Kreisverband Frankfurt

Ein Projekt des BUND Ortsverband West.

Die Erdkröte, der häufigste einheimische Lurch, verbringt den Winter typischerweise eingegraben im Erdboden. Wenn die Tage wieder länger werden, erwacht sie aus ihrer Winterstarre und wartet auf einen geeigneten Zeitpunkt, die Wanderung zu ihrem Laichgewässer zu beginnen. Wenn sich auf der Wanderung Krötenmännchen und Krötenweibchen begegnen, nimmt das Weibchen, nicht ganz freiwillig, das viel kleinere Männchen auf den Rücken und trägt es bis zum Teich.

Im Frankfurter Niedwald wurde 1997 zum ersten Mal eine größere Krötenwanderung registriert. Aufgrund der Teilung des Niedwaldes durch die viel befahrene Oeserstraße kamen bei deren Überquerung viele Tiere ums Leben. Um die Amphibien vor dem Tod auf der Straße zu bewahren, wird von unseren freiwilligen Helfern im zeitigen Frühjahr, entlang der Straße, ein Krötenzaun aufgebaut.

Frühmorgens und spätabends werden die durch den Zaun von der Überquerung der Straße abgehaltenen Amphibien über die Straße getragen, wo sie dann ungefährdet ihren Weg zu ihrem Hochzeitsgewässer, dem Grillschen Altarm, fortsetzen können. Gleichzeitig wird eine Erhebung der Population durchgeführt, um die Entwicklung des Bestandes zu beobachten.

Nachfolgend die Entwicklung der Krötenpopulation im Lauf der letzten Jahre - an der Grafik ist die natürliche Schwankung der Population zu sehen: