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Header Newsletter Februar 2021

Liebe BUND-Freund*innen, liebe Mitglieder,

wir hoffen Sie sind gut in das neue Jahr 2021 gestartet.

Im Newsletter vom Januar/Februar des BUND KV Frankfurt finden Sie ein Editorial von Wolf-Rüdiger Hansen über die Bestrebungen zum Erreichen der Klimaziele der Städte Frankfurt und Offenbach und den Problemen die damit einhergehen.  

Unter Termine finden Sie Veranstaltungen, die wir nach derzeitigem Informationsstand und unter strengen Hygieneauflagen durchführen können.

Im Bereich Berichte erhalten Sie Informationen über die geplanten Veranstaltungen des OV Nord und die Müllsammlung im Volkspark Niddatal

Abschließend finden Sie im Bereich Service die Ökotipps vom BUND Landesverband Hessen.

Bleiben Sie auch weiterhin gesund und seien Sie herzlich gegrüßt

Ihr KV Frankfurt Team

 
Editorial
Krebsschere im Gartenteich

Zuversicht für 2021

In den USA ist endlich ein neuer Präsident angetreten, dessen Start weltweit mit so unendlich vielen Hoffnungen begleitet wird - eine davon ist die baldige Rückkehr der USA in das Pariser Klimaabkommen. Auch Offenbach strebt nach der Erfüllung der Pariser Klimaziele. Die Stadt hat ein Klimakonzept verabschiedet, demzufolge sie bis 2035 ihren CO2-Ausstoß auf unter vier Tonnen pro Person reduzieren will. Damit wäre Offenbach auf einem guten Weg zur Klimaneutralität bis 2050. Dann würden dort maximal so viele Treibhausgase ausgestoßen, wie etwa durch Aufforstung kompensiert würden –ein Baustein auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft, die von der Bundesregierung angestrebt wird.

In Frankfurt setzt sich der BUND für die Verkehrswende ein. Ein Meilenstein dafür wäre der geplante Lückenschluss der U4 zwischen Bockenheim und Ginnheim. Er würde den ÖPNV in den Frankfurter Norden wesentlich attraktiver machen. Aktuell versucht die Stadt mit großem Druck, dafür einen U-Bahntunnel in einer engen S-Kurve unter Palmengarten und Grüneburgpark hindurch zu bauen, obwohl das mit großer Wahrscheinlichkeit zu signifikanten Schäden an Grünflächen und Bäumen führen würde.

Wählte man stattdessen die direkte Gleisführung entlang der Zeppelinallee nach Norden, dann würde mehr als ein Kilometer Tunnel gespart. Der BUND Frankfurt setzt sich dafür ein, dass dabei eingesparte Budget für die Wiederbelebung der Straßenbahn entlang des Reuterwegs umzulenken. Studierende gelangten dann binnen fünf Minuten vom Campus Westend zum S-Bahnhof Taunusanlage – schneller als mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof und zu den gleichen S-Bahn-Verbindungen. 

Natürlich bieten wir Ihnen auch wieder Naturerlebnisse. Dafür haben wir eine Reihe von Veranstaltungen geplant, von denen wir hoffen, dass sie durch eine schrittweise Rückführung der Pandemieeinschränkungen auch möglich werden. Lesen Sie bitte dazu den folgenden Artikel und schauen Sie auch auf unsere Internetseiten. Wir freuen uns, Ihnen hier zu begegnen. 

Lassen Sie sich für das neue Jahr von der Krebsschere im Gartenteich inspirieren, die auf dem Bild oben abgebildet ist. Sie sinkt im Winter auf den Teichboden und wartet in aller Ruhe ab, bis das Eis über ihr geschmolzen ist. Wenn die Tage wärmer werden, dann kommt sie wieder hoch. Bleiben auch Sie so gelassen. 

Wir wünschen Ihnen ein glückliches und gesundes Neues Jahr und hoffen darauf, dass wir vor dessen Ende auf die erfolgreich bewältigte Pandemie zurückschauen können. 

Mit herzlichem Gruß
Wolf-Rüdiger Hansen, BUND Frankfurt, Mitglied des Vorstands

 

Termine

Aufgrund der andauernden Pandemie-Lage können wir im Januar/Februar und Anfang März leider nicht alle geplanten Aktivitäten durchführen. Bitte informieren Sie sich zeitnah beim Veranstalter, über den aktuellen Stand.

