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Unser Stand auf der "Garten 2009"
Auch der BUND Kreisverband Frankfurt beteiligte sich in diesem Jahr wieder auf der „Garten 2009“ vom 19. bis 22. März im Palmengarten.
Die diesjährige Ausstellung widmete sich insbesondere den Neubürgern in unserer heimischen Fauna und Flora, den sog. Neobiota. Unter Neobiota versteht man all jene Pflanzen- und Tierarten, die aus unterschiedlichen Gründen aus fernen Ländern auf den europäischen Kontinent gelangt sind.
Der BUND Frankfurt stellte mit seinem diesjährigen Beitrag eine jener problematischen Arten vor: die Rotwangen-Schmuckschildkröte. Als süße kleine Jungtiere im „Fachhandel“ gekauft, passen die ausgewachsenen Tiere (bis zu 35 cm Länge bei 4 kg Gewicht) oft nicht mehr in die heimischen Aquarien und werden in Folge in die nahen Fließgewässer oder Teiche ausgesetzt. Inzwischen findet man diese Tiere im Teich des Palmengartens, in der Nidda und in vielen Teichen im Frankfurter Stadtwald. Dort verdrängen Sie jedoch unsere einzige in Deutschland heimische Schildkrötenart, die „Europäische Sumpfschildkröte“.
Mit den Besuchern unseres Standes wurde diese Problematik in anregenden Gesprächen diskutiert. Den „echten“ Schildkrötenliebhaber unter diesen war die Problematik bewusst. Allerdings kamen auch viele Besucher mit der Frage:
- wohin kann ich denn meine Schildkröten abgeben … die waren beim Kauf ja so putzig klein, aber nun sind die ja so groß geworden … oder: - Rotwangenschildkröten habe ich auch … aber meine sind viel kleiner … werden die denn auch so groß??? Oh….. Was mache ich denn dann mit denen?
Ich denke es ist uns gut gelungen, die Besucher der Ausstellung mit einem ausgewachsenen Lebendexemplar der Rotwangen-Schildkröte für diese Problematik zu sensibilisieren und Aquarienbesitzer diesbezüglich kompetent zu beraten.
Für die Kinder war es natürlich ein Erlebnis, so ein großes Tier aus der Nähe zu sehen und wir konnten gleichzeitig die Eltern davor warnen, eine kleine putzige Schildkröte für das 50 cm Becken der lieben Kleinen zu kaufen – ohne sich vorher ausführlich über die Zukunft Gedanken zu machen. Immerhin werden diese Tiere bei guter Haltung weit über 40 Jahre alt.
Aber auch die Pflanzen kamen natürlich nicht zu kurz: In einem Gartenrätsel konnten die Besucher ihre Artenkenntnis an lebenden Exemplaren unter Beweis stellen! Etwa 150 bis 200 Besucher versuchten sich bei dieser Herausforderung. Schwer war es schon, denn die ausgestellten Pflanzen waren noch recht klein. Es gab 12 heimische Arten und 3 „zugewanderte“ Arten zu erkennen.
Den Blaustern, die Lupine, die Golddistel, die Schlüsselblume und vielleicht noch den Waldmeister erkannten die meisten der mutigen Ratefüchse, aber bei Johanniskraut, Natternkopf, Kornrade usw. zeigten sich die wahren Hobby-Botaniker. Aber für uns überraschend Viele haben alle …. ja wirklich alle 15 Pflanzen richtig zuordnen können. Eine junge Frau kannte sogar die lateinischen Namen dazu und konnte zu jeder Pflanze noch etwas Interessantes erzählen – und sie war auch „nur“ eine Hobby-Biologin – unsere Hochachtung war/ist ihr gewiss.
Am faszinierendsten für die Kinder war allerdings unser Bino.
„BINO“ … ja was ist das eigentlich? Es geht ja immerhin um Neobiota! Ist es also eine Pflanze die eingeschleppt wurde? Oder ein zugewandertes Tier? Wann ist es in Europa erstmalig aufgetaucht? Ist so ein BINO stubenrein? Ist es gefährlich? Oder ist es doch einfach nur ein eingeschlepptes „Unkraut“?
Sie wissen es natürlich: ein BINO ist ein professionelles optisches Gerät, eine Art Zoom-Mikroskop mit zwei "Augen", genauer gesagt eine Stereolupe.
