Veranstaltungsnachlese, News, Ankündigungen ...

Helfer gesucht für die "Garten 2008" im Palmengarten 
Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr will der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) Kreisverband Frankfurt wieder an dieser Veranstaltung teilnehmen. Im Rahmen von BioFrankfurt wird die Veranstaltung durch ein breites Informationsangebot ergänzt. Wir werden uns mit einem Stand zum Thema " Nützlinge im Garten" beteiligen.
Für diesen Stand suchen wir in der Zeit vom 13.03.2008 bis zum 16.03.2008 noch tatkräftige und naturbegeisterte Helfer mit Kenntnissen über naturgemäßen Land- und Gartenbau.
Zur Terminabstimmung melden Sie sich bitte bis zum 01.03.2008 bei: Gabriele Rauch, Tel.: 069 / 38 99 66 11

Kreativ-Wettbewerb zum Thema "Luftverkehrsanzeigen verfremden" ist beendet
Der Kreativ-Wettbewerb zum Thema "Luftverkehrsanzeigen verfremden" ist beendet - die Abstimmung läuft. Über 100 Wettbewerbsbeiträge wurden dem BUND Hessen zur Teilnahme am Wettbewerb eingesandt.
Alle Beteiligten und die Verantwortlichen beim BUND Hessen warten mit Spannung auf die Internet-Abstimmung unter:
www.kreativ.bund-hessen.de
Die Abstimmung geht bis 14. Februar 2008. Sie können die Einsendung die Ihnen am besten gefällt per Klicks prämieren.
Den drei Hauptgewinnern winken kleine Preise - die Einsendungen 1-10 werden zudem im BUND Magazin abgedruckt.

Bundesweit Erfahrung und Kompetenz: Der Leistungskatalog des Deutschen Energieberater Netzwerk (DEN e.V.)
Pressemitteilung 02/2008
Frankfurt/Main, 20. Januar 2008
Der verantwortungsvolle Umgang mit Energie gewinnt immer mehr Bedeutung. Ein Stichwort ist hier der Energieausweis für Wohn und Nicht-Wohngebäude, der ab 2008 unter bestimmten Voraussetzungen für viele Gebäude zur Pflicht wird.
Die Energieberater des Deutschen Energieberaternetzwerks e.V. bringen deshalb heute schon die Gebäude-Eigentümer auf den richtigen Kenntnisstand rund um mögliche Einsparpotentiale, die Planung von sinnvollen Modernisierungsmaßnahmen und das Nutzen möglicher Fördermittel.
» Vollständige Pressemitteilung mit Leistungskatalog (PDF, 32KB)

