Veranstaltungsnachlese, News, Ankündigungen ...

Winterwanderung zum Jahresauftakt des OV West 
Am 16. Januar 2010 wanderten 10 Aktive des BUND OV West im Hintertaunus durch eine Winterlandschaft. Die Wanderung diente als Jahresauftakt und Ideenaustausch für die kommenden Aktivitäten.
Start der Tour war an der Landsteiner Mühle bei Altweilnau. Von dort ging es erst einmal auf verschneiten Waldwegen steil bergauf nach Treisberg, einem der Wintersportorte des Taunus. Die Höhenmeter waren für unser jüngstes Mitglied Nico doch sehr anstrengend, so dass er die Mitwanderer mit flehendem Blick immer wieder zum Ziehen seines Schlittens – mit ihm darauf - aufforderte.
Von Treisberg aus ging es erst einmal bergab nach Finsterntal. Jetzt erwies sich der Schlitten für Nico als gutes Hilfsmittel immer als erster und schnellster den Berg hinunter zu kommen. Ab Finsterntal ging es wieder leicht bergan nach Altweilnau und von dort auf dem Weiltalweg, entlang der vollständig vereisten Weil, zurück zur Landsteiner Mühle. Bei leckerem Essen und Getränken wurden die nächsten Aktionen geplant.
Alle waren sich einig, dass es ein schöner Tag im winterlichen Taunus war. Zu diesem Zeitpunkt hatte noch keiner von uns eine Ahnung davon, dass wir selbst in Frankfurt "Schnee satt" bis fast Ende Februar bekommen sollten. Trotzdem werden wir eine ähnliche Wanderung im nächsten Winter wieder einplanen.
Andreas Müller, Ortsverband Frankfurt-West

Ausstellung vom BUND in der Stadtkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Höchst
Unter dem Motto „Die Schöpfung bewahren“ gab es am 6. Februar erstmals eine gemeinsame Veranstaltung der Evangelischen Kirche in Frankfurt-Höchst und des BUND Ortsverbandes Frankfurt-West.
Nach der Orgelmusik zur Marktzeit als „Vorprogramm“ brachte es Pfarrerin Ulrike Schweiger vor zahlreich erschienenen Gästen auf den Punkt: Naturschutz ist auch Klimaschutz, und die Diskussion um den kommenden Klimawandel hat mittlerweile alle Schichten erreicht. Gerade wir Christen haben dafür zu sorgen, dass auch die nachkommenden Generationen ein menschenwürdiges Leben auf dieser Erde haben.
Dazu haben die Mitglieder des BUND Ortsverbandes Frankfurt-West, zusammen mit dem Vorbereitungsteam der Kirche eine Ausstellung über Arbeiten im lokalen Naturschutz aufgestellt.
So gehören beispielsweise Streuobstwiesen seit Jahrhunderten zu bäuerlichen Traditionen und gewährleisten die Versorgung der Bevölkerung mit Obst. Die Bäume werden weder gespritzt noch künstlich gedüngt und garantieren – so die vorsitzende Gabriele Rauch in ihrer Einführung – deshalb unbedenklichen Verzehr oder Weiterverarbeitung in Bioland-Qualität.
So eine Wiese im Sossenheimer Unterfeld hat der BUND von der Stadt Frankfurt gepachtet und das damals verwilderte Areal wieder in einen brauchbaren Zustand gebracht. Die Ausstellung in der Kirche zeigte eine außerordentliche Vielfalt des Tierlebens im Bereich der hohen Bäume, denn funktionales Spalierobst gibt es hier nicht. Dafür rauhe Rinde und jede Menge Astlöcher als Lebensraum für Garten- und Siebenschläfer, Wendehals und Grünspecht, Fledermäuse und Hornissen. Für den Steinkauz wurden zusätzliche Niströhren aufgehängt und für Bienen und Schwebfliegen ein „Immenhotel“ gebaut, wo diese nützlichen Insekten ihre Eier ablegen können (extra Schautafel).
In einem großen künstlichen Apfel wird das vielfältige Tierleben noch mal akustisch dargestellt.
So gab es zwischen Besuchern und Veranstaltern viel Zeit für ausführliche Diskussionen vor einem schönen Streuobstwiesen-Buffet mit Äpfeln und Brezeln, Säften und vor allem einem guten „Stöffche“.
Ein weiteres Thema waren die Windkraftanlagen, an denen der BUND beteiligt ist. Aber zu diesem Thema, einschließlich Energiesparen und Gebäudedämmung, gibt es am Dienstag, den 9. März um 20 Uhr einen Vortrag vom Energiereferat des Umweltamtes der Stadt Frankfurt, auch in der Stadtkirche.
Richard Schmidt, Ortsverband Frankfurt-West

Krötenzaun an der Vilbeler Landstraße in Frankfurt
Auch in diesem Jahr baut die Naturschutzgruppe Seckbach ihren ca. 400 Meter langen Amphibienzaun an der Vilbeler Landstraße auf. Der Aufbau ist wetterabhängig und für Ende Februar, Anfang März geplant.
Sowohl für das Aufbauen als auch für das tägliche Kontrollieren der Einfangeimer wird noch Unterstützung gesucht.
Freiwillige Helfer können sich bei Jürgen Kalisch (069- 4193821; Juergen.Kalisch@gmx.de) melden.
Jürgen Kalisch, Naturschutzgruppe Seckbach

