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Newsletter November 2025
BUND Kreisverband Frankfurt am Main
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Liebe BUND-Freundinnen und -Freunde, liebe Mitglieder,
wenn der November kommt, setzen kleine Lichter und spannende Unterhaltungen und Unternehmungen große Akzente.
In diesem Newsletter finden Sie wieder aktuelle Veranstaltungshinweise, praktische Tipps für die kalte Jahreszeit und einen kleinen Rückblick auf unsere Aktivitäten im Oktober. Wir laden Sie ein, an spannenden Vorträgen und Führungen teilzunehmen, mehr über Natur- und Klimaschutz in Frankfurt zu erfahren und selbst aktiv zu werden – ob im Garten, bei einer Mitmachaktion oder einfach beim bewussten Genießen der letzten warmen Tage.
Wir wünschen viel Freude beim Lesen und hoffen, Sie bei der einen oder anderen Aktion bald persönlich zu sehen!
Mit herzlichen Naturschutzgrüßen Ihr Team vom BUND Kreisverband Frankfurt
Bild: © Simone Kiefer
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Das Eichenblatt im Kapitalozän – Natur als Währung in der Geschichte
Vortrag: Der deutsche Wald - oder: Wie kam das Eichenblatt auf die Cent-Münze? Mit Dr. Katrin Reichel, Forstwissenschaftlerin 12. November 2025, 17:30 - 19:00 Uhr, Arboretum Main-Taunus, Waldhaus, Am weißen Stein, 65824 Schwalbach am Taunus
Der deutsche Wald: Was ist das? Buchen, Eichen, Fichten, Kiefern auf 1/3 der Fläche Deutschlands – aber der Begriff ist schillernder und führt uns über Natur- und Wirtschaftskundliches hinaus: Arminius und der Wald, in dem er die römischen Legionen schlug, sind ein nationaler Mythos. Er wurde Kristallisationspunkt, als sich im 18. Jhdt. patriotische Gefühle regten. Für die Romantik war der Wald ein Sehnsuchtsort. Nationalsozialisten dann sahen im Wald ‚Baumkadetten‘ und ‚kampfesharte Wetterfichten‘. Als 1949 ein Wettbewerb für das Motiv des 50-Pfennigs ausgeschrieben wurde, das für den Wiederaufbau Deutschlands stehen sollte, gewann die Darstellung einer Frau, die eine junge Eiche pflanzt. Heute zieren Eichenblätter die Rückseite der 50-Cent-Münze. Tragen auch Sie zu den 1,5 Mrd Waldbesuchen im Jahr bei? Sie sind eingeladen, dem Topos "Deutscher Wald" nachzuspüren.
Teilnahmegebühr: 7 €, Kinder: 3 €
Anmeldung erforderlich unter Arboretum(at)forst.hessen.de
Text: Simone Kiefer Bild: © Masood Aslami, Unsplash
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Beratungstermine zur neuen Heizsaison
Das Klimareferat und der Energiepunkt Frankfurt bieten gemeinsam eine neue Energie-Beratungsaktion an. Nicht nur Ein- und Mehrfamilienhausbesitzer:innen, sondern auch Mieter:innen können sich in verschiedenen Gruppenberatungen und einer großen Veranstaltung über Energetische Sanierung, Wärmepumpen, Gebäudedämmung und Erneuerbare Energien informieren und neue Möglichkeiten kennenlernen.
Weitere Infos und Anmeldung: energiepunkt-frankfurt.de/veranstaltungen
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Infoveranstaltung: Wärmewende meistern
Wie kann die Wärmewende in den eigenen vier Wänden gelingen? Wann lohnt sich eine Wärmepumpe, und welche Alternativen gibt es? Beim Infoabend „Wärmewende meistern – zukunftsfähige Lösungen für Frankfurt“ erhalten Bürger:innen praxisnahe Antworten und Inspiration für klimafreundliches Heizen und Sanieren.