Erholung, Erlebnis und Freizeit für Kinder und Jugendliche
BUNDjugend verschickt Veranstaltungsprogramm.
Viele neue attraktive Angebote hat die BUNDjugend in ihr Programm aufgenommen - immer begleitet von guter Ernährung, Entspannung, Bewegung und unserem Motto ".. und jetzt noch die Erde retten".
Für Jugendliche dürfte besonders die Fahrt nach Berlin spannend sein, wo die Teilnehmer/innen einer Bundestagsabgeordneten der Grünen "auf den Zahn fühlen" können und einiges über die Abläufe in der Bundesspolitik erfahren werden. Neue Angebote in den Sommerferien sind eine Freizeit an der Nordsee, bei der die Gruppe im Leuchtturm Westerhever untergebracht ist, sowie eine Fahrt nach Ungarn, auf der die Puszta, das weite Grasland mit Pferden und Erdmännchen, erkundet werden kann. Außerdem gibt es wieder einen praktischen Naturschutzeinsatz mit dem Bergwaldprojekt, diesmal im Schwarzwald. High-Light soll im Sommer das Eine-Erde-Camp auf der Burg Lißberg werden. Es bietet vom 21.-28. Juli eine große Vielfalt an kreativen u. inhaltlichen Workshops, Aktionen und Projekten, u.a. zu den Themen Lebensstil, Globalisierung, Natur erkunden und schützen, Klimawandel, eingerahmt von einem abwechslungsreichen Kulturprogramm zum Selber- und Mitmachen. Nicht fehlen darf die Freizeit auf Sylt, dieses Jahr findet sie allerdings im Herbst statt, wenn die Strände leer sind und vielleicht schon Wind und Wetter über das Land brausen. Auch die Seminarreihe ÖkoFührerschein für Jugendliche ab 15 Jahren wird 2008 fortgeführt. Mit "Konsum global" und "Fair goes North" werden die Fragen nach globaler Gerechtigkeit angeschnitten. Diejenigen, die in der Jugendarbeit tätig sind oder Freizeiten mitteamen wollen, finden im Programm 2008 Fortbildungsveranstaltungen im Rahmen der Jugendleitercard und zu Themen wie "Planung und Organisation von Freizeiten", "1.Hilfe auf Freizeiten" oder "Teamarbeit und Gruppenprozesse".
Nicht nur für Jugendliche, auch für Familien wird es ein Angebot geben. Die BUNDjugend lädt für Anfang Mai zu einem Naturforscher-Wochenende im schönsten Frühling in naturnaher Umgebung der Steinesmühle ein. Hier können Eltern und Kinder gemeinsam oder für sich Natur entdecken und genießen. Für Kinder wird es wieder eine Mischung geben aus altbewährten Angeboten wie Pony-, Bauernhof- und Naturforscher-Freizeiten und tollen neuen Freizeiten wie das Tipi-Zeltlager. Die Teilnahme ist nicht an eine Mitgliedschaft beim BUND gebunden. Das Veranstaltungsprogramm 2008 der BUNDjugend Hessen kann kostenlos in der Landesgeschäftsstelle in Frankfurt angefordert oder im Internet unter www.bundjugendhessen.de eingesehen werden.
BUNDjugend Hessen, Triftstraße 47, 60528 Frankfurt, Telefon 069-67737630 oder per email: bundjugend.hessen@bund.net .

Die Nidda (Auszug aus dem Jahresbericht des AK Wasser)
Von Bad Vilbel bis zur Mündung.
Hinter Bad Vilbel fließt die Nidda ausschließlich durch das Stadtgebiet von Frankfurt. Hier sind es dann besonders die Altarme, die die Rudimente einer einstmals intakten Auenlandschaft trotzdem noch wertvoll machen.
Gleich bei Harheim gibt es eine Riedfläche, die die Stadt noch als Naturschutzgebiet ausweisen wird, da sie weniger als fünf Hektar groß ist. Über fünf Hektar würde das über den RP gehen, und entsprechend länger dauern. Dennoch gibt es im „Harheimer Ried“ Probleme mit Sickerwasser aus den direkt angrenzenden Bad Vilbeler Gemüsefeldern.
Eine größere Renaturierungsmaßnahme war der Berkersheimer Bogen, wo das Gewässer jetzt wieder frei fließen kann, und wo das Stadtentwässerungsamt Inseln und Sandbänke modelliert hat. Nur wenige Pflanzen wurden hier eingesetzt, denn man wollte die natürliche Sukzession beobachten.
Drei Kilometer flussabwärts sollen die Altarme bei Bonames wieder an den Fluß angebunden werden. Hier mündet auch der Kalbach in einen Altarm und westlich davon liegt der ehemalige US-Hubschrauberlandeplatz. Diese Beton-Landebahn wurde in den letzten Jahren aufgebrochen, und dann hat sich hier innerhalb des Frankfurter GrünGürtels eine sehr eigene Landschaft gebildet. Dies ist z.B. für den Steinschmätzer ideal, und der Naturschützer und Einzelkämpfer Ingolf Grabow hat da maßgebend dazu beigetragen. Durch die teilweise Vernässung des Areals ist hier ein zusätzlicher Lebensraum für Amphibien entstanden.
Flußabwärts liegt das Naturschutzgebiet „Riedwiese“, in dem die seltene Beutelmeise seit Jahren wieder brütet. Auch hier sollen die folgenden Altarme wieder an das Flussbett angeschlossen und die Mündung des Urselbaches naturnah zurückgebaut werden.
Hinter der Autobahn 66 kommt der erste Teil der Wehrstudie, die die WRRL der EU vorschreibt, zum Tragen. Denn die drei untersten Wehre von Rödelheim, Sossenheim und Höchst werden in den nächsten Jahren abgebaut und jeweils durch eine „Rauhe Rampe“ und ein Umleitungsgerinne ersetzt. Dazu gehörige Flutmulden dienen dann überwiegend der Hochwasser-Rückhaltung und als Biotop für Teile der Gewässer-Fauna. Mit diesen Maßnahmen können dann Fische wieder durchgehend (in etwa zehn Jahren) bis zum Quellbereich gelangen.
Während der Westerbach bei Frankfurt-Rödelheim in seinem steilen Beton-Profil noch in einem katastrophalen Zustand ist, ist der Sulzbach schon weitgehend renaturiert, und sogar Bachforellen haben darin längst wieder ihren angestammten Lebensraum gefunden.
Dazwischen liegt das letzte Auwald-Relikt von Frankfurt: der Niedwald. Eine kleine künstliche Insel an der Alten Brücke in Nied strukturiert das kanal-ähnliche Aussehen des Flusses wenigstens ein bißchen.
Die südwestlich angrenzende „Wörthspitze“ mit ihren großen Wiesen ist bereits Überschwemmungsgebiet von Main und Nidda. An den drei festliegenden Schiffen, den „Klongs von Höchst“ mündet die Nidda in den Main. Viele seltene Vogelarten, wie den Hauben- und den Zwergtaucher oder die Reiherente kann man hier leicht beobachten. Auch die eingewanderte Nilgans ist hier sehr häufig zu sehen. Das Buch „Die Nidda“ mit vielen Informationen, Geschichten und Anekdoten hat der Journalist und Schriftsteller Frank Gotta im Frankfurter Societäts-Verlag veröffentlicht. Eine empfehlenswerte Lektüre.
Richard Schmidt

