Veranstaltungsnachlese, News, Ankündigungen ...

Seckbacher Apfelfest mit überwältigendem Erfolg
Zum vierten Mal lud die Naturschutzgruppe Seckbach zum Apfelfest – und die Seckbacher kamen in Scharen.
Unter den alten Bäumen im Kirchhof der Marienkirche genossen hunderte Besucher den herrlichen Spätsommertag bei frischem Süßen, der mit Unterstützung vieler Kinder mit der Handkelter gepresst wurde. Zwölf Zentner Äpfel von den Streuobstwiesen des Berger Nordhangs wurden vor den Augen der Besucher gewaschen, gehäckselt und zu frischem Apfelmost verarbeitet.
Während Ponyreiten, ein herbstlicher Basteltisch und Kinderschminken für die kleinen Besucher angeboten wurde, waren Stände des Heimatvereins, des örtlichen Buchladens und des MainÄppelhaus Lohrberg für die großen Gäste von Interesse.
Höhepunkte waren die Auftritte der Sängervereinigung Seckbach und des Chors ehemaliger Helmholtzschüler.
Die heimlichen Stars waren jedoch zwei Buckelrinder, die Landwirt Jürgen Fuchs in einem Gatter ausgestellt hat. Die Zebus haben jahrelang das Seckbacher Ried abgegrast und somit für die blühenden Wiesen im Naturschutzgebiet gesorgt. Durch den bevorstehenden Ruhestand des Landwirts werden die Tiere verkauft. Unter großem Beifall wurden die Zebus bei einer Ehrenrunde durch den Kirchhof verabschiedet.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Bürgervereinigung Seckbach (BVS), die die Naturschutzgruppe gemeinsam organisieren, möchte mit dem Fest vermitteln, dass Naturschutz Spaß macht. „Wenn der frische Süße durch die Kehle rinnt, weiß man wofür Streuobstwiesen gut sind“, so Volker Rothenburger von der Naturschutzgruppe.
Für das kommende Jahr haben die Naturschützer wieder neue Ideen. Auf dem Gelände des MainÄppelhauses Lohrberg wird ein Schaubeet angelegt, und ein altes Gemäuer auf einem städtischen Grundstück soll zu einem Fledermaus-Eldorado umgebaut werden.
Die Naturschutzgruppe Seckbach trifft sich jeden 4. Mittwoch im Monat außerhalb der Schulferien um 20 Uhr im ehemaligen Rathaus Seckbach, Hofhausstraße 2.
Volker Rothenburger

Geführte Spaziergänge am Urselbach 
Geführte Spaziergänge am Urselbach sind vor allem von Kindern freudig begrüßte Gelegenheiten, alte und neue Gummistiefel auszuprobieren. Seit die Stadtentwässerung nicht nur entwässert, sondern an der Verbesserung des ökologischen Zustands der Gewässer arbeitet, können Kinder hier Flachwasserstellen und Kiesbänke finden, an denen sie Mut erproben und ihrer Freude am Plantschen frönen können. Die Eltern und andere große Leute lassen sich gern auf die Veränderungen am Bach, auf die Maßnahmen zur Renaturierung und seine Besonderheiten hinweisen.
Der BUND Frankfurt bietet solche Führungen an und kann nach Absprache interessierte Gruppen am Frankfurter Urselbach führen. Schon drei Mal hatten sich Naturfreunde aus Korea den Bach zeigen lassen.
Der Urselbach hat im letzten Jahrzehnt auf Frankfurter Stadtgebiet eine eindrucksvolle Veränderung erfahren. Im Bereich der Mönchswiese mit starkem Gefälle und entsprechend geradem Verlauf haben unregelmäßige Aufweitungen und eingebrachte Hindernisse für eine starke Differenzierung der Strömung gesorgt. Dadurch gewann auch die Bachsohle eine reiche Differenzierung vom grobkörnigen Kiesgrund bis feinem Sand und auch leichter Verschlammung. Das sind Lebensräume für Tiere mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen. Die Ufer werden von Erlen gehalten, Büsche, offene Ufer und alte Weidenbäume geben dem Bach ein abwechslungsreiches, naturnahes Bild.
Auf der Industriebrache der ehemaligen Heddernheimer Kupferwerke musste der Bachlauf neu gestaltet werden. Schleifen und Aufweitungen und der inzwischen dichte Uferbewuchs lassen vergessen, dass dieser Abschnitt des Urselbachs das gute Ergebnis von Planung und Erdarbeiten ist.
Carl Scherrer

