BUND - Bund für Umwelt- u. Naturschutz Deutschland e.V. / Frankfurt/Main

BUND - News Oktober 2007

Veranstaltungsnachlese, News ...

Aktuelle Veranstaltungen

    • Bundesverdienstkreuz für Carl Scherrer
    • Mäheinsatz in Steillage: Orchideenwiese
    • BUND Frankfurt zum Entwurf des Regionalen Flächennutzungsplanes

     

    • 4. Seckbacher Apfelfest
    • Deutschlandtour "Unterwegs für Vielfalt" zu Gast in Frankfurt
    • Vortrag: "Alte und neue Apfelsorten"




    Carl Scherrer mit Bundesverdienstkreuz

     


    Liebe Leserinnen und Leser,

    im letzten Newsletter sahen Sie an dieser Stelle das Bild unseres jüngsten BUND-Mitglieds Mickey Lou. Diesmal eröffnen wir den Newsletter mit dem Bild unseres langjährigen Mitglieds Carl Scherrer. Und auch das hat einen besonderen Grund:

    Carl Scherrer – die Persönlichkeit im BUND Frankfurt – hat für sein ehrenamtliches Engagement, vor allem im Umwelt- und Naturschutz, das Bundesverdienstkreuz erhalten.

    Wir beglückwünschen Herrn Scherrer recht herzlich zu dieser hohen Auszeichnung.





    Die Veranstaltungssaison 2007 des BUND Frankfurt nährt sich langsam dem Ende. Aber auf keinen Fall versäumen sollten Sie das 4. Seckbacher Apfelfest am 7. Oktober. Näheres dazu finden Sie unter Termine, Termine, Termine... Wir hoffen, Sie dort begrüßen zu können.

    Zusätzlich können Sie Veranstaltungen auch auf unserer Webseite unter www.bund-frankfurt.de einsehen.

     

     

    Ihr BUND-Team


    Veranstaltungsnachlese, News, Ankündigungen ...




    Bundesverdienstkreuz für Carl Scherrer




    Carl und Irene Scherrer bei der Verleihung im Römer


    Carl Scherrer – die Persönlichkeit im BUND Frankfurt – hat für sein ehrenamtliches Engagement das Bundesverdienstkreuz erhalten.


    Seit Gründungsbeginn hat Herr Scherrer im Landesverband des BUND Aufgaben übernommen. Er war von 1985 – 1989 Mitglied im Landesvorstand, war zeitweise Schatzmeister oder Kassenprüfer.

    Bis zum heutigen Tage bringt Herr Scherrer seine Erfahrungen und sein Organisationstalent, das er im Laufe seiner 86 (!) Lebensjahre gewonnen hat, in den Kreisverband Frankfurt ein.  Er führte den Kreisverband über viele Jahre. 1990 wurde er erstmals 1. Vorsitzender und übernimmt seit dem ohne Unterbrechung Aufgaben im praktischen und administrativen Bereich.

    Unvergessen sind die monatlichen Treffen in der Petersgemeinde, die er gemeinsam mit Siegfried Kranemann über Jahre hinweg geleitet hat. Viele Menschen, die heute noch aktiv sind, wurden seinerzeit durch das Duo motiviert und an das Naturschutzthema herangeführt.

    Zuverlässig vertritt Carl Scherrer bis zum heutigen Tag den BUND in verschiedenen Gremien und Sitzungen. Aber auch sein handwerkliches Geschick verhilft immer wieder zu schönen Objekten und Spielständen an Informationsständen und Straßenfesten. Sein Herz gilt insbesondere den Bachläufen, die er als Bachpate betreut.

    Besondere Anerkennung verdient Carl Scherrer auch wegen der Herausgabe von 77 Ausgaben des „Klärwerks“, dem regionalen Umweltmagazin für die Rhein-Main-Region, das auch Mitteilungsblatt sowie Veranstaltungskalender der beteiligten Umweltverbände (u.a. der BUND) war. Herr Scherrer hat es mit unermüdlichem Einsatz immer wieder geschafft, trotz mancher finanzieller Engpässe und wechselnder redaktioneller Unterstützung über einen Zeitraum von 14 Jahren jährlich 6 Ausgaben des Klärwerks  herauszugeben.