28.01.2021: Baumschnittkurs 1/2 - Theorieteil - leider abgesagt

29.01.2021: Baumschnittkurs 2/2 - Praxisteil - leider abgesagt 

13.02.2021: Mitmachaktion - Reinigung im Biotop Voltenseestraße im Frankfurter Osten

20.02.2021: Mitmachaktion - Reinigung des Seckbacher Rieds

27.02.2021: Quartiersrundgang Nordwest

05.03. - 07.03 2021: Infostand auf der Messe "Land und Genuss" - leider abgesagt

06.03.2021: Quartiersrundgang Nordwest

 

Mehr Informationen

Wiederkehrende Termine

Repaircafé: jeden ersten Dienstag im Monat, im Februar: 02.02.2021

Sitzung des Kreisverband Frankfurt: jeden zweiten Montag im Monat,  im Februar: 08.02.2021

Bitte informieren Sie sich jedoch noch einmal, ob die Veranstaltungen stattfinden können oder durch Covid-19-Einschränkungen ausfallen.

Berichte

Natur-Exkursionen zu Bächen, Auen und Streuobstwiesen mit Vor-Ort-Erläuterungen zur Stadtplanung

Wussten Sie schon, dass es in der Wetterau wieder Nachfahren der vor 300 Jahren ausgestorbenen Auerochsen gibt? Genannt Heckrinder, entstanden aus der Kreuzung verschiedener Rinderrassen. Eine solche Herde steht auf Auen an der Nidder. Während unserer Rad-Exkursion zu den Salzwiesen werden wir dort einen Beobachtungsstopp einlegen, um anschließend über das Kloster Konradsdorf zum Naturschutzgebiet Salzwiesen und Weinberg zu radeln, das von unseren dortigen Nabu-Freunden gepflegt wird. 

Für unsere Bachwanderung anlässlich des Weltwassertages haben wir den Mühlenweg am Urselbach ausgewählt. Es geht in Begleitung unseres Vogelschutzexperten Ingolf Grabow von den Riedwiesen an der Niddamündung in Heddernheim aufwärts vorbei am Hundertwasser-Kindergarten, an den Niederurseler Fachwerkhäusern und der Schilasmühle bis zur Krebsmühle und der dahinter liegenden Kläranlage. Dort geben wir eine Erläuterung zu den multiresistenten Keimen, die leider in Bächen unterhalb solcher Kläranlagen immer wieder zu beklagen sind.

 

Renaturierter Nidder im FFH-Naturschutzgebiet „Salzwiesen und Weinberg“ in Ortenberg-Selters.

 Noch vor der Kommunalwahl nehmen wir die Quartiersrundgänge im Frankfurter Nordwesten wieder auf, die in Praunheim auf dem Weg durch die Aue des Steinbachs beginnen. Hier werden Eindrücke über den Wert der Naturflächen vermittelt, die für das neue Lachgrabenquartier versiegelt werden sollen. Angesprochen werden dabei das Wasserschutzgebiet Praunheim, das Dilemma des Lärmschutzwalls an der A5, der die Kaltluftwinde von den Feldern im Westen blockieren würde, verkehrliche Aspekte und im Westen der Autobahn die Kartoffeläcker der Niederurseler Bürger auf dem Geiersberg und das von BUND und Nabu gehütete Lerchenfeld.

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Weitere Informationen über die verschiedenen Veranstaltungen finden Sie im Übersichtsblatt und auf unserer Homepage

Text: Wolf-Rüdiger Hansen
Bild: Axel Gaube

Die erste gemeinsame Aktion von Aktiven der BUND Stadtgruppe Mitte! Bereits die Jüngsten waren mit am Start als es hieß den Volkspark Niddatal von unnötigem Unrat zu befreien.

Auftaktaktion: Müllsammlung im Volkspark Niddatal

Der noch junge Zusammenschluss aus BUND-Aktiven zur "Stadtgruppe- Mitte" hatte bereits in mehreren Videokonferenzen im Vorfeld die möglichen Themen und Lokalitäten für Aktionen abgesteckt.

Auch oder vielmehr gerade in der Pandemie-Situation ist es wichtig die drängenden
Themen im Umwelt- und Naturschutz auch auf lokaler Ebene strukturiert an zu gehen.

So machten sich am 29.11.2020 Corona-konform zwei Zweierteams auf den Weg das Areal des Volkspark Niddatal, landläufig auch BUGA genannt, nach menschengemachter Vermüllung abzusuchen und zu beseitigen.

Bereits unsere Jüngsten waren mit Müllgreifern begeistert bei der Sache. Ein Kinderfahrradanhänger wurde kurzerhand zum mobilen Wagen für sortenreine Mülltrennung umfunktioniert. Obwohl noch nicht offiziell als BUND-Gruppe erkenntlich, wurden wir vielfach interessiert von Spaziergängern angesprochen.

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Text: Katja Walker
Foto: Beate Böckle

Service

Drei Schritte für die Energiewende daheim

 

Drei Schritte, die Ihnen dabei helfen, die Energiewende daheim schnell umzusetzen: zu Ökostrom wechseln, Photovoltaikanlagen installieren & eine Energieberatung nutzen.

