BUND-News Oktober 2015
 
 

 

BUND-Frankfurt Newsletter / Oktober 2015

 



Liebe Leserinnen und Leser,

im Oktober werden wir jetzt von der Natur mit vielen wunderschön gefärbten Blättern und auch noch einigen schönen Blüten, z. B. die der Herbstastern (im Bild mit Bienchen beim Vorräte sammeln) verwöhnt.

Für mich ist das ein Grund, die nahe Umgebung und die weiten Landschaften ausgiebig zu betrachten. Machen Sie das doch auch mal! Unternehmen Sie ausgiebige Spaziergänge und atmen dabei die milde Herbsluft tief ein - duftete er nicht herrlich der "Goldene Oktober"?

Also, auch wenn der Sommer vorbei ist gilt:

kein Trübsal blasen sondern die verschiedenen Seiten der Jahreszeiten aktzeptieren und genießen, so wie sie sind.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen schönen Herbst und wieder viel Spaß beim Lesen des Newsletters.

Weitere interessante Artikel und Informationen finden Sie wie immer auch unter www.bund-frankfurt.de

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Foto: Biene auf Herbstaster; HJK

 

Veranstaltungsnachlese, News, Ankündigungen

 

Aus dem Kreisverband: Vertretung der Geschäftsstelle beginnt ihre Tätigkeit



Juliane Bader vertritt Charlotte Behrmann bis Ende Januar in der Führung der Geschäftsstelle des Kreisverbandes Frankfurt.

Dabei übernimmt sie unter anderem administrative Aufgaben und informiert Interessierte über die Tätigkeiten des BUND Frankfurt.

Sie ist seit September 2015 im BUND Frankfurt aktiv und leitet zusammen mit einer Freundin die Kindergruppe des OV-West „Die Vielfalter“. Ihre Interessen liegen insbesondere im Bereich der Umweltbildung und des Umwelt- und Naturschutzes.


Juliane Bader, Geschäftsstelle Kreisverband Frankfurt

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Foto: © Juliane Bader

 

Das Comeback des Kastanienmännchens: Der BUND Frankfurt auf dem Heldenmarkt




Am  17. und 18. Oktober findet im Bockenheimer Depot der Heldenmarkt – Messe für nachhaltigen Konsum im Bockenheimer Depot statt.  Zum ersten Mal ist der BUND Frankfurt als Aussteller mit einem Stand vertreten.

Wir stellen nicht nur unsere Arbeit vor, sondern laden die Besucherinnen und Besuchern dazu ein, Stadtnatur mit den eigenen Händen zu erleben. Die Bäume und Sträucher unserer Städte bieten vor allem im Herbst eine Vielfalt an Materialien, mit denen wir basteln können.  Aus einfach zu sammelnden Naturmaterialien wie Kastanien, getrockneten bunten Blättern und Samenschalen gestalten wir kleine Objekte nach eigener Fantasie.

Kommen Sie vorbei, besuchen Sie uns mit oder ohne Ihre Kinder und basteln Sie mit. Wir freuen uns auf Sie.

Wann?
Sa, 17. Oktober 2015, 10:00 – 19:00 Uhr
So, 18. Oktober 2015, 10:00 – 18:00 Uhr

Wo?
Bockenheimer Depot
Carlo-Schmid-Platz 1
60325 Frankfurt

Wieviel?
Der Eintritt an der Tageskasse beträgt 8 EUR normal, 6 EUR ermäßigt.
Online-Vorverkauf:  7 EUR / ermäßigt 5 EUR.

Weitere Informationen unter www.heldenmarkt.de


Dr. Katrin Jurisch, Kreisverband Frankfurt

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Foto: Logo Heldenmarkt

 

Der BUND Frankfurt auf dem Rotlintstraßenfest am Samstag, 19. September 2015





Mit einiger Nervosität verfolgten wir am Vorabend des Rotlintstraßenfests den Wetterbericht. Unstete Wolken und Nieselregen an den vorherigen Tagen ließen die Hoffnung auf ein trockenes Fest zwar nicht größer werden, aber der Spruch „Nach dem Regen kommt die Sonne“ spornte uns an.