    Die Bedeutung seiner Person wird insbesondere durch den Frankfurter Umweltpreis unterstrichen, den die „Irene und Carl Scherrer-Stiftung“ regelmäßig an engagierte Naturschutzgruppen und Personen vergibt.

    Der BUND Frankfurt ist glücklich, einen solchen Menschen in seinen Reihen zu wissen.

    Jutta Erich, 1. Vorsitzende
    Volker Rothenburger, stellv. Vorsitzender
    BUND Kreisverband Frankfurt



    Mäheinsatz in Steillage: Orchideenwiese




    Naturschutzgruppe Seckbach mäht Orchideenwiese


    Eine Steillage am Lohrberg wurde am 19. September von zahlreichen Aktiven der Naturschutzgruppe Seckbach gemäht.

    Der Reliktstandort des Vegetationstyps "Halbtrockenrasen" wird alljährlich einmal gemäht, um gefährdete Pflanzenarten am Lohrberg zu erhalten. Tatsächlich wurden Samenstände der Orchidee "Händelwurz" sowie des Schmetterlingsblütlers  "Spargelschote" gefunden.

    Die kleine Wiese wird allerdings von Jahr zu Jahr zunehmend beschattet, weil die randlichen Gebüsche immer größer werden. Hilfe wurde schon von dem Umweltamt der Stadt zugesagt. Es ist geplant, die in den letzten Jahren gewachsenen Gebüsche zu roden, damit mehr Sonne und Wind die Wiesenfläche erreichen können.

    Wer zukünftig ebenfalls aktiv werden will, kann sich der Naturschutzgruppe Seckbach anschließen. Treffpunkt ist jeden 4. Mittwoch im Monat (nicht in den Schulferien) um 20 Uhr im ehem. Rathaus Seckbach, Hofhausstraße 2.

    Weitere Informationen: Volker Rothenburger, Tel.: 069/94734186.



    BUND Frankfurt zum Entwurf des Regionalen Flächennutzungsplanes:




    Ausschnitt aus dem regionalen Flächennutzungsplan


    PRESSEMITTEILUNG

    Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
    Kreisverband Frankfurt/M
    Volker Rothenburger
    Am Kappelgarten 40a
    60389 Frankfurt/M
    Tel.: 069/94734186   

    14.09.07


    BUND Frankfurt zum Entwurf des Regionalen Flächennutzungsplanes:
    Kaum lesbar, Grundlagen fehlen und zahlreiche unverträgliche Planungen.

    Der Kreisverband Frankfurt des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat sich intensiv mit dem Entwurf des Regionalen Flächennutzungsplanes (RegFNP) auseinandergesetzt, um Verbesserungsvorschläge und Forderungen dem Planungsverband Frankfurt vorzulegen.

    Grundsätzlich kritisiert der BUND die schlechte Lesbarkeit des umfangreichen Planwerkes, die es Normalbürgern unmöglich macht, die Planungsaussagen überhaupt erkennen zu können.
    Der von der Hessischen Landesregierung gesetzlich vorgegebene Maßstab von 1 : 50.000 führt dazu, dass wesentliche Planungsaussagen mit der Lupe gesucht werden müssen. Eine Orientierung im Plan und eine Zuordnung bestimmter Flächen im tatsächlichen Gelände sind kaum möglich. Wo Kleingärten oder Sportflächen beginnen und freie Landschaft enden soll, ist mangels einer Hintergrundkarte nur abschätzbar. Somit ist im Einzelfall nicht klar, welche Wiese überbaut und welche erhalten werden soll.
    Der Plan ist selbst für geübte Planleser kaum interpretierbar, für Bürgerinnen und Bürger ist er unlesbar.
    Beispielweise ergibt sich aus einem drei Quadratmillimeter (!) kleinen gelben Dreieck am Rande einer ockerfarbenen Fläche, dass ein illegal gebauter Campingwagenverkauf mit Wohnhaus im Frankfurter Grüngürtel nachträglich legalisiert werden soll. Auf diese Miniaturdarstellung könnte sich die Stadt Frankfurt später berufen, um den Gewerbebetrieb zu legalisieren. Der BUND hat diese Zielaussage abgelehnt.

