenken – sondern bewusster. Jede kleine Entscheidung macht einen Unterschied.
Text: Lana Bogdanovskaia Bild: © Natalia Arkusha, Unsplash
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