Unter dieser Lupe einige Lebewesen unserer Teiche zu sehen, hat wirklich jeden Besucher begeistert – nicht nur die Kinder. Wasserflöhe oder Süßwasserpolypen in „Groß“ zu sehen war für viele Besucher ein neues Erlebnis. Wie ein Wasserfloh aussieht wusste fast jeder, aber unter dem Mikroskop dann auch die Kiemen, die Augen, den Darm und bei den Weibchen die Eier zu erkennen, dass war für wirklich alle, die einen Blick in das Mikroskop wagten, eine neue Erfahrung.
Zum Thema passten die Wasserflöhe auch, denn die von uns gezeigte Art kam aus fernen Ländern - mit dem Ballastwasser der Schiffe über den Rhein-Main-Donau Kanal bei uns eingeschleppt.
Und die Wenigen, die Wasserflöhe nicht kannten, lernten auch viel dazu. Zum Beispiel das Wasserflöhe nicht auf den Menschen überwandern – auch wenn man aus Versehen mit dem Wasser in dem die Tiere schwammen in Berührung gekommen ist. Diese Bedenken hatte eine nette junge Dame, die es nach mehrmaligem hören des Wortes „Flöhe“ überall zu jucken begann? Aber eine beruhigende Erklärung genügte und sie hat diese "gefährliche" Situation schadlos hinter sich gebracht.
Die Tage der Garten 2009 waren für die Helfer wie immer sehr anstrengend und natürlich auch sehr interessant. Für die BUND-Mitglieder war es wieder eine tolle Gelegenheit, mit vielen an der Umwelt interessierten Leuten ins Gespräch zu kommen, auf diverse Probleme hinzuweisen und natürlich auch ein bisschen Reklame für unsere Organisation zu machen.
Aber ohne die ehrenamtlichen Helfer, die zum Teil leider (noch) keine BUND-Mitglieder sind, die uns aber dennoch hervorragend bei der Standbetreuung unterstützt haben, wäre es fast nicht möglich an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen. Euch allen nochmals vielen Dank!
Hajo Kretz, Ortsverband Frankfurt-West

Baumschnittkurs des BUND OV Frankfurt West
Ende Januar 2009 war es wieder soweit: rund ein dutzend Interessierte waren nach Höchst gekommen, um an einem Donnerstag Abend die theoretischen Grundlagen des Obstbaumschnitts zu lernen.
Diplom-Ingenieurin Barbara Helling vom Main-Taunus-Streuobstwiesenverband e.V. informierte über die Biologie und die richtige Kultivierung der Ostbäume.
Saftwaage, Haupttrieb und verschiedene Knospen wurden am darauf folgenden Freitag Nachmittag auf der Streuobstwiese des BUND OV Frankfurt am Main West im Sossenheimer Unterfeld am lebenden Objekt veranschaulicht und studiert.
Hier wurden insgesamt 3 noch nicht sehr alte Obstbäume als praktische Anwendung der erlernten Theorie von der kleinen, engagierten Gruppe geschnitten. Obwohl es sehr kalt war, gingen die Letzten erst als die Sonne am Horizont unterging.
Insgesamt war es wieder eine gelungene Veranstaltung und diente hoffentlich dem Erhalt von vielen alten Obstbäumen.
Andreas Müller, OV Frankfurt-West

Hallihallo vom Bufo aus Frankfurt
Hier meldet sich mal wieder der Bufo aus Frankfurt - Schwanheim. Der eine oder die andere kennt mich ja noch vom letzten Jahr. Oder auch nicht mehr. Daran habe ich auch selber Schuld, hätte mich ja eigentlich viel früher mal wieder melden müssen. Aber ich habe echt nicht für einen Gacks Zeit gehabt. Ihr wisst ja wie das ist, wenn man baut… Ha! Ihr habt ja gar keine Ahnung, was im Schwanheimer Wald im letzten Jahr los war! Und erst in diesem! Woher auch?
Also, bis zum letzten Jahr sind wir doch immer von netten BUND - Menschen sehr komfortabel zu unseren Hochzeitsteichen bugsiert worden. Ihr erinnert Euch: Quer über unseren Hochzeitsweg geht seit Jahrzehnten eine Autobahn, für uns ein unüberwindliches Hindernis. Jetzt ist es aber so, dass unsere Hochzeitskutscher seit Jahren immer weniger Personal zur Unterstützung haben. Dabei habe ich mich so auf neue Gesichter gefreut, die entzückt über den Eimern am Zaun auftauchen und uns raus holen. Aber auch in diesem Jahr war es echt nur ein Neues. Sehr traurig.
