Veranstaltungsnachlese, News, Ankündigungen ...

Neuer Kreisvorstand im BUND Frankfurt, John Dippell übernimmt Vorsitz 
Der BUND Frankfurt hat einen neuen Kreisvorstand gewählt.
Neuer Vorsitzender ist John Dippell, der Jutta Erich ablöst.
John Dippell ist seit über 20 Jahren im BUND aktiv. Als großer Naturgarten-Fan kümmert sich der Dreiundvierzigjährige neben seiner Leitungstätigkeit im Kreisvorstand um städtische Blumenwiesen im Frankfurter Süden. Jutta Erich bleibt weiterhin in Ffm-Höchst und Umgebung für den BUND aktiv.
Stellvertretende Vorsitzende ist Heidi Wieduwilt.
Die 54 Jahre alte Diplombiologin und Apothekerin ist besonders im Frankfurter Westen aktiv. Vor allem die Schwanheimer Düne liegt ihr besonders am Herzen. Die dortige Beweidung mit Schafen wird von ihr initiiert und betreut. Praktischer Natur- und Artenschutz sowie Umweltbildung sind ihre Hauptthemen. Heidi Wieduwilt ist auch Mitglied im Naturschutzbeirat der Stadt Frankfurt.
Die Kasse führt Barbara Michalski.
Die Diplom-Geographin und -Pädagogin arbeitet auch hauptberuflich beim BUND, nämlich als Jugendbildungsreferentin in der Landesgeschäftsstelle. Ihr Themenschwerpunkt im BUND Frankfurt ist die Umweltbildung. Außerdem ist sie besonders an Naturschutzthemen interessiert.
Weiterhin im Vorstand ist Volker Rothenburger.
Der 47jährige Landschaftsplaner aus Seckbach kümmert sich um viele Projekte im Frankfurter Osten, z.B. um Quellenschutz, Orchideenwiesen und Bebauungspläne. Für den BUND arbeitet er auch im MainÄppelHaus Lohrberg mit. Die Verbandsklage zum Autobahnbau im Ortsteil Riederwald wird von ihm betreut.
Als Gebietsbeauftragter für den Bereich Harheim arbeitet Thomas Lich neu im Kreisverband mit.
Der 46jährige Arzt hat zum Ziel, die Streuobstwiesen im Harheimer Bereich zu sichert und zu entwickeln. Thomas Lich würde sich freuen, wenn andere Interessierte mit ihm Kontakt aufnehmen würden, um ggf. einen Ortsverband für die nördlichen Stadtteile zu gründen. Bite anrufen unter: 0160-8463737.
Ingolf Grabow (nicht im Bild) ist weiterhin Gebietsbeauftragter für den Ortsteil Heddernheim und Umgebung.
Volker Rothenburger, Vorstandsmitglied KV Frankfurt

Oasen im Asphalt 
Kräftiges Rosa, zartes Lila, leuchtendes Gelb, strahlendes Weiß und ätherisches Blau - so lachen uns die Wiesen in Frankfurt-Süd an. Wir bewundern Karthäusernelke, Ackerwitwenblume, Hornklee, Margerite, Wiesensalbei, Glockenblume und viele andere. Sie wachsen neben dem Asphalt einer Hauptverkehrsstraße und in der Wendeschleife einer Straßenbahnlinie.
Gesät, gepflanzt oder als Pflanzmatte verlegt wurden sie seit 2000 im Rahmen der Lokalen Agenda 21 unter der Ägide des BUND Frankfurt-Süd, der sie auch weiterhin betreut.
Heute, am 24. Mai 2008, – an einem sonnigen Tag im Mai - zeigt uns John Dippell, der Vorsitzende des BUND-Kreisverbandes Frankfurt und Mitinitiator der Aktion, im Rahmen einer Führung stolz die kleinen Oasen mitten in der Stadt. Er erklärt uns, dass die 5 verschiedenen Wiesen – je nach Standort – unterschiedliche einheimische Arten beherbergen und dass die biologische Vielfalt auch im menschlichen Siedlungsgebiet wichtig ist.
Die Pflanzen vermehren sich selbst und sind eine beliebte Weide bei Hummeln und Schmetterlingen. Aus diesem Grunde werden die Wiesen auch nur zwei Mal im Jahr gemäht.
Ganz abgesehen davon sind die Blumen ein ästhetischer Genuss, der auch bei Menschen, die von Haus aus nichts mit Naturschutz zu tun haben, das Interesse an Flora und Fauna weckt.
John Dippell würde gerne noch weiteres monotones Straßenbegleitgrün in bunte kleine Paradiese umwandeln und damit der Natur ein Stückchen Stadt zurückgeben. Er freut sich über Blumenfreundinnen und –freunde, die ihn dabei unterstützen.
Ansprechpartner: John Dippell, Tel. 069/63 53 17 .
Regine Müller, BUND Landesverband Hessen

