Veranstaltungsnachlese, News, Ankündigungen ...

Apfelfest der Naturschutzgruppe Seckbach
Mäßiges Wetter und tolles Fest.
Alle zwei Jahre mobilisieren die Aktiven der Naturschutzgruppe Seckbach alle Kräfte. Der historische Kirchhof der Marienkirche wird zum Ort eines der schönsten Feste in Seckbach. Erntedank, Keltern, Kultur und regionale Produkte verschmelzen zum Apfelfest.
Der Rodgauer Schäfer Markus Metzger mit seinen Schafen sowie Annette Stahl mit ihrer alten Spindel waren der Blickfang für Jung und Alt. Wo kann man ansonsten Schafe streicheln und gleich nebenan erleben, wie natürlich gefärbte Schafwolle mit einem Spinnrad hergestellt wird? Das MainÄppelHaus verkaufte seine Bio-Äpfel und der Seckbacher Imker Peter Fehrenbach seinen Honig.
Und mitten drin die Stellwand der Naturschutzgruppe Seckbach mit ihren neuen Projekten: dem Fledermaushaus im Industriegebiet von Bergen-Enkheim, den Wildbienhotels der Familie Veit und den vielen anderen Aktivitäten zwischen Lohrberg und Seckbacher Ried.
Auch die Kultur kam nicht zu kurz: die Seckbacher Väterband, der Chor ehemaliger Helmholtzschüler, Herr Veit mit seiner Ziehharmonika und nicht zuletzt ReziBabbel mit Frankfurter Mundart machten das Fest zum Erlebnis.
Zum Schluss waren alle leer: die Kuchentheke, der Grill, der Bembel und die rund 20 Aktiven des Fests. Leer, aber glücklich.
Volker Rothenburger, Naturschutzgruppe Seckbach

Regionaler Flächennutzungsplan stellt neues Baugebiet in Seckbach dar
Vier Quadratmillimeter für viel Naturzerstörung.
Am östlichen Ortsrand von Seckbach soll ein neues Baugebiet entstehen, das ausschließlich hochwertige Biotope und Gärten betrifft. Die Umweltauswirkungen werden vom Planungsverband Frankfurt selbst als „sehr erheblich“ bewertet.
Im aktuell ausliegenden Regionalen Flächennutzungsplan (RegFNP) des Planungsverbandes Frankfurt/Rhein-Main wird in Seckbach ein neues Baugebiet durch eine vier Quadratmillimeter (!) kleine Fläche, die als „Wohnbaufläche – geplant“ markiert ist, planerisch vorbereitet.
Diese Miniaturdarstellung hat große Wirkung: Sollte der Plan in dieser Weise von der Verbandskammer des Planungsverbandes Frankfurt/Rhein-Main beschlossen werden, könnte die Stadt Frankfurt dort einen Bebauungsplan aufstellen und die Fläche bebauen lassen.
Schon vor zwei Jahren kritisierte der BUND Frankfurt die geplante Ausweisung im ersten Entwurf des RegFNP, weil das Gebiet ökologisch hochwertig ist und den historisch gewachsenen Ortsrand von Seckbach in optimaler Weise eingrünt. Die Hoffnung des BUND, dass die Stadt Frankfurt Abstand von der Bebauung nimmt, hat getrogen. Im Gegenteil: Die unveränderte Darstellung zeigt, dass die Stadt ernsthaft vorhat, das Gebiet zu bebauen.
Die Fläche liegt im Dreieck Leonhardsgasse/Wilhelmshöher Str./ehem. Straßenbahngleise der Linie 12. Alte Obstbäume, mächtige Nussbäume, dichte Hecken sowie Klein- und Hausgärten gestalten die Fläche zu einem ökologisch optimalen Übergang zwischen Bebauung und freier Landschaft. Gartenrotschwanz, Blindschleiche und Igel kommen in dem strukturreichen Gebiet vor. Obstbäume blühen im Frühjahr, Vögel zwitschern und Gärtner bauen ihr Gemüse an. Auch für die Kaltluftversorgung der Stadt ist die feuchte Fläche von großer Bedeutung. Die eigene Umweltprüfung des Planungsverbandes (Gebiet 55 R 185) hat für die Bebauung des Gebiets „sehr erhebliche Umweltauswirkungen“ prognostiziert.
Eine Bebauung wäre nicht nur für Pflanzen und Tieren bitter. Vor allem die Bevölkerung hätte gewaltige Nachteile. Genau neben dem geplanten Wohngebiet verläuft die alte Straßenbahntrasse, die in Kürze in einen Rad- und Fußweg umgebaut werden soll. „Promenade Seckbach“ heißt der Titel des Fußweges, der eindrucksvolle Ausblicke auf Seckbach und dessen vielgestaltige Umgebung bieten soll. Kommt das Baugebiet, geht schon zu Beginn des Weges der Blick auf alte Scheunen, Fachwerkhäuser und die alten Obstgärten verloren. Anstatt in prächtige Baumkronen und blühende Gärten, würden die Spaziergänger an die kahlen Hauswände von Neubauten blicken müssen. Wo sonst kann noch der traditionelle Übergang zwischen altem Dorfrand und freier Landschaft so eindrucksvoll erlebt werden?
Für den BUND ist es unverständlich, solche hochwertigen und heutzutage einmaligen Flächen als Neubaugebiet ausweisen zu wollen. Für wenige Häuser wird maximale Naturzerstörung in Kauf genommen. Zudem müsste die Stadt für den Natureingriff an anderer Stelle Ausgleich anbieten. Ein gewaltiger Planungs- und Verwaltungsaufwand zugunsten weniger Grundeigentümer. Und das auf Kosten der Seckbacher Identität und des lokalen Naturhaushalts.
Der BUND ist der Auffassung, dass das Gebiet so bleiben soll, wie es ist. Für den RegFNP bedeutet dies, die Ausweisung muss „Grünfläche – Wohnungsferne Gärten“ heißen.
Der RegFNP liegt noch bis zum 3. November aus (s. www.planungsverband.de). Der BUND hofft, dass viele Bürger in das schwierig zu lesende Planwerk schauen und sich über die Planungen in ihrer Umgebung informieren.
Volker Rothenburger, Naturschutzgruppe Seckbach

