BUND - Bund für Umwelt- u. Naturschutz Deutschland e.V. / Frankfurt/Main

BUND - News Oktober 2008

Veranstaltungsnachlese, News ...

Aktuelle Veranstaltungen des BUND

    • Spaziergang: Der Sossenheimer Obstpfad
    • Fahrradtour zum Naturschutzgebiet „Mainzer Sand“
    • „Ohne Moos nix los“

    • Vorankündigung: Höchster Weihnachstmarkt

      Andere Veranstalter: 
    • Drachenfest für die ganze Familie
    • Große Herbstwanderung: in 2x2 Tagen auf dem GrünGürtel-Rundwanderweg um Frankfurt




    Apfelsaft von den Streuobstwiesen wartet auf die durstigen Spaziergänger. Foto: HJK

     

    Liebe Leserinnen und Leser, 


    Im letzten Monat gab es wieder viele interessante Veranstaltungen. Wir hoffen, dass auch Sie sich aufraffen konnten, an der ein oder anderen Veranstaltung teilzunehmen.

    Kostenlos "Apfelsaft satt" gab es bei dem Spaziergang im Sossenheimer Unterfeld (siehe Bericht) und auch für die Radfahrer waren diesmal tolle Angebote dabei.

    Jetzt beginnt langsam die veranstaltungsärmere Zeit. Trotzdem sollten Sie die schönen Herbsttage geniessen und unbedingt ausgiebige Spaziergänge durch unsere wunderschöne Natur unternehmen. Was gibt es schöneres als die Farbenpracht des Herbstwaldes oder im Rheingau die prachtvoll gefärbten Weinberge? Also, wetterfeste Kleidung angezogen und raus in die Natur!

    Und nun viel Spass beim Lesen des Newsletters Oktober.


    Weitere interessante Artikel und Informationen finden Sie wie immer auch unter www.bund-frankfurt.de .

     

    Ihr BUND-Team


    Veranstaltungsnachlese, News, Ankündigungen ...



    Spaziergang: Der Sossenheimer Obstpfad




    Jutta Erich wusste viel Interessantes zu berichten.



    Grosser Andrang am Stand.



    Andreas Müller bringt den Teilnehmern die Wildbienen näher. Fotos: HJK


    Am 7. September fand der vom Umweltamt organisierte Spaziergang  "Der Sossenheimer Obstpfad" im Sossenheimer Unterfeld statt. Etwa 50 Interessierte beteiligten sich an dem 3-stündigen Rundgang durch die Streuobstwiesen.

    Nachdem Herr Kiessling durch seinen spontanen Urlaub kurzfristig ausgefallen war, leiteten Jutta Erich vom BUND Ortsverband Frankfurt West und Rainer Zimmermann vom Umweltamt souverän und kompetent diesen Rundgang und erzählten den Teilnehmern viel Interessantes zu diesem neu eröffneten Pfad im Sossenheimer Unterfeld. Themen waren natürlich vor allem der Obstanbau und die typische Flora und Fauna der Landschaft.

    Highlight der Veranstaltung war sicher auch der Stand des BUND Ortsverband Frankfurt West, der an der Chlodwig-Poth-Anlage über seine Aktivitäten informierte und an die Teilnehmer kostenlos Apfelsaft von den dortigen Streuobstwiesen, soviel jeder konnte und wollte, ausschenkte. Auch konnte sich dort jeder gerne einen oder mehrere Äpfel von den Streuobstwiesen schmecken lassen, die frisch gepflückt bereit lagen. Vielfälltiges Informationsmaterial und interessante Gespräche, die wie immer fruchtbar für die Teilnehmer des Spaziergangs und oft auch für die Aktiven des BUND waren, ergänzten das Angebot des Ortsverbandes.

    Auch die folgende Station, das Insektenhotel, ebenfalls von Ortsverband Frankfurt West aufgestellt und betreut, interessierte die Teilnehmer sehr. Andreas Müller referierte über den Aufbau des "Hotels", den Nutzen und die hoffentlich nicht zu grossen "Pflegemassnahmen" für den Ortsverband. Die Bedenken bestehen sicher zu recht, denn das bisherige Insektenhotel des Ortsverbandes wurde leider schon mehrfach Opfer von Vandalismus.

    Gelernt haben sicher alle Teilnehmer etwas, denn jeder hat die Möglichkeit, etwas für unsere freiwilligen Bestäuber, insbesondere für die Wildbienen, zu tun. Tipps und Anregungen wie so etwas getan werden kann gab es massenhaft.

    Resümee der Veranstaltung: Es macht viel Arbeit für einen kleinen Ortsverband, sich aktiv an so einer Veranstaltung zu beteiligen. Sicher ist jedoch, dass es allen ehrenamtlichen Helfern wieder viel Spass gemacht hat, einen erneuten winzigen Schritt für unsere Umwelt getan zu haben und wir werden sicherlich auch bei weiteren Veranstaltungen dieser Art gerne dabei sein und unseren Beitrag für den Erhalt unserer Umwelt leisten.

