BUND-News Januar 2017
 
 

 

BUND-Frankfurt Newsletter / Februar 2017

 



Gedicht zum Neuen Jahr (Peter Rosegger)

Ein bißchen mehr Friede und weniger Streit,
Ein bißchen mehr Güte und weniger Neid,
Ein bißchen mehr Liebe und weniger Haß,
Ein bißchen mehr Wahrheit - das wäre doch was!

Statt so viel Unrast ein bißchen mehr Ruh',
Statt immer nur Ich ein bißchen mehr Du,
Statt Angst und Hemmung ein bißchen mehr Mut
Und Kraft zum Handeln - das wäre gut!

Kein Trübsal und Dunkel, ein bißchen mehr Licht,
Kein quälend Verlangen, ein bißchen Verzicht,
Und viel mehr Blumen, solange es geht,
Nicht erst auf Gräbern - da blüh'n sie zu spät!



Liebe Leserinnen und Leser,

Nachdem Sie hoffentlich frisch und fröhlich in des neue Jahr 2017 gestartet sind, beginne ich den Newsletter diesmal wieder mit einem kleinen Gedicht.

Es stammt von dem österreichischen Schriftsteller und Poet Peter Rosegger, der vor über 100 Jahren (am 31. Juli 1843) geboren wurde. Finden Sie nicht auch, es ist gerade in der heutigen Zeit so aktuell als wäre es erst geschrieben worden? Es entält doch alles, was wir uns und Ihnen zum Neuen Jahr nur wünschen können.

In diesem Sinne wünschen wir, vom BUND Kreisverband Frankfurt, Ihnen und Ihren Angehörigen alles Gute im neuen Jahr!

Und natürlich wieder viel Spaß beim Lesen des Newsletters.

Weitere interessante Artikel und Informationen finden Sie wie immer unter www.bund-frankfurt.de

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Foto: 2017, © Rike / pixelio.de

 

 

Veranstaltungsnachlese, News, Ankündigungen

 

Der BUND Kreisverband bietet ab sofort folgende Praktikumsstelle an:


Praktikum in der Öffentlichkeitsarbeit.

Vom 17. bis 19. März 2017 findet die Grüne Börse im Palmengarten Frankfurt statt. Im Rahmen der vom Netzwerk BioFrankfurt getragenen Sonderveranstaltung mit dem Titel "BioFrankfurt und die Green City Frankfurt – eine Stadt im Klimawandel" beteiligt sich der BUND Frankfurt an dem Forum. Unter dem gemeinsamen Schwerpunktthema stellen wir die Frage, welche Auswirkungen der Klimawandel in Frankfurt und die Region zum Beispiel für unsere Streuobstwiesen hat oder die Tiere und Pflanzen in der Stadt.

Für die Konzeption und Gestaltung unseres Ausstellungsstands suchen wir ab sofort eine/n Praktikant/in.


>>> Vollständige Beschreibung der Praktikumsstelle. <<<




Grüne Börse 2014                                      2015                                          2016

 

Mauersegler in Frankfurt



Liebe Mauersegler-Freundinnen und –Freunde,

das Jahr geht zu Ende und ich habe meinen

>>> Mauersegler-Jahresbericht 2016 <<<

fertig geschrieben. Vor wenigen Tagen haben wir an einer Schule Nistplätze eingebaut, mit der Möglichkeit, dass eine Schüler-AG dort ein Monitoring machen kann.

2016 war so erfolgreich mit neuen Nistplätzen wie nie zuvor. Hoffen wir auf eine Zunahme des Mauersegler-Bestandes in unseren Städten - solange es noch ausreichend Nahrung (Insekten) gibt!

Der Rückgang der Insekten ist teilweise dramatisch, verursacht durch sogenannte Pflanzenschutzmittel. Gifte gehören nicht in unsere Natur ...


Ingolf Grabow, Frankfurter-Segler-Initiative und BUND Gebietsbeauftragter für Heddernheim und Umgebung.