Sensenkurs im Sossenheimer Unterfeld
Für Samstag, den 28. Juni 2008 lud der BUND Ortsverband Frankfurt West zu einem Sensenkurs auf seiner Streuobstwiese im Sossenheimer Unterfeld ein.
Wie auch in den letzten Jahren wurde der Kurs gut besucht. 10 Interessierte - 9 Männer und eine Frau - hatte sich dazu angemeldet und alle kamen. Vom Treffpunkt, dem Sossenheimer Kerbeplatz ging es zu Fuß zu unserer Streuobstwiese. Nach dem kurzen Spaziergang lag das „Arbeitsfeld“, die inzwischen schon recht hoch gewachsene Wiese mit der Baumreihe in der Mitte, vor den Teilnehmern des Kurses. Über 1000 Quadratmeter Wiese warteten darauf, gemäht zu werden - und das nicht mit einer großen Mähmaschine, sondern so wie in den guten alten Zeiten: mit der Sense.
Senstechnik erlernen und richtig anwenden! Das war das Motto des Kurses. Einigen Teilnehmern wurde es sicher etwas mulmig, als sie die gar nicht so kleine Wiese und das recht hohe Gras, teilweise mit Brombeeren durchwachsen, sahen. Aber, "wad mut, dat mut".
Zuerst gab es eine kurze theoretische Einführung von unserem Karl Walderbach und anschliessend eine kleine Vorführung von ihm, wie das Sensen schon fast professionell gemacht wird - das Blatt wird in schwingenden Bewegungen bogenförmig dicht über der Erde durch das Gras geführt. Und nach wenigen Minuten juckte es auch den ersten Teilnehmern des Kurses in den Fingern, selbst das Sensen auf der Wiese zu üben.
Einige hatten sich Ihre eigene Sense mitgebracht, wer keine hatte, konnte eine der Sensen von Karl Walderbach benutzen und nach und nach legten dann alle Kursteilnehmer so richtig los. Anfangs gab es noch viele Fragen und einige Probleme mit dem Sensen. Aber Karl konnte alle Fragen sehr zufriedenstellend beantworten und für die technischen Probleme half oft der Schleifstein bzw. der Wetzstein.
So eine Sense hat eine ca. 60 – 90 cm lange gebogene Klinge aus geschmiedetem Stahl (Sensenblatt). Das Sensenblatt besteht aus dem Dengel (ein ca. 5 mm breiter Teil – die Schneidkante), dem Rücken und der Hamme (damit ist es mit dem Stiel verbunden). Und so ein Sensenblatt muss vor und während der Arbeit gepflegt werden. Das bedeutet, in recht kurzen Abständen das Nachschärfen (Wetzen) mit dem Wetzstein. Nur eine absolut scharfe Schneide erlaubt das perfekte Mähen.
Schon nach kurzer Zeit hatte man den Eindruck, eine Gruppe Profis hat sich da an die Mäharbeit gemacht. Die 10 Kursteilnehmer und die 5 Ehrenamtlichen des Ortsverbandes Frankfurt West hatten bald die ganze Wiese gemäht und das Schnittgut zu mehreren kleinen Haufen sauber aufgeschichtet.
Dazwischen blieb natürlich immer noch viel Zeit für interessante Gespräche und für die Beantwortung von den Fragen der Teilnehmer. Einige Fragen bezogen sich auch auf das Dengeln. Karl Walderbach erläuterte dann auch den Interessierten verschiedene Dengeltechniken.
Das Dengeln dient zur Schärfung des Blattes und glättet größere Scharten in der Schneide aus. Während das Wetzen mit dem Wetzstein öfters währen des Mäheinsatzes gemacht werden muss, gehört das Dengeln zur größeren Pflege der Sense. Dabei wird mit einem Metallhammer bzw. einem Dengelhammer der Dengel bearbeitet. Es gibt aber auch spezielle Geräte dazu.
Nach etwa 3 Stunden war die ganze Wiese gemäht und die Fragen der Teilnehmer waren weitestgehend erschöpfend beantwortet. Alle Kursteilnehmer haben viel gelernt und auch die Mitglieder des BUND Ortsverbandes Frankfurt West hatten Interessantes aus den Gesprächen mitnehmen können. Es war diesmal wirklich wieder eine nette Truppe, die da zusammengekommen ist und … na ja … so ganz nebenbei wurde unsere Wiese gemäht, was für die wenigen ehrenamtlich tätigen Mitglieder alleine doch recht strapaziös geworden wäre.
Nochmals vielen Dank allen tüchtigen Teilnehmern und natürlich besonderen Dank an unseren Karl Walderbach, der diesen Kurs wieder so hervorragend betreut und sein Wissen und Können den sehr zufriedenen Kursteilnehmern weitergegeben hat.
Falls Sie nach diesem Bericht auch Lust bekommen haben sebst einmal die Sense zu schwingen und mehr über das Sensen und Dengeln zu erfahren, kommen Sie doch einfach einmal zu einem unserer Sensenkurse. Die nächste Chance haben Sie am 20. September 2008 (Anmeldungen an Gabi Rauch, 069 / 38 99 66 11)
Hajo Kretz, Ortverband Frankfurt West