    Wenn auch Sie Lust daran haben, uns bei unserer Arbeit zu unterstützen, entweder durch eine Spende für z.B. die Pflege und den Erhalt des neuen Insektenhotels oder noch besser durch eine aktive Teilnahme bei unseren Aktionen, melden Sie sich einfach bei uns. Wir würden uns riesig freuen, Sie einmal persönlich begrüßen zu können - oder ihnen unsere Kontonummer mitteilen zu dürfen :-)


    Wir treffen uns immer am 2-ten Donnerstag im Monat, 20:00 Uhr, im katholischen Gemeindezentrum in der Schleifergasse 2-4 in Frankfurt-Höchst.
    Telefonischer Kontakt: Gabriele Rauch (1. Vorsitzende), 069 / 38 99 66 11


    Hajo Kretz, Ortsverband Frankfurt West



    Fahrradtour zum Naturschutzgebiet „Mainzer Sand“




    Die Landschaft des "Mainzer Sand", © Ralf Eichberger


    Abfahrt 9.30 vom Höchster Bahnhof.

    Gemütlich radelt eine kleine Gruppe des BUND Ortsverbandes Frankfurt-West den Main entlang in Richtung Mainz. Bei schönem Spätsommerwetter passiert man die Städtchen Hattersheim, Flörsheim und Hochheim und ist nach knapp zwei Stunden auf der Maaraue, einer flachen Insel im Mündungsdelta des Mains. Nach der Überquerung des Rheins fahren wir entlang des Zollhafens und der Ingelheimer Aue, auf der der Bau eines riesigen Kohlekraftwerkes geplant ist, in die City von Mainz-Mombach.

    In der italienischen Trattoria „Da Francesco“ werden wir schon erwartet und nach einem guten Essen (und Trinken) geht es bergauf zum 94 Hektar großen Naturschutzgebiet „Mainzer Sand“.

    Zwischendrin gibt nur ein fast 100 Jahre alter Wasserbehälter am Straßenrand das Rätsel auf, weswegen er als „Schützenswerter Landschaftsbestandteil“ innerorts an einer stark befahrenen Hauptstraße ausgewiesen wurde.

    Der Mainzer Sand ist mit seinen kalkhaltigen Flugsanden ein wichtiges Schutzgebiet, dessen bis zu 10 Meter hohen Flugsanddünen während der letzten Eiszeit aus dem Bereich des Oberrheingrabens entstanden sind – wie der Geologe und ansonsten flotte Vorreiter Andreas Müller erklärt. Flora und Fauna unterscheiden sich nicht wesentlich von der vor unserer Haustür liegenden Naturschutzgebiet „Schwanheimer Düne“. Hauhechel, Silbergras, Feldmannstreu und Sandgrasnelke wachsen hier und stellenweise auch das seltene Adonisröschen. Auch hier in Mainz gibt es zur Landschaftserhaltung ein Beweidungskonzept mit Schafen. Leider ist das Naturschutzgebiet durch die Autobahn ziemlich verlärmt, wodurch einige Vogelarten hier auch schon nicht mehr brüten.

    Die Rückfahrt geht dann entlang dieser Autobahn über den Rhein nach Wiesbaden und von da mit der S-Bahn nach Höchst – insgesamt 52 Kilometer. Für alle Teilnehmer war es ein interessanter und gelungener Ausflug.


    Richard Schmidt, Ortsverband Frankfurt West



    „Ohne Moos nix los“




    Veranstaltung zur Bezahlung im Ehrenamt in Frankfurt

    Am 2. September 2008 nahm Volker Rothenburger für den BUND an der Veranstaltung „Ohne Moos nix los“ teil, die vom Ehrenamtsreferat der Stadt Frankfurt organisiert wurde. Mit Referaten und Diskussionsgruppen sollte diskutiert werden, ob und wie Geld und Ehrenamt vereinbar sind.

    Vor allem in großen Organisationen, wie Caritas, Diakonisches Werk oder in der Politik, ist die Grenze zwischen „echtem“, also unbezahlten Ehrenamt, und Minijobs fließend. Hinter dem Begriff „Aufwandspauschale“ können sich auch mehrere hundert Euro im Monat und vertragliche Vereinbarungen verbergen.

    Die klassischen Vereine, wie Freiwillige Feuerwehren oder auch der BUND Frankfurt, lehnen diese Aufweichung des Ehrenamt-Begriffs ab. Ehrenamt muss freiwillig und unentgeltlich bleiben. Als Beispiel kritisierte Volker Rothenburger im Plenum die Frankfurter Ortsbeiräte, die ihre Arbeit als ehrenamtlich bezeichnen, aber jedes einfache Mitglied 225,- € „Aufwandspauschale“ im Monat erhält. Wer sich zum Beispiel 20 Jahre statt im BUND in einem Ortsbeirat engagiert, ist um mehrere zehntausend Euro reicher!
    Geld ist das falsche Mittel für Anerkennung, so die weitgehende Meinung.

