Die Vielfalter

Die Kindergruppe besteht seit Mitte 2011 und möchte Spaß an der Natur und Wertschätzung für den Natur- und Umweltschutz vermitteln. Zielgruppe sind Grundschulkinder, aber auch Kinder aus anderen Altersgruppen können bei den Vielfaltern mitmachen.

Die Vielfalter sind hauptsächlich im Sossenheimer Unterfeld oder auch im Niedwald unterwegs, je nachdem, wo es etwas zu sehen oder zu tun gibt. Im Frühjahr lernen die Kinder beispielsweise etwas über Bärlauch und Kröten, es werden Vögel beobachtet, aber auch "Tümpeln" steht auf dem Programm. Im Sommer gibt es dann auch mal Holundersekt zur Erfrischung, im Herbst wird Apfelsaft gemacht und im Winter entstehen wunderbare Nistkästen in Eigenarbeit.

 

 

 

 

 

Fotos: Die Vielfalter in Aktion - beim Vogelhausbau, beim Tümpeln mit Lupengläsern oder beim Apfelsaftherstellen, natürlich mit "Bioäpfeln" von der Streuobstwiese.

Als roter Faden zieht sich die Frage nach Artenvielfalt (Biodiversität) durch die Aktivitäten der Kindergruppe. Denn Artenvielfalt stellt nicht nur einen Wert an sich dar, sondern sie nutzt auch dem Menschen. Natur im Allgemeinen und das Sossenheimer Unterfeld im Besonderen sind stark durch den Menschen geprägt. Häufig wirken sich Eingriffe des Menschen negativ auf die Natur aus, doch es wird dabei oft vergessen, dass es sich z.B. bei der Streuobstwiese um eine Kulturlandschaft handelt. Diese vom Menschen geprägte Obstwiese ist sehr artenreich und es gilt, sie auch weiterhin zu erhalten.

Doch Natur soll hier nicht ohne Kontrolle walten. Im Gegenteil sind Pflegemaßnahmen bei schützenswerten Kulturflächen gerade notwendig, damit der hohe Wert der Natur bewahrt wird. Vor allem Tiere und Pflanzen, für die es in aufgeräumten Landschaften keinen Platz gibt, finden hier wieder Lebensraum. Somit dienen die Streuobstwiesen dem Erhalt der Artenvielfalt, bzw. der Biodiversität, ein Konzept, das oft an der Grenze von Natur und Kultur steht und den Kindern daher nahegebracht werden soll. Der „anthropogene“ Aspekt soll nicht verschleiern oder übertheoretisieren, sondern den Kindern Mut machen. Daher soll die Gruppe spielerisch ihre Umwelt begreifen lernen.


Fotos: Die Vielfalter beim Bau eines Bienenhotels und beim Upcycling mit Wachsresten


Betreut werden die Treffen von mindestens zwei BUND-Mitgliedern, die viel Erfahrung in den Bereichen Naturschutz und Umweltbildung besitzen. Im Jahr 2012 erhielten Gruppenleiter Christian Haak und seine Kolleginnen und Kollegen den Frankfurter Umweltpreis der Carl und Irene Scherrer Stiftung.



Kontakt

Juliane Bader und Christian Haak:
Vielfalter(at)bund-frankfurt.de

Gabriele Rauch:
069 – 38 99 66 11,
Gabriele.Rauch(at)t-online.de


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