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Kreisverband Frankfurt

Ortsverband Frankfurt-Ost

Der Ortsverband Frankfurt-Ost umfasst die Stadtteile Bergen-Enkheim, Bornheim, Fechenheim, einen Teil des Nordends, Ostend, Riederwald und Seckbach und hat knapp 500 Mitglieder. Die Ortsgruppe hat eine lange Geschichte, doch war in den letzten Jahren nur noch die Naturschutzgruppe Seckbach aktiv.

Wie überall in Frankfurt richten sich jedoch auch im Frankfurter Osten Blicke und Begehrlichkeiten von Planern und Bauinvestoren insbesondere auf die letzten großen grünen Flächen, so zum Beispiel das Innovationsquartier mit Teilen des Ernst-May-Viertels, das auf bestehenden Gartenanlagen, sowie das Industriegebiet Südlich Wilhelmsbader Weg, das auf einer Brache geplant werden soll. Klimatische Belange, Artenschutz und Artenvielfalt, bestehende Schadstoffprobleme oder Verkehrsbelastungen bleiben dabei meist zweitrangig bzw. werden heruntergespielt. Durch diesen Flächenverbrauch würden Erholungsgebiete und Rückzugsräume für Mensch und Tier für immer verloren gehen. Lärm und Verkehr würden massiv zunehmen.

Um dem Widerstand gegen diese Entwicklung mehr Gewicht zu geben, wurde im November 2017 der Ortsverband Ost reaktiviert. Er arbeitet eng mit der Naturschutzgruppe Seckbach sowie mit der Bürgerinitiative für den Erhalt der Grünen Lunge am Günthersburgpark zusammen.

In Zusammenarbeit mit der Naturschutzgruppe Seckbach kümmert sich der OV um das Seckbacher Ried und andere wertvolle Biotope. Eine Kindergruppe soll entstehen. Führungen, Ausflüge zu ökologisch interessanten Zielen und Vorträge wurden bereits und werden auch in Zukunft geplant.

Kontakt & Termine

Der OV-Ost trifft sich monatlich um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Bornheim in der Arnsburger Straße, meist montags oder(nach Verfügbarkeit der Räume) auch Dienstags oder Mittwochs.

Der Vorstand des OV-Ost besteht aus folgenden Mitgliedern:

Vorsitzender: Folkhart Funk

Stellvertretender Vorsitzender: Bernhard Steier

Stellvertretender Vorsitzender: Uwe Römisch

 

Per Email ist der Vorstand zu erreichen unter der Mailadresse

funk(at)folkhart.de

Frankfurt Clean Up am 21.9.2019 zum „World Cleanup Day“

BUND FFM Ost und Naturschutzgruppe Seckbach reinigen den Riedgraben

Naturschutzgruppe Seckbach, BUND und auch die Bürgerinitiative für den Erhalt der Grünen Lunge e.V. haben eine lange Tradition, sich an der Reinhaltung von Naturschutzgebieten, Garten- und Grünanlagen zu beteiligen. Die Naturschutzgruppe und der BUND kümmern sich in diesem Sinne um das Seckbacher Ried und das Biotop Voltenseestraße, die Bürgerinitiave hat mehrfach zu Müllsammlungen und Entrümpelungen im Gartengelände nördlich des Günthersburgparks aufgerufen bzw. sich daran beteiligt.

Das Problem achtlos weggeworfenen Mülls ist aber beileibe kein spezifisches Frankfurter Problem und so ist der 21. September 2019 zum „World Cleanup Day“ aufgerufen worden, für Frankfurt von #cleanffm und FES. Der BUND FFM Ost wird sich daran beteiligen: er ruft dazu auf, den Riedgraben im Bereich Bornheimer Hang zu säubern.

Um 15.00 Uhr treffen sich die Teilnehmer der Aktion direkt unter der Autobahnbrücke der A661, am Ende der Enkheimer Straße/Übergang Zeuläckerstraße. Von dort arbeiten sie sich Richtung Ostpark vor. Ein Fahrradanhänger, um volle Müllbeutel zu transportieren, ist vor Ort. Zangen stehen zur Verfügung. Gartenhandschuhe sind sinnvoll.