    Ehrenamtliche sollen allerdings auch kein Geld mitbringen müssen. Daher muss die Bezahlung von nachgewiesenen Unkosten selbstverständlich sein.

    Deutlich wurde in der Veranstaltung, dass auch veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen das Ehrenamt beeinflussen. Während früher der klassische Vereinsfunktionär beruflich abgesichert war, gibt es immer mehr Personen mit Zeitverträgen oder unterbezahlten Jobs. Langfristiges Engagement ist unter diesen Rahmenbedingungen schwierig.

    Außerdem fehlt eine Anerkennungskultur in der Gesellschaft – ehrenamtliche Arbeit wird noch immer gering geschätzt. Hiergegen können auch die Vereine selbst – allen voran der BUND – mehr tun. Neben den in vielen Vereinen obligatorischen Ehrungen (nicht im BUND), wurden beispielsweise Einladungen zu Fortbildungen, gemeinsame Exkursionen oder auch die einfache gegenseitige Belobigung genannt.

    Ein abschließendes Fazit lässt sich aus der Veranstaltung nicht ziehen, allerdings wurde deutlich, dass die echten (unbezahlten) Ehrenamtlichen aufpassen müssen, dass der Ehrenamtsbegriff nicht verwässert wird oder sie sogar als billige Arbeitskräfte missbraucht werden. Die meisten waren sich aber einig: die Arbeit von Ehrenamtlichen ist „unbezahlbar“.

    Volker Rothenburger, Kreisverband Frankfurt



    Termine, Termine, Termine ...



    Vorankündigung: Höchster Weihnachstmarkt



    Im Oktober haben wir leider keine eigenen Veranstaltungen zu bieten.

    Aber merken Sie sich doch schon einmal den 29. und 30. November vor! Da finden Sie uns wieder mit unserem Stand auf dem beliebten Höchster Weihnachtsmarkt.

    Näheres dazu im nächsten Newsletter.



    Interessante Termine anderer Verbände und Organisationen:



    Drachenfest für die ganze Familie



    Sonntag, 05. Oktober 2008, 14:00 - 17:00 Uhr

    Kinder und Jugendliche lassen Drachen steigen. Bunte Flugobjekte schwirren durch die Luft und Windräder drehen sich im Wind. Dazu gibt es allerlei „luftige“ Spiele und Experimente
    Und das Ganze findet statt auf einem der höchsten Punkte des Frankfurter GrünGürtels, dem Heiligenstock. 

    Wer keinen eigenen Drachen hat: kein Problem. Beim Drachenfest gibt es Bastelstationen für kleine und größere Drachen. 

    Wo: Heiligenstock, Friedberger Landstraße 531, 60389 Frankfurt – Seckbach
    Info: www.umweltlernen-frankfurt.de 
    (Hier gibt es auch Bauanleitungen für Drachen und Bilder vom Drachenfest im vergangenen Jahr)



    Große Herbstwanderung: in 2x2 Tagen auf dem GrünGürtel-Rundwanderweg um Frankfurt



    Samstag, 08. Oktober 2008 1. Etappe
    Treffpunkt: 8:54 Uhr ab Hst. Oberschweinstiege Tram 14 bis S-Bahn-Station Nied S 1-2, ca. 18 km: westlicher Stadtwald, Schwanheimer Dünen, Mainfähre, unteres Niddatal

    Sonntag, 19. Oktober 2008 
    2. Etappe
    Treffpunkt: 8:49 Uhr ab S-Bahn-Station Nied S 1 bis S-Bahn-Station Berkersheim S 6, ca. 17 km: Niddatal, Sossenheimer Unterfeld, Brentanopark, Praunheim, NSG Riedwiese, Bonames, Berkersheimer Bogen

    Samstag, 25. Oktober 2008 3. Etappe
    Treffpunkt: 8:48 Uhr ab S-Bahn-Station Berkersheim S6 bis U-Bahn-Station Gwinnerstraße U 7, ca 18 km: Heiligenstock, Lohrberg, Berger Hang, Enkheimer Wald, Teufelsbruch

    Sonntag, 26. Oktober 2008 Schlussetappe
    Treffpunkt: 8:58 Uhr ab U-Bahn-Station Gwinnerstraße U7 bis zur Oberschweinstiege, ca. 12 km: Riederwald, Ostpark, "Landschaftslücke", Mainufer, Oberrad, östlicher Stadtwald, gemütlicher Abschluss in der Gaststätte "Oberschweinstiege"


    Teilnehmer aller 4 Etappen erhalten eine kleine Erinnerung.
    Ausrüstung: normales Schuhwerk, Regenschutz, Rucksackverpflegung, ausreichend Pausen sind vorgesehen, Einkehr bei Bedarf.
    Wanderführer: Ingolf Grabow Tel. 578273



    Copyright © 2011 by BUND - Bund für Umwelt- u. Naturschutz Deutschland e.V.
    Frankfurt/Main

    Newsletter abmelden / eMail-Adresse ändern