1.) Zu Ökostrom wechseln

Viele Stromanbieter liefern noch Kohle- und Atomstrom ins Haus. Ziehen Sie den Ausstieg einfach vor: Auf der Seite www.gruenerstromlabel.de und dem dazugehörigen Vergleichsportal www.vergleich-dich-gruen.de finden Sie viele Angebote von Ökostrom-Produkten, bei denen der Strom zu
100 % aus erneuerbaren Energien stammt. Empfohlen und zertifiziert von BUND, Eurosolar, NABU, DNR, IPPNW und der Verbraucher-Initiative.

Windenergie_Windkraft

2.) Photovoltaik aufs Dach

Wenn Ihr Dach noch keine Photovoltaik-Anlage hat, sollten Sie jetzt mehrere Firmen um ein Angebot bitten. Nach erheblichem politischen Druck hat Bundeswirtschaftsminiter Altmaier den Solardeckel aufgehoben. Zwar entspricht die aktuelle Reform des Erneuerbaren Energie-Gesetzes nicht den Vortsellungen des BUND, aber für viele Hauseigentümer ist der Weg für PV-Anlagen mit Stromspeicher wieder frei.

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Zusätzlich zum Ökotipp gibt es auch noch einen interessanten Bericht vom Deutschlandfunk, welcher über die Möglichkeit der Mietung oder Pachtung von Photovoltaikanlagen berichtet. 

Hier finden Sie weitere BUND-Tipps.

Text und Foto: Lynn Anders

Second-Hand-Kleidung

Mode mit gutem Gewissen – Wie das, was wir anziehen, Umwelt und Menschenrechte beeinflusst

Ist Kleidung nur etwas zum Anziehen oder nicht vielmehr Ausdruck der Persönlichkeit? Ja, Kleider machen Leute, aber die Produktion von Textilien hat global zudem erhebliche Auswirkungen auf Umwelt und die Einhaltung der Menschenrechte.

Der Trend zur Fast Fashion – das sind häufig wechselnde Kollektionen von billiger Massenware – verbraucht wertvolle Ressourcen. 

Zwischen 2000 und 2014 hat sich die weltweite Kleidungsproduktion mehr als verdoppelt. Die Tragezeit hat sich jedoch halbiert: Vor 20 Jahren trugen die Deutschen ihre Kleidung noch doppelt solange wie heute. Mode ist zu einem Wegwerfprodukt geworden. Die Mode von heute ist  der Abfall von Morgen. Das Umweltbundesamt (UBA) hat errechnet, dass die Deutschen im Jahr pro Kopf rund 12 Kilogramm Kleidung kaufen. Das sind rund 60 Kleidungsstücke jährlich. In den USA liegt der Jahresschnitt sogar bei 16 Kilogramm. Oft wird Bekleidungunter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen bei Bezahlung, Arbeitszeiten und Arbeitsschutz hergestellt.

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Hier finden Sie weitere BUND-Tipps.

Text: Lynn Anders
Foto: Burst / Pexels

Lebensmittel vor der Mülltonne schützen

Rund 1/3 aller Lebensmittel weltweit werden jedes Jahr weggeworfen. Mit einigen Tipps kann man vermeiden, dass Essen in die Mülltonne wandert.

Hätten Sie gedacht, dass jedes Jahr rund ein Drittel aller Lebensmittel weltweit weggeworfen werden1? Wenn weltweit immer noch Millionen Menschen Hunger leiden, dann ist Lebensmittelverschwendung und -vernichtung unverantwortlich und ein großes ethisches Problem. Mit jedem weggeworfenen Lebensmittel werden auch wertvolle Ressourcen verschwendet. Wasser, Boden, Fläche und Energie für die Herstellung und Verarbeitung gehen verloren, wenn Lebensmittel nicht gegessen werden. Doch was ist zu tun, um Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten?

Einkaufslisten helfen, bedarfsorientiert einzukaufen und sich nicht von Sonderangeboten oder Rabatten zum Kauf nicht benötigter Lebensmittel verleiten zu lassen.

Karottenschalen

Auch falsche Lagerung von Lebensmitteln führt häufig dazu, dass Essen auf den Müll wandert. Luftdichte Behälter halten geöffnete Lebensmittel länger frisch und Vorratsschädlinge fern. Im Regal macht es zudem Sinn, die Lebensmittel mit dem längsten Haltbarkeitsdatum nach hinten zu räumen und dadurch die „älteren“ Produkte zuerst aufzubrauchen.

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Hier finden Sie weitere BUND-Tipps

Text: Lynn Anders
Foto: Eva Elijas / Pexels