Wir hoffen auf rege Beteiligung.

 

Radtour vom Umweltbildungszentrum Schatzinsel Kühkopf einmal rund um den Kühkopf

 (Quelle: Folkhart Funk)

Am 27. August 2019 treffen sich zehn Umweltinteressierte mit ihren Rädern am Frankfurter Hauptbahnhof, um einer Einladung zu einer Radtour über den Kühkopf im Hessischen Ried zu folgen. Der BUND und die Bürgerinitiative für den Erhalt der Grünen Lunge am Günthersburgpark e.V. hatten dazu eingeladen. Ist es in Frankfurt noch relativ frisch, so lockt am Kühkopf ein herrlicher Spätsommertag mit blauem Himmel und Temperaturen weit über 30°C.

Christian Kehrenberg vom Umweltbildungszentrum Schatzinsel Kühkopf heißt die Gruppe auf dem Kühkopf willkommen und erläutert kurz das Programm. Nach einer kleinen Stärkung mit einem Picknick ist die erste Stunde der Dauerausstellung „Leben in Fluss“ gewidmet. Förster Christian Kehrenberg führt sehr lebendig in die Geschichte des Kühkopfs und damit auch in das Ökosystem Aue und seine Abhängigkeit von Überschwemmungen ein. Danach geht es auf das Rad.

Der erste Halt gilt zwei unterschiedlichen Sukzessionsflächen: Hier hatte die Überschwemmung von 1983 einen Deich durchbrochen und auf einer Seite riesige Sandmengen abgelagert. An einem Eingang zu einem Dachsbau kann man die verschiedenen Bodenschichtungen nachverfolgen. Es ist verblüffend zu sehen, wie auf der Sandbrache in kurzer Zeit eine Baumvegetation von schnellwachsenden Arten entstanden war, um viele Meter höher als die zeitgleich entstandene Sukzessionsfläche auf einem besseren Boden auf der anderen Seite des Deiches. Dort mussten sich viele auch langsamer wachsende Baumarten die Fläche teilen. An diesem Beispiel werden ganz nebenbei auch viele Fragen zum Management eines so großen Naturschutzgebietes wie dem Kühkopf beantwortet.

Gleich darauf wird der Kolk angesteuert, aus dem diese Sandmassen kamen: ein großes, über zehn Meter tiefes, wassergefülltes Loch mitten im Wald. Der alte Deich in der Nähe war auf etwa 50 Metern weggerissen. Seit dieser Flut, nebenbei, wurden die Deiche auf dem Kühkopf nicht mehr in Stand gesetzt und die Insel dem Wechselspiel der Wasserstände der Auenlandschaft überlassen. Dieser Kolk ist ein Platz, wo sich auch die europäische Sumpfschildkröte findet. Wieder oder noch, wie Christian Kehrenberg spannend schildert, denn im Sommer 2018 trocknete der Kolk fast aus und die Wildschweine, auf dem Kühkopf zahlreich vorhanden, taten sich an den Schildkröten so gütlich, dass man um ihren Bestand fürchten musste.

Eine längere Fahrt durch Wiesen und kleine Buschinseln führt zum Rhein, das wird bei der inzwischen großen Hitze richtig anstrengend. Diese Strecke zeigt aber auch einen weiteren Schatz des Kühkopfs, eine ausgedehnte grüne Fläche, nirgendwo durch menschliche Siedlungen beeinträchtigt bis zum Rhein. Dort konzentriert sich die Führung auf die moderne Uferverbauung, gezeigt im Vergleich zu den natürlichen Sandstränden, die es hier auch noch gibt. Doch in der inzwischen großen Hitze hält es die Gruppe nicht besonders lange aus. Nach gut zwei Stunden geht es entlang des südlichen Altarms zurück zum Zentrum, vorbei an Kopfweidenbeständen und oft durch schattigen Wald.