Eine neue Blumenwiese entsteht in Sachsenhausen
Am 5. Mai 2007 war es endlich so weit. Nach wochenlanger Trockenheit war Regen angekündigt. Man konnte es also wagen Saatgut auszubringen.
Bereits im April hatte das Grünflächenamt die erforderlichen Erdarbeiten durchgeführt, so dass die Fläche in der Stresemannallee (Sachsenhausen) für die Einsaat vorbereitet war. Das Saatgut wurde aus einer Spende der Stiftung Hessischer Naturschutz finanziert.
Insgesamt 8 Kilogramm Blumenwiesen-Saatgut galt es, auf 2000 Quadratmetern gleichmässig auszubringen. Weil Profis das am besten können, hatte der BUND OV FFM-Süd einen Gartenbaubetrieb engagiert. Während es beim Aussäen auf die richtige Technik ankam, waren beim anschliessenden Walzen der Fläche Kraft und Ausdauer gefragt.
So trocken das Frühjahr 2007 war, so feucht war der darauffolgende Sommer. Somit waren die Keimbedingungen für die neue Blumenwiese optimal.
Bereits ab August kamen Klatschmohn, Kornblume, Leimkraut, Wilde Möhre, Moschusmalve, Färberkamille, Wiesenflockenblume u. a. zur Blüte.
Die meisten der insgesamt 48 Kräuter- und 8 Gräser-Arten werden jedoch erst 2008 erblühen.
John Dippell

BUND demonstriert gegen Riederwaldautobahn
Das BUND-Logo war in vorderster Front, als Ende September rund zweihundert Teilnehmer gegen den geplanten Bau der A66 und den Ausbau der A661 in den östlichen Stadtteilen Frankfurts demonstrierten.
Anlass der Demonstration war der dreißigste Jahrestag des Aktionsbündnisses, das sich bereits zum Bau der bereits fertig gestellten A661 gegründet hat.
Seit Jahren arbeitet der BUND im Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn (AUA) gegen den Straßenbau. Derzeit läuft eine Verbandsklage, durch die der BUND zumindest planerische Verbesserungen hinsichtlich des Frankfurter Grüngürtels, des Naturausgleiches und des Fledermausschutzes erreichen will.
Privatkläger versuchen auf gerichtlichem Wege mehr Lärmschutz zu erhalten.
Volker Rothenburger

Der BUND bei der Rheinministerkonferenz am 18.10.2007 in Bonn 
Am 18.10.2007 fand in Bonn - Bad Godesberg die 14. Rheinminister-konferenz statt. Zahlreiche NGOs haben vor dem Konferenzgebäude mit Stoppschildern an ihren dem Lauf des Rheins nachgebildeten Flussabschnitten zu Gesprächen mit Konferenzteilnehmern bereitgestanden. Für den BUND Frankfurt war Carl Scherrer in Bonn.
Die für den Rhein und Nebenflüsse zuständigen Minister der Rheinanliegerstaaten treffen sich in unregelmäßigen Abständen in verschiedenen Orten zu Konferenzen. Diese Konferenz in Bonn war die vierzehnte.
Der BUND KV Frankfurt vertrat die Baustelle Main/Nidda. Der Beitrag des BUND Frankfurt wurde in das bebilderte Baustellenbuch Rhein übernommen.
Den vollständigen Artikel über diese Konferenz inklusive unseres Beitrages zu Main und Nidda finden sie unter: www.bund-frankfurt.de

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