"Biber" im Unterlauf der Nidda (Auszug aus dem Jahresbericht des AK Wasser) 
Seit mehr als zehn Jahren sind wieder Biber in Hessen heimisch, aber nur im Wilden Osten, an der Grenze zum Freistaat Bayern. Auf der Suche nach neuen Revieren breiteten sich die Jungtiere aber bereits bis zur Fulda, zur Kinzig und zur Nidder (südliche Wetterau) aus. Auch bei Florstadt wurde ein Exemplar in der Nidda gesichtet.
Aber spätestens bei bebauungs-hochverdichteten Stadtteilen wie Rödelheim oder Eschersheim ist da Ende der Fahnenstange. Und doch soll sich ein Objekt unseres größten Nagers in den Altarmen im Niedwald herumtreiben. Gerhard Koltonowski hat ihn auch noch fotografiert. Aber auf dem Bild handelte es sich um das stattliche Exemplar einer Bisamratte, ein im letzten Jahrhundert eingebürgertes Pelztier aus Amerika. Doch eine gewisse Verwechslungsgefahr ist schon gegeben, da auch die Bisamratte, die trotz ihres Namens zu den Wühlmäusen zählt, über einen halben Meter lang werden kann. Auch ihre Lebensweise ähnelt der des Bibers, und in der amerikanischen Indianer-Mythologie ist der Bisam ja auch „der kleine Bruder des Bibers“.
Aber manchmal machen die Tiere durch ihre fleißige Grabtätigkeit ziemliche Schäden an den Niddadeichen, und dann bekommen sie vom Stadtentwässerungsamt immer wieder mal ganz gehörig den Marsch geblasen. Und dann hat noch vor vielen Jahren der FNP-Fotograf Rudi Goebel nach mehreren Meldungen von Spaziergängern und Anglern stundenlang mit der Kamera auf nächtlicher Lauer gelegen. Ergebnis: nur eine „normale“ Wasserratte zwischen den Hausbooten an der Niddamündung.
Richard Schmidt

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