Veranstalter: Stadt Frankfurt am Main, Klimareferat
10. November 2025, 18:00 – 20:30 Uhr, Saalbau Bornheim, Arnsburger Straße 24, 60385 Frankfurt am Main
Weitere Information
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Kleine Sprachkunde und große Absurdität
Am 08.10.2025 entschied das EU-Parlament mit 355 gegen 247 Abgeordnete, dass pflanzliche Wurst, Schnitzel und Burger nicht mehr so heißen dürften, da diese Begriffe Fleischprodukten vorbehalten seien. Auffällig waren Zitate von Politikern in den Diskussionen davor wie "Für mich persönlich ist ein Schnitzel aus Pute, Kalb oder Schwein" (Bundeslandwirtschaftsminister und gelernter Metzgermeister Alois Rainer) oder auch Friedrich Merz, für den eine Wurst nicht vegan sei (als wäre Sprache eine Gewissensfrage von Einzelnen). Die Idee mit Sprache kulturelle Gesinnungen auszudrücken kann auch von der anderen Seite betrachtet werden. Das Wort Wurst stammt nämlich aus dem Althochdeutschen und man nimmt an, dass die indogermanische Wurzel wors- drehen, wickeln, winden bedeutet. Wurst ist also generell etwas Gewundenes oder Gedrehtes. Das Wort Schnitzel ist eine Verkleinerungsform von Schnitt mit dem Diminutiv-Suffix -el. Es stammt ebenso vom althochdeutschen snizzon = mit einem scharfen Werkzeug schneiden, abspalten, im mittelhochdeutschen dann snitzen = schneiden. Schnitzel meint also einfach etwas Abgeschnittenes, eine Scheibe. Beide Worte haben keinen zwingenden Zusammenhang zum Eindrehen oder Abschneiden von Materie tierischen Ursprungs – mit der Implikation von Tierleid. Sprache passt sich Kultur und Gesellschaft an, aber sie wird immer noch demokratisch gehandhabt und sollte nicht für Ideologien missbraucht werden.
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Entsprechend kritisiert Alexandra Zykunov in DER SPIEGEL diesen geheuchelten Pseudo-Verbraucherschutz (beantragt von der EVP-Fraktion im EU-Parlament) als lobbyistische Symbolpolitik bar jeder Logik, die die Gesellschaft erneut zu spalten versucht anhand von lachhaften Scheindebatten, die von den eigentlichen, dabei nicht angegangenen, Problemen der Länder ablenken sollen. In einem sehr lustigen und satirischen Spannungsbogen listet Zykunov weitere, die Verbraucher:innen böswillig verwirrende, “Tabu-Worte” auf, wie Hanswurst, Kokosmilch, Scheuermilch, Mutterkuchen, Bärchenwurst, Leberkäse, Fruchtfleisch und Katerfrühstück. Wir sind gespannt, wie die Diskussion weitergeht.
Text: Simone Kiefer Bild: © Valeriya Boltneva, Pexels
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Buchtipp: Das Ministerium der Zeit von Kaliane Bradley
Ein Marine-Kommandant der Franklin-Expedition aus dem Jahr 1847 landet durch Zeitreise mit vier weiteren Expats aus der Geschichte im London in naher Zukunft. Eine Mitarbeitende der britischen Regierung erzählt im Rückblick, wie sie dem viktorianischen Polarforscher Graham Gore die Gegenwart und 200 Jahre übersprungene Umwelt- und Menschheitsgeschichte erklärt. In sehr ironischen und lustigen Dialogen erörtern die beiden Werte und Sichtweisen, sprechen über planetare Krisen als auch veränderte Positionen des Menschseins in der Geschichte. Es ist ein frischer Genre-Mix aus Science Fiction, Historischem Roman, Comedy und Love-Story im Zeitalter des Anthropozäns, also in der Zeit des menschengemachten Klimawandels. Jedoch ist die Geschichte nicht als Dystopie erzählt sondern als unterhaltsame politische Satire. Ein sehr geistreiches und spaßiges Debüt von Kaliane Bradley, das anregt,
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die Zusammenhänge von geopolitischen Kriegen, Kolonialismus, Hitzewellen oder Rohstoff- und Wassermangel zu erkennen und ruhig mal von der absurden Seite zu betrachten. Rezension: Simone Kiefer
Erschienen am: 23.04.2025 Originaltitel: The Ministry of Time Aus dem Englischen von Sophie Zeitz 384 Seiten
ISBN: 978-3-328-60353-5 Verlag: Penguin
Cover und Seite: © Penguin Verlag
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BUND-Tipp: Igel im Herbst und Winter richtig unterstützen
Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, suchen Igel nach sicheren Plätzen für den Winterschlaf – doch nicht alle finden passende Bedingungen. Der BUND Hessen erklärt, wie wir helfen können – und wann besser nicht.
