BUND-News Juni 2015
 
 

 

BUND-Frankfurt Newsletter / Juni 2015

 



Liebe Leserinnen und Leser,

wir haben lange auf ihn gewartet, aber nun ist der Sommer endlich da.

Die warme Jahreszeit verursacht ein wohliges Gefühl in uns und ist Nahrung für die Seele. Und dafür braucht es gar nicht viel - einen Blick in die herrlich blühende Natur, den Duft von Blumen, ein paar schöne Spaziergänge in der Umgebung, unterwegs sein mit Kind und Kegel, laue Sommerabende mit lieben Menschen verbringen - der Sommer verspricht viele schöne Momente - Momente, die unser Herz schneller schlagen lassen.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Zeit! Genießen Sie die Sonnentage und haben Sie wieder viel Spaß beim Lesen des Newsletters.

Weitere interessante Artikel und Informationen finden Sie wie immer auch unter www.bund-frankfurt.de

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Foto: Kugellauch; HJK

 

Veranstaltungsnachlese, News, Ankündigungen

 

Biberexkursion und Schachblumenfest – ein unvergessener Nachmittag


Der Biber ist zurück und wir wollten uns den Beweis einmal persönlich ansehen. Die Exkursion startete am Sonntag, den 26.04.2015 am Bahnhof Höchst und der kleine Bus brachte uns in das schöne Sinntal. Dort erwarteten uns Herr und Frau Schultheis von der HGON (Hessische Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie).

Nach einer Einführung zum Thema Biber, mit Biberpräparat und Utensilien, besichtigten wir in einem Seitental der Sinn die verschieden Biberbauten (Biberburgen, Biberrutschen, Fluchtröhren, Wohnröhren, Dämme) und die kunstvoll mit den Zähnen gestalteten Bäume am Rand der Bauten. Herr und Frau Schultheis ließen uns an ihrer Begeisterung teilhaben und haben uns einen unvergesslichen Ausflug beschert.


Biber „Willi“ als Präparat


Welche Vorteile für die Gesellschaft hat der Biber?

Auch uns Menschen kommen die Aktivitäten des Bibers zugute. Biberteiche bauen Nährstoffe ab, halten Sedimente zurück und reinigen so das Wasser. In von Bibern gestalteten Lebensräumen läuft bei Starkregen das Wasser langsamer ab und die Hochwasserspitzen werden gekappt. Da die Fläche größer ist, verteilt sich das Wasser und fließt langsamer ab. In Trockenzeiten kommt das Wasser, das durch Biberdämme in Teichen und über den erhöhten Grundwasserspiegel zurückgehalten wurde, auch den angrenzenden Flächen zugute. Außerdem kann im Rückstau mehr Wasser versickern, es entsteht neues Grundwasser.


Biberburg als Wohnstätte und zur Aufzucht der Jungbiber



Baum nach der Bearbeitung durch den Biber


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Schachblume (Fritillaria meleagris)

Nach den Bibern besuchten wir noch das Schachblumenfest in Altengronau und bestaunten die Schachblumenwiesen im Sinntal. Diese Wiesen waren für uns genauso beeindruckend wie die Biberbauten.

Auenwiesen mit Schachblumen sind floristisch sehr wertvoll. Die Feuchtwiesen des hessischen und bayrischen Sinntales bei Altengronau beherbergen die größten zusammenhängenden Vorkommen der Schachblume in Mitteleuropa. Sie steht bundesweit ganz oben auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Die Schachblume verdankt ihren Namen der schachbrettartig gemusterten, purpurbraunen Blüte. Sie blüht von Ende April bis in die ersten Maitage. Ihr Hauptbestäuber ist die Erdhummel (Brombus terrestris). Die Erdhummel gehört zu den kurzrüssligen Hummelarten und lebt zu 100 bis 600 Individuen in unterirdisch angelegten Nestern.


Schachbrettblume, nur eine von 1000den auf den Wiesen


Jutta Erich, Ortsverband Frankfurt-West

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Fotos: Jutta Erich

Einige Fotos zu obigem Ausflug (von Nico Rauch)










 

Radtour zum Schultheisweiher




Pünktlich um 9 Uhr ging es am Höchster Bahnhof los. Bei schönstem Frühsommerwetter fuhr man flott – mit Personenaufnahme in Schwanheim und Sachsenhausen – am Mainufer entlang zum alten jüdischen Friedhof in Offenbach-Bürgel, dem Treffpunkt am Schultheisweiher.

Hier am öffentlich zugänglichen Badebereich empfing Herr Teichmann die BUND-Radlergruppe aus Frankfurt und berichtete informativ und ausführlich über die Entstehung dieser ehemals industriellen Kiesabbaugrube und deren Wandlung zum Vogelschutzgebiet. Von dem 27 Hektar großen Gebiet sind nur 2,5 Hektar für den Freizeitbetrieb vorgesehen, der Rest verbleibt dem Natur- und Vogelschutz.

An dem Gewässer leben nun unzählige Wasservogelarten, wie etwa der Gänsesäger, Kiebitz und Kampfläufer, ansonsten ist er Raststation für Zugvögel. Was wir leider nicht sehen konnten, war der seltene Pirol. Aber Zilpzalp, Mönchsgrasmücke und Teichrohrsänger waren zu hören - auf sie machte uns Vogelstimmen-Spezialistin Heidi Wieduwilt aufmerksam. Also insgesamt eine Offenbacher Erfolgsgeschichte.

