Wanderfalken in Frankfurt


Wanderfalken sind faszinierende Greifvögel, die ihre Beute in rasanten Sturzflügen in der Luft ergreifen: hauptsächlich Stadttauben, Stare, Möwen, eben alles was sie erreichen können. Und sie sind sehr vielseitig in ihrer Brutplatzwahl. Falken bauen keine eigenen Nester und sind somit auf eine geeignete Unterlage angewiesen. In der Regel ist jedoch eine gute Höhe als Ausgangspunkt für die Jagdflüge wichtig. In Frankfurt sind es Schornsteine und Hochhäuser.

Einst waren die Wanderfalken vom Aussterben bedroht. Von einem Brutpaar in Hessen Anfang der 1970er Jahre hat sich der Bestand mittlerweile wieder auf ca. 150 Brutpaare erholt. In Frankfurt gibt es 8 bis 9 Brutpaare, die sich in dem „Felsenmeer“ der Hochhäuser offensichtlich wohl fühlen, zum Beispiel auf dem Ginnheimer Fernmeldeturm oder dem Gebäude der  Commerzbank.

Auf dem Ginnheimer Fernmeldeturm befindet sich seit 1983 Frankfurts ältester Brutplatz in einer umgebauten Lüftungsöffnung in 160 Meter Höhe. Ein kleines Guckloch in der Stahltür ermöglicht den Wanderfalkenschützern einen ungestörten Blick auf das Brutgeschehen.

Auf dem Gebäude der Commerzbank befindet sich der Brutplatz auf der obersten Dachfläche in 258 Meter Höhe und ist damit Deutschlands höchster Gebäudebrüter-Platz. Die Bänker sind ziemlich stolz auf „ihre“ Wanderfalken und kommen damit gerne in die Öffentlichkeit. Jedoch sind keine Journalisten auf der Dachfläche zu befürchten, da der Schutz der Falken Vorrang hat.



Möglicherweise haben wir noch nicht alle Brutplätze der Wanderfalken in Frankfurt entdeckt. Darum: Augen auf! Sollten Sie ein weiteres Brutpaar entdecken, dann melden Sie und das gerne!

Kontakt: Ingolf Grabow