Von dieser Malaise hat vor einiger Zeit der Förster im Schwanheimer Wald gehört. Und der hat einen ganz tollen Vorschlag gemacht: in seinem Wald gibt es seit Urzeiten kleine Teiche, an denen das Wild trinkt. Bisher waren die mir immer sehr suspekt, weil da auch diese grunzenden Krötenmörder baden gehen. Aber der Förster kennt einen Teich, wo die ganz sicher nicht hinkönnen, und den hat er uns als neuen Hochzeitsteich angeboten. Und der Weg dahin ist garantiert autofrei!!
Da waren – natürlich – ein Haufen bürokratische Hindernisse zu überwinden, aber jetzt hat es endlich geklappt. Wir konnten in diesem Jahr nach jahrelangem Ausbau zum ersten Mal unsere neue Wohnanlage im Schwanheimer Wald beziehen. Idyllisch ruhig gelegen, geräumig und äußerst verkehrsgünstig angebunden an die Wege zu unseren Sommer- und Winterquartieren. Und kein Vergleich zu den anderen Suhlen im Wald, wirklich sehr exquisit.
Aber, wie das so in Wohnanlagen ist, manchen kann man es nie recht machen. Zu viel, zu wenig Licht. Die Bepflanzung der Anlage zu licht, zu dicht. Die Innenausstattung entspricht nicht der alten Anlage: „Wie riecht es denn hier??“ So haben ganz viele von uns schon im Vorfeld gesagt – ohne den schönen Teich auch nur mal anzugucken - sie gehen auf alle Fälle weiter zu den alten Hochzeitsteichen. Diesen Ignoranten ist gar nicht klar, dass das auf Dauer in einem Fiasko am Autobahnzaun endet!! Na ja, manche muss man halt zu ihrem Glück zwingen.
Und deshalb gibt es jetzt einen Steg in den neuen Teich, der an einem großen Appartement aus Draht endet. Und da kommen all die Unbelehrbaren direkt aus den Eimern am Zaun rein und dürfen erst wieder raus, wenn sie ihren ehelichen Pflichten nachgekommen sind. Der Protest war groß, aber da macht der BUND kurzen Prozess. Zumal die Anlage bei anderen Interessenten sehr viel Zuspruch findet. Jede Menge schwanzlose Kröten- und Froschkollegen stehen quasi Schlange, um zumindest ihre Kinderzimmer zu uns zu verlegen.
Und auch die Molchverwandten mit dem langen Schwanz haben schon mal angefragt. Die hätten allerdings gerne mehr Grün in der Anlage, aber das lässt sich wohl einrichten.
Ja, und jetzt habe ich noch eine Enttäuschung für alle, die uns zum Umzug gratulieren wollen. Die Glückwünsche könnt ihr uns nur über den BUND in Schwanheim zukommen lassen. Wir alle, egal ob Kröte, Frosch oder Molch, möchten nicht, dass unsere Adresse bekannt wird. Wir haben nämlich von anderen Anlagen in Frankfurt gehört, die Opfer von zwei- und vierbeinigen Vandalen geworden sind. Da gibt es nämlich nicht nur unsere stinkenden, grunzenden Waldnachbarn. Es gibt wohl auch Menschen, die von uns und der Natur keine Ahnung haben, die lassen ihre Quappen zum Spielen in den Wald. Und die schmeißen dann jede Menge Müll in unsere Wohnanlage und randalieren da rum. Bei denen zuhause ist das offensichtlich nicht so schlimm, die haben Deppen, die die Quappen zur Ordnung rufen und ihnen den Müll wieder wegräumen. Aber wir haben außer den paar BUND - Menschlein ja niemand und leben ja im Wasser, und wenn sich einer von uns im Müll verheddert, ertrinkt er elend! Und unsere Kinder werden vom Dreck im Wasser vergiftet.
