BUND - Bund für Umwelt- u. Naturschutz Deutschland e.V. / Frankfurt/Main

BUND - News September 2007

Veranstaltungsnachlese, News ...

Aktuelle Veranstaltungen

    • Tümpeln in der Nidda
    • Geplante Müllverbrennungsanlage im Industriepark Höchst (Pressemitteilung vom Landesverband)

     

    • Führung: "Bäume im Höchster Stadtpark"
    • Führung: "Der Urselbach - in der Entwicklung zu einem naturnahen Bach"
    • "Frankfurt mal anders": Ein globalisierungskritischer Stadtrundgang
    • Mäheinsatz in Steillage: Orchideenwiese
    • 4. Seckbacher Apfelfest im Kirchhof




    Mickey Lou

     

    Liebe Leserinnen und Leser,

    mit diesem Newsletter begrüßen wir ganz herzlich unser jüngstes BUND-Mitglied im Kreisverband Frankfurt.

    Stephanie Müller, die das Büro des Kreisverbandes bis Juli dieses Jahres führte und den Kreisverband Frankfurt bei vielen Themen tatkräftig unterstützte, ist Mutter geworden. Am 28.08.2007 um 6:26 Uhr hat Mickey Lou der Sohn von Steffi und Falk, die Herzen der glücklichen Eltern im Sturm erobert. Der Stolz der Familie bringt 2950 Gramm auf die Waage und ist 49 cm groß.



    Selbstverständlich haben wir für Sie auch im September wieder einige interessante Veranstaltungen zum mitmachen. Wir wünschen Ihnen jetzt schon viel Vergnügen dabei.

     

    Zusätzlich können Sie alle Veranstaltungen auch auf unserer Webseite unter www.bund-frankfurt.de einsehen.

    Ihr BUND-Team


    Veranstaltungsnachlese, News, Ankündigungen ...



    Tümpeln in der Nidda




    Die "Tümpler" in Aktion


    Sieben neugierige Kinder und deren Eltern sowie eine Rentnerin standen am 19. August 2007 auf der Brücke am Kerbeplatz in Nied und blickten zur Nidda herunter. Heidi Wieduwilt erklärte, dass die Nidda inzwischen ein recht sauberes Flüsschen der Güteklasse zwei ist. Dennoch: Dutzende Flaschen, Verpackungen und einen verfaulten Fisch sammelte sie vor dem kleinen Ausflug noch ein.

    Kurze Zeit später steht die Gruppe am Ufer zwischen Brennesseln, Gebüsch und hohem Springgras und Kescher und Einmachgläser werden ausgepackt. Damit bewaffnet und mit Gummistiefeln geschützt geht es dann in das Flussbett um sich einige "Bewohner" der Nidda aus der Nähe anzusehen. Ein mittels Kescher gefangenes und in ein vorher mit Wasser gefülltes Einmachglas umgesetztes "Würmchen" wird schnell als Libellenlarve erkannt und Heidi Wieduwilt erklärt den faszinierenden Vorgang, wie aus dieser Larve einmal eine wunderschöne Libelle werden wird.

    So werden noch viele Bewohner der Nidda gefangen und bestimmt und es gibt vieles über die Tiere zu lernen. Zum Schluss der Veranstaltung schütten alle ihren Fang wieder in der Fluss zurück, den nur dort haben die Tiere eine Überlebenschance.

    Vieles gab es an diesem Nachmittag zu entdecken und sicherlich hatten nicht nur die Kinder Spass daran die faszinierende Unterwasserwelt der Nidda kennen zu lernen.



    Geplante Müllverbrennungsanlage im Industriepark Höchst (Pressemitteilung vom Landesverband)



    - EU-Kommission fordert vom Darmstädter Regierungspräsidium zusätzliche Maßnahmen zur Luftreinhaltung.

    - BUND sieht zwingende Notwendigkeit für eine Gesamtbelastungsstudie.


