BUND-News Januar 2014
 
 

 

BUND-Frankfurt Newsletter / Januar 2014

 




Zu Neujahr (von Wilhelm Busch)


Will das Glück nach seinem Sinn
dir was Gutes schenken,
sage dank und nimm es hin
ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,
doch vor allen Dingen
Das, worum du dich bemühst
möge dir gelingen.







Liebe Leserinnen und Leser,

das neue Jahr ist schon wieder ein paar Tage alt, aber für unsere Neujahrswünsche ist es sicher noch nicht zu spät. Ich könnte jetzt eine lange Liste schreiben, was ich Ihnen alles für das neue Jahr wünsche -  ich mache es aber nicht, denn Sie kennen Ihre Wünsche am Besten. Da schließe ich mich lieber Wilhelm Busch an: möge Ihnen alles gelingen, worum Sie sich bemühen.


Wir, vom BUND Kreisverband Frankfurt, wünschen Ihnen viel Glück und Gesundheit im neuen Jahr!


Und nun wieder viel Spaß beim Lesen des Newsletters.

Weitere interessante Artikel und Informationen finden Sie wie immer auch unter
www.bund-frankfurt.de 

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Foto:  © Katharina Wieland Müller / pixelio.de



 

Veranstaltungsnachlese, News, Ankündigungen

 

Aufruf zur Diskussion: Was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit?



Nachhaltigkeit – ein Begriff, der in aller Munde ist und sich scheinbar als Accessoire einer jeden menschlichen Tätigkeit eignet. Vom nachhaltigen Tourismus, nachhaltigem Konsum, nachhaltigem Unternehmenserfolg, nachhaltigem Investment oder sogar nachhaltigen IT-Lösungen ist da die Rede – auch wenn keiner genau weiß, was damit gemeint, geschweige denn, ob der Begriff passend platziert ist.

Die Nachfrage nach der Nachhaltigkeit ist groß und ihr Wert scheint inflationär[1]. Sind nachhaltige Unternehmenslösungen nicht etwas völlig Widersprüchliches oder zumindest in ihrer Bedeutung deutlich von beispielweise nachhaltiger Lebensführung zu unterscheiden? Auf welchen Konzepten fußen die jeweiligen Zusammenstellungen der Begriffspaare und wie erkennt man, was gemeint ist?

Zwar gab die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung im sog. Brundtland-Bericht aus dem Jahr 1987 der Nachhaltigkeit eine klare Definition:

  • "Nachhaltig ist eine dauerhafte Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können".

Ob der Gebrauch des Wortes heute jedoch noch in jedem Fall dieser Bedeutung entspricht, ist mehr als fraglich. Das gängige Drei-Säulen-Modell, das die Nachhaltigkeit als einen Gleichklang aus ökologischen, ökonomischen und sozialen Belangen beschreibt, ist zunehmend in die Kritik geraten. Fachleute und Menschen, die Nachhaltigkeit im oben zitierten Sinne verstehen, verwenden den Begriff kaum noch und fordern seine Neubearbeitung.

Ein Ansatz einer Neubewertung bietet beispielsweise das Zwei-Säulen-Modell, bei dem die Ökologie nicht mehr eine „gleichberechtigte“ Säule, sondern die essentielle Grundlage der beiden anderen ist. Vor allem wenn es um den Schutz der biologischen Vielfalt geht, erscheint dieses Modell zunächst passender. Denn die natürlichen Lebensgrundlagen als Voraussetzung des Lebens auf der Erde begrenzen die Umsetzungsmöglichkeiten der ökonomischen und sozialen Ziele nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit.

Wirtschaftliche Prosperität und sozialer Ausgleich können langfristig nur innerhalb der ökologischen Belastungsgrenzen erzielt werden[2]. Die Diskussion beinhaltet auch die Frage nach der Substituierbarkeit von Naturkapital, d.h. jene bezüglich der starken oder schwachen Nachhaltigkeit.

Gerne würden wir im BUND Frankfurt stärker dieses Thema diskutieren, denn die „Nachhaltigkeit“ hat auch bei uns einen festen Platz. Leider kommen wir jedoch meist nur am Rande dazu, solcherart konzeptionelle Diskussionen zu führen. Daher möchten wir dazu anregen, das gängige Drei-Säulen-Modell in einer größeren Runde zu diskutieren und laden alle Interessierten dazu ein, sich zu beteiligen.

Bei Interesse, einfach eine E-Mail an die Ansprechpartnerin schicken.


Katja Heubach, Kreisverband Frankfurt
Leitung des Projekts „Bio in die Restaurants“

Katrin Jurisch, Kreisverband Frankfurt
Projekte: Stadtnaturschutz und Urbanes Gärtnern

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[1] Die Redaktion 2012. Parallaxe: Die dunkle Seite der Nachhaltigkeit. AGORA 42: S. 9-11.
[2] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.) 2007. Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt.
Bild: hitech.bfh.ch/de/archiv/hitech_22009/wirtschaftskrise_als_chance.html
 


Termine, Termine, Termine

 

Baumschnittkurs



Donnerstag, 16. Januar 2014 , 19:30 Uhr - 21:00 Uhr (Theorie)
Freitag, 17. Januar 2014 , 15:00 Uhr - 17:00 Uhr (Praxis)


Veranstalter:
BUND Ortsverband Frankfurt West
Ort: Kath. Pfarrheim St. Josef, Schleifergasse 2–4, Frankfurt-Höchst, die Praxis auf der Streuobstwiese des BUND im Sossenheimer Unterfeld.

Der BUND Ortsverband Frankfurt West lädt alle Interessierten zu einem Baumschnittkurs ein. Was Sie schon immer über diese Schnittkunst erfahren wollten, lernen Sie bei uns.

Die Referentin Dipl.-Ing. Barbara Helling, Geschäftsführerin des Main-Taunus Streuobst e.V., erläutert im zweiteiligen Kurs Theorie und Praxis der Baumschneidekunst.

Kosten: 10 € pro Person, Mitglieder und Förderer des BUND 5 €

Kontakt und Anmeldung: Jutta Erich, Tel. (069) 3808150, Anmeldung erforderlich ab Dezember 2013, ab 18.00 Uhr.

 

Führung: „Knospenspaziergang“


Sonntag, 09. Februar 2014 , 14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Viele Laubbäume erkennen wir besonders gut an ihren Blättern. Im Winter ist eine Unterscheidung folgerichtig ungleich schwieriger, glaubt man. Dass Knospen, Zweige und Borke eine Fülle von guten Unterscheidungsmerkmalen bieten, erfahren wir auf einem Spaziergang durch den Schwanheimer Wald.

Treffpunkt: Endhaltestelle „Rheinlandstraße“ der Straßenbahnlinie 12
Dauer: ca. 2 Stunden
Kontakt: Heidi Wieduwilt, Tel. (069) 302535 oder (0175) 8932950





Herausgeber:
 Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) - Kreisverband Frankfurt, eine Untergliederung des BUND Hessen e.V.

Kontakt: geschaeftsstelle@bund-frankfurt.de

Weitere Informationen finden Sie unten unter  " Home   |   Kontakt   |   Impressum ".

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