 

Maria Sibylla Merian - eine der ersten Insektenforscherinnen


Vor 300 Jahren, am 13. Januar 1717, starb Maria Sibylla Merian nach einem Leben für die Wissenschaft und Kunst im Alter von 69 Jahren in Amsterdam. Geboren wurde sie am 2. April 1647 in Frankfurt am Main.

Berühmt geworden ist sie für ihre Kupferstiche mit Darstellungen der Flora und Fauna Surinams. Zusammen mit ihrer jüngeren Tochter Dorothea Maria bereiste sie Surinam von 1699 bis 1701. 1705 erscheint in Amsterdam ihr Buch „Metamorphosis insectorum Surinamensium“ als erstes naturkundliches Werk über Surinam. Surinam war von 1667 bis 1975 niederländische Kolonie.






Maria Sibyllas Interesse an der Metamorphose von Insekten wurde bereits in ihrer Jugend in Frankfurt geweckt. Dort bekommt sie als Teenager Seidenraupen geschenkt und beobachtet fasziniert deren Entwicklung zum Seidenspinner. Für weitere Forschungen sammelt sie Raupen heimischer Schmetterlingsarten mitsamt ihren Nahrungspflanzen in der freien Natur. Die Verwandlung der Insekten hält sie in einem Skizzenbuch fest.

Das naturwissenschaftliche Interesse ihrer Tochter an „Ungeziefer“ war bei der Mutter ebenso unerwünscht wie deren künstlerische Begabung. Also begann Maria Sibylla heimlich auf dem Dachboden zu zeichnen. Als der Stiefvater ihr Talent entdeckt, fördert er sie, indem er sie in seinem Atelier eine Ausbildung im Malen, Zeichnen und Kupferstechen machen lässt.

Die Illustrationen zu diesem Artikel stammen aus einer Faksimile-Ausgabe des zweiteiligen, 1679 und 1683 erschienenen Buchs „Der Raupen wunderbare Verwandelung“ von Maria Sibylla Merian. Wer mehr über diese außergewöhnliche Frau wissen möchte, dem sei als Einstieg der Wikipedia-Artikel empfohlen.

Damit auch in Zukunft junge Forscher*innen Natur beobachten können, setzt sich der BUND Frankfurt mit diversen Projekten für den Erhalt der Artenvielfalt ein. Mitmachen ist für Menschen jeden Alters möglich: Für Erwachsene gibt es ein breites Spektrum an ehrenamtlichen Betätigungsfeldern, in mehreren Kindergruppen werden die Jüngsten an Umwelt- und Naturschutzthemen herangeführt und Teenager und junge Erwachsene engagieren sich bei der BUNDjugend Hessen.


Bilder aus:
Maria Sybilla Merian, Armin. Geus: Der Raupen wunderbare Verwandelung. Harenberg, 1986. ISBN: 3883793310


BBoe, BUND Ortsverband Frankfurt-West

 

Dichter, enger, lauter – Wohnen in Frankfurt 2030


Spätestens seit dem 22. November 2016, dem auf dem Riedberg veranstalteten Stadtentwicklungsforum „Nördliche Stadtteile“, muss man wissen, dass wir, alle Frankfurter, einer enormen Verdichtung und Erweiterung der Baumassen im Stadtgebiet entgegensehen. Und diese Vermehrung des umbauten Raums wird nicht lange auf sich warten lassen. Denn seit 2001 hat die Bevölkerungszahl Frankfurts um rund 100.000 Personen – das ist die Einwohnerschaft Offenbachs – zugenommen und gemäß der aktuellen städtischen Bevölkerungsprognose soll sie bis 2030 abermals um die Größe der Nachbarstadt auf dann 810.000 Menschen wachsen.

Um diese vielen Menschen ordentlich zu beherbergen, müssten nach Berechnungen des Planungsamtes 90.000 neue Wohnungen gebaut werden, unter günstigen Bedingungen aber auch 30.000 weniger, wenn das Umland den nötigen Platz für sie einräumt. In jedem Falle würde der heute noch unbebaute Frei- und Naturraum innerhalb der engen Gemarkungsgrenzen Frankfurts sehr erheblich schrumpfen. Auch innerhalb der heute schon besiedelten Flächen würden es durch An- und Zubauten enger und mit den hinzukommenden Autos auch lauter.