    Im Verfahren um die geplante Müllverbrennungsanlage im Industriepark Höchst hat die Europäische Kommission vom Darmstädter Regierungspräsidium "zusätzliche Anstrengungen und ein zügiges Handeln" zur Verringerung der Luftbelastung gefordert.

    Der hessische Landesverband des BUND begrüßt die klare Aussage der Kommission und fordert eine Gesamtbelastungsstudie für das Rhein-Main-Gebiet.
     
    Brigitte Martin, Vorstandssprecherin des BUND: "Die Luftschadstoffbelastung im Rhein-Main-Gebiet ist bereits jetzt hoch, doch statt wirksame Maßnahmen zur Luftreinhaltung zu planen, sollen weitere Verschmutzungsquellen genehmigt werden, wie der Flughafenausbau, der Ausbau von Autobahnen ( A 66, Riederwaldtunnel) und eben eine Müllverbrennungsanlage (MVA)  in Höchst. Diese MVA allein wird bei einer geplanten Verbrennungskapazität von 700.000 Tonnen Müll Jahresdurchsatz mit einer zusätzlichen Emission von 1.200 Tonnen NO2/a zur Belastung beitragen. Wir fordern vielmehr, dass die Landesregierung endlich wirksame Maßnahmen zur Reduktion der Luftbelastung ergreift. Die Bevölkerung im Rhein-Main-Gebiet hat ein Anrecht auf saubere Luft."
     
    Für das Jahr 2006 wurde nach Angaben des Ministeriums für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz an der Messstelle  Frankfurt-Höchst für NO2 ein Jahresmittelwert von 47 µg/m3 (zulässig in 2006: 48 µg/m3 inkl. Toleranzmarge; zulässig in 2007: 46 µg/m3; zulässig  ab 2010: 40 µg/m3) gemessen. Gemäß der EU-Grenzwertregelungen  muss der nun gemessene NO2-Jahresmittelwert von 47 µg /m3 für das Jahr 2006 in Frankfurt / Main-Höchst bis 2010 linear auf unter 40 µg /m3 reduziert werden. Der Gesamtdurchschnittswert des Jahres 2007 muss daher unter dem Wert von 2006 liegen und darf maximal 46 µg/m3 betragen.
     
    Brigitte Martin: "Bislang ist nicht absehbar, wie die Grenzwerte für NO2 zukünftig eingehalten werden sollen. Wir begrüßen es deshalb sehr, dass die EU-Kommission die Einhaltung der EU-Vorschriften zur Luftreinhaltung in Höchst nun genauer überprüfen wird. Wir bezweifeln, dass angesichts der Vorbelastung in Frankfurt-Höchst eine neue Müllverbrennungsanlage genehmigungsfähig ist."




    Termine, Termine, Termine ...



    Führung: "Bäume im Höchster Stadtpark"




    Baumkrone © www.pixelio.de


    Samstag, 8. September 2007, 15.00 bis 17.00 Uhr

    Wer kennt ihn nicht, den Höchster Stadtpark? Doch wer hat sich schon einmal die Bäume angeschaut oder wem ist die Geschichte des Weihers bekannt?

    Bei diesem Naturspaziergang wollen wir die Bäume kennen lernen, die Geschichte des Weihers erfahren und die Natur im Park entdecken.

    Treffpunkt: Bushaltestelle „Auerstrasse“ Frankfurt – Höchst (Bus 55)
    Information: Jutta Erich, Tel. 069-3808150



    Führung: "Der Urselbach - in der Entwicklung zu einem naturnahen Bach"




    Urselbach © Stadt Frankfurt am Main, Umweltamt


    Samstag, 8. September 2007, 14.00 Uhr

    Unter schwierigen Bedingungen ist es doch gelungen, wichtige ökologische Verbesserungen am und im Bereich des Baches in der Frankfurter Gemarkung zu verwirklichen.