Dort verabschiedet sich die begeisterte Gruppe von ihrem Führer. Nach der Fahrt durch die Sommerhitze gibt es noch einen kleinen Aufenthalt in einer Eisdiele in Stockstadt und ein Gespräch über die Eindrücke der Führung, bevor dann die Rückfahrt zum Bahnhof Goddelau-Erfelden angetreten wird.

Folkhart Funk

Tätigkeitsbericht des Vorstandes auf der Mitgliederversammlung des BUND Ortsverbandes Ost am 15.4.2019 im Bürgerhaus Bornheim

Am 20.November 2017 fand im Bürgerhaus Bornheim in der Arnsburger Str. 24 die Veranstaltung zur Neugründung des Ortsverbandes Ost statt. Anwesend waren insgesamt 17 Personen, davon 11 stimmberechtigte BUND-Mitglieder mit mir als dem Vertreter der Neugründungsinitiative sowie John Dippell, dem Vorsitzenden des Kreisverbandes. Gewählt wurden als Vorsitzender des Ortsverbandes Folkhart Funk, als stellvertretende Vorsitzende Bernhard Steier vom alten Ortsverband und der Naturschutzgruppe sowie Uwe Römisch. Leider muss man sagen, so viele Teilnehmer waren wir nie wieder.

Die ersten Aktionen schlossen sich eng an den BUND Kreisverband und die Naturschutzgruppe Seckbach an, im Verlauf gab es dann auch gemeinsame Aktionen mit dem BUND OV Nord, der Bürgerinitiave für den Erhalt der Grünen Lunge am Günthersburgpark e.V., mit der Aktion Unmenschliche Autobahn, der Initiative Zukunft Fechenheim, dem Filmforum Höchst und der Schutzgemeinschaft Vogelsberg kooperiert.

Im Bereich des praktischen Naturschutzes haben wir Säuberungsaktionen im Ried und am Voltensee durchgeführt. Wir haben ebenfalls die Arbeit am Lohrbergbeet und an anderen Pflegegrundstücken der Naturschutzgruppe unterstützt. Wir haben mit Volker Rothenburger eine Quellenwanderung am Seckbacher Hang durchgeführt und John hat einen Pflegevorschlag an das Grünflächenamt bezüglich der Altebornquelle geschrieben.

Bernhard Steier hat versucht und arbeitet weiterhin daran, eine Kindergruppe im Bereich des Ortsverbandes ins Leben zu rufen.

Vier Veranstaltungen haben wir 2018 und 2019 selbst organisiert: mit Hilfe von Steffen Fröhlich vom Kreisverband die Filmvorstellung „Property Drama“ im Filmforum Höchst, eine Radtour zum Kühkopf mit der Naturschutzgruppe, die Teilnahme an der Klimagourmetwoche mit der Bürgerinitiative und im März einen Naturgartenvortrag mit Eva Distler. An der Wasserwanderung im März des Ortsverbandes Nord haben wir uns organisatorisch und inhaltlich beteiligt.

Stark beschäftigt haben uns die städtischen Planungen:

  • Der OV Ost schickte eine Pressemitteilung zum Thema Innovationsquartier (geplantes Neubaugebiet auf Gartengelände am Günthersburgpark) aus.

  • Es wurde eine Begehung des geplanten Gewerbegebietes (Bebauungsplan 921 Südlich Wilhelmsbader Weg in Fechenheim) mit Armin Burger-Adler durchgeführt, u.a. mit den Bewohnern der dortigen Wagensiedlung. Dazu gab es auch eine IDUR-Anfrage.

  • In Kooperation mit dem BUND Nord waren wir im Umweltamt zum Thema Bebauung der Kaltluftschneisen an der A5 und im EMV, zu Klima und Klimaplanatlas.

  • In diesem Jahr gab es eine gut besuchte Begehung der Trasse der A661 mit Friedhelm Ardelt-Theeck.

  • Die Wasserwanderung von den Praunheimer Brunnen zum Kalbach, die im Zuge der Wohnbebauungsplanungen entlang der A5 stattfand, war ebenfalls sehr gut besucht.