„Wir haben kein Entwicklungspotenzial im Außenbereich“, es sei denn durch „Tabubruch“, sagt der Frankfurter Planungsdezernent Mike Josef. Und Tabubruch heißt hier im Wesentlichen, die noch vorhandenen Ackerflächen mit Siedlungen überbauen, Ackerflächen, die heute noch das Umfeld und das weniger eingeschnürte Lebensgefühl nördlicher Stadtteile prägen. Die Abbildung „Räumliche Synenergien“ im „Statusbericht Frankfurt 2030“ (S. 67) kennzeichnet diese Ackerflächen nahezu sämlich als „Suchräume“ für eine „Potenzielle Stadterweiterung“. Die Stadtplanung macht gar kein Hehl daraus, dass die Erweiterung der Siedlungsflächen in diese Gebiete hinein ein Verlust an Natur- und Erholungsräumen bedeutet und zudem mit den gesetzlich verankerten Zielen des Arten- und Biotopschutzes in Konflikt tritt. (Statusbericht Frankfurt 2030, S.68)

„Wir brauchen 400 Hektar für einen neuen Stadtteil“, sagt der Frankfurter Planungsdezernent, und diese 400 Hektar gibt es am Stück nur im Frankfurter Norden (also auf dem Pfingstberg?). Das Planungsamt sucht zugleich für mindestens viermal mehr Menschen neuen Wohnraum, als sie der über 266 Hektar ausgebreitete neue Stadtteil Riedberg beherbergt (15.000). Heißt dies, dass Wohnhäuser am Ende sieben, acht, neun Stockwerke hoch gebaut werden und diese Wohntürme ganz eng beieinander stehen?

Der Autor Dr. Dietrich Jörn Weder plädiert dafür, dass der BUND Frankfurt sein Augenmerk vorrangig auf diese Planungen mit ihren Folgen für die Umwelt- und Lebensqualität der Menschen richtet und sich nicht zu sehr auf die Beschäftigung mit dem Kleinklein des Restgrüns abdrängen lässt.

(Wer sich mehr in das Thema vertiefen will, mag die längere Ausarbeitung des Autors „Städtebau und Stadtnatur“, einsehbar im Internet, lesen und unter Nennung des Autors auch anderweitig verwenden).
 

Dr. Dietrich J. Weder, Ortsverband Frankfurt-Nord

 

Jahresprogramm der BUNDjugend Hessen ist da!



Das neue Jahresprogramm der BUNDjugend Hessen ist da! Neben den bewährten Freizeiten für kleine und große Naturforscher*innen ist wieder eine Lama-Tour durch die Rhön im Programm. Außerdem wird es wieder eine „Querfeldein“-Freizeit in der ursprünglichen Natur Osthessens geben. In der Kommune Niederkaufungen bei Kassel erproben wir „Gelebte Nachhaltigkeit“ und schon im Februar könnt ihr beim „Koch- und Back-Wochenende“ vegan-vegetarisch Kochen lernen.

Für Teamer*innen bieten wir wieder eine Jugendleiter*innen-Schulung an, die diesmal aus 3 Seminarteilen besteht. Außerdem könnt ihr euch bei zahlreichen Fortbildungen für euer Engagement bei der BUNDjugend oder in einer Kindergruppe des BUND qualifizieren: Gruppenpädagogik, konstruktiver Umgang mit Konflikten und Kreatives in der Kindergruppe stehen auf dem Programm.

Natürlich wird es wieder für alle umweltinteressierte Leute zwischen 13 und 26 Jahren ein Eine-Erde-Camp geben (27. Juli – 3. August), diesmal zum Themenschwerpunkt „Widerstand – wirksam werden!“ in der Burgruine Lißberg im Wetteraukreis.

