Bezugsquellen

Mancher Schlauberger mag auf den Gedanken kommen: Warum soll ich einheimische Pflanzen selbst ziehen oder kaufen, wenn ich sie einfach nur auszugraben brauche?

!!!Bitte entnehmen Sie niemals Wildpflanzen der freien Natur!!!


Pflanzen der Natur zu entnehmen widerspräche jedem Naturschutzgedanken. Beim Wildbienenschutz geht es darum, bienenfreundlichen Lebensraum zu vergrößern und nicht um (Be-)Schädigung der Natur.

Heimische Wildpflanzen gibt es in der Regel nicht im Baumarkt. Also: Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Wobei das Problem schon dabei anfängt, zu wissen, welche Pflanze heimisch ist. Als Hilfestellung werden daher in der Rubrik „Literatur“ auch einige Pflanzenbestimmungsbücher vorgestellt.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit haben wir eine kleine Liste mit Anbietern von Saatgut und Pflanzen zusammengestellt. Gerne erweitern wir diese Liste.

Abhängig von Geduld und Geldbeutel gibt es mehrere Möglichkeiten an heimische Wildpflanzen zu gelangen:

  • Saatgut: Relativ kostengünstig wenn mehrere Pflanzen einer Art benötigt werden. Dauert allerdings etwas und der Erfolg ist nicht sicher.
  • Pflanzen kaufen: Etwas teuer, geht schnell. Ärgerlich, wenn der Standort nicht gepasst hat oder alles ein Raub anderer Gartenbewohner wurde.
  • Mit anderen Gärtnern tauschen: Viele Gärtner geben im Frühjahr oder Herbst überzählige Pflanzen ab. Auch wir geben gerne gegen eine kleine Spende Pflanzen aus unseren Gärten weiter.

Kontakt: john.dippell@bund-frankfurt.de

 

Saatgut

Saatgut kann man käuflich erwerben oder auch selbst sammeln. Wobei selbst sammeln botanische Kenntnisse und Geduld erfordert. Wird Saatgut gekauft, stehen auf der Samentüte in der Regel auch Hinweise zur Aussaat.

Die Hinweise zur Aussaat betreffen den Aussaattermin, Saattiefe (Licht- oder Dunkelkeimer), Keimtemperatur (Kalt- oder Wärmekeimer) und späterer Abstand der Pflanzen. Es ist empfehlenswert, die Aussaathinweise nicht zu ignorieren

Bei Freilandaussaat ist möglicher Schneckenfraß zu bedenken. Die lieben Tiere fressen oft schneller als die Pflanzen wachsen, so dass die Wachstumsbilanz insgesamt eher negativ ist. Aussaat in Saatschalen und späteres Pikieren in Multitopfplatten ist häufiger von Erfolg gekrönt als Freilandaussaat - aber auch nicht immer.

Bei Samenmischungen für Blumenwiesen und mehrjährige Säume spricht es erfahrungsgemäß für die Qualität des Anbieters, wenn die Zusammensetzung der Mischung deklariert (Arten und deren %-Anteil) und das Saatgut VWW-zertifiziert ist.

Pflanzen

Spontankäufe machen zwar Spaß, aber grundsätzlich ist es sinnvoll, vor dem Pflanzenkauf Boden- und Lichtverhältnisse der zu bepflanzenden Stelle zu betrachten. Ebenso wichtig sind Platzbedarf, Blühzeiten und Blütenfarbe der Pflanzen.

Eine grobe Pflanzskizze leistet hier wertvolle Dienste, denn man erhält auch einen Überblick über die benötigte Menge an Pflanzen. Und beim Pflanzen selbst wird die Skizze dazu benutzt, die Töpfe mit den jeweiligen Pflanzen erst einmal an die vorgesehene Stelle zu setzen. Wenn der Gesamteindruck dann nicht zusagt, kann immer noch umdisponiert werden.



Suche