Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

Kreisverband Frankfurt

Verzicht auf synthetisch hergestellte „Pflanzenschutzmittel“

Die Verwendung von Pestiziden bedeutet auf jeden Fall einen Eingriff ins Ökosystem. Für den Haus- und Kleingartenbereich sind überhaupt nur noch sehr wenige synthetische Insekten-, Pilz- oder Pflanzenvernichtungsmittel (Insekti-, Fungi- und Herbi-zide, zusammengefasst als Pestizide bezeichnet) zugelassen. Viele der zugelassenen Mittel sind bienen- und/oder gewässergefährend, also wahrscheinlich auch für andere Lebewesen nicht gesund.


Ist es nicht besser und billiger, mechanische Hilfsmittel (Absammeln, Schneckenzaun, Insektenschutznetze, Unkrautstecher) und/oder möglichst resistente Pflanzen zu verwenden? Manchmal braucht man einfach nur abzuwarten. Blattläuse z. B. verschwinden erfahrungsgemäß von selbst, weil sie weggefressen werden. Davon abgesehen ist biologischer Pflanzenschutz ebenfalls effektiv. 

 

Auch mal was stehen lassen

Hiermit ist gemeint, dass nicht jedes Unkraut und jede abgeblühte Pflanze gleich entfernt wird. Schöllkraut, Zaunrübe, Pfeilkresse, Echter Nelkenwurz, Brennnessel und ein bis zwei Kratzdisteln bleiben in meinem Garten auch mal stehen, ohne dass sie gleich überhand nehmen. Bei den Kratzdisteln werden allerdings die verblühten Köpfe abgeschnitten bevor der Samenflug einsetzt.

Im Übrigen gilt: Wer zu viel jätet, bringt sich um manche Überraschung! Auf Neudeutsch heißt die Strategie, Pflanzen sich versamen zu lassen und nicht gleich alles Unbekannte wegzujäten „Black Box Gardening“. Ein nicht penibelst aufgeräumter Garten ist also angesagter Trend!

 

Möglichst viele Kleinstrukturen

Der bienenfreundliche Garten enthält nicht nur Futter- sondern auch Nistplätze. Die Mehrzahl der Bienenarten zieht es vor, an anderen Orten als im „Insektenhotel“ zu nisten, das ohne entsprechenden Schutz schnell zum Delikatessenladen für Spechte werden kann. Gerade die gefährdeten Arten nisten nicht in „Insektenhotels“ sondern an anderen Orten.


Insbesondere eine besonnte kleine Trockenmauer mit einem Streifen unbewachsenen, durchlässigen Boden dahinter, ein Totholzhaufen, ein offenes Stück Boden, breite Pflasterfugen und vertikal stehende markhaltige Pflanzenstängel können Nistorte für Bienen sein.

Bei kommerziell angebotenen Nisthilfen ist zu bedenken, dass einige eher der Umsatzhöhe des Anbieters als Bienen helfen. Wer möchte schon, dass die Brut schimmelt oder die Bienen sich an scharfen Kanten die Flügel zerfetzen und dann nicht mehr fliegen können?

Was man in puncto Nisthilfen tun und lassen sollte ist sehr anschaulich auf der Homepage von Paul Westrich im Kapitel „Nisthilfen“ auf mehreren Seiten beschrieben. Der Link zur Seite ist bei den Externen Links unter „Nisthilfen“ zu finden.

 

Es wird durchgeblüht!

Dieses Postulat von Karl Foerster lässt sich wahrscheinlich nicht ganz umsetzen, aber mit etwas Planung blühen von Februar bis November heimische Blumen im Garten.

 

Ein naturnaher Garten ist kein verwilderter Garten

Häufig werden Wildpflanzen im Garten mit einem verwilderten Garten gleich gesetzt. Das Eine hat jedoch mit dem Anderen nichts zu tun. Ein naturnaher Garten erfordert die gleiche Pflege wie ein Garten mit exotischen Pflanzen, es werden nur andere Pflanzenarten gepflegt. Wobei einheimische Pflanzen nicht so krankheitsanfällig sind wie Exoten.

Und Bienen ist es vermutlich gleichgültig, ob die Pflanzen in einer Reihe stehen oder nicht.  

Externe Downloads

Pflanzenschutz mit Insektenschutznetz

Externe Links

Nist-Orte

Flugzeiten

Wildpflanzen für den Garten

Wildpflanzen für den Balkon

BUND-Bestellkorb