Blumenwiesen sind

artenreich,

langlebig und

ästhetisch

 

• Das Blumenwiesenprojekt, Detaillierte Beschreibung, Stand Dezember 2005,

pdf-Datei zum Download (54 KB)

 

Übersicht aller Blumenwiesen und der auf ihnen vorkommenden Pflanzenarten (Stand 2005), pdf-Datei zum Download (34 KB)

 

Foto-Übersicht aller Blumenwiesen, Stand 2005

 



Oasen im Asphalt


Kräftiges Rosa, zartes Lila, leuchtendes Gelb, strahlendes Weiß und ätherisches Blau - so lachen uns die Wiesen in Frankfurt-Süd an. Wir bewundern Karthäusernelke, Ackerwitwenblume, Hornklee, Margerite, Wiesensalbei, Glockenblume und viele andere.  Sie wachsen neben dem Asphalt einer Hauptverkehrsstraße und in der Wendeschleife einer Straßenbahnlinie. Gesät, gepflanzt oder als Pflanzmatte verlegt wurden sie seit 2000 im Rahmen der Lokalen Agenda 21 unter der Ägide des BUND Frankfurt-Süd, der sie auch weiterhin betreut.

 

Heute - an einem sonnigen Tag im Mai - zeigt uns John Dippell, der Vorsitzende des BUND-Kreisverbandes Frankfurt und Mitinitiator der Aktion, im Rahmen einer Führung stolz die kleinen Oasen mitten in der Stadt. Er erklärt uns, dass die 5 verschiedenen Wiesen - je nach Standort - unterschiedliche einheimische Arten beherbergen und dass die biologische Vielfalt auch im menschlichen Siedlungsgebiet wichtig ist. Die Pflanzen vermehren sich selbst und sind eine beliebte Weide bei Hummeln und Schmetterlingen.  Aus diesem Grunde werden die Wiesen auch nur zwei Mal im Jahr gemäht.  Ganz abgesehen davon sind die Blumen ein ästhetischer Genuss, der auch bei Menschen, die von Haus aus nichts mit Naturschutz zu tun haben, das Interesse an Flora und Fauna weckt.

 

John Dippell würde gerne noch weiteres monotones Straßenbegleitgrün in bunte kleine Paradiese umwandeln und damit der Natur ein Stückchen Stadt zurückgeben. Er freut sich über Blumenfreundinnen und -freunde, die ihn dabei unterstützen.

 

Ansprechpartner: John Dippell, Tel. 069/63 53 17.

 

Text und Fotos: Regine Müller



John Dippell zeigt den Teilnehmern des Spazierganges einige Blumen, die auf den vom BUND betreuten Wiesen wachsen.


So wunderschön sind die Wiesen des BUND. Hier Margeriten und Karthäusernelken.




Eine neue Blumenwiese entsteht in Sachsenhausen


Am 5. Mai 2007 war es endlich so weit. Nach wochenlanger Trockenheit war Regen angekündigt. Man konnte es also wagen Saatgut auszubringen. Insgesamt 8 Kilogramm Blumenwiesen-Saatgut galt es, auf 2000 Quadratmetern gleichmässig auszubringen. Weil Profis das am besten können, hatte der BUND OV FFM-Süd einen Gartenbaubetrieb engagiert. Während es beim Aussäen auf die richtige Technik ankam, waren beim anschliessenden Walzen der Fläche Kraft und Ausdauer gefragt.

Bereits im April hatte das Grünflächenamt die erforderlichen Erdarbeiten durchgeführt, so dass die Fläche in der Stresemannallee (Sachsenhausen) für die Einsaat vorbereitet war. Das Saatgut wurde aus einer Spende der Stiftung Hessischer Naturschutz finanziert.

So trocken das Frühjahr 2007 war, so feucht war der darauffolgende Sommer. Somit waren die Keimbedingungen für die neue Blumenwiese optimal.

Bereits ab August kamen Klatschmohn, Kornblume, Leimkraut, Wilde Möhre, Moschusmalve, Färberkamille, Wiesenflockenblume u. a. zur Blüte. Die meisten der insgesamt 48 Kräuter- und 8 Gräser-Arten werden jedoch erst 2008 erblühen.