    Kritisiert wird auch, dass wesentliche Daten für eine sachgerechte Abwägung nicht erhoben wurden. So sind gemäß § 1 Abs. 6 Ziffer 7 a Baugesetzbuch bei der Aufstellung eines Flächennutzungsplanes die Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen "insbesondere zu berücksichtigen".

    Aufgrund des riesigen Planungsgebietes kann der Planungsverband weder die biologischen Daten erheben, noch in die Entscheidung einfließen lassen.
    Es werden demnach Entwicklungsziele im Plan dargestellt, ohne dass die gesetzlich geforderten Basisdaten vorliegen. Dies geht eindeutig zu Lasten von Natur und Landschaft, weil sich spätere Erkenntnisse über Tiere und Pflanzen kaum noch gegen die nächsten Planungsschritte für im RegFNP dargestellten Baugebiete und Straßen durchsetzen können. Die Entscheidungen über Bauflächen werden daher bewusst mit einem für Naturschutzbelange blinden Auge gefällt.

    Neben der Aufdeckung grundsätzlicher Probleme, hat der BUND bestimmte mit Natur- und Landschaftsschutz unverträgliche Planungen abgelehnt:

    So wird zu den geplanten Vorranggebieten für Windkraftnutzung eine differenzierte Meinung vertreten. Während der Fläche am Nordrand von Nieder-Erlenbach zugestimmt wird, werden die Gebiete am Regionalparkweg Hohe Straße abgelehnt. Das Gebiet zwischen Bergen, Bad Vilbel und Maintal ist ein landschaftsästhetisch ausgesprochen hochwertiger Bereich, der durch seinen unbeeinträchtigten Fernblick Richtung Taunus, Vogelsberg, Ronneburger Hügelland, Spessart und Odenwald einzigartig ist. Windkraftanlagen würden diesen hochwertigen Erholungsraum gravierend beeinträchtigen.

    Auch geplante Neubaugebiete hat der BUND kritisch geprüft. Neben vielen akzeptierten Baugebieten werden einzelne Flächen begründet kritisiert:

    Beispielsweise das geplante "Silogebiet" westlich von Unterliederbach sowie bestimmte Neubauflächen in Sindlingen und Zeilsheim, da sie sich in der Frisch- und Kaltluftschneise für die westlichen Stadtteile befinden. Zudem liegen sie zu nahe am Industriepark Höchst und sind daher mit der SEVESO-Richtlinie unvereinbar.

    Abgelehnt wird auch das Wohnbaugebiet "Leuchte" in Bergen-Enkheim, weil es das dortige Vorkommen von ca. 1000 Zauneidechsen und anderen hochgradig gefährdeten Arten und Biotopen zerstören würde.

    Selbstverständlich hat der BUND Frankfurt in seiner Stellungnahme auch den weiteren Ausbau des Frankfurter Flughafens abgelehnt.

    Der BUND entwickelt auch konkrete Verbesserungen: Für die Regionaltangente West wird vorgeschlagen, die Bahntrasse westlich der bereits existierenden Anbindung Leunabrücke / B 43a zu führen, um eine Belastung für das Naturschutzgebiet Schwanheimer Düne zu verhindern.

    Zu weiteren grundsätzlichen Kritikpunkten wird auf die Stellungnahme des BUND Landesverbandes Hessen verwiesen, der in einer Gesamtschau auch die überregionalen Aspekte (z.B. übermäßige Gewerbegebiete) bewertet hat.

    Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Im Auftrag

    gez. Volker Rothenburger
    stellv. Vorsitzender des KV Frankfurt



    Termine, Termine, Termine ...




    „Naturschutz sinnlich erfahren“, 4. Seckbacher Apfelfest




    so schön war es beim 3. Seckbacher Apfelfest


    Sonntag, 7. Oktober 2007, 11 bis ca. 17 Uhr

    Zum vierten Mal richtet die Naturschutzgruppe Seckbach am Sonntag, den 7. Oktober, das Seckbacher Apfelfest aus. 

    Nach dem Erntedankgottesdienst der Evangelischen Mariengemeinde wird ab 11 Uhr im Kirchhof vor der Marienkirche die Kelter angeworfen, um Süßen aus frischen Äpfeln zu pressen. Vor allem Kindern wird es wieder großen Spaß machen, die Äpfel in den Häcksler zu werfen und die zermatschten Früchte mit der Spindel der Kelter von Hand auszupressen.

