AK-Wasser Jahresbericht für 2009


Endlich tut sich mal was. Langen und vielen Versprechungen folgen endlich Taten. Die größten Veränderungen  und Projekte stehen am Fluß-Rückgrat des AK-Wasser, der Nidda, an. Aber von oben nach unten. Nach der großflächigen Deichrückverlegung bei Flor- und Ilbenstadt (GFG-Seminar) wird jetzt eine ca drei Kilometer lange Vollrenaturierung zwischen Dortelweil und Gronau durchgeführt.

Und danach wären wir schon im Gebiet von Frankfurt.
Der große Bonameser Altarm wird endlich an den Durchfluß mit der Nidda verbunden, um ein künftiges Umkippen des Gewässers auszuschließen.
Auch die Bauarbeiten für die Flutmulde an der Mündung des Sossenheimer Dottenfeldgrabens sind im vollen Gange, nachdem sie durch die Aktivitäten der Siedlergemeinschaft im letzten Frühjahr erst einmal wieder gestoppt wurden.  Aber denen ihr Oberindianer ist jetzt "etwas müde geworden". Das war ein kurzer Überblick zu dem, was sich an der Nidda tut.

Am Main darf die Stadt an der Griesheimer Staustufe (Südseite) ein Umgehungsgewässer anlegen, das sicher effektiver sein wird als die nicht funktionierenden Fischtreppen. Im Uferbereich wird als Ersatzmaßnahme für den Riederwaldtunnel eine Kräuterwiese angelegt. Außerdem wird die "Lücke" im GrünGürtel am Mainufer westlich des Osthafens neu gestaltet und der Uferbereich ökologisch aufgewertet. Rainer Zimmermann vom Umweltamt wird beim KV Frankfurt zu diesem Thema im Frühjahr noch einen detaillierten Vortrag halten.

Der AK-Wasser und der OV-Frankfurt-West betreuen den Sulzbach in einer schon 10 Jahre dauernden Bachpatenschaft, die besonders in den warmen Monaten viel Zeit und Aufwand erfordert. Dazu gab es im Bereich Sulzbach / Nidda mittlerweile einige Führungen, u.a. eine öffentliche mit der SPD Frankfurt.

Am Liederbach gibt es zur Zeit krankheitsbedingt  leider keine funktionierende Patenschaft. Da das Gewässer mittlerweile des öfteren total trockenfällt, wurden verbliebene Fische in den Auskolkungen am Uferrand 2008 vom Angelverein Nied in die Nidda bzw. in die Altarme umgesetzt. 2009 kümmerte sich die Biologin Ina Maiwaldt um dieses Problem und fischte jede Menge Saiblinge, Bachschmerlen und Stichlinge zur Umsetzung aus dem Bach.

Die Patenschaft des Urselbaches ging in diesem Jahr von Carl Scherrer an Horst Friedrichs über.

Bei den jährlich anfallenden Wasserschauen, die für Frankfurter Gewässer vorgeschrieben sind, ist ein Teilnehmer des AK-Wasser immer dabei, ebenso bei den Wasserthemen im Ortsbeirat 6.

Um noch einmal über den Gartenzaun zu schauen, beteiligte sich der AK ebenso wie Mitglieder der Ortsverbände und des KV Frankfurt an einer Postkartenaktion, um die geplante fast flächendeckende Vergiftung von Maikäfern in südhessischen Wäldern zu stoppen. Durch diesen Gifteinsatz würde höchstwahrscheinlich auch die Qualität des Grundwassers nachhaltig beeinträchtigt. Tausende von Karten (und anderer Proteste) ließen die Umweltministerin Silke Lautenschläger doch noch rechtzeitig zurückrudern.

Das Schlussbild dieses Jahresberichtes geht natürlich mit entsprechendem Kommentar an die Frankfurter Saalbau. Vielleicht ändert sich dann doch noch etwas?

Richard Schmidt 



Beispiele aus den Aktivitäten des AK



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