Sehenswerte Frankfurter Ideen

In dieser Rubrik möchten wir Eure Aktionen zum Wildbienenschutz vorstellen. Ziel ist es, Besucher der Homepage zum Nachahmen und/oder zu eigenen Aktivitäten zu inspirieren.

Die vorgestellten Aktionen können z. B. besonders gelungene Pflanzen-Kombinationen heimischer Wildpflanzen sein oder auch wesentlich größere Projekte wie die komplette Umgestaltung eines Gartens. Wir erwarten keine Wunderwerke der Technik und des Gartenbaus, sondern einfach nur Dinge, an denen Ihr und die Bienen Euch erfreut.

Es gibt keinen Einsendeschluss, denn schöne Ideen gibt es immer und wir möchten Euch keine vorenthalten.

Bitte benutzt das hier hinterlegte Formular, um uns über Euer Projekt zu informieren.

Falls es noch Fragen gibt, wendet Euch bitte an john.dippell@bund-frankfurt.de

So bitte nicht! Hier wird niemals eine Biene nisten! Viele gute Beispiele sind unter dem Link „Nisthilfen“ zu finden. Der Link ist rechts an der Seite →.

 

Warum so nicht? Es machen doch alle so und außerdem sieht es schön aus. Ja, leider machen es alle so und es sieht für Menschen attraktiv aus, ist für Bienen aber keine wirkliche Hilfe.

Das Foto von der Baumscheibe wurde im Januar aufgenommen. Wenn dort Bienen nisten würden, wären die Bohrlöcher verschlossen. Ganz offensichtlich ist nicht ein einziges Loch verschlossen.

Die Baumscheibe wird von den Bienen wegen der Risse im Holz nicht als Nisthilfe angenommen, denn durch die Risse können Parasiten zur Brut vordringen. Bei der Sorgfalt, mit der Bienen nach jedem einzelnen Ei eine Wand einziehen, wäre es doch taktisch ungeschickt, wenn es an den Seiten des Nistgangs irgendwelche Öffnungen gäbe.

Die Risse entstehen, weil durch die Bohrungen ins Hirnholz das Holz schneller aufquillt und reißt. Besser sind Nisthilfen mit Bohrungen im Längsholz. Wobei Hartholz verwendet und die Bohrungen ausgeschliffen werden sollten, damit die Bienen sich nicht die Flügel verletzen.

Die „Hotelruine“ ist aus folgenden Gründen nicht nachahmenswert:

  • Holzstücke mit Bohrungen im Hirnholz, das gerissen ist.
  • Lochziegel mit viel zu großen Öffnungen und ohne Rückwand. Standard-Lochziegel werden gerne für Nisthilfen verwendet; aber ehrlich, hat irgendjemand schon mal eine Biene darin nisten sehen? Wobei Lochziegel durchaus als Haltevorrichtung für Bambusstäbe dienen können.
  • Steinharter Lehm. Mit welchem Werkzeug sollen Bienen hier Nistgänge meißeln?
  • Der Gesamteindruck der „Nisthilfe“ ist kein gutes Beispiel für gelungenen Naturschutz.


Sicher kennt auch Ihr aus Euren eigenen Beobachtungen Beispiele, wo Bienen alles andere, nur nicht die „Nisthilfe“ zum nisten verwenden. Könnte es sein, dass in den Augen der Bienen die äußerst dekorative „Nisthilfe“ ungeeignet ist? Nur weil Hersteller XY das Objekt als Nisthilfe deklariert, müssen Bienen das noch lange nicht so sehen.

Daher wäre es schön, wenn wir an dieser Stelle Nisthilfen, die sowohl von Menschen als auch von Bienen als attraktiv empfunden werden, vorstellen könnten.



Interner Download:

Formular Aktionen

Der wird auch niemals hier nisten, ...
... denn es ist ein Osmia cornuta-Mann, ...
...der auf Bienen-Damen wartet.
Bienen-Dame im Anflug. Bei den Gehörnten Mauerbienen (Osmia cornuta) tragen die Weibchen die namensgebenden „Hörner".
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