Garten Igel-freundlich gestalten Ein naturnaher, pestizidfreier Garten ist der beste Schutz: Sträucher, Laubhaufen und Kompost bieten Unterschlupf und Baumaterial für Nester. Offene Lichtschächte oder Teiche sollten mit Gittern oder Rampen gesichert werden. Kleine Durchlässe im Zaun (10 × 10 cm) helfen Igeln, zwischen Gärten zu wandern.
Todesfalle „Gelber Sack” Offene oder am Boden stehende Müllsäcke können Igeln zum Verhängnis werden – sie kriechen hinein, finden keinen Ausweg oder werden im schlimmsten Fall mit dem Abfall entsorgt. Wer die Säcke gut verschließt oder erst am Abholtag aufstellt, schützt die Tiere.
Wann Hilfe nötig ist – und wann nicht Nicht jeder Igel braucht Rettung. Unterstützung ist sinnvoll, wenn ein Tier z. B. Anfang November deutlich unter 400 g wiegt. Dann kann eine Zufütterung (Katzenfutter, ungewürztes Rührei) helfen. Bei kranken oder verletzten Tieren bitte immer Fachleute oder eine Igelstation kontaktieren.
Igel gesichtet? Jetzt melden! Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) bittet um Meldungen von Igel-Sichtungen, um den Bestand besser zu erfassen. Jede Beobachtung hilft dem Artenschutz.
Mehr Details zur richtigen Unterstützung von Igeln im Herbst und Winter finden Sie im vollständigen Artikel bei BUND Hessen: „Igel im Herbst und Winter richtig unterstützen“
Text: Andrea Mateja Bild: © Herwig Winter
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► Die Sitzungen des OV Südwest finden jeden 2. Donnerstag im Monat um 18 Uhr statt. Die nächste Sitzung ist am 13.11.25 in Schwanheim im Katholischen Pfarrheim St. Mauritius, Mauritiusstr. 14.
► Die Sitzungen der Ortsgruppe NORD finden unregelmäßig statt und werden auf unserer Terminseite bekanntgegeben. Nächster Termin: 18.11.25, 19:00 Uhr, Saalbau Nidda, Harheimer Weg 18-22.
► Die Treffen der BUNDjugend Frankfurt finden jeden 1. und 3. Dienstag des Monats um 17:30 Uhr statt. Das nächste Mal trifft sich die BUNDjugend am 04.11.25 und 18.11.25 im Repair Café, Altes Schützenhüttengäßchen 4, 60599 Frankfurt-Sachsenhausen. Du bist herzlich eingeladen!
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► Die Sitzungen des OV Ost finden jeden 3. Montag im Monat statt. Die nächste Sitzung ist Montag, 17.11.2025 um 19:30 Uhr im Saalbau Bornheim.
► Die Sitzungen des OV West finden jeden 3. Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr (außer Schulferien) statt. Das nächste Treffen ist am 20.11.2025 im Katholischen Gemeindezentrum in der Schleifergasse 2-4, Frankfurt-Höchst.