Blick über den Tellerrand hinaus: erfolgreicher Bürgerentscheid gegen ein umstrittenes Baugebiet in Liederbach
Am 24. Januar 2010 wurde beim Bürgerentscheid gegen ein Baugebiet in Liederbach durch den BUND und die örtliche Bürgerinitiative ein großer Erfolg erzielt. Weit über 30 Prozent der Wahlberechtigten stimmten für den Erhalt der alten Streuobstbestände im Regionalen Grünzug.
Im Frühjahr 2009 begannen mit einer Begehung des geplanten Baugebietes die Aktivitäten des OV Kelkheim / Liederbach. Nach dem Parlamentsbeschluss im September den Bebauungsplan auszulegen, wurden innerhalb von nur 4 Wochen durch den BUND und die BI mehr als die doppelte Anzahl der für die Durchführung des Bürgerbegehrens notwendigen Unterschriften gesammelt und der Bürgermeisterin übergeben.
Die Gemeinde beschloss im November 2009 über das Bürgerbegehren am 24. Januar 2010 entscheiden zu lassen, so dass dem BUND und der BI gerade noch 10 Wochen für den „Wahlkampf“ bleiben. Es wurde zunächst den Bürgern eine Ortsbegehung angeboten. Durch die fachliche Unterstützung von Sonja Gärtner vom Landesverband wurde den Teilnehmern und der örtlichen Presse deutlich gemacht, wie wertvoll und schützenswert alte Streuobstbestände in unserer Region sind. Durch die Begehung wurden nochmals Aktive und auch Spender gewonnen, aber auch mit Informationsständen, Pressearbeit und Informations-Flyern für alle Haushalte wurden die Liederbacher für die Abstimmung mobilisiert.
Selbst starker Schneefall und Glätte konnten dann am 24. Januar 2010 die Bürger nicht davon abhalten ihr deutliches „Nein“ durch die Abstimmung mit „Ja“ zum Bürgerbegehren auszudrücken.
Die Pläne für das Baugebiet liegen damit erst einmal für die kommenden 3 Jahre auf Eis, die Bürgermeisterin hat jedoch schon angekündigt, die Bebauung auf alle Fälle zu realisieren. Der OV Kelkheim / Liederbach wird sich also auch zukünftig mit diesen unsinnigen Planungen beschäftigen müssen.
Mit Unterstützung der örtlichen Bürgerinitiative und den Mandatsträgern der Oppositionsparteien werden wir versuchen, die umstrittene Fläche aus dem Regionalen Flächennutzungsplan zu streichen. Wenn im Jahr 2011 ein neues Gemeindeparlament gewählt ist, stehen die Chancen dazu gut.
Ortsverband Kelkheim / Liederbach Manfred Guder und Andreas Müller

Bericht der Mauersegler-Initiative
Liebe Mauersegler Freundinnen und Freunde,
Schnee, Eis und Kälte bei uns in Frankfurt. Und wo treiben sich jetzt unsere Mauersegler rum?
Im warmen Afrika, mit hoffentlich gutem Futterangebot, damit sie Kraft sammeln und alle wieder gesund zu uns zurück kehren.
In Frankfurt haben wir 2009 den Seglern neue Heimstätten geschaffen: 126 neue Brutplätze, in der Hoffnung, dass alle gefunden werden.
Hier der Bericht unserer Segler-Initiative (2,65 MB). Für Kritik und Anregungen sind wir dankbar.
Ingolf Grabow, Frankfurter-Segler-Initiative und BUND Gebietsbeauftragter für Heddernheim und Umgebung

Erholung, Erlebnis und Freizeit für Kinder und Jugendliche
BUNDjugend verschickt Programm 2010 !
Ein buntes Programm aus Kinder- und Jugendfreizeiten, Seminaren, Fortbildungen und einem großen Eine-Erde-Camp bietet die BUNDjugend 2010 an:
Neben bewährten Angeboten wie das Planwagencamp Feldberger Seen für Jugendliche von 10 bis 13 Jahren und die Bauernhof-Freizeit für 9-12jährige in den Sommerferien gibt es zahlreiche neue Programmpunkte wie eine Fahrt für Jugendliche ab 16 Jahren nach Polen/Masuren, eine Kinderfreizeit in der Rhön oder die Sommerfreizeit "Sonne, Wasser, Badespaß" in Ratzeburg. Draußen sein und die Natur erleben steht auch bei verschiedenen Naturforscher-Freizeiten für Kinder im Vordergrund.
Seminare zu aktuellen Themen wie Klimaschutz, Globalisierung und kritischer Konsum werden für Jugendliche ab ca. 16 Jahren angeboten und mit Methoden aus Theaterarbeit oder Planspielen jugendgerecht und spannend aufbereitet. Höhepunkt des Veranstaltungsjahres wird das Eine-Erde-Camp sein, das vom 3.-10. August auf der Burgruine Lißberg (Wetterau) stattfindet. Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 13 und 26 Jahren sind eingeladen, sich theoretisch und ganz praktisch mit einer nachhaltigen Lebensweise auseinanderzusetzen. Das Programm bietet thematische und kreative Workshops, eigene Gestaltungsspielräume sowie ein buntes Rahmenprogramm mit Kleinkunst und Lagerfeueratmosphäre, Bio-Kiosk, Camp-Tauschring und mehr.
Das Veranstaltungsprogramm 2010 kann kostenlos in der Landesgeschäftsstelle der BUNDjugend Hessen angefordert werden und steht im Internet unter www.bundjugendhessen.de als Download bereit. Kontakt und Infos: BUNDjugend Hessen, Ostbahnhofstraße 13, 60314 Frankfurt, Telefon 069-67737630 oder per email: bundjugend.hessen@bund.net.

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