Noch viel schlimmer sind die bellenden Hausschweine der Menschen, die zum Baden in diese Anlagen geschickt werden. Die sausen dann wie der geölte Blitz durch unsere Kinderzimmer, kippen die Quappenbabies aus ihren Wiegen und zerreißen die Kopfkissen und Zudecken. Und die Armen werden dann oft genug von Sonnenbarschen und exotischen Schildkröten gefressen, die wieder andere Menschen in unseren Teich geworfen haben, weil sie keine Lust mehr auf ihre gekauften Haustiere haben! Ne, ne, auf solche Besucher können wir gut verzichten!!
Aber vielleicht finden sich ja doch noch ein paar nette Menschen, die dem BUND in Schwanheim helfen wollen…. Für die und die Umzugsglückwünsche gibt hier die Telefonnummer des BUND Ortsverband Frankfurt-Schwanheim 069 / 302535.
Heidi Wieduwilt, Ortsverband Frankfurt-Südwest

Bachbegehung am Liederbach
Frankfurter Westen – Das Frühjahr ist die Zeit, in der die Bäche noch vor der Vegetationsphase von den Kommunen kontrolliert werden. So will es das Gesetz. Auch in Frankfurt nehmen Vertreter der Wasser- und Umweltbehörden, des Gesundheitsamtes, der Umweltverbände und des Ortsbeirates die Wasserläufe unter die Lupe.
Diesmal war es der Liederbach, der im Bereich der Infraserv in den Main mündet. Also wurde da gleich am Anfang doppelt kontrolliert. Insgesamt war wenig zu beanstanden, so Thomas Andres von der Unteren Wasserbehörde. Der jahrelange negative Knackpunkt war immer das Aussiedlerheim an der Gebeschußstraße, bei dem fast täglich jede Menge Müll und Möbel im Bach entsorgt wurden. In dem Gebäude agiert nun das Rote Kreuz, und damit ist das leidige Problem nun keines mehr. Gelegentliche Grünabfälle der Hobbygärtner, denen natürlich meistens nichts nachzuweisen ist, ärgern die Ämter, und ein Uferabbruch muss wieder hergestellt werden.
Was allerdings nicht nur den Anwohnern ziemlich sauer aufgestoßen ist, das war der absolut radikale Rückschnitt der Büsche und Bäume entlang des Ufers, der der Vogelbrut für dieses Frühjahr weitgehend die Nistmöglichkeiten entzieht. Aber da hat das Stadtentwässerungsamt schon heftig Besserung versprochen.
Richard Schmidt, AK-Wasser und Ortsverband Frankfurt-West

Hach, der Frühling ist da… 
Hach, der Frühling ist da… - Haben auch Sie Lust auf Draußen, Lust auf Grünes, Lust auf Aktiv werden?
Dann haben wir da doch etwas für Sie: Das neue Veranstaltungsprogramm 2009 des BUND Kreisverband Frankfurt ist da und lockt mit 20 spannenden und erlebnisreichen Aktionen rund um Natur- und Umweltschutz!
Im Anschluss an unseren erfolgreichen Auftakt in das neue Naturschutzjahr – unser viel besuchter Stand bei der diesjährigen Sonderausstellung „Garten 2009“ im Palmengarten Ende März, ging es im April gleich weiter mit dem Natur-Rätseln: Wir luden ein zu einer Vogelführung am Lohrberg mit unserem Vogelkundler Heinz Schaan, der die Teilnehmer in die Welt der zwitschernden Gesellen entführte.
Ende April können Sie sich dann auf einer Führung durch den Sossenheimer Streuobstwiesenpfad im Erkennen von Obstsorten üben.
Aber damit nicht genug: Durch das Jahr hinweg entführen wir Sie in weitere spannende Lebensräume und Biotope in und um Frankfurt. So können Sie beispielsweise im Mai die Flora des Lohrparks entdecken, die Speierlingsblüte am Lohrberg erleben oder sich von der vielfältigen Stadtnatur Sachsenhausens inspirieren lassen.
Gerne auch auf zwei Rädern: Bei unseren geführten Radtouren entdecken Sie z.B. die Wiesenbiotope zwischen Offenbach und Frankfurt oder die unter Naturschutz stehende Bong’sche Kiesgrube, die ein beliebter Rast- und Brutplatz für Wasservögel ist.
Und die Kinder? An die ist natürlich auch gedacht: Kommen Sie doch gemeinsam zum „Tümpeln“ im Seckbacher Sausee und tauchen Sie ein in die wundersame Welt der Molche und Frösche!