Wunderschöne Datura zu verschenken!
Dieses mal will ich noch etwas "In eigener Sache" in den Newsletter schreiben.
Ich suche einen neuen Besitzer für eine unserer beiden Datura. Wir haben zwei in dieser Größe (eine davon im Bild), beide selbst gezogen und gut 10 Jahre alt. Eine davon würden wir gerne - möglichst vor der Überwinterung - in gute Hände abgeben.
Sie muss im Keller überwintern, da Daturas nicht winterhart sind. Allerdings wird sie vor dem Einräumen tief abgeschnitten. Sie benötigt dann noch ein Plätzchen von ca. 40 mal 40 cm und 60-80 cm Höhe. Licht ist nicht erforderlich, da Daturas im Winter keine Blätter mehr haben und während der Winterruhe wird sie auch nur sehr wenig gegossen.
Auf dem Bild sieht man ganz gut, an einigen "Stummeln", die Rückschnitthöhe der letzten Jahre.
Im zeitigen Frühjahr kommt die Datura dann wieder ins Freie. Bald wird sie zu wachsen anfangen, bis sie wieder so groß wird wie auf dem Bild zu sehen. Um wirklich gut zu wachsen und zu blühen braucht sie dann alle zwei Wochen eine Handvoll Dünger (z.B. Blaukorn) und bei großer Hitze täglich viel viel Wasser. Dafür belohnt uns diese schöne Pflanze den ganzen Sommer über bis zum ersten Frost mit weit über 100 riesigen und abends wunderbar duftenden Blüten. Und besonders die Nachtfalter lieben diesen Duft.
10 Liter Wasser pro Tag säuft unsere Datura bei Hitze schon weg, aber wenn der Untersetzer groß genug und randvoll ist kommt sie auch mal zwei Tage ohne gießen aus.
Übrigens, meine Frau Monika (165 cm groß) habe ich für das Bild nur zur Größendemo dazu gestellt - die bleibt hier und ist NICHT abzugeben - ist ja auch leichter zu überwintern und braucht weniger Wasser :-)
Bei Interesse, an der Datura natürlich, einfach bei mir melden.
EMail: Hajo.kretz@t-online.de
Hajo Kretz, Ortsverband Frankfurt-West

|