Ausbau des Frankfurter Flughafens
Deutliche Flächenreduzierung durchgesetzt!
Die Fraport AG darf nach der heutigen Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes in Kassel (VGH-Kassel) mit vorbereitenden Maßnahmen zum Bau der neuen Landebahn beginnen.
Erfolg hatte der BUND aber hinsichtlich des Umfangs der Maßnahmen. Die Arbeiten im Kelsterbacher Wald dürfen nun nämlich nicht wie zunächst beantragt auf der gesamten Vorhabensfläche von ca. 210 Hektar, sondern nur auf einer Teilfläche von 92 Hektar stattfinden. BUND Naturschutzreferent Thomas Norgall bezeichnete die Entscheidung "nach erster kursorischer Prüfung in weiten Teilen unverständlich".
Gegenüber dem VGH-Kassel hatte die Fraport bereits im Winter zugesichert, dass die eigentlichen Rodungsarbeiten frühestens dann durchgeführt würden, wenn das Gericht über den Eilantrag des BUND entschieden hat. Diese Entscheidung hat der VGH-Kassel für den Beginn 2009 angekündigt.
Thomas Norgall, Naturschutzreferent des BUND Hessen

Fruchtpresse gesucht - zum ausleihen oder kaufen!
Wir, der BUND Ortsverband Frankfurt West, suchen für unsere Veranstaltungen auf unserer Streuobstwiese eine kleine Fruchtpresse aus Holz und einen Schredder, mit dem man die Früchte (vorwiegend Äpfel) vor dem Pressen zerkleinern kann. Beides soll per Hand zu betreiben sein.
Wir benötigen diese Gerätschaften höchstens zwei bis drei mal im Jahr für kleine Vorführungen auf der Streuobstwiese. Ein Neukauf wäre für uns zu teuer, daher würden wir die Geräte gerne ausleihen oder günstig gebraucht erwerben.
Möglicherweise steht bei ihnen so eine Presse und/oder ein Frucht-Schredder ja schon lange im Weg herum oder verstaubt still im Keller. Oder Sie kennen jemanden, der uns die Geräte leihen oder günstig abgeben würde.
Falls Sie uns helfen können, melden Sie sich bitte bei der Vorsitzenden unseres Ortsverbandes:
Gabi Rauch, Tel.: 069/38996611
Vielen Dank.
Hajo Kretz, Ortsverband Frankfurt West

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