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Der Wald im Juni

Liebe BUND-Freundinnen und -Freunde, liebe Mitglieder,

die Klimakrise trifft Deutschlands Wälder heftig. Monatelang ausbleibender Regen versetzt Bäume in Trockenstress und macht sie anfällig für Insektenfraß und Krankheiten. Wie soll das erst werden, wenn wir in diesem Sommer mal wieder extreme Trockenheit erleiden müssen, was von den Klimamodellen vorhergesagt wird?

Der BUND fordert schon seit Jahren, dass mehr Feuchtigkeit im Wald verbleiben muss. Dies wird möglich durch weniger Befahrung der Waldböden – besonders mit großen Harvestern -, weniger Holzernte, mehr Niederschlagswasser im Wald zurückhalten sowie durch die Zulassung von mindestens 10 % der Waldflächen als Naturwald, frei von forstlichen Eingriffen. Das überträfe das Ziel der Nationalen Biodiversitätsstrategie: 5 % Naturwälder.

Im Wald ist es schon wieder viel zu trocken. Die Ökosysteme im Wald mit ihren Tieren und Pflanzenarten sowie ihrem Wasserkreislauf sind auf die Rücksicht und das Umdenken der Menschen angewiesen. Fast alle Waldbrände sind menschenverursacht. Daher ist es wichtig, dass niemand im Wald raucht, grillt oder Flaschen achtlos liegen lässt. Naturschutzgebiet, Forstgebiet oder Wald in der Nachbarschaft: Menschen und Bäume teilen Boden, Luft und Wasser. Der Wald ist unser stärkster Verbündeter im Kampf gegen die Erderhitzung. Als CO2-Senker binden Bäume Kohlendioxid, schützen Böden vor Erosion, speichern Wasser und kühlen ihre Umgebung. Jeder Baum ist Lebewesen und Habitat zugleich. Schützen wir den Wald, dann schützen wir auch das Klima und uns Menschen.

Mit herzlichen Naturschutzgrüßen
Ihr Team vom BUND Kreisverband Frankfurt



Foto: © Simone Kiefer

 
Aktuelles
Ausstellung "Unter Pflanzen" in Bad Homburg
Ausstellungstipp: Unter Pflanzen im Sinclair-Haus Bad Homburg 16.03. – 17.08.2025

Nach der Wälderausstellung in 2024 und der Pilzeausstellung Verflochtene Welten im Winterhalbjahr gibt es aktuell im Museum Sinclair-Haus die Ausstellung Unter Pflanzen zu erleben. Wir von der Geschäftsstelle KV Frankfurt haben an einer Führung, geleitet durch die Direktorin Dr. Kathrin Meyer, teilgenommen und durch ihre spannenden Erzählungen zu den einzelnen Exponaten neu erfahren, wie spannend es ist, Pflanzen zuzuhören, sie wahrzunehmen, zu fühlen und zu erkennen, wie präsent sie tatsächlich in unserem Alltag sind. Pflanzen wie Menschen bewohnen gemeinsam die Erde. Pflanzen prägen unsere Kultur, beeinflussen Medizin, Kleidung und Ernährung und atmen mit uns im stetigen Wechsel – wir aus, sie ein, sie aus, wir ein. Das Museum verspricht, Pflanzen nach dem Besuch der Ausstellung "mit anderen Augen" zu sehen – und ja, das tun wir und empfehlen den Besuch mit Führung sehr! Viel Spaß dabei!

Zur Ausstellung und Infos

Text und Bild: © Simone Kiefer  

Hier soll der neue Stadtteil der Quartiere gebaut werden
Einladung zum Informations- und Diskussionsabend: Stadtwachstum versus Hitzeresilienz

Vortrag mit umfassenden Kartenmaterial zum Stadtteil der Quartiere im Frankfurter Nordwesten

Vereinsringhaus „Parkterrassen“, Friedel-Schomann-Weg 7, Frankfurt-Rödelheim, 12. Juni 2025 um 19.30 Uhr
Keine Anmeldung erforderlich.