Im Handumdrehen war der Stand aufgebaut und das Waffelbacken konnte beginnen. Mittlerweile ist es gar nicht mehr so leicht, neben den anderen Köstlichkeiten, die es auf dem Fest zu probieren gibt, mit unseren Waffeln die Gaumen der Besucher*innen zu erreichen. Doch wir schafften es und backten munter mehrere Teigportionen.

Über unser  Schwerpunktthema Stadtnatur informierten wir im Gespräch oder überließen es den Besucher*innen, eine Auswahl aus den Informationsmaterialien zu treffen.

Ein besonderes Augenmerk schenkten wir in diesem Jahr dem Mauersegler. Schon wieder ist dieser wendige kleine Sommerbote verreist und kehrt erst im kommenden Jahr mit den ersten wärmeren Sonnenstrahlen nach Frankfurt zurück. Ingolf Grabow ist seit vielen Jahren bei der Frankfurter Mauersegler-Initiative aktiv und berichtete Besucher*innen über die Erfolge der Mauersegler-Initiative, die ganz wesentlich seinem unermüdlichen Engagement zu verdanken sind.  So wurden in den letzten Jahren bis 2014 über 2000 Nistplätze von Ingolf Grabow ehrenamtlich durch Anbringung von Kästen oder Einbauten in den Dächern neu geschaffen.

Auf unserer kleinen Pflanzenbörse boten wir einheimische Pflanzen aus eigener Saatgutvermehrung zur Bereicherung des eigenen Gartens oder Balkons an. Neben einigen weniger bekannten Pflanzenarten wie Heilziest und Taubenskabiose, fanden Wiesen-Salbei und Natternkopf ihren Platz. Die Exemplare dieser zwei beliebten Hummelpflanzen stammten vom Bahnhofsgrün Rödelheim, wo es mittlerweile üppig grünt. Besonders beeindruckte uns ein Mädchen, welches mehrmals an unseren Stand kam und von ihrem Taschengeld Pflanzen kaufte, um sie auf dem Balkon ihrer Familie wachsen zu lassen.

Ach ja, und zwischendrin öffnete der Himmel seine Schleusen.

Wir freuen uns aufs nächste Mal und bleiben natürlich auch in den kommenden Monaten aktiv. Unsere Veranstaltungen finden Sie auf unserer Homepage unter Termine .


Dr. Katrin Jurisch, Kreisverband Frankfurt

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Fotos:
Rotlintstraßenfest 2015, © Katrin Jurisch
Wolfgang und Katrin, © Ingolf Grabow
Ingolf und Wolfgang, © John Dippell

 

Aus Äpfeln wird leckerer Saft



In diesem Jahr haben die Apfelbäume auf unserer Streuobstwiese soviel getragen wie schon lange nicht mehr. Das Ernten hat richtig Spaß gemacht und schnell waren die Säcke und die mitgebrachten Behälter gefüllt. Wie immer wurden die Äpfel in der Kelterei eines Kleingartenvereins gepresst und der "Süße", zur Weiterverarbeitung zu Hause, in Fässer und Kanister gefüllt. Etwa 10 Zentner Äpfel wurden so in Süßmost "verwandelt".

Da aber noch sehr viel Obst an den Bäumen hing und nur darauf wartete heruntergeschüttelt und aufgelesen zu werden, haben wir dieses Jahr etwas Neues ausprobiert - die "Marthas Mobile Mosterei". An zwei Tagen gab es an unterschiedlichen Orten im näheren Umkreis die Möglichkeit, die eigenen Äpfel zu keltern und gleich zu Saft verarbeiten zu lassen und nach der Abfüllung in Boxen (3, 5 oder 10 Liter Inhalt) sofort mit nach Hause zu nehmen. Natürlich kostet das eine Kleinigkeit - aber ich finde, es ist sein Geld wert, Saft vom eigenen "Bio-Obst" zu bekommen. Auch ist es möglich, den Saft als Kaltsaft in mitgebrachte Gefäße abzufüllen und mitzunehmen um ihn selbst weiter zu verarbeiten - was natürlich sehr viel günstiger ist.