► Das Repair Café Frankfurt-Sachsenhausen trifft sich fast jeden 1. Dienstag im Monat von 17:30 - 20 Uhr. Nächster Termin ist der 04.11.2025. Defekte Dinge können bis 19 Uhr angemeldet werden. Die Termine findet ihr übrigens immer hier. Kontakt zur BUNDjugend oder per E-Mail.
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Abschlussveranstaltung der Naturgarteninitiative 2024/2025 des Ortsverbands Ost
Mit dem Anlegen eines Wildstaudenbeets und eines Schattenstaudenbeets sowie der Begrünung von eigens gebauten Mülltonnenkästen konnte die Naturgarteninitiative 2024/25 im Stadtbereich Frankfurt Ost erfolgreich abgeschlossen werden. Gemeinsam wurden bei einer Projekt-Begehung die Beete erkundet, in denen mit Bedacht trockenresistente Pflanzen gesetzt und arrangiert wurden und die hoffentlich bald von Tieren und weiteren Pflanzen als Habitat angenommen werden.
Der komplette Bericht befindet sich hier auf der Website.
Text der Website: Matthias Horn Bild: © John Dippell
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Kindergruppe Nord – Auf Entdeckungstour im Wald
Am 25. Oktober machte sich die Kindergruppe Nord mit zwölf neugierigen Entdecker*innen auf die Suche nach Baumpilzen im Wald bei Oberursel-Hohemark. Nach einer spielerischen Einführung in die faszinierende Welt der Pilze begann die Erkundungstour – und schon auf den ersten Metern gab es viel zu entdecken! Zwischen riesigen Baumwurzeln, Baumhäusern und Schlammpfützen fanden die Kinder zahlreiche Pilzarten und versuchten, sie zu bestimmen. Trotz einiger Regenschauer sorgten Bewegungsspiele und viel gute Laune für ein fröhliches Ende des Ausflugs.
Der komplette Bericht befindet sich hier auf der Website.
Text und Bild: © Kerstin Hedrich, Katharina Junke
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Fünf Tipps, um den Garten winterfit zu machen
Der November ist die Zeit des Übergangs – zwischen goldenem Licht und ersten Frostnächten. Es ist der ideale Moment, um gemeinsam mit Tieren und Pflanzen die letzten warmen Tage zu genießen und sich auf die Ruhe des Winters vorzubereiten. Fünf kleine Impulse, wie Sie diese Zeit gestalten können:
1. Den Garten winterfest machen – aber nicht zu ordentlich. Für Insekten und Igel sind Laub, Zweige und verblühte Pflanzen wertvolle Rückzugsorte. In einer Gartenecke ist vielleicht Platz, um kleine Äste und Blätter liegen zu lassen – dies schafft Lebensraum und sorgt gleichzeitig für natürliche Bodenpflege.
2. Stauden zurückschneiden – mit Bedacht. Nicht alles muss sofort abgeschnitten werden:
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Viele Pflanzenstängel dienen als Winterschutz oder Unterschlupf für Wildbienen und andere Insekten. Schneiden Sie nur das Nötigste zurück – der Rest darf bis zum Frühjahr stehen bleiben.
3. Regenwasser auffangen und Gartengeräte pflegen. Nutzen Sie die letzten frostfreien Tage, um Regentonnen zu leeren oder abzudecken und Werkzeuge zu säubern und zu ölen. So starten Sie gut vorbereitet in die nächste Saison und vermeiden Frostschäden.
4. Regional genießen. Jetzt ist Erntezeit für Wurzelgemüse, Äpfel, Kürbisse und Walnüsse. Ob beim Kochen zu Hause oder beim Besuch lokaler Märkte – im Herbst kommen alle auf Ihre Kosten!
5. Tierfreundliche Ecken schaffen. Ein kleiner Laubhaufen, eine Schale mit Wasser oder ein ungestörter Platz unter Sträuchern kann für Igel und Vögel überlebenswichtig sein. Wer möchte, kann auch Nisthilfen reinigen oder neue aufhängen – am besten aus Naturmaterialien.
Text: Lana Bogdanovskaia Bild: © Eren Li, Pexels
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