Frankfurter Bürgerinnen und Bürger sorgen sich wegen der Versiegelung der land­wirtschaftlichen Flächen in Frankfurts Nordwesten, wegen des Verlusts der Kaltluftentstehung in tropischen Sommer­nächten (Temperatur nicht unter 20 Grad Celsius), wegen der Folgen von Starkregenereignis­sen über versiegelten Flächen am Taunushang sowie wegen des Verkehrszuwachses, wenn hier 17.000 Menschen wohnen und 5000 Arbeitsplätze eingerichtet würden – zumal die Umgehungsstraße für Praunheim obsolet ist bzw. durch die neuen Quartiere verliefe.

An diesem Abend möchten wir über den Stand der Planung, Auflagen und Hindernisse des neuen Stadtteils informieren und über die Folgen und Alternativen diskutieren.

Weitere Informationen

Text und Foto: © WRHansen

Klimawanderung zwischen Taunusrücken und Skyline-Blick im Frankfurter Nordwesten

Vom Wasserwerk Praunheim 2 über die Taunushänge nach Niederursel.
Über Streuobstwiesen, alte Lehmgrube, Steinbachaue, Wasserschutzgebiet, Kaltluftent­stehungsgebiete und die Urselbach-Aue nach Niederursel (ca. 6 km)

Termin: Samstag 14. Juni 2025 - 14:00 bis ca. 17:00 Uhr
Durchführung in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen.

Diese Wanderung führt über Naturflächen und Felder am Nordwestrand der Metropole ­– am Fuß des Taunushangs. Sie vermittelt einen gefühlvollen Einblick in Natur, Klima, Wasserschutz, Kaltluftentstehung und Hitzeresilienz sowie Stadt- und Verkehrsplanung. Während des Aufenthaltes in der Natur werden solche Informationen viel leichter aufgenommen als durch Saalvorträge oder Textlektüre. Selbst Menschen, die in angrenzenden Stadtteilen wohnen, äußerten immer wieder erstaunt, sie hätten die Natur an ihrem Stadtrand so noch nicht wahrgenommen. In den letzten beiden Jahren haben sich über 150 Menschen dieser Tour angeschlossen. Eine schöne Bestätigung für dieses Konzept.

Anmeldung als Teil der Reihe Böll Stadtrundgänge

Weitere Infos und Treffpunkt hier zum Download.

Foto: Blick vom urwüchsigen Lerchenfeld über den Grünzug am Taunushang auf die Skyline.
© WR Hansen

Literarische Veranstaltung im Schwanheimer Wald

Literatur und Musik im Stadtwald

Am Sonntag, den 29.06.2025 um 17 Uhr findet wieder die beliebte Waldlesung im Frankfurter Stadtwald statt. Dieses Jahr drehen sich literarische und musikalische Beiträge rund um das Thema Wanderschaft in der Natur. Kommen Sie einfach vorbei und genießen Sie Kultur und Natur begleitet von leckeren Häppchen und Getränken in bester Gesellschaft. 

Ort: "Kobelt-Ruhe" an den Schwanheimer Wiesen

Informationen zur Veranstaltung

 

Wiederkehrende Termine

► Die Sitzungen des OV SÜDWEST finden jeden 2. Donnerstag im Monat um 18 Uhr statt. Die nächste Sitzung ist am 12.06.25 in Schwanheim im Katholischen Pfarrheim St. Mauritius, Mauritiusstr. 14.

► Die Sitzungen der Ortsgruppe NORD finden unregelmäßig statt und werden auf unserer Terminseite bekanntgegeben. 

► Die Treffen der BUNDjugend Frankfurt finden jeden 1. und 3. Dienstag des Monats um 17:30 Uhr statt. Das nächste Mal trifft sich die BUNDjugend am 03.06.25 im Repair Café, Altes Schützenhüttengäßchen 4, 60599 Frankfurt-Sachsenhausen. Du bist herzlich eingeladen!