Aber zurück zu unserer Aktion. Zuerst wurde ein Termin zum Keltern ausgemacht - es macht ja wenig Sinn, wenn alle zur gleichen Zeit da sind. Organisiert wurde das Ganze von Barbara Helling vom Main-Taunus Streuobstverein - tolle Sache - Danke dafür. Etwa 5 Zentner Äpfel haben wir aufgelesen und nach Schwalbach im Taunus, da stand die Mosterei an diesem Tag, gebracht.

Nach kurzer Wartezeit ging es los und so funktioniert das Ganze:




                   
das Obst wird in einen Behälter gekippt und kann dort noch mal kontrolliert und ggf. aussortiert werden. Dann wird es per Förderband in einem Waschkanal mit Wasser abgespritzt und zu einem Schredder transportiert, wo es zerkleinert zu Maische wird. Diese wird mittels einer Pumpe durch einen dicken Schlauch zur Presse transportiert, aufgestapelt und mit 40 Tonnen Druck ausgepresst. Der frischgepresste Saft gelangt über einen Vorfilter in den Saftvorratsbehälter, kann dann abgefüllt oder gleich zu Saft weiterverarbeitet werden (pasteurisieren und heiß abfüllen in Schäuche mit Zapfhahn, die dann in Boxen gepackt werden).

Wir wollten den fertigen Apfelsaft. 26 Boxen zu je 5 Liter Saft sind durch "Marthas Mobile Mosterei" aus den ca. 5 Zentnern Äpfel geworden - und ich kann nur sagen: er schmeckt einfach köstlich :-)


Hajo Kretz, Ortsverband Frankfurt-West

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Fotos: HJK

Tümpeln in der Nidda



Nur unter lautem Protest räumen die Entenschar, der Schwan und das Nilganspaar die Kiesbank in der Nidda. Gerade könnten sie zum ersten Mal an diesem Tag die Sonne genießen und jetzt das! Ein gummibestiefelter Trupp stürmt mit Kescher und Einmachglas die Böschung zum Niddaufer hinunter, wild entschlossen, wenigstens eine Ente mit nach Hause zu nehmen. Leider ist das Federvieh von diesem Vorhaben überhaupt nicht begeistert und flüchtet auf die kleine Insel am gegenüber liegenden Ufer.

Kurze Enttäuschung im Jagdtrupp, aber schon ist neue Beute ausgemacht: Im Wasser vor der Brücke tummeln sich Schwärme kleiner Fische. Doch auch die flüchten erfolgreich vor den Jägern, wenn auch deutlich leiser. Und noch schneller!



In der nächsten Stunde lernen die Kinder, dass das Leben im Fluss nicht nur Enten und Fische ausmachen. Unter fachkundiger BUND-Anleitung werden Holz und Steine im Wasser gründlichen untersucht. Vertreter vieler Tierfamilien landen in den Becherlupen und können mit einem einfachen Bestimmungsheft benannt werden. Schnecken und Muscheln, viele wunderschön mit Perlmutt ausgekleidet.

Die Nidda als Kinderstube: die Kinder finden verschiedene Larven und sind erstaunt, welch hübsche Insekten sich aus den oft martialisch aussehenden „Babies“ im Wasser entwickeln. Und Egel sind nicht eklig, sondern bringen die Kinder mit ihrer ausgefallenen Fortbewegungsweise zum Lachen.

Und dann ist doch noch einer erfolgreich - in seinem Kescher zappeln ein paar Fischlein! Ein Moderlieschen und eine kleine Schmerle werden zur besseren Beobachtung in ein Glas umgesetzt, doch die Betrachter haben Mitleid mit den panisch reagierenden Tieren und schnell werden sie wieder im Fluss freigelassen.



Nach über zwei Stunden melden sich vollgelaufene Gummistiefel und ein leerer Magen. Nass bis zum Bauch wird alle Beute ins Wasser zurückbefördert und der Forschertrupp trocken gelegt.