Sie wollen noch mehr Aktion? Einmal so richtig „Hand anlegen“ für den Naturschutz? Kein Problem – dann schwingen sie doch einfach mal die Sense in einem unserer Kurse oder helfen Sie bei unserem Mäheinsatz auf den Halbtrockenrasen am Lohrberg!
Haben wir Ihre Neugierde und Ihren Tatendrang geweckt? Dann freuen wir uns über Ihre rege Teilnahme!
Detaillierte Informationen zu den Veranstaltungsterminen und Treffpunkten erhalten Sie auf unserer Homepage unter www.bund-frankfurt.de, auf der Ihnen unser komplettes Veranstaltungsangebot auch als Download zur Verfügung steht. Gern schicken wir Ihnen auch ein gedrucktes Exemplar zu – eine E-Mail an katja.heubach@bund-frankfurt.de oder ein Anruf unter 069/57804959 (dienstags 12 – 15 Uhr und donnerstags 18 – 20 Uhr) genügt!
Wir freuen uns auf Sie und gemeinsame erlebnisreiche Stunden im Grünen!
Katja Heubach, Geschäftstelle Kreisverband Frankfurt

A66-Klage, BUND auf der Erfolgsspur
BUND auf der Erfolgsspur: Autobahnplaner müssen nachbessern.
In der Ende März anberaumten Verhandlung vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel hat das Hessische Verkehrsministerium eingeräumt, den Schutz des Grünzuges am Erlenbruch bislang nicht ausreichend berücksichtigt zu haben und Umplanungen beim Riederwaldtunnel angeboten.
Die A66 soll durch das Landschaftsschutzgebiet am Erlenbruch im Frankfurter Stadtteil Riederwald geführt werden. Der BUND wendet sich in seiner Klage unter anderem gegen die ersatzlose Rodung einer ca. 350 m langen Baumhecke im Landschaftsschutzgebiet des Erlenbruchs. Dieser Grünzug verbindet die östliche Innenstadt mit dem Frankfurter Grüngürtel. Die Autobahnbauplanung hätte den vollständigen Verlust der Parkanlage zur Folge gehabt. Außerdem bemängelt der BUND die veraltete Erfassung der Tier- und Pflanzenwelt, sowie unzureichende Ausgleichsmaßnahmen, die den Schaden für Natur, Landschaft und Menschen wieder gutmachen würden.
Im Rahmen der mündlichen Verhandlung wurde deutlich, dass auch das Gericht Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Planung hat. Im Ergebnis der heutigen Erörterung der Sach- und Rechtslage wurde zwischen den Verfahrensbeteiligten vereinbart, dass eine technische Lösung gefunden werden soll, die den Erhalt der markanten Baumhecke und die Wiederherstellung des Grünzuges mit Wiese und Radweg sichert, so dass die Funktion für Naherholung und Biotopvernetzung erhalten bleibt. Darüber hinaus hat das Ministerium zusätzliche Ausgleichsmaßnahmen im Fechenheimer/Enkheimer Wald angeboten.
„Grundsätzlich hat das Gericht deutlich gemacht, dass unsere in äußerst zeitintensiver, ehrenamtlicher Arbeit aufgestellten Einwendungen gegenüber der bisherigen Planung berechtigt sind“, stellt Volker Rothenburger vom BUND-Kreisverband Frankfurt fest. Rechtsanwalt Dirk Teßmer ergänzt: „Insbesondere hat das Ministerium in seinem Planfeststellungsbeschluss übersehen, dass die Vermeidung von Natureingriffen striktes Gebot bei der Planung einer Straße ist.“
Über die Klage des BUND wurde noch nicht abschließend entschieden. Der Verwaltungsgerichtshof lässt den Prozess bis zu einer Einigung zwischen den Prozessparteien über die notwendigen Umplanungen ruhen.
Obwohl der BUND wohl überwiegend seine Klageziele erreichen wird, muss der größte Teil der Anwaltskosten selbst getragen werden. Wir hoffen daher weiter auf finanzielle Unterstützung. Spendenkonto: BUND Landesverband Hessen, Stichwort: A66 Riederwald, Frankfurter Sparkasse (BLZ 50050201), Kontonr. 369 853. Für Spendenquittungen wird die vollständige Anschrift benötigt.
Volker Rothenburger, Kreisverband Frankfurt

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