► Die Sitzungen des OV Ost finden jeden 3. Montag im Monat statt. Die nächste Sitzung ist Montag, 16.06.2025 um 19:30 Uhr im Saalbau Bornheim.

► Die Sitzungen des OV West finden jeden 3. Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr (außer Schulferien) statt. Das nächste Treffen ist am 19.06.2025 im Katholischen Gemeindezentrum in der Schleifergasse 2-4, Frankfurt-Höchst.

 

Rückblick
Fahrradfahrende machen Rast an der BUND KV Frankfurt Station
GrünGürtel Fahrradtag 2025

Am 11. Mai 2025 fand im Frankfurter GrünGürtel der GrünGürtel-Fahrradtag statt. Diese Veranstaltung soll Frankfurter:innen motivieren, den Grün-Gürtel und die zahlreichen Grünflächen Frankfurts zu erkunden, zu genießen und zu schützen. Im ganzen Grün-Gürtel gab es 16 Aktionsstände auf einer Strecke von 75 Kilometern verteilt, wo die verschiedensten Aktivitäten und Infomaterialien im Angebot waren. Zwei von diesen Ständen wurden von BUND Gruppen betrieben, einer war vom OV West, am Sossenheimer Nidda-Ufer, wo ein Samenrätsel und Material und Infos zu Insekten angeboten wurden. Ein weiterer Stand befand sich in der Römerstadt ebenso an der Nidda. Hier gab es ein Biodiversitäts-Quiz für Kinder und Infos zu den Themen Mobilität, Klimaschutz und nachhaltigem Konsum.

Biber gesichtet: die Kindergruppe Nord auf Exkursion
Kindergruppe Nord: Biber-Expedition am 10.05.2025

Die Kindergruppe von BUND Frankfurt und NAJU Frankfurt hat in den Abendstunden des 10.05.2025 eine Expedition an der Nidda zur Biberburg unternommen. Es haben 14 Kinder und 10 Eltern, mit Taschenlampen und Mückenschutz ausgestattet, teilgenommen. Vermittelt wurde viel Wissenswertes rund um den Biber und seine Biberburg. Auch ein Stück Biberfell und Zahnabdrücke sowie Fraßspuren im Gelände konnten angeschaut werden. An dicken Karotten haben die Kinder selbst versucht, Biberspuren zu hinterlassen. Als wir am Ufer der Nidda ankamen, haben sich auch schon die ersten Biber gezeigt, die sich auf den Weg ans Ufer begeben haben und in der Nidda geschwommen sind. Mit zunehmender Dämmerung waren sogar noch Fledermäuse zu beobachten. Es war ein großer Spaß für alle und ein Erlebnis, welches noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Text und Fotos: © Katharina Junker

Botanischer Garten Pflanzenbörse 2025

Bei strahlendem Wetter hat der BUND wie jedes Frühjahr auf der Pflanzenbörse im botanischen Garten seine selbst vermehrten gebietsheimischen Wildstauden angeboten. Außerdem konnten sich die Besucher wieder über naturnahes, insektenfreundliches Gärtnern informieren und die verschiedenen BUND-Infomaterialien mitnehmen.