Der "Rest der Tour" bestand aus einer ausgiebigen Mittagsrast im Apfelwein-Lokal "Wiener Hof" in Bieber, das sehr zu empfehlen ist, und zurück ging es dann durch den südlichen Stadtwald über den Jacobi-Weiher zur Schwanheimer Äppelwoi-Tankstelle "Mainlust".


Richard Schmidt, AK-Wasser und Ortsverband Frankfurt-West

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Fotos: Heidi Wieduwilt

 

Bienenblume des Monats Juni - Glockenblume (Campanula sp.)



Die Bienenblume des Monats Juni ist so wenig ausgefallen, dass gleich die ganze Gattung vorgestellt wird: Glockenblumen. Für Bienen, besonders für bedrohte Arten, sind diese Blumen jedoch sensationell. Manchen Bienenmännchen dienen sie sogar als Schlafplatz.

Hat Biene Maja nicht auch immer an Glockenblumen rumgemacht? Ist schon länger her, dass ich sie im Fernsehen gesehen habe. Wie unlängst in der ZEIT zu lesen war, hat sie sich ja einer Schlankheitskur unterzogen (Die Zeit, 17/2015, Lob der Fülle). Unvergessen auch das Maja-Lied von den U-Bahn Kontrollören.

Mehr Wissenswertes über Glockenblumen gibt es hier:
>>> zur Bienenblume des Monats Juni <<<


Auch „Blumen für Bienen“ - Aktionen zum Wildbienenschutz sind immer noch aktuell. Hier sind Eure Ideen und Aktionen zum Wildbienenschutz gefragt! Denn diese möchten wir auf unserer Homepage vorstellen.

Weitere Infos zur Aktion sind hier zu finden: „Wildbienen - Frankfurter Ideen“


Dr. John Dippell, Vorsitzender BUND Kreisverband Frankurt, Ortsverband Frankfurt-Süd

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Foto: C. patula; John Dippell

 

Termine, Termine, Termine

 

Unser Infostand auf dem FahrRad!-Tag im GrünGürtel



Sonntag, 14. Juni 2015 , 10:00 Uhr - 17:00 Uhr

Auch in diesem Jahr beteiligt sich der BUND Ortsverband West mit einem Stand am FahrRad!-Tag im GrünGürtel.

Wer in Sossenheim an der Nidda eine kleine Verschnaufpause einlegen möchte, bekommt bei uns die Gelegenheit und kann sich dabei über die Themen

»Streuobstwiesen in Frankfurt« und
»Renaturierung der Nidda«

informieren. Dazu bieten wir am gleichen Tag eine Führung an (Niddastrand: Hochwasserschutz und Biotope).
Selbstverständlich sind auch Spaziergänger willkommen und wie immer haben wir ein paar Pflanzen für Sie dabei (kleine Spende dafür ist willkommen).

Treffpunkt: an der Nidda in F-Sossenheim, Nähe Wehrturm
Kontakt und Info: Gabriele Rauch | 069.38 99 66 11 | gabriele.rauch@bund-frankfurt.de

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Foto: unser Stand 2014; HJK

 

Sensenkurs



Samstag, 27. Juni 2015 , 09:00 Uhr - 13:00 Uhr

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Ortsverband Frankfurt-West bietet einen Sensen-Kurs unter fachkundiger Anleitung auf der vereinseigenen Streuobstwiese im Sossenheimer Unterfeld an.

Nach einer Einführung in die Sensentechnik erfolgt die praktische Anwendung. Anschließend werden verschiedene Dengeltechniken gezeigt. Das Mitbringen einer eigenen Sense ist hilfreich. Ansonsten stellt der BUND eine ausreichende Anzahl von Sensen zur Verfügung.



Treffpunkt: Chlodwig-Poth-Anlage
Anmeldung: Gabriele Rauch | gabriele.rauch@t-online.de

 

Infoveranstaltung: Das Rödelheimer Bahnhofsgrün


Samstag, 27. Juni 2015 , 14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Seit Anfang 2014 gestalten Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit dem BUND die im Zuge des Umbaus am Bahnhof Rödelheim neu entstandene Freifläche. Für diese Fläche sah die ursprüngliche Grünflächenplanung die Bepflanzung mit einem immergrünen, nicht-einheimischen Bodendecker und drei Sträuchern vor. Entgegen diesem Entwurf möchte die Gruppe Bahnhofsgrün hier ein ökologisch und nachbarschaftlich belebtes Kleinod im Stadtteil entwickeln. Welche Diskussionen über Ästhetik und Ökologie dadurch im Stadtteil angeregt wurden und wie die Gruppe das Projekt weiterentwickelt, möchten wir Ihnen berichten. Wir laden Sie ein, das Rödelheimer Bahnhofsgrün und die Gärtner*innen kennenzulernen.

Treffpunkt: am Bahnhofsgrün, vor der Unterführung am Bahnhof-Rödelheim, F-Rödelheim
Dauer: 1.5-2 Stunden
Kontakt: Dr. Katrin Jurisch | 0162.247 50 20 | katrin.jurisch@bund-frankfurt.de

 



Herausgeber:
 Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) - Kreisverband Frankfurt, eine Untergliederung des BUND Hessen e.V.

Kontakt: geschaeftsstelle@bund-frankfurt.de

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