Aussaat von Hand



Mohnblüte nach 3 Monaten




Frankfurter Umweltpreis 2006




Der Frankfurter Umweltpreis 2006 der Carl & Irene Scherrer Stiftung ist am 3. Mai 2007 bei herrlichem Frühlingswetter an die Stadtteilgruppe Sachsenhausen der Frankfurter Lokalen Agenda 21 verliehen worden, die auf dem ehemaligem Abstandsgrün im Kreuzungsbereich der Stresemannallee / Mörfelder Landstraße eine blühende Wildblumenwiese angepflanzt hat.
Weitere solcher Flächen befinden sich in direkter Nachbarschaft, z.B. entlang der Stresemannallee.
Stellvertretend für die Agenda-Akteure in Sachsenhausen nahm Herr Dr. John
Dippell den mit 1000,- € dotierten Umweltpreis aus den Händen von Carl und Irene Scherrer, den beiden Organisatoren der gleichnamigen Frankfurter Umweltstiftung, in Empfang. Eigens aus Kassel angereist, konnte sich auch der Begründer der Stiftung, Herr Prof. Dr. Christoph Scherrer, vom Erfolg der Aktion vor Ort überzeugen.

Neben verschiedenen Gräsern blühen derzeit z.B. der gelbe Klappertopf, der
Wiesensalbei und die Karthäuser Nelke. Das Agenda-Projekt in Sachsenhausen zeigt, dass es auch im städtischen Bereich immer wieder möglich ist, Umweltschutz und die Vielfalt der heimischen Flora und Fauna augenfällig zur Geltung zu bringen. Das Preisgeld soll laut Aussage von Herrn Dr. Dippell direkt wieder in weitere Umweltschutzprojekte dieser Art investiert
werden.

Weitere Informationen erhalten Sie von Herrn Carl Scherrer (069-595740) und Herrn Dr. John Dippell (069-635317)

 





Stresemannallee - nördlicher Abschnitt


Stresemannallee - südlicher Abschnitt

Geographische Lage der zum Projekt gehörenden Blumenwiesen


 

Im nördlichen Abschnitt der Stresemannallee befinden sich Grünflächen sowohl nördlich als auch südlich der Bahnlinie.

 

Nördlich der Bahnlinie liegt eine Verkehrsinsel, die 2002 im Rahmen einer Pflanzaktion mit Wiesenstauden bepflanzt wurde. Zusätzlich wurde nach Bauarbeiten 2004 mit einer Samenmischung (Syringa Samen) teilweise neu eingesät.

 

Südlich der Bahnlinie befinden sich größere Flächen von Straßenbegleitgrün, deren Eigentümer das Strassenbauamt ist. Auf der kleineren Fläche Ecke Tiroler Strasse wurde 2004 erstmals die Bepflanzung mit Blumenmatten getestet.

 

Die große Fläche, an die sich südlich der Abenteuerspielplatz Wildgarten anschliesst, soll 2007 komplett neu als Blumenwiese angelegt werden (Stellungnahme des Magsitrats

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Kreuzung zwischen Stresemannallee und Mörfelder Landstrasse wird auch Riedhofkreisel genannt (im Bild ganz oben). Die Grünfläche im Zentrum des Kreisels wird durch die Strassenbahngleise in zwei Teile zerschnitten. Der westliche Teil wurde 2003 mit Wiesenstauden bepflanzt, der östliche 2004 nach Bauarbeiten teilweise neu eingesät.

Südlich der Gablonzer Strasse beginnt der Frankfurter Grüngürtel. Die Flächen entlang des Luderbachs werden seit 2004 extensiv gepflegt. Hier kommt noch das Wiesenschaumkraut vor (Blume des Jahres 2006).

Die Wendeschleife der Strassenbahn Nähe Louisa (im Bild ganz unten) wird von der vgf gepflegt. 2005 wurden hier im Rahmen einer Aktion Blumenmatten gepflanzt.




Blumenwiesen-Impressionen aus 2006





Blumenwiese Mitte Mai in der Stresemannallee (Nord) mit Wiesensalbei und Esparsette



Und eine Woche später mit Margeriten




Bilder von der Blumenmatten-Pflanzaktion im April 2004











...und einige Monate später









 



Eine weitere Arbeitsgruppe der Lokalena Agenda 21 Sachsenhausen befasste sich mit dem Thema Konsum und Eine Welt

Für den Schul- oder Konfirmandenunterricht steht eine Kakaokiste zur kostenlosen Ausleihe bereit. Damit kann am Beispiel von Schokolade das Thema "Fairer Handel" für Kinder und Jugendliche altersgerecht vermittelt werden. Für weitere Informationen bitten wir Lehrer, Erzieher, Pfarrer, Jugendgruppenleiter u.a. Interessenten um Kontaktaufnahme.

Inventarverzeichnis unserer Kakaokiste zum Download, PDF-Datei (10 KB)

Ansprechpartner/Kontaktadresse Lernkiste Kakao:

Frau Karin Pfeifer (ZOE der EKHN)
Tel.: 069/976518-11, Fax:069/976518-19.
Zentrum Ökumene der EKHN,
Praunheimer Landstr. 206, 60488 Frankfurt
E-Mail:info(at)zoe-ekhn.de


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