Es gab verschiedene Bürgeranfragen zu Blühstreifen und Wildwiesen, für die immer John Dippell die Beratung durchgeführt hat. Ein Projekt am Riederwald ist im Entstehen. Auch andere Anfragen (meist über den Kreisverband) haben wir beantwortet, z.B. zum Bunker Freiligrathstraße und der Frage des Fledermausschutzes.

Ende letzten Jahres haben wir zusammen mit der Bürgerinitiative zum Erhalt der Grünen Lunge am Günthersburgpark e.V. ein Jahresprogramm fertiggestellt, das im Moment verteilt wird. Dort gibt es Einzelheiten zu vielen weiteren geplanten Veranstaltungen des Ortsverbandes. Das Programm ist auch auf den Webseiten des BUND Ortsverbandes Ost und der Bürgerinitiative für den Erhalt der Grünen Lunge am Günthersburgpark e.V. herunterzuladen.

Es wäre schön, wenn sich weitere BUND Mitglieder im Bereich Ost zu einer aktiven Mitarbeit oder sporadischen Unterstützung bereitfinden würden. Die jetzigen Aktiven würden sich freuen.

 

„Der Riederwald blüht auf“

Der Experte John Dippell vom BUND berät die Pflanzgruppe Riederwald bei der Suche nach Insektenwiesen

Am 24. 2. 2019 um 10.00 trafen sich John Dippell und Folkhart Funk vom BUND Frankfurt (Ortsverband Ost) mit Claus Lauth und anderen Aktiven der Pflanzgruppe „Der Riederwald blüht auf“ am Johann-Tesch-Platz im Riederwald.

Bild: Folkhart Funk

Die Pflanzgruppe Riederwald besteht aus ca. 7 Aktiven, die Hochbeete im öffentlichen Raum bepflanzen und an ausgewählten Stellen im Riederwald für mehr Grün sorgen wollen. Die Pflanzgruppe hatte die Idee im Riederwald Insektenwiesen anlegen zu lassen, um einen kleinen Beitrag zum Artenschutz zu leisten und hat sich zu diesem Zweck bereits mit dem Grünflächenamt in Verbindung gesetzt. Um fachlichen Input und mögliche Erfahrungswerte bei der Anlage sowie der Pflege von Insektenwiesen zu erhalten bezogen sie den BUND in dieses Projekt mit ein.

An einem strahlend schönen Tag wanderten die Teilnehmer vom Johann-Tesch-Platz über den Abenteuerspielplatz Riederwald, das Gelände am alten Bahndamm entlang der Harkortstraße zur Grünanlage Karl-Marx-Straße Ecke Lasallestraße und nahmen die möglichen Flächen in Augenschein und diskutierten angeregt das Potential der verschiedenen Flächen. Einzig die Fläche an der Harkortstraße schied aus, weil sie bereits als Hundeauslauffläche markiert ist. Alle anderen Flächen kamen in unterschiedlich großem Ausmaß und in unterschiedlicher Bearbeitungsweise für eine Aufwertung in Frage. Die besten Chancen bot die Wiese im Innenbereich des Johann-Tesch-Platzes.

Bei der Aufwertung solcher Flächen wird der bisherige Rasen bearbeitet und für eine Neueinsaat und mit standortgerechten Wildblumenwiesen neu eingesät. Dazu können Initialpflanzungen besonders wichtiger Arten kommen. John Dippell betonte, dass der BUND nicht nur Beratung anbieten kann, sondern Einzelprojekte auch finanziell unterstützen kann. In diesem Sinne hoffen Pflanzgruppe und BUND, dass diese Begehung den Wunsch, die Artenvielfalt im Riederwald zu stärken, der Realisierung näher gebracht hat. 

Kontakt

Ortsverband Frankfurt Ost


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Artikel aus der FNP zur Neugründung des BUND OV Ost vom 10.11.2018

Kindergruppe des BUND Ortsverbandes Frankfurt-Ost

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Wolltest du schon immer einmal die vielen schönen grünen Orte im Frankfurter Osten erkunden? Dann auf! Lasst uns gemeinsam seine Natur durchstreifen und entdecken!
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Den Flyer dazu findest du hier>>

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