Heidi Wieduwilt, Ortsverband Frankfurt-Südwest

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Fotos: Heidi Wieduwilt

 

Bienenblume des Monats Oktober - Thymian (Thymus ssp.)



Thymian wurde als Bienenblume des Monats Oktober gewählt, weil er als Dauerblüher - im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen - im Oktober immer noch blüht.
Der Nutzen von Thymian als Bienenweide wurde bereits in der Antike beschrieben.

Mehr Wissenswertes über Thymian gibt es unter

>>> „Bienenblume des Monats“ - Oktober <<<


In diesem Jahr wird keine weitere Bienenblume vorgestellt werden, denn ab November sind fast keine Bienen mehr unterwegs. Gerne würden wir Eure Meinung über die Bienenblumen hören, um zu entscheiden, ob die Rubrik im nächsten Jahr fortgeführt wird.

E-Mails mit Rückmeldungen, Anregungen, Verbesserungs- und/oder Pflanzenvorschlägen bitte an john.dippell@bund-frankfurt.de



Was ist neu ist der Wildbienenrubrik?


Die Fotos auf den Wildbienenseiten sind übrigens nicht gekauft, sondern wurden von uns selbst bzw. den Projektverantwortlichen im Stadtgebiet Frankfurts aufgenommen. Es werden also ausschließlich heimische Bienen abgebildet


Text und Foto: BBoe

 

Termine, Termine, Termine

 

Heldenmarkt - Messe für Nachhaltigen Konsum




Samstag, 17. Oktober 2015 - Sonntag, 18. Oktober 2015

Am 17. und 18. Oktober 2015 findet der Heldenmarkt - eine Messe für nachhaltigen Konsum in Frankfurt statt. Der Kreisverband des BUND Frankfurt beteiligt sich mit dem Thema „Stadtnatur“ an der Veranstaltung. Es wird einen Stand mit einer spannenden Mitmachaktion geben.

Ort: Bockenheimer Depot, Carlo-Schmid-Platz 1, 60325 Frankfurt
Öffnungszeiten: Samstag: 10:00 – 19:00 Uhr und Sonntag: 10:00 – 18:00 Uhr
Kontakt: Katrin Jurisch | katrin.jurisch@bund-frankfurt.de

 

Treffen des BUND Hessen Landesarbeitskreis Stadtnatur


Mittwoch, 18. November 2015 um 19 Uhr

Der Arbeitskreis will den Erfahrungs- und Wissensaustausch sowie die Vernetzung zwischen den BUND-Gruppen und Aktiven fördern, mit dem Ziel die biologische Vielfalt in Kommunen zu erhöhen.

Themen: (1) Weißbuch "Grün in der Stadt" und (2) Kampagne "Wildes Hessen"
Wo: Saalbau Gutleut, Clubraum 2, Rottweiler Str. 32, 60327 Frankfurt am Main
Haben Sie Fragen: bitte per Email an Dr. Katrin Jurisch, katrin.jurisch@bund-frankfurt.de

Interessierte Gäste sind bei den Sitzungen jederzeit willkommen.

 

Vortrag: Naturgärten – ein Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt!?



Mittwoch, 25. November 2015 , 20:00 Uhr - 21:30 Uhr


Der langjährige Naturgärtner John Dippell erklärt uns, was einen Naturgarten ausmacht, wie man ihn anlegt und pflegt.

Darüber hinaus stellt er heimische Pflanzenarten vor, die im Naturgarten nicht fehlen sollten und zeigt welche Tiere damit angelockt werden können.

 



Treffpunkt:
Historisches Rathaus in Seckbach, Hofhausstaße 2, (Bus 43: „Zentgrafenschule“)
Information: Simone und Jürgen Kalisch | 069 / 4 19 38 21
Naturschutz-Seckbach@bund-Frankfurt.de | Facebook „Naturschutzgruppe Seckbach“
 

 



Herausgeber:
 Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) - Kreisverband Frankfurt, eine Untergliederung des BUND Hessen e.V.

Kontakt: geschaeftsstelle@bund-frankfurt.de

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