Guerilla Gardening für Bienen

Nein, wir möchten hier nicht Bienen Guerilla Gardening (Wildes Gärtnern) lehren, sondern Menschen auf Ideen bringen, wo man sonst noch Futterpflanzenanbau für Bienen betreiben kann, wenn ein eigener Garten oder Balkon nicht vorhanden oder nicht (mehr) groß genug sind.

Vorbemerkungen

  • Wer Guerilla Gardening betreibt, muss eine hohe Frustrationstoleranz haben. Totalausfälle aufgrund widriger Umstände sind nicht unwahrscheinlich.

  • Schaut Euch den potentiellen Standort der Pflanzen vorher genau an. Können Pflanzen hier überleben und wenn ja, welche Pflanzen sind geeignet?

  • Mit Kooperation und freundlichen Worten kommt man oft weiter als mit Konfrontation. Ein selbstbewusstes Auftreten schadet jedoch nicht.


Mögliche Orte

  • Verwahrloste Pflanzkübel: Wer sich im öffentlichen Raum umschaut, wird viele verwahrloste Pflanzkübel entdecken. Hier lässt sich die ein oder andere attraktive Wildpflanze hereinmogeln. Bei Trockenheit muss eventuell gegossen werden.

    Erfahrungsgemäß fällt etwas, das schön aussieht, nicht irgendeinem Vandalismus zum Opfer.

  • Baumscheiben am Straßenrand: Auch Baumscheiben sind ein Standort für bienenfreundliche Wildstauden. Hier gibt es drei potentielle Bedrohungen für die Pflanzen: Fiffis Fäkalien, wildes Parken und ignorante Grünflächenbearbeiter.

    Bevor eine Baumscheibe bepflanzt wird, sollte man also sehr genau schauen, wie die Überlebenschancen für die Pflanzen stehen. Hundebesitzer und Autoparker reagieren in der Regel unverschämt und aggressiv, wenn man sie darauf anspricht, dass das, was sie machen, so nicht in Ordnung ist. Hier sollte man nicht auf einsichtiges Verhalten hoffen, aber vielleicht hilft ein kleines Zäunchen?

    Das Frankfurter Grünflächenamt hat nichts gegen Eigeninitiativen zur Begrünung von Baumscheiben einzuwenden. Was die Grünflächenbearbeiter bei Pflegemaßnahmen dann übrig lassen, steht auf einem anderen Blatt.

  • Grünflächen der Liegenschaft, zu der die eigene Wohnung gehört: Was man hier machen und wie weit man gehen kann, hängt vom Vermieter und der Hausgemeinschaft ab.

    Oftmals hat der Vermieter nichts gegen eine attraktivere Gestaltung von Grünflächen einzuwenden. Die Reaktion der anderen Mieter ist häufig ebenfalls positiv. Es finden sich auch schnell Nachahmer.

Infos zu Guerilla Gardening-Projekten des BUND Frankfurt und Tipps zu weiterführender Literatur sind unter dem Link „Wildes Gärtnern“ auf dieser Seite rechts oben zu finden.