    Als besondere Attraktion werden zwei Zebus für einen Abschiedsbesuch in einem Gehege stehen. Die Rinder haben über Jahre das Seckbacher Ried gepflegt. Kurz nach dem Fest werden die Rinder Seckbach verlassen müssen, weil ihr Eigentümer, Landwirt Fuchs, in Ruhestand geht.

    Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Naturschutzgruppe Seckbach begleiten die Sängervereinigung Seckbach, der Ehemalige Chor der Helmholtzschule (ECH) und weitere Musiker das Fest.

    Traditionell verkauft das MainÄppelHaus seine biologisch angebauten Äpfel und steht für Beratungsgespräche zur Verfügung. Der Seckbacher Buchladen bietet einen Büchertisch zu Gartenthemen an. Auch der Kultur- und Geschichtsverein informiert über seine Tätigkeiten.

    Die Aktiven der Naturschutzgruppe Seckbach stellen natürlich auch ihre in den letzten 10 Jahren durchgeführten Naturschutzprojekte vor.

    Da nicht nur Süßer, Kaffee und Kuchen angeboten werden, sondern auch Würstchen und andere deftige Speisen, bietet sich schon ein Besuch zur Mittagszeit an. Zwischen 13 und 15 Uhr können Kinder auch auf Ponys reiten.

    Zelte sorgen auch bei Regen für trockene Sitzplätze!

    Zur Unterstützung des Fests bittet die Naturschutzgruppe um Kuchenspenden. Wer einen Kuchen spenden möchte oder weitere Information wünscht, kann sich mit Volker Rothenburger in Verbindung setzen (Tel.: 069/94734186).

    Ort: Kirchhof der Marienkirche im Ortskern von Frankfurt-Seckbach, Wilhelmshöherstr. 133 (Bushaltestelle Zentgrafenstraße).
    Information: Volker Rothenburger, Tel. 069-94734186



    Interessante Termine anderer Verbände und Organisationen:



    Deutschlandtour "Unterwegs für Vielfalt" zu Gast in Frankfurt




    Seitenansicht des Naturallianz-Busses ©BMU


    Mittwoch, 17. Oktober 2007, circa von 11.00 Uhr bis 18.00

    Die Deutschlandtour für biologische Vielfalt wird vom 26. September bis zum 20. Oktober 2007 in insgesamt 16 deutschen Städten zu Gast sein.

    "Wir wollen auf diese Weise das Thema biologische Vielfalt direkt in die Fußgängerzonen der Städte transportieren", sagte Astrid Klug, die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium. Dort bietet der Infobus des Bundesumweltministeriums jeweils die Plattform für ein informatives Bühnenprogramm mit prominenten Gesprächspartnern aus Politik, Kultur und Wissenschaft.

    Nach dem Start in Berlin führt die Reiseroute von Wismar über Kiel, Hamburg, Bremen, Hannover, Magdeburg, Potsdam, Dresden, Erfurt, München, Stuttgart, Saarbrücken, Mainz und Frankfurt.

    Die Tour endet am 20. Oktober, dem internationalen Tag der Vereinten Nationen, in Bonn, der Gastgeberstadt der neunten UN-Naturschutzkonferenz vom 19. bis 30. Mai 2008.

    Ort: Frankfurt, Konstablerwache
    Weitere Hinweise: siehe unter www.bmu.de



    Vortrag: "Alte und neue Apfelsorten"




    Reife Äpfel © www.pixelio.de


    Freitag, 19.Oktober 2007, 17:00-20:00 Uhr

    Alte und neue Apfelsorten - Ein Überblick über neue und alte Apfelsorten, Vergleiche.

    Ein Vortrag von Werner Nussbaum

    Treffpunkt: MainÄppelHaus
    Dauer: ca. 3 Stunden
    Information: www.mainaeppelhauslohrberg.de/




    Copyright © 2007 by BUND - Bund für Umwelt- u. Naturschutz Deutschland e.V.
    Frankfurt/Main

    Newsletter abmelden / eMail-Adresse ändern