    Dies kann nur bei einer kleinen Wanderung gezeigt und wahrgenommen werden. Den Bach begehen ohne Bezüge zur Geschichte ist nicht möglich. Natur und Kultur rund um den Urselbach ist das Thema der Führung.

    Kinder sind gerne willkommen, am Wasser kann geplanscht werden!

    Treffpunkt: U-Bahn Station Niederursel
    Dauer: ca. drei Stunden
    Information: Carl Scherrer, Tel. 069-595740







    "Frankfurt mal anders": Ein globalisierungskritischer Stadtrundgang




    Barbara Michalski vom BUND Frankfurt erläutert die Produktionskosten eines Turnschuhs


    Montag, 17.September  2007, 17.30 Uhr

    Nicht Römer, Dom oder Paulskirche stehen auf dem Programm, sondern Stationen wie H+M, McDonalds, Douglas, Thomas Cook oder Deutsche Bank.

    Beim Stadtrundgang geht es um die zumeist unerwünschten Nebenwirkungen, die unser Konsum in anderen Teilen der Welt hat. An konkreten Beispielen zeigen wir, wieso und auf welche Weise Markenfirmen für ökologische und soziale Missstände in anderen Ländern verantwortlich sind. Wie wirken wir als ganz normale Konsumenten dabei mit und welche Alternativen gibt es für uns?

    Treffpunkt:
    Innenhof der Liebfrauenkirche, Nähe Hauptwache
    Dauer: 1,5-2 Stunden
    Leitung: Sabine Wolters, Barbara Michalski
    Anmeldung: erbeten an Barbara Michalski, Tel: 069-30092695



    Mäheinsatz in Steillage: Orchideenwiese




    © www.pixelio.de


    Mittwoch, 19. September 2007, 17 Uhr

    Wie „Bergbauern“ zu früheren Zeiten mäht die Naturschutzgruppe Seckbach eine kleine, steile Wiese am Lohrberg alljährlich mit Balkenmäher und Freischneider. Die Wiese wird hierdurch von Schlehengebüschen und Obstsämlingen freigehalten, damit seltene Orchideen, Spargelschote oder Kreuzblümchen gedeihen können.

    Die Naturschutzgruppe Seckbach freut sich über Mithelfer/innen, die zwei bis drei Stunden Zeit zum Helfen haben.

    Treffpunkt: Ende der Draisbornstraße am Lohrberg (Sackgasse), von dort wird der Trampelpfad zur Wiese ausgeschildert
    Dauer: 2-3 Stunden
    Information: Naturschutzgruppe Seckbach, Volker Rothenburger, Tel. 069-94734186



    4. Seckbacher Apfelfest im Kirchhof




    Apfelernte © www.pixelio.de


    Sonntag, 7. Oktober 2007, 11 Uhr bis ca. 16.30 Uhr

    Alle zwei Jahre organisiert die Naturschutzgruppe Seckbach ein großes Fest:
    Nach dem Erntedankgottesdienst der Ev. Mariengemeinde steht im historischen Kirchhof frisch gepresster „Süßer“ im Mittelpunkt. Mit Handkeltern pressen wir den Saft aus den knackigen Kelteräpfeln, an verschiedenen Ständen werden Produkte rund um den Apfel verkauft.

    Kulturelle Beiträge runden das Fest mit dem besonderen Charme des romantischen Kirchhofes ab. So werden wir dieses Jahr voraussichtlich zeigen können, wie man Wolle spinnt, das MainÄppelHaus Lohrberg verkauft seine Bio-Äpfel, die Zebus aus dem Seckbacher Ried können hautnah erlebt werden und vieles mehr.

    Natürlich informiert die Naturschutzgruppe Seckbach über ihre Naturschutzprojekte im Frankfurter Osten.

    Ort: Kirchhof der Marienkirche im Ortskern von Ffm-Seckbach,
    (Probst-Goebels-Weg 1) Buslinien 43 (Zentgrafenschule) oder 38 (Atzelberg-Ost)
    Information: Volker Rothenburger, Tel. 069-94734186



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