Hier findest du unser Programm als pdf-Version: BUNDjugend_Hessen_Programm_2017 (pdf)

Anmelden kannst du dich für alle Freizeiten und Seminare ab sofort online über die angewählte Veranstaltung

Wenn du unser neues Programm als Papierversion bestellen möchtest, schick uns bitte eine email mit deiner vollständigen Adresse. Übrigens: wenn du 2016 Jahr bei einer Freizeit, dem Eine-Erde-Camp oder einem Seminar dabei warst, schicken wir dir das neue Programm direkt zu.

Kontakt:
BUNDjugend Hessen
Geleitsstraße 14
60599 Frankfurt
069-67737630
bundjugend.hessen@bund.net
www.bundjugendhessen.de

 

"Wir haben es satt" - Aktionstag am 14. Januar in Frankfurt - Großdemo in Berlin am 21. Januar



Gesundes Essen, bäuerlich-ökologische Landwirtschaft und fairer Handel - das sind schon seit Jahren wichtige Forderungen des BUND. Dafür demonstrieren wir 2017 schon zum 7. Mal auf der Großdemonstration unter dem Motto "Wir haben es satt" in Berlin, diesmal am 21. Januar.

In Frankfurt wird vorher ein gemeinsamer Aktionstag von BUND und BUNDjugend stattfinden: am 14.1. werden wir ab 14 Uhr mit einer bunten, mobilen Aktionsgruppe vom Frankfurter Römerberg aus durch die Innenstadt ziehen und auf die Thematik aufmerksam machen. Wer Lust hat, bei uns mitzumachen, sollte sich bei Annette Strohmeyer vom BUND Hessen melden: annette.strohmeyer@bund-hessen.de oder 069-67737615 .  Die Aktionsgruppe trifft sich am 14.1. bereits um 11.30 Uhr zur Aktionskoordination in der Geschäftsstelle des BUND Hessen in Sachsenhausen, Geleitsstraße 14.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Wer mit nach Berlin fahren will, dem bieten wir zwei Möglichkeiten: Der BUND Hessen fährt am 21. Januar mit einem eigenen Demo-Bus. Start ist um 4 Uhr in Frankfurt.

Anmeldung: >>> Hier <<<

Die BUNDjugend Hessen fährt bereits am 20. Januar nach Berlin und verbindet die Demo schon traditionell mit einem großen BUNDjugend-Aktiventreffen. Rückfahrt ist am 22. Januar.

Infos und Anmeldung: >>> Hier <<<
 

Barbara Michalski, Freiwilligenkoordinatorin BUND Hessen
 

 

Termine, Termine, Termine

 

Baumschnittkurs – Theorie und Praxis


Donnerstag, 19. Januar 2017, 19:30 Uhr (Theorie)
Freitag, 20. Januar 2017, 15- 17 Uhr (Praxis)

 
Der BUND Ortsverband West lädt alle Interessierten zu einem Baumschnittkurs ein. Was Sie schon immer über diese Schnittkunst erfahren wollten, lernen Sie bei uns. Die Referentin Dipl.-Ing. Barbara Helling, Geschäftsführerin des Main-Taunus Streuobst e.V., erläutert im zweiteiligen Kurs Theorie und Praxis der Baumschneidekunst.

Kosten 10,00 € pro Person, Mitglieder und Förderer des BUND 5,00 €
Treffpunkt Donnerstag im kath. Pfarrheim St. Josef, Schleifergasse 2 - 4, Frankfurt-Höchst;
Freitag auf der Streuobstwiese des BUND Ortsverband West im Sossenheimer Unterfeld
Anmeldung erforderlich ab Dezember 2016, ab 18.00 Uhr
Kontakt Jutta Erich | 069-38 08 150 | jutta.erich@bund-frankfurt.de

 



Herausgeber:
 Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) - Kreisverband Frankfurt, eine Untergliederung des BUND Hessen e.V.

Kontakt: geschaeftsstelle@bund-frankfurt.de

Weitere Informationen finden Sie unten unter  " Home   |   Kontakt   |   Impressum ".

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