Text und Foto: © Dr. John Dippell

Bündnis Stopp-A5-Ausbau Demo in Frankfurter Innenstadt am 18.05.2025

Am 18.05.2025 fand in der Frankfurter Innenstadt eine Demonstration vom Bündnis "Stopp A5 Ausbau" statt. Mit abwechselnd Redebeiträgen, unter anderem von Christian Haak vom BUND Frankfurt OV West, und musikalischen Einlagen wurde gefordert, die Planung neuer und erweiterter Autobahnen sofort zu beenden und stattdessen einen Bundesmobilitätsplan zu verfolgen, der mit dem Pariser Klimaschutzabkommen vereinbar ist.
Die Autobahn A5 soll auf 10 Spuren ausgebaut werden. Allein den Frankfurter Anwohner:innen der A5 drohen durch den Ausbau weitere unerträgliche Lärmbelastungen. Zwei Sportplätze, ca. 100 Grundstücke & Gärten, 12 Kleingartenvereine, ein Vogelschutzgebiet und ein Trinkwasserschutzgebiet im Stadtwald würden teilweise zerstört oder sogar völlig asphaltiert.
Das Bündnis fordert dagegen mehr Geld für den Erhalt bestehender Straßen und Brücken, mehr Geld für den Ausbau und die Reaktivierung von Schienen sowie eine Überprüfung der Bedarfspläne nach Umwelt- und Klimagesichtspunkten.

Service
Biene im Anflug

BUND-Tipp: Garten und Balkon wildbienenfreundlich gestalten 

Rund 150 Nutzpflanzen und etwa 80 Prozent der Wildpflanzen in Europa sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen – ein großer Teil dieser Leistung wird von Wildbienen erbracht. Ihr wirtschaftlicher Nutzen wird europaweit auf über 15 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Doch intensive Landwirtschaft, Pestizideinsatz und der Verlust naturnaher Lebensräume haben dramatische Folgen: Mehr als die Hälfte der heimischen Wildbienenarten gilt als gefährdet.

4 Tipps für einen wildbienenfreundlichen Garten und Balkon
1. Auf blühende Vielfalt setzen

Mit vielfältiger Bepflanzung mit heimischen Wildblumen und Kräutern können Sie Ihr Beet so gestalten, dass von Frühjahr bis Herbst heimische Blumen blühen: Wiesen-Primel (Primula veris), Moschus-Malve (Malva moschata) und Berg-Aster (Aster amellus) sind nur einige Beispiele. Ideal sind auch Pflanzen, die über einen langen Zeitraum blühen, etwa Gewöhnlicher Dost (Oregano;Origanum vulgare) oder Zitronenthymian (Thymus x citrodorus) – sie erfreuen Wildbienen und Menschen gleichermaßen.

 

2. Nistplätze schaffen
Etwa drei Viertel der heimischen Wildbienenarten nisten im Boden. Freiliegende Bodenstellen, Lehmhügel oder Sandflächen sind deshalb besonders wertvoll. Auf dem Balkon eignen sich selbstgebaute Nisthilfen aus Schilfrohr, Bambus oder markhaltigen Pflanzenstängeln für Arten, die in Hohlräumen nisten. 

3. Pestizide vermeiden
Einer der Hauptgründe für das große Insektensterben ist der Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel zur Schädlingsbekämpfung. Dagegen sind natürliche Alternativen hilfreich, die Schädlinge auf umweltschonende Weise in Schach halten – etwa durch Mischkulturen, bei der sich Pflanzen gegenseitig schützen, Fruchtfolgen, die Schädlingen die Nahrung entziehen, oder robuste Sorten, die von Natur aus weniger anfällig für Krankheiten sind.

4. Torffreie Erde verwenden
​​​​​​​Viele Blumenerden enthalten nährstoffreichen Torf – doch der stammt aus Mooren, die dafür zerstört werden. Dabei sind Moore nicht nur wertvolle Biotope, sie sind auch wichtige Kohlenstoffspeicher. Torffreie Erde schützt Klima und Artenvielfalt – und ist für den Hausgebrauch längst problemlos verfügbar. Einfach auf Labels wie „torffrei“ achten.

Weitere BUND-Tipps finden Sie unter www.bund-hessen.de/tipps

Text: Lynn Sophie Anders & Andrea Mateja Foto: © Andrea Vetter-Anders

Der BUND finanziert seine Umwelt- und Naturschutzarbeit als gemeinnützige Organisation zu über 70 % aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen von Privatpersonen. So bleiben wir unabhängig von Politik und Wirtschaft. Jede Spende hilft, unsere Arbeit langfristig zu sichern.

 
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